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Hund verkauft, kein Geld, und Hund ist verschwunden

 
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Civica
Interessierter


Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beitrge: 5
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 13:09    Titel: Hund verkauft, kein Geld, und Hund ist verschwunden Antworten mit Zitat

Also, letztes Jahr so etwa Anfang April?? hrten wir von einem jungen Pitbull, damals acht Monate, der wohl auf brutalste Art und Weise scharf gemacht werden sollte. Da dies allerdings der liebste Hund auf der ganzen Welt war und das nicht klappte, wollte Besitzer (Sufer, ende 30) ihn schnellstmglich loswerden. Die Arme kleine kam aus einem Viertel, in das sich selbst die Polizei nicht mehr traut, Gassi gehen hie fr sie der Weg zum Kiosk und zurck, und Schlge, Tritte sogar Drogen waren an der Tagesordnung...
Da wir uns sowas keine Minute lnger anhren konnten, war die Se bereits am nchsten Tag bei uns. Spontanhandlung... ich hab zwar Bcher etc noch gekauft, aber ich muss zugeben, das ging etwas zu spontan.

Und das grte Problem: Man konnte sie nicht allein lassen. Sie hatte eine solche Trennungsangst, sie schrie (und das mein ich ernst, das war kein wimmern mehr) das ganze Haus zusammen wenn wir nicht da waren.

Jedenfalls konnten wir so nicht weitermachen, wir mussten arbeiten gehen (ich hatte dann was mein freund auf der suche) um das geld fr einen hundetrainer zu bekommen, konnten aber nicht weggehen, erst recht nicht lange wegen ihr.

Als uns Bekannte (ber drei Ecken) besuchten und sofort von ihr begeistert waren, kamen wir zum entschluss sie bei ihnen zu lassen.
jedenfalls, und darauf will ich eigentlich hinaus, stellte ich einen Vertrag zusammen, dass ein Betrag von xxx bezahlt werden sollte (allerdings weniger fr den hund, eher fr bettchen halsband und alles drum und dran), und das der Hund bis das bezahlt ist unser Eigentum bleibt, nicht weiter gegeben werden darf etc.
Jetzt hatten die grade das Baby, sagten aber, sie bekmen ende des Jahres genug Geld (Ausschttung?!).
Also legte ich im Vertrag den 31.12.2005 als Stichtag fest.

Bis jetzt ist nichts passiert. Das schlimme ist nur, dass der Bruder meines Freundes diesen Hund mit genau diesem Halsband (Sonderanfertigung), also ohne Zweifel gesehen hat - sprach den neuen "Besitzer" auch gleich drauf an, dieser htte ihn einem Freund abgekauft... gleicher Name, das war 100% unsere Se! Und jetzt versuchen wir die anzurufen, keiner geht dran bzw. es wird aufgelegt, auf Mahnungen wird nicht reagiert...

Was sollen wir denn jetzt machen? Wenn ich zum Anwalt gehe, und die haben kein Geld, bleiben alle Kosten, wenn nicht Gerichtskosten etc an mir hngen oder? Ich stehe allerdings auch momentan nicht so gut da.

Vielleicht kann mir jemand helfen. Das kann ja wohl nicht sein dass der Hund von einem zum anderen geschickt wird... nebenbei, der Typ wre, darf man den Angaben glauben, ihr 9. Besitzer. Und sie ist grade 1 1/2 Jahre alt.

Was kann ich jetzt tun?
Ps danke frs lesen!
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also, letztes Jahr so etwa Anfang April?? hrten wir von einem jungen Pitbull, damals acht Monate, der wohl auf brutalste Art und Weise scharf gemacht werden sollte.


Falls ihr in Deutschland sitzt, gilt:

143 StGB

Zitat:
Unerlaubter Umgang mit gefhrlichen Hunden

(1) Wer einem durch landesrechtliche Vorschriften erlassenen Verbot, einen gefhrlichen Hund zu zchten oder Handel mit ihm zu treiben, zuwiderhandelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer ohne die erforderliche Genehmigung oder entgegen einer vollziehbaren Untersagung einen gefhrlichen Hund hlt.

