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Tochter und Mutter getrennt veranlagen ?

 
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Angela_1
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.01.2006
Beitrge: 72

BeitragVerfasst am: 25.02.09, 23:11    Titel: Tochter und Mutter getrennt veranlagen ? Antworten mit Zitat

Hallo liebe Forummitglieder, auch hier habe ich mal wieder eine Frage, ob dieser Fall machbar ist.
Person A macht wohl hoffentlich das letzte Mal fr 2008, ihre Lohnsteuereinkommenserklrung.
Ist es rein fiktiv machbar, das die Tochter Von Person A ihre eigene LSTerkrung fr 2008 machen kann ??
Die Tochter war in den ersten 6 Monaten noch Azubi und in der 2. Jahreshlfte Arbeitnehmer. Kindergeld und Unterhalt wurde auch bezogen. Tochter lebte bzw. lebt immer noch im Haushalt von Person A.

Was wrden fr Person A fr Nachteile entstehen, wenn dies machbar ist ??
Vielen Dank fr jede Antwort oder Anregung.
LG Angela
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hambre
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 02.02.2009
Beitrge: 691

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 00:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe die Frage nicht so ganz, da eine gemeinsame Steuererklrung von Person A und Tochter sowieso nicht mglich ist. Eine gemeinsame Steuererklrung knnen nur Verheiratete abgeben. Die Eintragung eines Kindes in die Anlage Kind ist keine gemeinsame Steuererkrung im Sinne des Steuerrechtes.

Wenn damit gemeint ist, ob die Person A auch dann den Kinderfreibetrag fr die Tochter erhlt, wenn diese eine eigene Steuererklrung abgibt, dann lautet die Antwort:

Ja, wenn die Tochter die Einkommensgrenzen nicht berschreitet. Nachteile entstehen fr Person A aber nicht, da der Kinderfreibetrag nur von der Hhe des Einkommens der Tochter A abhngt, nicht jedoch von dem Umstand, ob die Tochter eine Steuererklrung abgibt.

Was meinst Du eigentlich damit, dass Person A hoffentlich letztmalig eine Einkommensteuererklrung abgibt? Ist Person A seit 2009 ALG II-Bezieher oder ist diese Person in 2008 in Rente gegangen?
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questionable content
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.02.2005
Beitrge: 6312
Wohnort: Mein Krbchen.

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 01:44    Titel: Antworten mit Zitat

Isoliert formuliert:

In dem Moment, wo Tochter eigene Einknfte hat, kann sie grda. auch eine Einkommensteuererklrung abgeben. Die Frage ist halt nur, ob unterm Strich was dabei rumkommt.


Aber Ihre Frage ist so seltsam, dass vermutlich mehr dahinter steckt. Was meinen Sie denn genau?

Und falls Sie tatschlich eine rechtliche Konstruktion fr die gemeinsame Veranlagung suchen:

Wenn die Tochter keine genetische Verwandte ist und nach erfolgreicher Geschlechtsumwandlung und Registrierung als Mann sich unsterblich in die "Mutter"...das meinten Sie hoffentlich nicht, oder? Nicht dass man das hier nicht diskutieren knnte. Aber es wre erstmal ganz viel Familienrecht und etwas Verfassungsrecht.
_________________
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.
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Raiden
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beitrge: 759

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Die Tochter muss als Arbeitnehmer keine abgeben, sie kann aber. Da die "Azubittigkeit" unterjhrig endete, lohnt es sich auf jeden Fall eine Antragsveranlagung durchzufhren, sofern die zuviel bezahlte LSt nicht schon ber die Lohnabrechnung korrigiert wurde.

Ab dem Zeitpunkt der Arbeitnehmerttigkeit drfte kein Anspruch mehr auf Kindergeld bestehen, da die Tochter ber 18 sein wird (Vermutung).

Person A entstehen durch eine Veranlagung der Tochter keinerlei Nachteile.
_________________
MfG Raiden

Niveau ist keine Handcreme
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Angela_1
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.01.2006
Beitrge: 72

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Antworten und sorry, das ich mich so seltsam ausgedrckt habe. Verlegen

Person A ist geschieden un hat in der Ehe zusammen mit Ehemann veranlagt und nach der Scheidung allein.
Zitat:
Was meinst Du eigentlich damit, dass Person A hoffentlich letztmalig eine Einkommensteuererklrung abgibt? Ist Person A seit 2009 ALG II-Bezieher oder ist diese Person in 2008 in Rente gegangen?


Nein. Person A ist Bezieher ALG I. Da aber kein Vermgen bzw. Grundbesitz mehr vorhanden ist (2008 wurde EFH verkauft), nimmt sie an, keine mehr machen zu mssen. ???
Zitat:
Wenn damit gemeint ist, ob die Person A auch dann den Kinderfreibetrag fr die Tochter erhlt, wenn diese eine eigene Steuererklrung abgibt, dann lautet die Antwort:

Ja, wenn die Tochter die Einkommensgrenzen nicht berschreitet. Nachteile entstehen fr Person A aber nicht, da der Kinderfreibetrag nur von der Hhe des Einkommens der Tochter A abhngt, nicht jedoch von dem Umstand, ob die Tochter eine Steuererklrung abgibt.

