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Frage zu Mitunterschrift/Brgschaft eines Grundschulddahrlen

 
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Josef22
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Anmeldungsdatum: 09.07.2005
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 09.07.05, 11:16    Titel: Frage zu Mitunterschrift/Brgschaft eines Grundschulddahrlen Antworten mit Zitat

Fall:

A ist zu seiner Lebensgefhrtin B gezogen, die zur Hlfte ein Grundstck/Haus besitzt, das mit einer Grundschuld belastet ist. Nach kurzer Zeit luft der aktuelle Dahrlehensvertrag aus. Die Bank fordert als zustzliche Sicherheit die Mitunterschrift von A. A fhlt sich etwas in die Enge getrieben, da er je erst eingezogen ist, will er nicht gleich rger und unterschreibt mit. Die Unterschrift wird von der Bank verharmlost, da ja das Grundstck/Haus als Sicherheit vorhanden wre. Nach einigen Jahren zieht A wieder aus.

Ist eine solche Unterschrift eine Brgschaft? wenn ja gibt es eine Mglichkeit fr A da irgendwie raus zu kommen?

Da A keinerlei Rechte/Pflichten (unverheiratet) gegenber B bzw. dem Grundstck oder anderer Verwandten hat, hat A durch den Vertrag im Falle einer berechtigten Forderung von Seiten der Bank nur Nachteile, da ja von Seiten A keinerlei Anspruch/Vorteil gegenber des Grundstcks/Hauses besteht.

Besteht evtl. wegen Zahlungsunfhigkeit von B eine Forderung der Bank, wird dann gleich A in Anspruch genommen, oder ist zuerst das Grundstck/Haus, der Mitbesitzer, die Tchter von A etc. dran?

A wrde gerne aus dem Vertrag aussteigen, gibt es eine Mglichkeit, wenn ja welche? Sptestens beim Ablauf der momentan vereinbarten Laufzeit (mit festem Zinssatz) mte ja ein neuer Vertrag abgeschlossen werden, dann sollte ja sptestens A aus der Schuld genommen sein? oder hat A durch seine Unterschrift ein lebenslanges Bangen?
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Anmeldungsdatum: 14.02.2005
Beitrge: 6312
Wohnort: Mein Krbchen.

BeitragVerfasst am: 09.07.05, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Was A unterschrieben hat, ergibt sich aus dem Vertrag.

Es kann genauso gut sein, dass A sogar Mitschuldner geworden ist und sofort als erstes in voller Darlehenshhe mit seinem gesamten Vermgen haftet. Oder eben nicht.
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Josef22
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Anmeldungsdatum: 09.07.2005
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 09.07.05, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Sieht so aus, da A nun auch Kreditnehmer ist, obwohl er nichts mit der Sache zu tun hat. Kann er aus dem Vertrag raus? Der Vertrag wurde zwischenzeitlich gendert (Tilgung). Dies aber ohne Einverstndnis/Unterschrift von A. Ist der Vertrag dann nichtig?
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Anmeldungsdatum: 14.02.2005
Beitrge: 6312
Wohnort: Mein Krbchen.

BeitragVerfasst am: 09.07.05, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt ziemlich chaotisch.

Allgemein kann man natrlich erklren, dass man in die Haftung fr einen Kredit mit einsteigt.

Man kann auch spter mit einem der Schuldner (bei Brgschaft erst recht) separate Abzahlungsvereinbarungen treffen.

Allein hieraus kann man eine Unwirksamkeit nicht sicher ableiten. Umgekehrt ist damit auch nicht gesagt, dass der Vertrag so vollwirksam ist.

Wre praktisch ein typischer Fall, in dem man eine Errterung des Vertrags mit der Bank und den Gang zum Anwalt berlegen knnte.
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Josef22
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Anmeldungsdatum: 09.07.2005
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 10.07.05, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Der Gedanke, mit der Bank zu klren/Verhandeln liegt hier schon am nchsten, da diese aber nicht gerne A aus dem Vertrag nimmt kann man ja vermuten. Zumal da vermutlich wieder Verwaltungskosten auftreten wrden, was aber wohl das kleinere bel wre.

Ist volgendes zutreffend:

Brgschaften knnen unwirksam sein, wenn ein einkommensschwacher Brge wirtschaftlich mit der von ihm begehrten Rckzahlung des Darlehens krass berfordert ist. Dies ist dann anzunehmen, wenn der pfndbare Teil des Einkommens nicht einmal ausreicht, um die laufenden Zinszahlungen auf die Kreditsumme zu decken. Allerdings ist zu bercksichtigen, dass es dem Brgen durchaus zugemutet wird, auch den letzten vorhandenen Vermgenswert, wie etwa das eigene Haus, zur Begleichung der Verbindlichkeiten einzusetzen. So hat der Bundesgerichtshof eine einkommensschwache Mutter, die sich fr einen Kredit ihres Sohnes verbrgt hatte, deshalb nicht fr krass berfordert gehalten, weil sie die gesamte Brgschaftsschuld durch Verwertung des von ihr bewohnten Eigenheimes zu tilgen vermochte (BGH, Urteil vom 26.4.2001, Aktenzeichen: IX ZR 337/98, verffentlicht in der Neuen Juristischen Wochenschau 2001, Seite 2466 ff.). Eine Brgschaft kann zudem dann unwirksam sein, wenn die Bank das den Brgen treffende Haftungsrisiko schuldhaft verharmlost hat.

Dies sollte ja auch dann auf Kreditnehmer/Schuldner etc. zutreffen. Es ist also zu verstehen, da A im schlimmsten Fall nicht durch Lohnpfndung auf der Strae sitzt? Ist es richtig, da es einen "nicht Pfndbaren Betrag von 999 " seit diesem Jahr gibt? Wrde das Einkommen von A nur unwesentlich darber liegen und die Zinsen fr den Kreditvertrag deutlich darber wre die Begleichung ja unmglich. Trifft eine solche Regelung auch fr Kreditnehmer zu oder mu A wirklich damit rechnen irgendwann unter der Brcke zu landen?

Welcher Fachanwalt ist fr sowas zustndig?

Schon mal danke fr die schnelle Hilfe.
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