(3) Gegenstnde, auf die sich die Straftat bezieht, knnen eingezogen werden. 74a ist anzuwenden.


Das heit:
wer diesen Hund, der inzwischen ber ein Jahr alt ist, halten will, braucht dazu eine Genehmigung. Und zwar, bevor er den Hund anschafft. Wer einen solchen Hund zchtet, verkauft oder unentgeltlich an jemanden abgibt, der keine Genehmigung hat, macht sich strafbar.

Falls der jetzige Halter eine Genehmigung hat und, da er mit dem Hund regelmig zur Hundeschule geht oder gar den 1. Wesenstest bestanden hat, den Hund von der Maulkorbpflicht befreien lassen konnte, habt ihr garantiert keine Chance, den Hund wieder zu bekommen; im Gegenteil: mglich sind Ermittlungen, wo ihr den Hund her habt, warum ihr ihn ohne Genehmigung gehalten habt und warum ihr ihn, obwohl verboten, weiter gegeben habt.

Falls der jetzige Halter keine Genehmigung hat, knnt ihr eventuell eine Genehmigung beantragen (dazu msst ihr ausbruchsichere Unterbringung nachweisen knnen, polizeilicherseits eine weie Weste haben, Sachkunde (Prfung!) nachweisen usw.) mit dem Argument, der Hund ist nun mal da, aber in unzuverlssigen ungenehmigten Hnden, also parallel zum Argument fr einen Pitbull aus dem Tierheim: man braucht kein besonderes Interesse nachzuweisen, dass man den aus dem Tierheim holen will, reicht. Ihr msst auch in der Lage sein, die Kampfhundesteuer zu zahlen; die geht echt ins Geld. Und ihr msst euch klar sein, dass ihr den Hund dann nicht mehr so einfach an irgendwen abgeben knnt, der keine Genehmigung hat, den Hund von euch zu bernehmen, denn dann macht ihr euch strafbar.
_________________
Gre,
Abrazo
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Civica
Interessierter


Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beitrge: 5
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::


Das heit:
wer diesen Hund, der inzwischen ber ein Jahr alt ist, halten will, braucht dazu eine Genehmigung. Und zwar, bevor er den Hund anschafft. .


Das Amt teilte uns damals mit, dass wir die Genehmigung noch nicht brchten, ich wei nicht ob du das meintest mit dem einen Jahr.
Diese Genehmigung beziehe sich auch auf den Besitzer, nicht auf den Eigentmer.
Die Leute, die den Hund jetzt bei sich haben sind darber auch informiert und wollten den Wesenstest mitsamt diesem "Fhrerschein" im Herbst letzten Jahres erledigen.
Was passiert ist wei ich nicht.


Abrazo hat folgendes geschrieben::

; im Gegenteil: mglich sind Ermittlungen, wo ihr den Hund her habt, warum ihr ihn ohne Genehmigung gehalten habt und warum ihr ihn, obwohl verboten, weiter gegeben habt.


siehe oben Smilie Wir haben ihn ja vorschriftsgem beim Amt abgemeldet und den neuen Besitzer angemeldet. Die haben sich da allerdings nicht so ausgedrckt, wahrscheinlich selbst keine Ahnung.

Die Kampfhundesteuer betrgt brigens bei uns 48, da kein Kampfhundegesetz. Meinten die.

Das heit, ich kann den Hund da nur rausholen, wenn ich diese Prfung ablege?
In dem Fall (ich kann den Hund leider auf keinen Fall halten) knnte mir vielleicht auch eine Tierschutzbehrde weiterhelfen, nehme ich an.


Naja danke auf jeden Fall schon mal fr die Antwort, bin schon ein groes stck schlauer. Nicht dass das auf uns zurckfllt, haben nmlich keine Ahnung mehr wie der typ heit von dem wir den hund haben.

oder macht das einen unterschied, dass das kein reiner pitbull ist? Also so wurde er an uns vergeben, die Tierrzte sagen da ist nur ganz wenig von drin, eher Jagdhund oder so.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
oder macht das einen unterschied, dass das kein reiner pitbull ist? Also so wurde er an uns vergeben, die Tierrzte sagen da ist nur ganz wenig von drin, eher Jagdhund oder so.

