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Was wre euer Urteil...

 
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 00:32    Titel: Was wre euer Urteil... Antworten mit Zitat

... ich hatte vor ber einem Jahr mal genau einen solchen Fall skiziert und wurde verlacht nach dem Motto so etwas knne nicht vorkommen...

Es gibt den Fall aber tatschlich auch wenn schon ein wenig veraltet hier der Artikel

http://www.sueddeutsche.de/,ra2l3/panorama/artikel/58/115942/

Interessant ist es ja nun, wenn es darum geht wer den Unterhalt zahlen muss.

Wie wrdet ihr als Richter entscheiden. 50:50 ist mir zuwieder. Eine Argumentation jeder halte ja spa gehabt passt irgendwie gar nicht, denn dann knnte man ja auch bei einer Frau die Gruppensex mit einer 3 stelligen Anzahl an Mnnern hatte sagen, es ist zu aufwendig die Tests zu machen. Soll halt jeder ein xtel Beitrag zahlen...


Mein Urteil wre Staat muss latzen (das wrde ja auch nicht das Kindeswohl gefhrden wenn der Staat zahlt)...

Wie wrdet ihr Urteilen bzw was fllt euch noch ein auer der langweiligen und meiner Meinung nach falschen 50:50 Lsung.

Interessieren wrde mich auch was wrde gelten wenn einer oder beide zum Unterhalt verdonnert werden und es z.B. 20 Jahre spter ein technischen Verfahren gibt mit dem der tatschliche Vater dann doch ermittelt werden kann. Schadensersatz und Gerichtskosten auf den Verursacher umwlzen noch mglich?
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G4711
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BeitragVerfasst am: 09.01.08, 07:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso muss der Staat zahlen? DEr hat damit ja nun am wenigsten zu tun. Die Klgerin, in diesem Fall also Mutter und Tochter, hat nachzuweisen, wer der Vater ist. Knnen sie das nicht, wird die Klage abgewiesen. Und Mama darf dem Tchterchen ihren interessanten Lebensstil offenbaren, wenn es um Erbschaften und sonstiges geht.
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Ronny1958
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 08:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wrde ich ebenso sehen wollen. Gehe hier aber mal nur auf das inlndische Abstammungsrecht ein weils sonst ausufern wrde...

Personenstandsrechtlich / familienrechtlich gilt als Vater wer entweder mit der Mutter (zum Geburtszeitpunkt) verheiratet ist/ war, oder wessen Vaterschaft festgestellt wurde.

Zu letzterem gibts auch zwei Alternativen: die freiwillige Anerkennung oder die gerichtliche Feststellung auf Antrag.

Und dabei kmen dann die Mami oder das Kind, (ggf. auch noch ein Verfahrenspfleger in Beweisnte.

Das gabs frher schon (Madel, setz die mal auf die Kreissge und sag welcher Zahn dich geschnitten hat) und wirds bei unklaren Abstammungsverhltnissen immer geben.

Eine gewisse Zet wird da auch Unterhaltsvorschu durch den Staat geleistet, soweit die Voraussetzungen vorliegen, aber nicht auf Dauer .

Gre
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ist es denn, wenn die Mutter mit dem einen Zwilling verheiratet ist und mit beiden GV hat?

Und der Ehemann dann die Vaterschaft anfechtet. Wrde so etwas erfolgreich sein?
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Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
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G4711
Gast





BeitragVerfasst am: 09.01.08, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Redfox hat folgendes geschrieben::
Wie ist es denn, wenn die Mutter mit dem einen Zwilling verheiratet ist und mit beiden GV hat?

Und der Ehemann dann die Vaterschaft anfechtet. Wrde so etwas erfolgreich sein?
Dasselbe in "grn" - der Klger (Ehemann) kann nicht beweisen, dass er "nicht" der Kindsvater ist, und die KLage wird abgewiesen.

@ronny

Zitat:
Eine gewisse Zet wird da auch Unterhaltsvorschu durch den Staat geleistet,


habe mich seit Ewigkeiten nicht mehr mit der Materie befasst... bei unbekanntem Vater zahlt der Staat? Von wem sollen sich die behrden denn die auf sie bergegangenen Ansprche irgendwann wiederholen?
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Redfox
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Exrichter hat folgendes geschrieben::
Dasselbe in "grn" - der Klger (Ehemann) kann nicht beweisen, dass er "nicht" der Kindsvater ist, und die KLage wird abgewiesen.


Das wrde aber ja bedeuten, da ein Ehemann gegenber einem Nichtehemann die schlechtere Rechtsposition hat.

