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rger wg. Kastration vermeintlich herrenloser Katze?

 
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SusanneKlickerKlacker
Interessierter


Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 08.11.08, 16:38    Titel: rger wg. Kastration vermeintlich herrenloser Katze? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

eine Frau fttert auf ihrem Grundstck ber lngere Zeit einen Kater (keine Rassekatze) in dem Glauben, dass dieser "herrenlos" ist. Der Zustand des Tieres (abgemagert, verwahrlost, verlaust) lsst diese Annahme auch nicht vllig abwegig erscheinen. Die Katze wird spter (auf Kosten der Frau) einem Tierarzt vorgestellt, behandelt und auch kastriert. Erst dann stellt sich jedoch heraus, dass das Tier sehr wohl jemandem gehrt.

Wie ist in so einem Fall die Rechtslage? Knnte der Eigentmer der Katze Schadensersatz verlangen bzw. die Frau irgendwie zur Verantwortung ziehen?


Susanne
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J_Denver
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 08.11.08, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

sowas hnliches hatten wir hier schon mal

http://www.recht.de/archiv/viewtopic.php?t=125674&highlight=katze+kastriert
_________________
.........geschmeidig wie zwei Flachmnner

81:2/ -4K
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SusanneKlickerKlacker
Interessierter


Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 08.11.08, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr den Link. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das vergleichbar ist.

Die Frau konnte aufgrund des schlechten Zustandes doch eigentlich davon ausgehen, dass das Tier keinen Eigentmer hat. (Dieser hat sich ja auch offensichtlich nicht ordnungsgem gekmmert.) Wre Fttern und die Behandlung gegen die Parasiten nicht auch so etwas wie eine "Erste-Hilfe-Leistung"?

Die Kastration war wohl nicht o.k. Wenn man anbringt, dass er offensichtlich durch Kmpfe mit Rivalen (nicht versorgte) Verletzungen hatte und diesen damit vorgebeugt werden sollte, fllt das eher nicht unter den Punkt "Erste-Hilfe" , oder Geschockt

Susanne
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Waschbrin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 09.11.08, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Mir stellt sich in diesem Fall die Frage wegen welchen Schadens der Katzeneigentmer berhaupt klagen knnte. Wenn es sich nicht um einen Rassekater handelt, dann ist dem Eigentmer kein materieller Schaden durch entgangenes Deckgeld entstanden und der Kater wrde im Falle eines Verkaufes auch nicht an Wert verlieren (er ist ja kein Rassezuchttier).

Zudem: Kann der angebliche Eigentmer berhaupt beweisen da er der Eigentmer dieses Katers ist? Sprich war dieser Kater zum Zeitpunkt der tierrztlichen Behandlung ttowiert oder gechippt und auf diesen Eigentmer irgendwo eingetragen?

Ich wrde mir vom behanldenden Tierarzt ein Attest austellen lassen ber den Zustand des Katers am Behandlungstag. Da Tierhalter verpflichtet sind ihre Tiere bei Bedarf auch entsprechend tierrztlich versorgen zu lassen knnte die Dame, die sich um den Kater gekmmert hat, ggf. sogar Ansprche gegen den angeblichen Katzenhalter stellen, sollte der Tierarzt bescheinigt da ein Teil der Behandlung notwendig war.

Ggf. wrde ich sogar den Amtstierarzt hinzuziehen und ihm die Situation schildern. Hufig verzichten manche Zeitgenossen auf ihr Eigentumsrecht am Tier wenn der Amtstierarzt bei ihnen vorstellig wird und etwas an der Haltung und/oder dem Zustand ihrer Tiere auszusetzen hat. Da lst sich so mancher angebliche Rechtsanspruch eines Tierhalters schnell in Luft auf.

LG die Waschbrin
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SusanneKlickerKlacker
Interessierter


Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 10.11.08, 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Danke. Der Hinweis auf den Amtstierarzt (schlechte Haltung) hilft vielleicht wirklich schon weiter. Gekennzeichnet ist und war der Kater nicht.

Susanne
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Aileen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beitrge: 458

BeitragVerfasst am: 11.11.08, 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Der richtige Weg wre es gewesen, den Kater ins Tierheim zu bringen und den Fund eventuell bei der Polizei zu melden.

Wenn ich eine schmuddelige und abgewetzte Geldbrse finde, in der sich eine Menge dreckiger Geldscheine befinden, kann ich dann auch davon ausgehen, da diese niemandem gehrt???

Warum also bei einer entlaufenen Katze?
Wenn die Katze schon lngere Zeit unterwegs ist, wird sie kaum sehr gepflegt aussehen.

