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Wer haftet fr Schden whrend einer Probefahrt

 
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Soda
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beitrge: 84

BeitragVerfasst am: 22.01.09, 19:13    Titel: Wer haftet fr Schden whrend einer Probefahrt Antworten mit Zitat

Ich hoffe ich bin hier richtig, ansonsten bitte verschieben.

Fahrzeug F wird von P Probegefahren. An F entsteht eine Beschdigung, verschuldet durch P (z.B. Unfall, Parkrempler, etc.)

Wer trgt nun die Kosten fr den Schaden, wenn

1.) Halter H Privatperson ist und F
a) Haftpflicht hat
b) Teil-/Vollkasko versichert ist?

2.) Halter H ein Hndler ist.


Gru
Soda
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Herzog, Jrg
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 17:20    Titel: Schadenausgleich Antworten mit Zitat

P hat in beiden Fllen den Schaden am Fahrzeug des H auszugleichen. Sollte das Auto kaskoversichert sein, kann sich H natrlich unter Abzug seiner Selbstbeteiligung (SB) an seine Kaskoversicherung halten, die bei P Regress nehmen wird. Funktioniert der Regress, wird die Hherstufung in Kasko - hoffentlich - zurckgenommen und H muss in Kasko keine hhere Prmie im Folgejahr bezahlen. Ein Hndler wird in der Regel fr die Autos, die probegefahren werden, keine Kaskoversicherung haben, es sei denn, sie wird fr die Probefahrt extra zustzlich abgeschlossen.

Der Schaden am gegnerischen Fahrzeug, das durch den Unfall oder Parkrempler beschdigt worden ist, wird durch die Kfz-Haftpflichtversicherung von H, die in jedem Fall nach dem Pflichtversicherungsgesetz bestehen muss, ausgeglichen werden. Den nicht einfach zu berechnenden Hherstufungsschaden in Haftpflicht, den H dadurch erleidet, kann er sich bei P wiederholen. Das gilt fr den Privatmann wie fr den Hndler.
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J_Denver
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 17:51    Titel: Re: Schadenausgleich Antworten mit Zitat

Herzog, Jrg hat folgendes geschrieben::
die bei P Regress nehmen wird.


das ist mir vllig neu. Schliesslich ist P whrend der Probefahrt berechtigter Fahrer.
_________________
.........geschmeidig wie zwei Flachmnner

81:2/ -4K
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Herzog, Jrg
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 18:20    Titel: Regress in Kasko Antworten mit Zitat

Es trifft zu, dass P berechtigter Fahrer ist. Das ndert jedoch nichts daran, dass P das Auto des H fahrlssig beschdigt hat. H hat deswegen einen vertraglichen und einen gesetzlichen Schadenersatzanspruch gegen P. Reguliert die Kaskoversicherung von H den Schaden am Auto des H, abzglich der SB, so geht der Schadenersatzanspruch des H nach 67 VVG a.F. und 86 VVG n.F. ber. Es handelt sich um einen gesetzlichen Forderungsbergang, an dem H nichts ndern kann. Ob P berechtigt war oder nicht, ist dabei m. E. gleichgltig. Eine Ausnahme ergibt sich allenfalls aus 67 II a.F. bzw. 86 III n.F. Familienangehrige in huslicher Gemeinschaft sind danach privilegiert.
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Mogli
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Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 3586
Wohnort: Pfalz

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 20:49    Titel: Re: Regress in Kasko Antworten mit Zitat

Herzog, Jrg hat folgendes geschrieben::
. Reguliert die Kaskoversicherung von H den Schaden am Auto des H, abzglich der SB, so geht der Schadenersatzanspruch des H nach 67 VVG a.F. und 86 VVG n.F. ber. .
ja, stimmt, VVG gibts. Aber auer demVVG gibts noch Allgemeine Versicherungsbedingungen. Schadet nix, da auch mal reinzugucken......

Herzog, Jrg hat folgendes geschrieben::
.
Es handelt sich um einen gesetzlichen Forderungsbergang, an dem H nichts ndern kann..
In dieser Absolutheit ist diese Aussage nicht richtig.