Das macht einen groen Unterschied. Bei Mischlingen unbekannter Mixtur legen Veterinre so ber den Daumen gepeilt den Phnotyp fest. Wenn das Veterinramt dem Tierarzt zustimmt, dass der Phnotyp (Hauptrassemerkmal) Jagdhund ist, dann ist er ein normaler groer Hund, der nicht unter die Kampfhundbeschrnkung fllt. Das heit, der braucht dann keinen Wesenstest, um vom Maulkorb- und Leinenzwang befreit zu werden, weil er gar keinen hat; und auch die Kampfhundesteuer gilt fr ihn dann nicht. Ebenso kann er ohne Beschrnkungen frei abgegeben werden.

Mit welchem Argument willst du den Hund denn rausholen? Hast du triftigen Grund zu der Vermutung, dass der Hund nicht art- und tierschutzgerecht gehalten wird?
_________________
Gre,
Abrazo
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Civica
Interessierter


Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beitrge: 5
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

h, eigentlich wollte ich den Hund da rausholen, weils so im Vertrag geregelt ist. Also bei nicht-erfllung geht der Hund wieder an den Eigentmer (uns) zurck.

Auerdem kann es nicht artgerecht sein, wenn der in der halben Weltgeschichte rumgereicht wird. Ich will den brigens nicht wegholen, wenn der "neue Besitzer" sich um all die Sachen, also Prfung und wesenstest gekmmert hat.

Dann steht allerdings trotzdem der Vertrag im Raum, in dem festgelegt ist, dass der Hund nicht (erst recht nicht ohne unser Wissen) weitergegeben werden darf.
Auch steht drin, wenn dies trotzdem geschehen werde, bleibt der Betrag x an uns zu zahlen.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich wrd mich erst mal umschauen, ob der Hund einen guten, dauerhaften Platz gefunden hat, und wenn das der Fall ist, wrde ich an der Geschichte nicht mehr rhren. Aber denk dran, wenn der nicht zu den Kampfhunden gezhlt wird, dann braucht der auch keinen Wesenstest; das wre unntig heraus geworfenes Geld. Ne anstndige Erziehung und ein gutes Zuhause gengen da vollkommen.


Auf Vertragserfllung des Kaufpreises hast du trotzdem Anspruch. Aber das ist ne Angelegenheit zwischen dir und dem, dem du den Hund als erstes gegeben hast. Der neue Besitzer hat nichts damit zu tun.
_________________
Gre,
Abrazo
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 15.03.06, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Civica hat folgendes geschrieben::

Dann steht allerdings trotzdem der Vertrag im Raum, in dem festgelegt ist, dass der Hund nicht (erst recht nicht ohne unser Wissen) weitergegeben werden darf.
Auch steht drin, wenn dies trotzdem geschehen werde, bleibt der Betrag x an uns zu zahlen.


Ich denke mal da dieser Vertrag eh nicht niet- und nagelfest ist. Einmal steht angeblich drin, da der Kufer den Hund nicht weiterverkaufen darf. (Und was steht drin, was passiert, wenn er es doch tut??) Dann steht angeblich drin, da der Kaufpreis auch dann an Euch zu zahlen ist, wenn der Kufer den Hund weiterverkauft??? Ja was denn nun????

Es ist gar nicht so einfach einen Kaufvertrag so zu formulieren, da er vor Gericht Bestand hat. Ich kann 100 x in den Vertrag schreiben, da der Kufer den Hund nicht weiterverkaufen darf und ich mir das Vorkaufsrecht behalte. Schreibe ich nicht zustzlich in den Vertrag, was passiert, wenn der Kufer den Hund doch weiterverkauft, kann ich gar nichts unternehmen. Schreibe ich aber in den Vertrag z.B. "bei Zuwiederhandlung gegen Sowieso hat der Kufer dem Kufer eine Vertragsstrafen von 10.000 Euro zu zahlen" o.., dann kann ich diese 10.000 Euro einklagen (aber nicht den Hund).

I.d.R. wird aber an so etwas nicht gedacht bei Vertragsabschlu.