Ist diese Benachteiligung der Ehe verfassungsgem?
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G4711
Gast





BeitragVerfasst am: 09.01.08, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat nichts mit einer
Zitat:
Benachteiligung der Ehe
zu tun, sondern statuiert die gesetzliche Vermutung, dass innerhalb einer legalisierten Beziehung die Partner auch die Eltern der innerhalb der Ehezeit gezeugten Kinder sind. Die
Zitat:
gegenber einem Nichtehemann die schlechtere Rechtsposition

des vermuteten Kindsvaters ist das Spiegelbild zugunsten des ehelichen Kindes, welches auch im zweifelfall einen Vater im Rechtssinne "erhlt".
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Ronny1958
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
bei unbekanntem Vater zahlt der Staat? Von wem sollen sich die behrden denn die auf sie bergegangenen Ansprche irgendwann wiederholen?


Ups,

bin ich einfach mal von ausgegangen, dass bei einem nachweisbar nicht benennbaren Vater zu Gunsten des Kindes erstmal UVG gezahlt wrde...

Zitat:
Das wrde aber ja bedeuten, da ein Ehemann gegenber einem Nichtehemann die schlechtere Rechtsposition hat.


Mhhhh,

ich glaube es ist immer eine Frage der Perspektive und dessen was ich erreichen will.

Bin ich tatschlich ein nichtehelicher Vater , wre aber gerne auch der rechtliche Vater, dann knnte ich das Erfordernis eines Anerkenntnsses als Benachteiligung empfinden. Insbesondere dann, wenn bereits ein rechtlicher Vater durch seine bessere Position als Ehemann existiert.

Bin ich hingegen der rechtliche Vater, wei aber genau dass ich nicht der biologische bin, dann kann ich natrlich diese Situation als ungerecht empfinden.

Perspektivische Sicht:

Es ist vllig egal, ob er ihn drin hat oder sie ..

Sorry fr das OT Winken

Gre
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

bin ich einfach mal von ausgegangen, dass bei einem nachweisbar nicht benennbaren Vater zu Gunsten des Kindes erstmal UVG gezahlt wrde...

Ich auch. DIe Mutter kann ja problemlos sogar an Eides Statt versichern, dass die den Vater nicht kennt...
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Jella
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beitrge: 1010
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BeitragVerfasst am: 09.01.08, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

was wre aber,

wenn die Mutter gar nicht wute das ihr Lover einen Zwilling hat und im Glauben das es der "eine" ist, den anderen ran lsst? Vielleicht teilen sich die Mnner ja den Spa und legen die Mdels rein (drfen beide ran Verlegen ) und wollen sich nun so aus der Untehaltsaffire ziehen?

Das wre ja dann Betrug.. sowohl an der Frau als auch am Staat wenn der den Unterhalt zahlen muss/soll Winken

Gre
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BeitragVerfasst am: 09.01.08, 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Jella hat folgendes geschrieben::
Das wre ja dann Betrug..


War beim Betrug nicht irgendwas mit Vermgensverfgung?
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
... bei unbekanntem Vater zahlt der Staat?


Hat mir keine Ruhe gelassen .....

Voraussetzung der Leistung ist die Mitwirkung der Mutter, solange diese wahrheitsgeme Angaben macht, gibt es keine Mglichkeit, UVG wegen Nichtermittelbarkeit des Vaters zu verweigern.

Max. 6 Jahre lang und max. bis zum 12. LJ.

Gre
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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

der UnterhVorschuss ist allerdings keine Lsung, da er gerade bei vermgenden Vtern keine Lsung ist und auch nur befristet gezahlt wird.

Ich wrde denken, wenn nach 1600d BGB eine Feststellung objektiv unmglich ist, aber das Kind genetisch beiden Mnnern zugeordnet werden kann, dass man dann beide gesamtschuldnerisch in Anspruch nimmt.

Die Beiwohnungsvermutung geht nicht, da schwerwiegende Zweifel bestehen. Hier besteht im Gesetz eine Regelungslcke. Es kann nicht Ziel des Gesetzgebers gewesen sein, einem Kind, dessen Vater zu 50 % feststeht die gesamten Unterhaltsansprche zu entziehen.
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mfg
Klaus
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G4711
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BeitragVerfasst am: 09.01.08, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Es kann nicht Ziel des Gesetzgebers gewesen sein, einem Kind, dessen Vater zu 50 % feststeht die gesamten Unterhaltsansprche zu entziehen.
Ziel de Gesetzgebers war es, die berzeugung von der Vaterschaft in das richterliche Ermessen zu legen, 1600d BGB. Und eine 50% Wahrscheinlichkeit reicht fr eine richterliche "berzeugung" schlicht nicht aus...

Fr User mit Zugang zur NJW: NJW-RR 1989, 1223
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