Aileen
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SusanneKlickerKlacker
Interessierter


Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 11.11.08, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Es handelt sich um einen halbwilden Kater. Das Tier wurde zunchst nur regelmig mit Futter versorgt und hat dann spter einen festen warmen und trockenen Schlafplatz im Gartenhuschen erhalten. Er lebt so weitestgehend frei und unabhngig - was soll so einer im Tierheim? Die nehmen im Moment sowieso wg. berfllung keine Katzen mehr auf....
Der "liebevolle" angebliche Besitzer wohnt in der nheren Nachbarschaft und hlt ein greres Rudel nicht ordnungsgem versorgten Katzen. Denn "Eine satte Katze fngt keine Muse" Geburtenkontrolle oder tierrtzliche Versorgung gibt es nicht (sind ja nur Katzen und dafr Geld ausgeben?) Hilfe ist nicht ntig und seine Eigentum ist sein Eigentum. Das darf man auch nicht fttern. Denn dann taugen sie nur noch zum ersufen.

Ja. Es ist so, dass man da nicht eigenmchtig handeln kann und "die Behrden" informieren muss. Aber diese Mhlen mahlen bekanntlich langsam und dann macht "die Frau" sich eben in der Zwischenzeit lieber strafbar und hilft einem Tier in einem Notfall.

Ich denke, dass ich eine entlaufene Hauskatze von einer zeitlebens nicht richtig versorgten "Bauernhofkatze" unterscheiden kann.

Susanne
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Aileen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beitrge: 458

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Vom menschlichen Standpunkt her hast du Recht.
Vom rechtlichen nicht.

Das Fttern von fremden Katzen ist schon nicht in Ordnung, wenn sie zum Musefangen gehalten werden, zumal man damit ja forciert, da die Katze an ihrem neuen Standort bleibt.

Ob nun Rassekatzen oder nicht, sie gehren nunmal dem Eigentmer und das htte man melden mssen. Vor allem, wenn der Eigentmer bekannt ist.

Wenn nun dieser Kater, dessen Eigentmer ganz offensichtlich bekannt war, einfach durch die Nachbarn kastriert wurde, nennt man das erst Mal Sachbeschdigung und ein Versto gegen das Tierschutzgesetz, da offensichtlich keine medizinische Notwendigkeit fr eine Kastration vorlag.

Fr den Rest ist das Ordnungsamt und Kreisveterinramt zustndig und nicht die Nachbarn, egal wie schnell oder langsam diese reagieren mgen.

Aileen
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Chub
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Anmeldungsdatum: 20.10.2005
Beitrge: 1556

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Mensch Susi ohne Klicker-Klacker,

denkt denn niemand an die Katze und den nun verlorenen Lebenssinn und Inhalt?

Ich stell mir grad vor Sie htten mich gefunden, wenn ich mal morgens, nach durchzechter Nacht, leicht zerrupft..... Geschockt


War jetzt nicht ernst gemeint und hilft auch nicht....
Lachen
_________________
Er war ein Jurist und auch sonst von migem Verstand.
Ludwig Thoma

Nur eine tote Katze ist eine gute Katze.
Jerry Maus
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Waschbrin
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FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Aileen,

wobei der Eigentmer dieser Katze letztendlich Probleme haben wir beweisen zu knnen da es sich wirklich um seine Katze handelt. Hier handelt es sich doch offensichtlich nicht um ein geliebtes und umsorgtes Haustier, welches u.a. durch Ttowierung oder Chip gekennzeichnet und dadurch seinem Eigentmer/Halter zuzuordnen ist, sondern um eine der unzhligen "Bauernhofkatzen", die nicht bewut angeschafft werden, sondern ganz einfach da sind, weil sie sich unkontrolliert selbst vermehren, und um die sich nicht wirklich gekmmert wird.

Wer Wert darauf legt da er seinen Kater behlt, der fttert ihn nicht nur anstndig (es ist ein Ammenmrchen da hungrige Katzen die besseren Musefnger sind, vielmehr sind die satten Katzen die ausdauernderen Jger), sondern lt ihn vor Erreichen der Geschlechtsreife kastrieren. Weil sich dieser Kater nmlich ansonsten sptestens im nchsten Frhjahr von selbst verdnnisiert, meist in einen anderen Stadtteil oder ins Nachbardorf. Standorttreu bleiben auf den Hfen nur die weiblichen Tiere und die kastrierten Kater.

