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mndliche Nachprfung - Grund uerst dubios

 
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paiste
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Anmeldungsdatum: 23.01.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 16:06    Titel: mndliche Nachprfung - Grund uerst dubios Antworten mit Zitat

Sehr verehrte Leser,

im Folgenden mchte ich Ihnen einen fiktiven Fall schildern und wre sehr erfreut ber eine Bewertung jenes fiktiven Sachverhaltes.

Bayerisches Gymnsasium. K13

Involvierte Personen:
Schler A
Lehrer B
Lehrer C
Kollegstufenbetreuer D

Schler A erhielt heute Nachmittag einen Anruf, sagen wir beispielsweise um 15Uhr. Am Telefon sprach Lehrer B. Es sei angenommen, dass Lehrer B der Religionslehrer des Schlers A ist.

B teilte A mit, dass dieser am Freitag eine Nachprfung im Fach Religion zu absolvieren htte. Dies wunderte A sehr, da A bis auf wenige einzelne Stunden stets anwesend war und somit auch die gleichen Leistungsnachweise - sowohl mndlich als auch schriftlich - wie jeder andere Schler erbrachte. Auf Nachfrage nannte Lehrer B eine Fehlstunde vom vergangenen Mittwoch, welche nicht fristgerecht entschuldigt ist. Auerdem fhrte er eine versumte Stunde im Dezember an. Auf A Einwand, dass dies im Rahmen eines Grundkurses mit 2 Wochenstunden ein vergleichsweise geringer Prozentsatz sei, nannte B auerdem ein weiteres Argument:

Im Kontext einer Nachholklausur vermittelte A zwischen betreffendem Lehrer C und Kollegstufenbetreuer D. Nach einem kurzen Gesprch galt der Sachverhalt eigentlich als geklrt und ein Termin wurde gefunden. Nun behauptete Lehrer B, dass A die Kollegen C und D auf "belste Weise gegeneinander aufgehetzt" htte. Dieses Verhalten wrde ihm widerstreben und sei damit ein weiterer Grund fr die mndliche Nachprfung. Nach kurzer Argumentation von A, dass dies zum einen unwahr sei, zum anderen auch im anderen Falle nichts mit seinem Fach zu tun htte, zog Lehrer B dieses Argument zurck, fgte aber hinzu, dass er dennoch mit A's Einstellung zur Schule unzufrieden sei.

Zwischen A und allen anderen beteiligten gab es vorher keine wirklichen streitigkeiten, allem voran mit Lehrer B nicht. Die erbrachten Leistungen wrden auerdem nicht zu dem Reien einer Hrde fhren.

Nun ist meine Frage:
1.) Darf eine mndliche Nachprfung mit genannten Argumenten angesetzt werden?
2.) Falls ja, die GSO besagt, dass eine solche sptestens eine Woche vorher angekndigt werden msse. Hier wurde allerdings am Nachmittag per Telefon bescheidgesagt, was genau genommen nicht mehr einer vollen Woche entspricht.

Im Kontext der Facharbeit, die nchsten Freitag abgegeben werden muss, wrde diese Nachprfung fr Schler A eine ernstzunehmende Problematik darstellen, zumal sie den gesammten Stoff des Halbjahres umfasst. Desweiteren scheinen die Beweggrnde uerst dubios und motivieren zu der Mutmaung, das Ganze knnte mglicherweise aus persnlichen Beweggrnden motiviert sein.

Vielen herzlichen Dank im Voraus,
Paiste
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Kurt Knitz
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.10.2005
Beitrge: 1377
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo paiste,
Zitat:
Auf Nachfrage nannte Lehrer B eine Fehlstunde vom vergangenen Mittwoch, welche nicht fristgerecht entschuldigt ist.
Wurde in dieser Stunde eine Arbeit geschrieben oder sonstige Prfung abgehalten?

Schne Gre
Kurt
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Die lnderspezifischen Schulgesetze und vieles mehr auf dem Deutschen Bildungsserver:
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paiste
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Anmeldungsdatum: 23.01.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, nichts dergleichen ist geschehen. Es war eine ganz normale Stunde.