darauf habe ich gehofft. Person A war sich nicht sicher, ob dieser dann weg fllt. Welche Einkommensgrenze wre es dann ??
Zitat:
Ab dem Zeitpunkt der Arbeitnehmerttigkeit drfte kein Anspruch mehr auf Kindergeld bestehen, da die Tochter ber 18 sein wird (Vermutung).

genauso ist es. KG Zahlung wurde korrekt eingestellt.
Zitat:
Da die "Azubittigkeit" unterjhrig endete, lohnt es sich auf jeden Fall eine Antragsveranlagung durchzufhren, sofern die zuviel bezahlte LSt nicht schon ber die Lohnabrechnung korrigiert wurde
Das war der Ausgangspunkt, weshalb Person A die Frage eingestellt hat. Nein wurde bis jetzt nicht korrigiert.
Zhlt dann das erhaltene KG zum Einkommen der Tochter ? oder wird es wie in den Jahren davor, bei der Person A bercksichtigt. ?
LG Angela
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Ronald
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Steuerrechtlich gesehen zhlt das Kindergeld nicht zu den zu versteuernden Einnahmen.

Die Verpflichtung, eine Einkommensteuererklrung abzugeben, knpft z. B. nicht an den Besitz von Einfamilienhusern an. Nur in der Art des/der Einkommen bzw. Einnahmen liegende Merkmale bedingen eine Verpflichtung zur Abgabe der Einkommensteuererklrung. Zum Beispiel zieht der Bezug von AlG-I-Leistungen allgemein die Abgabepflicht der Einkommensteuererklrung nach sich.

Mit freundlichen Gren

Ronald
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Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

"Wer Steuergesetze nicht kennt, mu fr den zahlen, der sie gut kennt." (Louis Verneuil, 1893 - 1952)
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Angela_1
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.01.2006
Beitrge: 72

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ronald,
das bedeutet also, weil Person A mal eine Veranlagung gemacht hat, mu sie weiterhin veranlagen ?

Zitat:
Zum Beispiel zieht der Bezug von AlG-I-Leistungen allgemein die Abgabepflicht der Einkommensteuererklrung nach sich.


welcher Sinn liegt darin ?
Bei ALG I zahlt man doch keine Lst., also nicht zu viel oder zu wenig.
Ich habe zwar einen Nebenjob, bei dem ich aber auch keine Lst. zahle.
Es sind auch keine Kapitalertrge, andere Einknfte oder Rckkufe von Versicherungen gegeben...
Komme ich denn jetzt aus der Nummer garnicht nehr raus ??
Gru Angela
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Ronald
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Angela_1 hat folgendes geschrieben::
Hallo Ronald,
das bedeutet also, weil Person A mal eine Veranlagung gemacht hat, mu sie weiterhin veranlagen ?


Nein, es wird jedes Jahr neu geprft, ob man zur Abgabe der Erklrung verpflichtet ist.

Angela_1 hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Zum Beispiel zieht der Bezug von AlG-I-Leistungen allgemein die Abgabepflicht der Einkommensteuererklrung nach sich.


welcher Sinn liegt darin ?


ber den Sinn von Steuergesetzen mache ich mir im Prinzip keine Gedanken. Steigt man etwas tiefer in die Materie ein, dann ergibt sich der Sinn oft von allein.

Angela_1 hat folgendes geschrieben::
Bei ALG I zahlt man doch keine Lst., also nicht zu viel oder zu wenig.


Nein. Es knnte aber sein, da man neben den Bezgen von AlG I irgendwelche anderen zu versteuernden Einknfte hat. Diese Einknfte werden dann mit einem hheren Steuersatz, welcher sich unter Bercksichtigung des AlG I errechnet, besteuert (Progressionsvorbehalt).

Angela_1 hat folgendes geschrieben::
Ich habe zwar einen Nebenjob, bei dem ich aber auch keine Lst. zahle.


Der drfte zwar nicht allzu ertragreich sein ("Neben-"), aber die Feststellung, keine LSt zu zahlen, ist da nicht ausreichend. Zu prfen wre, ob pauschalversteuert oder nicht...

Angela_1 hat folgendes geschrieben::
Es sind auch keine Kapitalertrge, andere Einknfte oder Rckkufe von Versicherungen gegeben...
Komme ich denn jetzt aus der Nummer garnicht nehr raus ??
Gru Angela


Wo sehen Sie denn das Problem, eine Einkommensteuererklrung anzufertigen, in welcher auer den persnlichen Daten (Name, An- und Unterschrift... Smilie ) ein paar Kreuze gemacht sowie Versicherungsbeitrge, eventuell der Nebenverdienst und das/ die Kinder und das Arbeitslosengeld angegeben werden?

Ich schtze den Aufwand bei Ihnen auf ca. 1 Stunde. Winken

Mit freundlichen Gren

Ronald
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Mahnman
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.03.2006
Beitrge: 1537

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Raiden hat folgendes geschrieben::


Ab dem Zeitpunkt der Arbeitnehmerttigkeit drfte kein Anspruch mehr auf Kindergeld bestehen, da die Tochter ber 18 sein wird (Vermutung).

Person A entstehen durch eine Veranlagung der Tochter keinerlei Nachteile.


Wobei es hier wieder auf das Einkommen ankommt. Die Tochter ist whrend der Berufsausbildung nach 32 Abs. 4 Nr.2a durchaus bercksichtigungsfhig fr das kindergeld, sofern sie unter 25 ist und entsprechend niedrige Einknfte hat.
_________________
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
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