LG Waschbrin
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Civica
Interessierter


Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beitrge: 5
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 16.03.06, 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal vielen Dank fr die Antworten.

Es steht im Vertrag, dass der Hund grundstzlich ohne unser Einverstndnis nicht weiterverkauft werden darf. Kann der Verkufer den Hund aus irgendwelchen Grnden nicht mehr halten, ist dies mit uns abzusprechen. Sollte dies nicht geschehen sein und er den Hund verkauft haben, bleibt der Betrag zu zahlen. Alles weitere ist zwischen ihm und dem Dritten auszumachen.

Bei Zuwiderhandlung steht nur, dass das Tier an uns zurckgegeben werden muss. Aber ich merk grad selbst, welcher Fehler mir da unterlaufen ist... Hinterher ist man immer schlauer.
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 16.03.06, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Civica hat folgendes geschrieben::
Es steht im Vertrag, dass der Hund grundstzlich ohne unser Einverstndnis nicht weiterverkauft werden darf. Kann der Verkufer den Hund aus irgendwelchen Grnden nicht mehr halten, ist dies mit uns abzusprechen. Sollte dies nicht geschehen sein und er den Hund verkauft haben, bleibt der Betrag zu zahlen. Alles weitere ist zwischen ihm und dem Dritten auszumachen.


Dann wre der im Kaufvertrag genannte Betrag einklagbar. Sofern Du belegen kannst, da Dein Vertragspartner wirklich vertragsbrchig geworden ist. Er knnte ja behaupten, da er Dich ber seinen Verkaufsabsichten mndlich oder sogar schriftlich informiert hat und Du nicht darauf reagiert oder sogar signalisiert hast, da Du den Hund zu diesem Zeitpunkt nicht zurckhaben wolltest.

Civica hat folgendes geschrieben::
Bei Zuwiderhandlung steht nur, dass das Tier an uns zurckgegeben werden muss. Aber ich merk grad selbst, welcher Fehler mir da unterlaufen ist... Hinterher ist man immer schlauer.


Zurckgeben kann er das Tier nur, wenn er der rechtmige Eigentmer ist. Da er den Hund verkauft hat ist er das aber nicht mehr. Du kommst, wenn berhaupt, nur noch an den im Kaufvertrag genannten Betrag heran. Anders wre es gewesen, wenn Du bei der Abgabe im Vertrag geschrieben httest, da Du weiterhin der Eigentmer des Hundes bleibst und der Vertragspartner das Besitzrecht an dem Tier hat.

LG Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 16.03.06, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wer unterschreibt denn so'nen Vertrag?
Mein Hund ist mein Eigentum.
Und wer dran zweifelt, wird ggf von ihm ins Bein gebissen.
_________________
Gre,
Abrazo
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 16.03.06, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Wer unterschreibt denn so'nen Vertrag?


Z.B. tausende von Leuten, die einen Hund aus einem Tierheim geholt haben. Viele Tierheime behalten sich nmlich aus Grnden wie dem, wegen dem dieser Thread gestartet wurde, das Eigentumsrecht am Tier vor.

Waschbrin
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Civica
Interessierter


Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beitrge: 5
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 17.03.06, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ja der Vertrag ist tatschlich auf der grundlage eines Tierheimvertrags entstanden. Allerdings in meinen Worten.

Waschbrin hat folgendes geschrieben::

Er knnte ja behaupten, da er Dich ber seinen Verkaufsabsichten mndlich oder sogar schriftlich informiert hat und Du nicht darauf reagiert oder sogar signalisiert hast, da Du den Hund zu diesem Zeitpunkt nicht zurckhaben wolltest.


Das msste er auch erst einmal beweisen. Schlielich steht drin, dass mndliche Absprachen nicht zhlen. Verkaufen htte er ihn dennoch nicht drfen. (oder?)

Waschbrin hat folgendes geschrieben::

Zurckgeben kann er das Tier nur, wenn er der rechtmige Eigentmer ist. Da er den Hund verkauft hat ist er das aber nicht mehr. Du kommst, wenn berhaupt, nur noch an den im Kaufvertrag genannten Betrag heran. Anders wre es gewesen, wenn Du bei der Abgabe im Vertrag geschrieben httest, da Du weiterhin der Eigentmer des Hundes bleibst und der Vertragspartner das Besitzrecht an dem Tier hat..

