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Unfall nach berholversuch auf schneebedeckter Fahrbahn

 
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Doc_Schnaggls
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beitrge: 475
Wohnort: Groraum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 16:24    Titel: Unfall nach berholversuch auf schneebedeckter Fahrbahn Antworten mit Zitat

Hallo,

folgende fiktive Situation:

Person S befhrt auerorts mit seinem PKW eine schneebedeckte Strae mit ca. 20 km/h.

Die relativ niedrige Geschwindigkeit erklrt S auf Nachfrage (nach dem Unfall) mit Unsicherheit bzgl. den Witterungsverhltnissen.

Der berwiegende Teil der anderen Verkehrsteilnehmer ist mit ca. 50 km/h unterwegs.

Somit bildet sich auf einer Strecke von ca. 5 Kilometern Lnge eine Schlange von 28 (!) Fahrzeugen hinter S.

Fahrer F (drittes Fahrzeug hinter S) hat nach den 5 km die Nase voll und schert auf einer ca. 2 km langen bersichtlichen Geraden zum berholen aus.

Als F sich mit ca. 50 km/h auf gleicher Hhe mit S befindet erschrickt dieser und zuckt mit seinem Fahrzeug nach links. F* weicht nach links auf den Grnstreifen aus, wodurch sein PKW instabil wird, sich nach links dreht und mit dem Heck die Fahrtr des Fahrzeugs von S eindrckt.

Durch diesen Aufprall rutscht F endgltig von der Strasse und landet mit der Fahrzeugnase an einem Baum.

Wie drfte in diesem Fall die Schuldverteilung aussehen?

Gre,

Doc Schnaggls

PS: Ich bin weder S noch F - durfte den ganzen Vorgang nur aus der ersten Reihe beobachten... Winken

* Editiert nach Hinweis von wido - Danke!
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Zuletzt bearbeitet von Doc_Schnaggls am 13.02.09, 07:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
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wido
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Anmeldungsdatum: 21.11.2006
Beitrge: 178
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 16:51    Titel: Re: Unfall nach berholversuch auf schneebedeckter Fahrbahn Antworten mit Zitat

Doc_Schnaggls hat folgendes geschrieben::

Als F sich mit ca. 50 km/h auf gleicher Hhe mit S befindet erschrickt dieser und zuckt mit seinem Fahrzeug nach links. S weicht nach links auf den Grnstreifen aus, wodurch sein PKW instabil wird, sich nach links dreht und mit dem Heck die Fahrtr des Fahrzeugs von S eindrckt.
Durch diesen Aufprall rutscht F endgltig von der Strasse und landet mit der Fahrzeugnase an einem Baum.

Mu es nicht heien :
Als F sich mit ca. 50 km/h auf gleicher Hhe mit S befindet erschrickt dieser und zuckt mit seinem Fahrzeug nach links. F weicht nach links auf den Grnstreifen aus, wodurch sein PKW instabil wird, sich nach links dreht und mit dem Heck die Fahrtr des Fahrzeugs von S eindrckt. Verlegen

Hatten beide Winterreifen montiert ? Mit den Augen rollen
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Peacekeeper
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Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beitrge: 507

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

5 berholen

(2) berholen darf nur, wer bersehen kann, da whrend des ganzen berholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist. berholen darf ferner nur, wer mit wesentlich hherer Geschwindigkeit als der zu berholende fhrt.

(3) Das berholen ist unzulssig:

bei unklarer Verkehrslage
oder

wo es durch Verkehrszeichen (Zeichen 276, 277) verboten ist.

(4) Wer zum berholen ausscheren will, mu sich so verhalten, da eine Gefhrdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim berholen mu ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu Fugngern und Radfahrern, eingehalten werden. Der berholende mu sich sobald wie mglich wieder nach rechts einordnen. Er darf dabei den berholten nicht behindern.
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Metzing
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beitrge: 8913
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Pat hier in meinen Augen nicht.
Zitat:
Als F sich mit ca. 50 km/h auf gleicher Hhe mit S befindet erschrickt dieser und zuckt mit seinem Fahrzeug nach links.
Das konnte F meiner Meinung nach nicht vorhersehen. Ich sehe die Alleinschuld bei S.

Beste Gre

Metzing
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Mogli
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Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 3586
Wohnort: Pfalz

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 06:13    Titel: Antworten mit Zitat

Metzing hat folgendes geschrieben::
. Ich sehe die Alleinschuld bei S.
naja, die "Schuld" liegt vielleicht schon auf Seiten des S. Aber ich denke, so ganz wird der F nicht aus der Nummer rauskommen. Er haftet auch ohne Verschulden aus der Betriebsgefahr, die blicherweise mit 25 % angesetzt wird.

Das ergbe dann folgende Haftungsverteilung: S trgt 75 % des Schadens von F, und F trgt 25 % des Schadens von S.

Oder tusche ich mich da?
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J_Denver
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 06:50    Titel: Antworten mit Zitat

Mogli hat folgendes geschrieben::
[. Er haftet auch ohne Verschulden aus der Betriebsgefahr, die blicherweise mit 25 % angesetzt wird.

Das ergbe dann folgende Haftungsverteilung: S trgt 75 % des Schadens von F, und F trgt 25 % des Schadens von S.

Oder tusche ich mich da?


Ich vermute, hier lsst sich wunderbar ber " unabwendbar" streiten.
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Doc_Schnaggls
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beitrge: 475
Wohnort: Groraum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 07:58    Titel: Re: Unfall nach berholversuch auf schneebedeckter Fahrbahn Antworten mit Zitat

wido hat folgendes geschrieben::

Hatten beide Winterreifen montiert ? Mit den Augen rollen


Ja, beide Fahrzeuge waren mit Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe bestckt.

Gre,

Doc Schnaggls
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karli
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beitrge: 2440
Wohnort: Ronneburg

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Metzing hat folgendes geschrieben::
Pat hier in meinen Augen nicht.
Zitat:
Als F sich mit ca. 50 km/h auf gleicher Hhe mit S befindet erschrickt dieser und zuckt mit seinem Fahrzeug nach links.
.
Wobei die Beschreibung des "Erschreckens" die Interpretation des Zeugen sein knnte. S knnte in diesem Moment auch selbst gerade ins Rutschen gekommen sein!
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Wir machen das mit den Fhnchen!
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