Schne Gre,
Paiste
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Kurt Knitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.10.2005
Beitrge: 1377
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo paiste,

dann scheint ein Irrtum des Lehrers vorzuliegen. Nachprfungen nach 59 GSO dienen dem Nachholen von durch Krankheit versumten Leistungsnachweisen, nicht dem Bestrafen von unentschuldigtem Fehlen. Da das Thema schon hoch emotional besetzt zu sein scheint, sollte der Schler das vielleicht schriftlich mit dem Lehrer klren. Ein freundlicher Ton des Schreibens frdert die Rezeptionsbereitschaft beim Empfnger.

Schne Gre
Kurt
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mitternacht
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 25.01.09, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ist der Schler sicher, dass der Lehrer angerufen hat? Oder veralbert ihn da ein Mitschler?
Nachprfungen mssen meines Wissens schriftlich angekndigt werden - Nachhol-Schulaufgaben persnlich - nicht aber telefonisch.
_________________
mitternchtliche Gre.


Gott wei alles - Lehrer wissen alles besser. Teufel-Smilie

Bin kein Jurist: Wer mir glaubt, ist selber schuld.
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paiste
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Anmeldungsdatum: 23.01.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 26.01.09, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Es handelte sich zweifelsfrei um den Lehrer.
Wie sollte der betroffene Schler nun verfahren?

Vielen Dank,
Paiste
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Anton Reiser
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.11.2006
Beitrge: 359
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 27.01.09, 01:40    Titel: Antworten mit Zitat

paiste schrieb:
Zitat:
Wie sollte der betroffene Schler nun verfahren?


In dieser sehr bayernspezifischen Fragestellung sollte er u.a. den Sach- und Praxisverstand eines weiteren mglichen Beitrages von mitternacht abwarten. Unabhngig davon wrde ich mich auf eine etwaige Ersatzprfung vorbereiten, denn offenbar kommt es dem Lehrer genau darauf an.

Der o.g. 15 GSO sagt:
[...]
Zitat:
Eine Ersatzprfung kann auch angesetzt werden, wenn in einem Fach wegen der Versumnisse der Schlerin oder des Schlers
keine hinreichenden kleinen Leistungsnachweise vorliegen.


Der Lehrer sieht sich augenscheinlich nicht dazu in der Lage, wegen der beiden offenbar unentschuldigten Fehltage eine ordentliche Zensur festzusetzen. Mglicherweise erwartete er ausgerechnet in diesen beiden Stunden von Ihnen gescheite Wortbeitrge, die sich unter Umstnden aus einer zu diesen Stunden gestellten Aufgabe ergaben. Mndliche Beitrge gehren wohl u.a. zu den "kleinen Leistungsnachweisen", dazu kann ich aber nun wirklich nichts Genaues sagen

Das Nachholen eines Leistungsnachweises scheidet schon deshalb aus, weil es einerseits zum fraglichen Zeitpunkt keinen gab (jedenfalls keinen groen) und Sie die Stunden offenbar unentschuldigt gefehlt haben und deshalb dieses Nichtleistung dementsprechend auch mit 6 htte bewertet werden knnen.

Mich erinnert dieses Verfahren an die in NRW durchaus mgliche Feststellungsprfung in Fllen, in denen bei gehuften, insbesondere unentschuldigten Fehlzeiten, dem Schler auf den Zahn gefhlt und deshalb der tatschliche Leistungsstand ermittelt werden soll. Eine vermeintlich geringe Prozentzahl an Fehlzeiten ist dabei wenig beeindruckend (zu meiner Abi-Zeit gab es die Mr von 25% Fehlzeiten, bis zu denen ein Lehrer eine solche Prfung nicht durchfhren durfte). Tatsache war und ist allerdings, dass es in NRW keine solche Quote gab und gibt: Es liegt im Ermessen des Lehrers.

Insofern wre es sicherlich klger gewesen, am Telefon zu sagen, dass man an jenem Tag krank gewesen sei und man eine entsprechende Entschuldigung (besser ist natrlich ein Attest) selbstverstndlich nachreichen werde.

Mit freundlichem Gru
Anton Reiser
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