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Unrechtmige Verffentlichung v. bestandener Abiturprfung

 
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bhmenbomber
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.07.2007
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 17.07.07, 16:42    Titel: Unrechtmige Verffentlichung v. bestandener Abiturprfung Antworten mit Zitat

Hallo,

jedes Jahr werden in regionalen bzw. auch berregionalen Zeitungen (ganz nach Region) die Namen derjenigen verffentlicht die erfolgreich das Abitur bestanden haben. Dies geschieht ohne Wissen und Einverstndnis der Betroffenen. Ist diese Praxis rechtmig? Welche Ansprche knnten einem zustehen? Es kann doch nicht sein, dass Hinz und Kunz sich darber informieren knnen ob der Nachbar das Abitur bestanden hat.
Ich wre wirklich dankbar fr Aufklrung ber diese Sachlage.
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Gammaflyer
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 17.07.07, 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage hab ich mir beim Blttern dieses Jahr auch gestellt...
*unaufflligmitles*
_________________
Dass Laien am Rechtsverkehr teilnehmen ist zwar rgerlich aber eben unvermeidbar. spraadhans (cave: Ironie)
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Michael A. Schaffrath
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.09.2004
Beitrge: 15339
Wohnort: Rom

BeitragVerfasst am: 18.07.07, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Unterlassungsanspruch.

Den verfassungsrechtlichen Bezug sehe ich aber nicht.
_________________
DefPimp: Mein Gott
Biber: N, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

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bhmenbomber
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.07.2007
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 18.07.07, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wute ehrlich gesagt nicht in welche Kategorie ich die Anfrage posten sollte. Besteht bei so einem Fall auch die Mgichkeit auf finanziellen Schadenersatz in irgendeiner Form?
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moro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.06.2005
Beitrge: 1438

BeitragVerfasst am: 18.07.07, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Schadensersatzanspruch setzt einen Schaden voraus. Welchen Schaden habe ich, wenn in der Zeitung steht, dass ich das Abitur bestanden habe?

Gru,
moro
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Michael A. Schaffrath
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.09.2004
Beitrge: 15339
Wohnort: Rom

BeitragVerfasst am: 19.07.07, 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht mchte der Fragesteller ja gegen die Praxis an sich vorgehen, weil aus der Nichterwhnung seines Namens automatisch folgen wrde, da er das Abitur nicht bestanden hat?
Dem knnte man natrlich entgegenhalten, da es durchaus denkbar wre, da auch Besteher dann nicht verffentlicht werden, wenn sie dem widersprochen haben, folglich sich fr einen objektiven Dritten eben nicht zwangslufig der Schlu ergibt "A steht nicht drin, also hat A nicht bestanden". Dann wre auch auf der Schiene nichts zu machen.
_________________
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bhmenbomber
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.07.2007
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 20.07.07, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zu aller Beruhigung, ich habe vor fnf Jahren bestanden Smilie. Zudem habe ich vor fnf Jahren bereits einer anderen berregionalen Zeitung verboten mein Bestehen zu verffentlichen. Die Verffentlichung in noch einer weiteren groen berregionalen Zeitung ist mir damals nicht bekannt gewesen. Da ich regelmig alle paar Monate
meinen Namen in google eingebe um zu schauen ob jemand Schindluder damit treibt, ist mir dieser zweite Fall erst jetzt aufgefallen, der sonst auch nie in den Suchergebnissen erschien. Vielleicht wurde die Online-Stellung lterer Bestnde erst jetzt vorgenommen, wer wei. Nur hat es mich halt damals schon unglaublich gergert, dass sowas berhaupt mglich ist. Die Aufforderung zur Entfernung meines Namens bei ersterem Printerzeugnis erfolgte auch rasch mit dem Hinweis auf ,,ohne Anerkennung einer Rechtspflicht". Tatsache ist, dass mein Bestehen des Abiturs zustzlich mit der Erwhnung der Schule einhergeht (in beiden Fllen) und ich dem bestimmt nie zugestimmt htte. Meine Nachbarn geht es einen feuchten Kericht an, was ich habe oder nicht habe.
Zudem ist es so, dass in den erfolgten Printauflagen eine Lschung wohl offensichtlicherweise nicht erfolgen kann. Wenn jemand also weiter recherchiert wird er nach wie vor herausfinden knnen welchen Schulabschlu ich erworben habe und wo! ich das getan habe, ein absolutes Unding in meinen Augen. Ich bin gar nicht zwangsweise darauf aus Schadenersatz zu verlangen, nur htte ich gerne das der Feind in irgendeiner Weise ,,bluten" mu. Wenn ich einen Unterlassungsanspruch geltend mache, kann man dann davon ausgehen, da die Zeitungsverlage eine Strafe bezahlen mssten?
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Agent Provocateur
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.01.2007
Beitrge: 667

