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Unverheiratet und Hauserwerb

 
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Gast






BeitragVerfasst am: 23.09.04, 16:40    Titel: Unverheiratet und Hauserwerb Antworten mit Zitat

Ein freundliches Hallo Winken

wir, mit Kleinkind, sind nicht verheiratet, wollen dies jedoch in absehbarer Zeit nachholen. Nun bietet sich uns die Gelegenheit #uerst kurzfristig ein Haus zu erwerben. Ein Drittel des Kaufpreises kommt in bar von mir, die restlichen zwei Drittel nimmt mein Partner (Alleinverdiener) auf.

Meine Fragen hierzu:
a. wir beide werden ja als Kufer im Grundbuch eingetragen, ebenso im notariellen Vertrag.
Ist es gnstiger - sowohl aus rechtlicher als auch aus finanzieller Sicht - fr beide Parteien, vor Kauf zu heiraten? Eigentlich ist eine Heirat erst fr das kommende Jahr geplant.

b. Wie sieht es rechtlich im Falle einer Trennung (was/wovon ich nicht hoffe/ausgehe, doch man wei ja leider nie was in einigen Jahren sein wird...) aus, wenn wir das Haus erwerben ohne beim Kauf/notarieller Beurkundung verheiratet zu sein, jedoch nach dem Erwerb heiraten? Von einem Ehevertrag etc. mchten wir beide Abstand nehmen.

Mit frdl. Gruss hoffe ich auf zahlreiche Antworten meiner hoffentlich zu kompliziert gestellten Fragen (mir fielen einfach nicht die richtigen Worte ein *g*)

*bonbon* Lachen
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Gast






BeitragVerfasst am: 23.09.04, 20:03    Titel: Re: Unverheiratet und Hauserwerb Antworten mit Zitat

Wenn Sie keinen Ehevertrag schliessen, so gilt (nach der Hochzeit) der gesetzliche Gterstand der Zugewinngemeinschaft. D.h. was Sie einbringen, bleibt Ihnen. was Ihr Gatte einbringt, bleibt ihm. Der Zugewinn whrend der Ehe wird bei Scheidung geteilt.
Ihr "Risiko" wegen Hauskauf vor der Eheschliessung hlt sich in Grenzen, bzw. ich sehe gar keins, denn: Sie werden vermutlich wie blich gemeinsam je zur Hlfte erwerben. Sie zahlen aber nicht die Hlfte, sondern nur ein Drittel. Ihr Gatte (in Wartestellung) trgt das grere Risiko, denn er bernimmt die Schulden fr 2 Drittel, obwohl ihm nur die Hlfte gehrt. Am besten, Sie lassen sich beim Notar im Zuge das Hauskaufs auch gleich zu diesem Thema beraten. Der Notar ist kompetente Ansprechpartner - auch im Hinblick auf Testament und Erbfolge.
MfG
Dieter
P.S.: Sie knnten auch zu 1/3 und Ihr Freund zu 2/3 erwerben, dann wrden die genannten Vermgensverhltnisse zum Zeitpunkt des Kaufs passen. Aber wenn man sich liebt, macht man doch halbe-halbe, oder nicht?
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Heinz-Peter Nobert
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 1197
Wohnort: Saarlouis

BeitragVerfasst am: 24.09.04, 07:01    Titel: Re: Unverheiratet und Hauserwerb Antworten mit Zitat

Hallo,

Sie sollten sich in der Tat vor dem Kauf anwaltlich oder durch einen Notar beraten lassen, weil ohne weitere Informationen die Frage - was besser ist - sich nicht seris beantworten lt.

Zu bercksichtigen ist nmlich, da Sie offenbar ber Vermgen verfgen, das ein Drittel des Grundstckswertes ausmacht.

Wenn Sie heiraten und im gesetzlichen Gterstand leben und dieses Vermgen am Hochzeitstag noch besitzen (also das Haus noch nicht erworben haben), so zhlt dieses spter zum sog. Anfangsvermgen. Ein mglichst hohes Anfangsvermgen bedeutet aber, da im Fall einer Scheidung der Zugewinn (Differenz zwischen Endvermgen am Ende der Ehe und Anfangsvermgen) kleiner ist und mgliche Ausgleichsansprche gegen den Ehepartner hher werden.

Demzufolge kann durchaus ein Interesse daran bestehen, am Hochzeitstag ber ein mglichst hohes Anfangsvermgen zu verfgen.

Dies ist aber weg, wenn das Grundstck vorher hlftig erworben wurde.

Dies ist aber nur ein Aspekt, der zu bercksichtigen wre, weshalb eine Beratung, die alle Eventualitten und das bislang vorhandene beidereseitige Vermgen einbezieht, zu empfehlen ist.
_________________
Mit freundlichen Gren
RA Peter Nobert
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