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rger mit der Tastatur

 
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Raid
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beitrge: 277

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 18:37    Titel: rger mit der Tastatur Antworten mit Zitat

Hallo,

wre ber einen Tipp zu folgendem Problem dankbar:

Person A spart auf eine gute Tastatur aus gebrstetem Aluminium fr 80 EUR von einem Marken-Hersteller, die er in einem Computer-Laden kauft.

Nach 10 Monaten bemerkt Person A, dass sich die Tastatur-Beschriftung von den Tasten ablst und telefoniert mit dem Hersteller. Dem Hersteller ist das Problem bekannt und dieser tauscht diese auch problemlos, die Garantie-Abwicklung findet aber ber den Computerladen statt.

Der Computerladen hat die SILBERNE Tastatur von Person A auch angenommen und sammelte dann erstmal 1 Monat Waren, bis er diese zum Garantietausch an den Hersteller schickt. Nach 2 Monaten hat Person A dann eine Tastatur abholen knnen, aber keine in silbern bzw. Aluminium, sondern selbige Tastatur in schwarzer Farbe.

Der Computerladen schiebt es nun auf den Hersteller, der Hersteller schiebt es auf den Computerladen. Person A hat die Annahme der getauschten Tastatur verweigert, weil Person A ja eine silberne abgegeben hat und nun eine schwarze wieder kriegen soll.

Nun sammelt der Computerladen wieder Monate lang die Ware bis er genug hat, dass sich eine Versendung an den Hersteller lohnt und wieder gehen Monate ins Land.

Frage:
- wer ist rein rechtlich gesehen nun fr die falsche Tastatur verantwortlich (Computer-Laden/Hersteller - jeder schiebt es auf den anderen)

- hat Person A hier irgendwelche Rechte um die Sache zu beschleunigen? Bzw. sein ursprngliches Eigemtum zurck zu verlangen mit den abgegriffenen Tasten?

Person A wrde gerne etwas unternehmen um die Sache hier zum Abschluss zu bringen und nicht wieder Monate warten zu mssen, bis mal irgendwann wieder was passiert.
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Paddy82
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
Beitrge: 785
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 23.03.09, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Der Hndler kann nur belangt werden, wenn der Kufer beweisen kann, dass die Ursache des Mangels bereits bei Kauf bestand.
Wenn dies nicht mglich ist, muss der Hndler gar nichts tun.
Wenn der Hersteller eine Garantie gegeben hat (oder aus Kulanz nachbessern will), dann kann er dies zu seinen Bedingungen tun, da eine Garantie gar nicht angeboten werden msste.
Wenn der Hndler hier die Abwicklung bernimmt, ist das zwar nett, aber er kann die Abwicklung eben auch gestalten wie er mchte, da er zu nichts verpflichtet ist.
Ansprechpartner ist der Garantiegeber, also hier der Hersteller.
_________________
Das wichtigste ist, wenn ich sterbe:
Begrabt mich in Hamburger Erde.
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I-user
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beitrge: 5309
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 23.03.09, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Paddy82 hat folgendes geschrieben::
1) Wenn der Hersteller eine Garantie gegeben hat (oder aus Kulanz nachbessern will), dann kann er dies zu seinen Bedingungen tun, da eine Garantie gar nicht angeboten werden msste.
2) Wenn der Hndler hier die Abwicklung bernimmt, ist das zwar nett, aber er kann die Abwicklung eben auch gestalten wie er mchte, da er zu nichts verpflichtet ist.
(Ziffern und Markierung durch mich)
1) Garantie und Kulanz sollte man m.E. nicht "in eine Schublade stecken". Eine Garantie ist im Gegensatz zur Kulanz eine vertragliche Vereinbarung, die auch ordnungsgem erfllt bzw. eingehalten werden muss.
2) Wenn sich der Hndler einverstanden erklrt hat, die Abwicklung zu bernehmen, dann ist er m.E. dazu verpflichtet und muss das auch mehr oder weniger ordentlich machen oder im Voraus mitteilen, dass die abwicklung mehrere Monate dauern kann. Der Hndler kann den Ersatz der Aufwendungen vom Kunden verlangen ( 670 BGB). Aber wenn er sich nicht "nach Treu und Glauben" verhlt und z.B. eine angemessene Fristsetzung nicht beachtet, kann er sich m.E. schadenersatzpflichtig machen.
_________________
Recht ist interessant, aber sehr umfangreich; bin kein Fachmann

"Wenn ich schon lge, dann am liebsten indem ich ausschlielich die Wahrheit sage."
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