BeitragVerfasst am: 20.07.07, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Michael A. Schaffrath hat folgendes geschrieben::
Unterlassungsanspruch.

Den verfassungsrechtlichen Bezug sehe ich aber nicht.



Es knnte der Schutzbereich des APR (zB informationelle Selbstbestimmung) gem Art. 2 I i.V.m 1 I GG erffnet sein. Eingriffshandlung knnte in diesem Fall die Weitergabe der Daten durch das Schulamt oder die Schule an die betreffende Zeitung sein.
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moro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.06.2005
Beitrge: 1438

BeitragVerfasst am: 21.07.07, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

bhmenbomber hat folgendes geschrieben::
nur htte ich gerne das der Feind in irgendeiner Weise ,,bluten" mu


"der Feind", "bluten" - weil das bestandene Abitur in der Zeitung stand. Meine Gte.

Man muss sich halt entscheiden, ob man als Robinson allein auf der Insel lebt - komplett nach eigenen Vorstellungen. Oder in einem sozialen Umfeld, in dem man wahrgenommen wird, und von dem man nicht verlangen kann, in jeder Hinsicht wie unter einer Tarnkappe lebend behandelt zu werden.

Gru,
moro
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bhmenbomber
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.07.2007
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 22.07.07, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

hier geht`s ums Prinzip, also bitte Smilie
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Hasenherz
Interessierter


Anmeldungsdatum: 24.08.2007
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 27.08.07, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dies geschieht ohne Wissen und Einverstndnis der Betroffenen.

Zumindest am Abendgymnasium in unserer (Nachbar-)Stadt hat man die Mglichkeit eine entsprechende Erklrung zu unterzeichnen, damit der Name verffentlicht werden darf. Unterzeichnet man nicht -> kein Einverstndnis.
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hawethie
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 2279

BeitragVerfasst am: 28.08.07, 06:47    Titel: Antworten mit Zitat

bhmenbomber hat folgendes geschrieben::
hier geht`s ums Prinzip, also bitte Smilie
das sind im Allgemeinen die besten Einwnde. Traurig

Anprechpartner ist die Schule, die die Namen ja an die Presse weitergibt.
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Koni
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.05.2005
Beitrge: 559
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 28.08.07, 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Bei solchen Aussagen -
Zitat:
nur htte ich gerne das der Feind in irgendeiner Weise ,,bluten" mu

- mchte ich hier mal nur den 226 BGB in den Raum werfen Traurig . Passt der hier? Mit den Augen rollen

Was nicht bedeuten soll das ich nicht fr einen besseren Datenschutz bin.
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Karsten11
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 17.06.2005
Beitrge: 3169

BeitragVerfasst am: 03.09.07, 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mein Abitur ist zwar schon 20 Jahre her. Dennoch errinnere ich mich, dass die Abiturzeugnisse im Rahmen einer ffentlichen Feierstunde verliehen wurden. Da war auch die Lokalpresse dabei.

Wenn mein Name also in der Zeitung stand, war das evtl. also kein Versto gegen den Datenschutz durch meine Schule sondern einfach nur gute Beobachtungsgabe des Journalisten.

In diesem Fall hilft auch ein ausdrckliches Verbot der Verffentlichung an die Lokalzeitung nix. Da hilft nur fernbleiben von allen ffentlichen Veranstaltungen, die einen in den Zusammenhang mit der Schule bringen.

Wichtig ist auch, sich spter niemals an einer Uni einzuschreiben. Hieraus knnte der bswillige Reporter implizit schliessen, dass man das Abi bestanden hat.

Der einfachste Weg scheint mir zu sein: Schule rechtzeitig vor dem Abi abbrechen.
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