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Ehescheidung

 
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Gnther
Gast





BeitragVerfasst am: 10.10.04, 17:35    Titel: Ehescheidung Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe eine Frage zum Scheidungsrecht. Meine Ehefrasuund ich wollen uns nach 14 Jahren Ehe scheiden lassen. Wir haben zwei eheliche Kinder im Alter von 12.u. 14 Jahren. Zudem besitze ich ein Zweifamilienhaus.
Das Haus erbte ich nach 5 Monaten Ehe von meinem verstorbenen Vater.
Ich habe auf dem Haus durch eine Geschftsschliessung eine Bankhypothek in Hhe von ca. 50000,-- € aufnehmen mssen. Dieses Darlehen zahle ich mit denMieteinnahmen aus dem 1. Stock zurck.
Ich habe nun mit meiner Ehefrau die Idee gehabt, dass das Haus spter unsere beiden Kinder zu gleichen Teilen bekommen sollen und wir selbst darauf verzichten. Ich bernehme die Rckzahlung der Hypothek. Meine Frau meint nun, ich solle fr die
nchsten 5-6 Jahre ausziehen, d.h. bis die Kinder 18 Jahre sind.Danach wrde Sie in
Ihre Heimat zurckgehen (CZ) und ich knnte das Haus mit den Kindern zusammen
wieder nutzen. Sie wrde in den 6 Jahren mit den Kindern mietfrei wohnen.
Ich solle Unterhalt fr die Kinder und meine Frau bezahlen.

Ich mu noch anmerken, ich bin derzeit arbeitslos und beziehe noch bis zum 04.08.05
eine Arbeitslosengeld in Hhe von 1000,--€.
Wire wollen keinen Anwalt wenn mglich und, falls das nicht geht, einen Anwalt fr uns
beide.
Ist eine Scheidung auf diese Weise abzuwickeln und kann man im eigenen Haus bzw.,
in der gleichen Wohnung getrennt leben.

Viele Fragen, doch ich hoffe ich kann hier eine Antwort bekommen.
Vielen Dank im Vorraus fr Ihre Bemhungen.

Mit frndl. Gren
G. Lachmeyer, Weiden[/quote][/u][/i][/b]
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Heinz-Peter Nobert
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 1197
Wohnort: Saarlouis

BeitragVerfasst am: 11.10.04, 06:36    Titel: Re: Ehescheidung Antworten mit Zitat

Hallo,

wenn Sie sich einig sind, reicht es, da ein Ehegatte einen Anwalt mit der Scheidung beauftragt, der andere kann dem Scheidungsantrag zustimmen.

Auch innerhalb eines Hauses/Wohnung ist ein Getrenntleben mglich, wenn keine gegenseitigen Versorgungsleistungen mehr stattfinden.

Ob und in welcher Hhe Unterhalt zu zahlen ist, hngt von den Umstnden ab. Zu bercksichtigen wre als Einkommen das Arbeitslosengeld (das lediglich 270 EUR ber dem Selbstbehalt von 730 EUR fr nicht erwerbsttige Unterhaltspflichtige liegt), evtl. ein Vorteil fr mietfreies Wohnen im eigenen Haus sowie die Miete. Abzuziehen sind bestehende Verbindlichkeiten.

Weshalb das Eigentum an dem Haus an die kinder bertragen werden soll, ist mir nicht einleuchtend. Wenn Sie dieses geerbt haben und nicht irgendwann einen Miteigentumsanteil an Ihre Ehefrau bertragen haben, sind Sie Alleineigentmer. Es besteht daher kein Grund fr eine Auseinandersetzung an dem Hausgrundstck.

Es wrde - sofern Sie im gesetzlichen Gterstand leben - allenfalls bei einem Zugewinnausgleich eine Rolle spielen. Ob ein solcher durchzufhren ist lt sich nur anhand der beiderseitigen Vermgen am Hochzeitstag und am Ende der Ehe (Stichtag: Zustellung des Scheidungsantrages) ermitteln. Das Haus wrde allerdings, da es geerbt wurde, sowohl im Anfangsvermgen als auch im Endvermgen zu bercksichtigen sein. Da es offenbar spter belastet wurde, ist insoweit kein Zugewinn erzielt worden. Wenn sonst auf Ihrer Seite kein Vermgen vorhanden ist, haben Sie keinen Zugewinn erzielt, so da es auch aus diesem Blickwinkel keinen Grund gibt, das Haus an die Kinder zu bertragen.
_________________
Mit freundlichen Gren
RA Peter Nobert
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