Ich bin wirklich allergisch dagegen wenn z.B. von sog. Tierschtzern Katzenfang- und Kastrationsmanahmen durchgefhrt werden ohne sich vorab zu informieren wer in der Nachbarschaft welche Freigngerkatzen hlt. Aber in diesem Fall handelt es sich nicht um ein bewut angeschafftes Haustier, das vernnftig versorgt wird, sondern ganz offensichtlich um eine halbwilde "Bauernhofkatze", mit Resten gefttern und ansonsten als Musefnger nur geduldet, wie das leider hufig blich ist. Hier wittert der "Eigentmer" meiner Meinung nach lediglich eine Mglichkeit, um aus dem "Fehler" der Dame, die sich um das Tier gekmmert hat, irgendeinen Gewinn zu schlagen. Htte diese Katze, statt tierrztlich versorgt zu werden, bei dieser Dame einen Sachschaden oder gar einen gesundeitlichen Schaden verursacht, dann wrde dieser Katzenhalter abstreiten da es sich um seine Katze handelt. Zumindest luft das in 99% solcher Flle so.

LG die Waschbrin
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SusanneKlickerKlacker
Interessierter


Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Chub,

wenn sie in diesem Zustand meinen Mll nicht nach Essbarem durchsuchen, ist die Chance meinem Helferwahn zu entkommen relativ gro Winken
Ich will mir nicht anmaen das richtig beurteilen zu knnen (Katzen sind nun einmal besonders), aber ich glaube, dass der Kater ganz zufrieden ist. Er bekommt regelmssig ausreichend Futter, kann kommen und gehen wie er mchte und macht ausgedehnte Jagdausflge in der nheren Umgebung. (Da kann ich besttigen, dass auch ein satter Kater das Mausen nicht lsst.) Das sieht fr mich nicht so aus, als ob er seines Lebensinhaltes beraubt wre.......

Ich glaube, dass man sehr viel Katzenelend und Katzenleid vermeiden knnte, wenn jeder Besitzer gezwungen wre, fr eine vernnftige Geburtenkontrolle bei seinen Tieren zu sorgen. Ich sehe es nicht so, dass Kastrationen Verstsse gegen das Tierschutzgesetz bedeuten. Das sind fr mich eher die Leute, die ihre berzhligen Ktzchen entsorgen. Sei es durch erschlagen oder ersufen oder durch "nur" Aussetzen. Und es ist auch nicht besser, wenn man sie dem Tierschutz berlsst: DIe Tierheime sind voll von ungewollten und ungeliebten Katzen. Manche sitzen schon Jahre dort - gerade die Alten oder die mit Handicap. Es ist grausam wenn man diese Tiere sieht, die sich teilweise regelrecht aufgegeben haben.

Fr mich ist Kastration das einzige Mittel so etwas zu verhindern.

Susanne
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Chub
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 20.10.2005
Beitrge: 1556

BeitragVerfasst am: 13.11.08, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Susi sans KlickKlack,

ja ich hab das Problem vermutlich zu sehr auf mich bertragen.....


Lachen
_________________
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Ludwig Thoma

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Jerry Maus
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Aileen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beitrge: 458

BeitragVerfasst am: 13.11.08, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

@ Waschbrin:
Ich habe meine Freigngermiezen auch kastriert, weil ich keine Lust auf stndigen Nachwuch habe. Auerdem sind die geichpt und werden in regelmigen Abstnden entwurmt und geimpft. Zu fressen bekommen die auch genug.
Unser Kater schleppt ab und an mal einen Kumpel mit, der sich am Futter gtlich tut.
Trotzdem wrde ich mir nicht anmaen, den fremden Kater einzufangen und zu kastrieren, denn ich wei er gehrt zu einem der umliegenden Hfe.
Ob der Eigentmer dort irgendwie beweisen kann, da es sein Kater ist, wei ich nicht.
Da reichen wohl schon 2-3 Leute oder ein Foto aus.

Wie gesagt, vom Menschlichen her sehe ich das genau so wie du, aber vom rechtlichten Standpunkt ist das wohl etwas anderes.

LG
Aileen
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Yane
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 22.11.08, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

SusanneKlickerKlacker hat folgendes geschrieben::
Gekennzeichnet ist und war der Kater nicht.


das ist nicht so ideal. OK, bei einem Kater geht das noch. Aber Ktzinnen sollte man, auch wenn sie nicht vermittelt werden, immer ttowieren oder chippen, wenn sie kastriert worden sind.

Einfach um zu zeigen "halt mal, da ist was". Und um damit ggf. zu vermeiden, dass ein anderer TA, der diese Katze vielleicht mal wieder vorgestellt bekommt, sie nochmal zu kastrieren versucht.
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