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Berechnung des tatschlich zustehenden Unterhaltes

 
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gillersbergbaby
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beitrge: 13

BeitragVerfasst am: 23.01.06, 16:44    Titel: Berechnung des tatschlich zustehenden Unterhaltes Antworten mit Zitat

Hallo liebe Forumsmitglieder,

in folgendem Fall bin ich fr Tipps sehr hilfreich:

Frau A trennt sich wegen eines anderen Mannes C von Ehemann B. Seit Oktober 2005 wohnt A auch offiziell bei C und B mit neuer Lebensgefhrtin zusammen.
A fordert nun ber Anwalt folgende Aliment:

1. 100 % des Kindesunterhalts nach Dsseldorfer Tabelle
(Kommentar - die Kinder sind jedes Wochenende bei Mann B, somit 1/3 des Monats)

2. 3/7 des Nettoeinkommens als Ehegattenunterhalt nach Abzug von 150 Werbungskosten und Anrechnung von 400 Euro fr Arbeit im Betrieb des neuen Lebensgefhrten C.
(Kommentar: Frau A macht dort einen Vollzeitjob inklusive Nachtarbeit etc. Diese Arbeit luft jedoch nicht ber ihre Lohnsteuerkarte, da diese auch fr das Jahr 2005 ungenutzt bei Mann B zurckgelassen wurde)
(weiterhin bezahlt Frau B bei Mann C defakto keine Miete - diese wird nur "pro forma" angerechnet)


Steht Frau A wirklich die volle Hhe ihrer Forderungen zu, oder gibt es eine realistische Mglichkeit die Forderungen zu minimieren?

Ab wann kann von einer ehehnlichen Gemeinschaft gesprochen werden, in der Mann B nicht mehr verpflichtet ist fr Frau A Unterhalt zu zahlen? Was passiert, wenn Fau A sich trennt, weil Mann B auf Grund von ehehnlichem Verhltnis nach 2-3 Jahren keinen Ehegattenunterhalt mehr zu zahlen bereit ist?
Gilt die ehehnliche Gemeinschaft bereits ab dem Zeitpunkt der Trennung von A und B oder erst ab dem Zeitpunkt des Zusammenziehenes? (A hat bereits vor dem Einzug bei C Vollzeit bei ihm gearbeitet und sptestens seit Juni 05 alle Nchte dort verbracht-dies kann nachgewiesen werden da neue Lebensgefhrtin bei Mann B zu diesem Zeitpunkt eingezogen ist).

Ich wre fr Antworten sehr dankbar.

Viele Gre Gillersbergbaby
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Ina_1963
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.07.2005
Beitrge: 256

BeitragVerfasst am: 24.01.06, 07:22    Titel: Antworten mit Zitat

KU
Wenn man davon ausgeht, dass die Kinder minderjhrig sind, ist nur derjenige, bei dem die Kinder nicht wohnen (je nach Leistungsfhigkeit) unterhaltspflichtig. Volle Unterhaltspflicht wrde auch dann bestehen, wenn z.B. die Kinder drei Wochen Urlaub mit dem Leistunspflichtigen verbringen. D.h., er hat immer die komplette Unterhaltsleistung zu erbringen.

Ehegattenunterhalt
In einigen Fllen wird von einer ehehnlichen Gemeinschaft erst nach drei Jahren des Zusammenlebens gesprochen. Meiner Kenntnis nach beginnt die Rechnung ab dem offiziellen Zeitpunkt des Zusammenziehens (Ummeldung).

Eine Vollzeitarbeit, zur Minderung des nachehelichen Unterhaltes, msste nachgewiesen werden.

Gru
Ina
_________________
Nur meine persnliche Meinung und nicht rechtsverbindlich.
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fontane
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beitrge: 257
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24.01.06, 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Kindsunterhalt ist die Tabelle darauf ausgelegt, dass es eine Besuchsregelung im normalen Rahmen gibt, sprich, alle 14 Tage ein Wochenende und die Hlfte der Ferien. Geringfgige Abweichungen sollten keine Rolle spielen, ansonsten kann man sehr wohl anmelden, dass der KU abgesenkt werden kann. Aber man sollte daran denken, dass die fixen Kosten den Lwenanteil ausmachen, weniger die variablen, und dass die Richterschaft nicht nur berzeugt werden mu, sondern auch bewegt, vom Standardfall abzuweichen........
Hat sie das hlftige Kindergeld vom Zahlbetrag abgezogen? Wieviele Kinder sind es? Sind es mehr als zwei, rutscht man in die nchstniedrige Gehaltsstufe.

Beim EU zhlt nicht nur das Netto abzglich 150 Euro berufsbedingte Aufwendungen (die von verschiedenen Oberlandesgerichten in verschidener Weise bercksichtigt werden), sondern der Kindsunterhalt (ohne KG-Abzug) wird auch vorher abgezogen.
Es ist unklar, ob sie berhaupt arbeiten mu, da das Alter und die Zahl der Kinder unklar sind.
In jedem Fall kann ihr bei einem leistungsfhigen Partner ein Betrag von blicherweise 350 Euro angerechnet werden, wenn sie die Haufrauenrolle ganz oder teilweise bernimmt.
Fr eine Verwirkung wegen ehehnlicher Gemeinschaft reicht es noch nicht: 2-3 Jahre sind das mindeste, dazu mu das Paar nach innen und nach auen als Paar auftreten.
Erzielt sie Einkommen, mu sie das angeben. Arbeitsvertrag/Gehaltsabrechnung/Steuererklrung. Besteht der Verdacht, dass sei schwarz arbeitet, ist das nachzuweisen, was wohl schwer ist. Aber je nach Erwerbsobliegenheit wrde ihr auch von einem regulren Erwerbseinkommen ein Bonus abgezogen, wenn sie eigentlich noch garnicht arbeiten mte. Der Fall gibt dazu nichts her, so dass das nicht beurteibar ist.
Gre
fontane
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