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Leeres Paket bekommen

 
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hury667
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beitrge: 29

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 23:02    Titel: Leeres Paket bekommen Antworten mit Zitat

Hallo,

was passiert, wenn jemand etwas in einem Auktionshaus bestellt, und ein leeres Paket bekommt? Es ist offensichtlich, dass die Ware whrend dem Versand weg gekommen ist, da das Gewicht auf der Paketmarke fr ein volles Paket bei der Versendung spricht.

Das Paket wurde jedoch angenommen, da dies in dem Moment noch nicht klar war.

Wer haftet in diesem imaginren Fall?

Danke
Alex
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marcdsl
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beitrge: 481

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Kommt auf den Gefahrenbergang an.

Dieser tritt in dem Moment ein, in dem der Verkufer den Kaufgegenstand zur Post bringt (also ab dann trgt den Gefahr des Untergangs der Kufer). Bis dahin hat er zu beweisen, dass das Paket voll war. Was durch das Gewicht recht einfach sein drfte.

Nun liegt es im Verantwortungsbereich des Zustellers, dass die Sache auch ankommt.

Somit ein Anspruch zwischen Kufer und Zusteller vorhanden.
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hury667
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beitrge: 29

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hat der Zusteller nicht seine Pflicht erfllt, in dem Moment, in dem das Paket angenommen wurde?
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marcdsl
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beitrge: 481

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

natrlich nicht.

Dir Aufgabe des Zustellers ist regelmig nicht nur, dass er irgendwas annimmt und irgendwas irgendwo abgibt.

Es muss schon die Sache, die auch aufgegeben wurde, an den richtigen abgegeben werden. Und kaputt sollte auf dem Transportweg ja auch nichts gehen.
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Gnni
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.12.2004
Beitrge: 1232

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz so eindeutig wie Marcdsl sehe ich die Sachlage nicht.

Normalerweise bezieht sich die bernahmequittung eines Versandunternehmens nicht einmal auf das Gewicht. Aber hier hat ja wohl ein Beauftragter des Versandunternehmens den Karton gewogen und das festgestellte Gewicht in das Befrderungspapier eingetragen. Also haftet das Versandunternehmen im vorliegenden (rein hy<pothetischen) Fall auch fr den Gewichtsverlust, es sei denn es handelt sich um einen normalen Schwund der Ware..

Allerdings gibt es auch noch den 438 HGB. Daraus mal ein kleiner Auszug.

(1) Ist ein Verlust oder eine Beschdigung des Gutes uerlich erkennbar und zeigt der Empfnger oder der Absender dem Frachtfhrer Verlust oder Beschdigung nicht sptestens bei Ablieferung des Gutes an, so wird vermutet, da das Gut in vertragsgemem Zustand abgeliefert worden ist. Die Anzeige mu den Schaden hinreichend deutlich kennzeichnen.

Hier htte also dem Empfnger bei der Warenannahme auffallen mssen, dass der Karton verdchtig leicht ist. Er htte diese Gewichtsdifferenz, daja uerlich erkennbar, sofort reklamieren mssen. Jetzt kann er nur noch versuchen die Vermutung, dass die Ware in vertragsgemem Zustand abgeliefert wurde, zu erschttern. Mir ist kein Fall bekannt, wo das jemandem geglckt wre.
_________________
mfg


Gnni
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marcdsl
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beitrge: 481

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ist in der Frage irgendwo zu entnehmen, dass das HGB Anwendung findet?
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Gnni
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.12.2004
Beitrge: 1232

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, ist es nicht. Muss aber auch nicht, da die Rechtsgrundlagen auch fr Transporte von Privatpersonen nun einmal im HGB 407 bis 475 h enthalten sind.
_________________
mfg


Gnni
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