[/quote]

Ich htte jetzt angenommen, da klipp und klar da steht, wir bleiben eigentmer bis der betrag bezahlt ist, dass das trotzdem weiterhin gilt. Hat er den Betrag bezahlt ist er Eigentmer und der Verkauf somit rechtens.
Rechtmiger Eigentmer kann auch der "neue Besitzer" nicht sein, oder? Dieser Hund wre in dem Fall wie eine gestohlene Sache. Und an gestohlenen Sachen kann man kein Eigentum erwerben. Oder nicht? Versuche mir das grad vorzustellen wie ein Gegenstand, vor dem Gesetz ist es das ja nichts anderes...
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 17.03.06, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Civica hat folgendes geschrieben::
Das msste er auch erst einmal beweisen. Schlielich steht drin, dass mndliche Absprachen nicht zhlen. Verkaufen htte er ihn dennoch nicht drfen. (oder?)


Steht denn im Vertrag, in welcher Form der Kufer Dich zu informieren hat, wenn er beabsichtigt, den Hund zu verkaufen? Und steht drin, da, wenn Du kein Interesse mehr an einem Rckkauf besitzen solltest, dieses dem Kufer in schriftlicher Form besttigen mut, evtl. noch mit einer Frist?

Es ist sehr schwierig, so etwas in einer Form auszuformulieren, da es vor Gericht Bestand htte.

Civica hat folgendes geschrieben::
Ich htte jetzt angenommen, da klipp und klar da steht, wir bleiben eigentmer bis der betrag bezahlt ist, dass das trotzdem weiterhin gilt. Hat er den Betrag bezahlt ist er Eigentmer und der Verkauf somit rechtens..


Da kommt es auf den genauen Wortlaut des Vertrages an.

Civica hat folgendes geschrieben::
Rechtmiger Eigentmer kann auch der "neue Besitzer" nicht sein, oder? Dieser Hund wre in dem Fall wie eine gestohlene Sache. Und an gestohlenen Sachen kann man kein Eigentum erwerben. Oder nicht? Versuche mir das grad vorzustellen wie ein Gegenstand, vor dem Gesetz ist es das ja nichts anderes...


Wenn im Vertrag ganz klar drin steht, da der Hund erst dann in das Eigentum des Kufers bergeht, wenn der Kaufpreis komplett gezahlt wurde, dann wrst Du der rechtmige Eigentmer des Hundes gewesen, bis der Kufer vollstndig gezahlt hat, und der Kufer htte den Hund nicht weiterverkaufen drfen. Meinen Erfahrungen nach kommst Du aber an den Hund trotzdem nicht so einfach heran, weil Du rechtlich nur gegen die Person, mit der Du den Kaufvertrag geschlossen hast, vorgehen kannst. Selbst wenn der Kaufvertrag an den wichtigen Stellen den richtigen Wortlaut enthlt, ist es bei Rassehunden, wo die Eigentumsverhltisse meist klar geregelt sind durch Eintrag des Eigentmers sowie Unterschriften des Vorbesitzers beim Verkauf in der Ahnentafel und durch Meldung beim Zuchtverband, oft nicht leicht, eine Rckgabe des Hundes in solchen Fllen zu erwirken. Ich kenne einige Flle, in denen sich so etwas ber Jahre hingezogen hat und die Hunde z.T. nie wieder zu ihren rechtmigen Eigentmern gelangt sind.

Du solltest abwgen, was Dir wichtig ist. Willst Du den Hund berhaupt zurck, kannst Du ihm gerecht werden? Oder wre es nicht besser, ihn bei den Leuten, bei denen er sich jetzt befindet, zu belassen? Weder der Hund noch diese Leute knnen irgend etwas dafr, wie die Sache gelaufen ist...

Oder geht es Dir um das Geld, welches noch aussteht? Dann wrde ich an Deiner Stelle den Kaufvertrag von einem Rechtsanwalt prfen lassen
und, wenn es rechtlich machbar ist, diesen Betrag von Deinem Vertragspartner einfordern.

LG Waschbr
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