Herzog, Jrg hat folgendes geschrieben::
.
Ob P berechtigt war oder nicht, ist dabei m. E. gleichgltig. .
doch, genau das ist der springende Punkt.

vgl. z.B. die AKB 2008 (Verbandsempfehlng des GDV), da kann man unter A 2.15 (da gehts um die Kaskoversicherung) nachlesen:

A 2.15 Knnen wir unsere Leistung zurckfordern, wenn Sie nicht selbst gefahren sind?
Fhrt eine andere Person berechtigterweise das Fahrzeug und kommt es zu einem Schadenereignis, fordern wir von diese Person unsere Leistung nicht zurck. Dies gilt nicht, wenn der Fahrer das Schadenereignis grob fahrlssig oder vorstzlich herbeigefhrt hat.


Von einer groben Fahrlssigkeit kann man aufgrund der "Schadenschilderung" des Soda nicht so ohne weiteres ausgehen.
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Soda
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Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beitrge: 84

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Punkte. So hnlich hab ich mir das schon gedacht. Was mich allerdings berrascht hat ist, dass die Versicherung ggf. die SFK nicht ndert.

Macht es eigentlich einen Unterschied ob es sich um eine Probefahrt handelt oder man sich einfach den PKW eines Bekannte (nicht Verwandten) leiht? Erfolgt im letzteren Fall eine Hherstufung durch die Versicherung u.U. ebenfalls nicht?
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Mogli
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 3586
Wohnort: Pfalz

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Soda hat folgendes geschrieben::
. Was mich allerdings berrascht hat ist, dass die Versicherung ggf. die SFK nicht ndert.
Geschockt Das wrde mich auch berraschen. Davon hab ich bisher nich nie was gehrt.

Soda hat folgendes geschrieben::
.
Macht es eigentlich einen Unterschied ob es sich um eine Probefahrt handelt oder man sich einfach den PKW eines Bekannte (nicht Verwandten) leiht?
n.

Soda hat folgendes geschrieben::
.
Erfolgt im letzteren Fall eine Hherstufung durch die Versicherung u.U. ebenfalls nicht?
Die Hherstufung erfogt grundstzlich dann, wenn ien ersatzpflichtiger Schaden vorliegt. Egal wer gefahren ist.
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Herzog, Jrg
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 24.01.09, 14:40    Titel: SFK und Regress Antworten mit Zitat

Wird ein Schaden vom Versicherungsnehmer (VN) "zurckgekauft" oder kann der Versicherer erfolgreich regressieren, kann sich die Schadenfreiheitsklasse (SFK) nicht ndern, da der Versicherungsvertrag durch nachtrgliche nderungen nicht mehr schadenbelastet ist. Es ist absolut richtig, neben der VVG-Prfung auch immer in die Allgemeinen Kraftfahrtbedingungen (AKB) hineinzuschauen. Jeder VN sollte daher prfen, ob die Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (Ziffer A 2.15) auch Vertragsbestandteil seines Versicherungsvertrages geworden sind. Ist das nicht der Fall, so gilt die bislang gltige allgemeine Regelung, dass der Schadenersatzanspruch des VN gegen den Verursacher in der Kaskoversicherung nach VVG auf den Versicherer bergeht.
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Mogli
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Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 3586
Wohnort: Pfalz

BeitragVerfasst am: 26.01.09, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

sorry fr die etwas versptete Antwort; am Wochenende hatte ich keine "alten" AKB zur Hand....

eine vergleichbare Regelung wie in den neuen AKB 2008 laut Verbandsempfehlung findet sich auch in den alten AKB: im 15 Abs. 2 kann man lesen:

Ersatzansprche des Versicherungsnehmers, die nach 67 VVG auf den Versicherer bergegangen sind, knnen gegen den berechtigten Fahrer (...) nur geltend gemacht werden, wenn von ihnen ver Versicherungsfall vorstzlich oder grobfahrlssig herbeigefhrt worden ist.
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Soda
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Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beitrge: 84

BeitragVerfasst am: 26.01.09, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Bei einer Probefahrten im Autohaus ist man im Regelfall versichert (mit einer Selbstbeteiligung von z.B. 1000,- EUR). Bei einer privaten Probefahrt ist das ja in aller Regel nicht der Fall. Gibt es fr solche Flle eine Versicherung o. die P abschlieen kann? Speziell wenn das Fahrzeug nur Haftpflicht hat wre so etwas ja u.U. interessant.
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