Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - 40 Versptung, htten aber auch 60 + 1 Sekunde sein knnen
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

40 Versptung, htten aber auch 60 + 1 Sekunde sein knnen

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Reiserecht
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
peacebrother
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.06.2007
Beitrge: 55

BeitragVerfasst am: 24.02.09, 12:29    Titel: 40 Versptung, htten aber auch 60 + 1 Sekunde sein knnen Antworten mit Zitat

Hallo,

jemand mchte von Mannheim ber Kln nach Dsseldorf fahren. Allerdings luft mal wieder alles daneben, und der Zug erreicht Siegburg/Bonn um die Uhrzeit zu der in Kln der Anschluss nach Dsseldorf gefahren wre.

Dies heit: Entweder in Siegburg/Bonn in einen anderen Zug umsteigen oder nach Kln fahren und dort auf den nchsten warten.

Wrde er in Siegburg/Bonn umsteigen, htte er in Dsseldorf eine Versptung von circa 40 Minuten zur eigentlichen Ankunft.
Wrde er nach Kln fahren, dort warten und umsteigen, htte er in Dsseldorf eine Versptung von 60 Sekunden + 1 Sekunde

Angenommen er whlt Variante 1. Hat er danach immer noch Anspruch auf Entschdigung?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Adromir
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beitrge: 5610
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 24.02.09, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich mich nicht irre, immer erst ab einer Stunde Versptung.
_________________
Geist ist Geil!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Nordland
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 20.08.2005
Beitrge: 298

BeitragVerfasst am: 25.02.09, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hinzu kommt, dass es wohl kaum eine Entschdigung geben wird, wenn jemand freiwillig die Variante whlt, die lnger dauert. Es sei denn, die Variante mit Umstieg in Kln wre vom Zugpersonal empfohlen worden.

Gru
Nordland
_________________
Freier Brger? Nein, Fuballfan!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
windalf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 25.02.09, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn ich mich nicht irre, immer erst ab einer Stunde Versptung.

Ab einer halben Stunde ist es bereits prinzipiell mglich...
_________________
...fleiig wie zwei Weibrote
0x2B | ~0x2B
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
peacebrother
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.06.2007
Beitrge: 55

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

@Nordland

Die Zugbegleiter haben empfohlen in Siegburg/Bonn umzusteigen.
Aber muss das jeder Fahrgast mitbekommen? Gibt ja welche die Musik hren, Film gucken oder Schlafen...und das ist deren gutes Recht.

Der verrgerte Fahrgast hat sich heute nochmals erkundigt.
Wre er nach Kln gefahren und dort in den nchsten gleichwertigen Anschlusszug gestiegen, wre er 68 Minuten spter in Dsseldorf angekommen als auf dem Ticket steht.

ber Siegburg/Bonn wren es "nur" 40 Minuten gewesen.


Wenn der Fahrgast nun behauptet, dass er ber Kln nach Dsseldorf gefahren ist, dann besteht Anspruch auf Entschdigung, da mehr als 60 Minuten.
Was also tun, wenn sich das Unternehmen weigert den Fahrgast zu entschdigen?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nordland
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 20.08.2005
Beitrge: 298

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peacebrother,

peacebrother hat folgendes geschrieben::

Wenn der Fahrgast nun behauptet, dass er ber Kln nach Dsseldorf gefahren ist, dann besteht Anspruch auf Entschdigung, da mehr als 60 Minuten.
Was also tun, wenn sich das Unternehmen weigert den Fahrgast zu entschdigen?

also es kommt schon darauf an, wie der Fahrgast sich entschieden hat und wieviel Versptung es am Ende tatschlich fr ihn persnlich gewesen sind. Das kann man unter Umstnden schon am Zangenabdruck auf der Fahrkarte erkennen. Wenn das Ticket abgestempelt wurde, dann steht dort die Zugnummer vermerkt. Dann kann man auch nicht behaupten, man htte den spteren Zug genommen.

Zu den Entschdigungsregelungen folgender Link: Fahrgastrechte. Dort steht, dass es eine Entschdigung nicht bei "einem Verschulden des Reisenden" gibt. Ich wei es nicht genau, aber wenn jemand nicht die empfohlene Umsteigeverbindung nimmt, dann ist das wohl schon die Schuld des Reisenden. Wenn jemand nun sagt, er habe gerade Musik gehrt, als die Durchsage kam, kann er das gegenber dem Unternehmen geltend machen und sagen, es lge kein Verschulden des Reisenden vor.

Rechtlich gesehen msste das Unternehmen nur die gesetzlich vorgeschrieben Entschdigung zahlen. Die betrge im geschilderten Fall exakt 0,00 Euro. Allerdings hat sich das Unternehmen zu einer freiwilligen Sebstverpflichtung entschlossen. Daran muss es sich nun auch halten. Wenn nicht, msste man den Anspruch zivilrechtlich geltend machen.

Im vorliegenden Fall muss man sagen, dass die Chancen eher gering sind. Ich bin auch der Meinung, dass die Pnktlichkeit verbesserungswrdig ist. Aber eine Versptung von 40 oder 60 Minuten kann schon mal vorkommen. Als Autofahrer msste man auch immer damit rechnen, dass es durch Staus zu Zeitverlusten kommt.

Gru
Nordland
_________________
Freier Brger? Nein, Fuballfan!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
rockbender
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beitrge: 386

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

peacebrother hat folgendes geschrieben::
@Nordland

Die Zugbegleiter haben empfohlen in Siegburg/Bonn umzusteigen.
Aber muss das jeder Fahrgast mitbekommen? Gibt ja welche die Musik hren, Film gucken oder Schlafen...und das ist deren gutes Recht.

Der verrgerte Fahrgast hat sich heute nochmals erkundigt.
Wre er nach Kln gefahren und dort in den nchsten gleichwertigen Anschlusszug gestiegen, wre er 68 Minuten spter in Dsseldorf angekommen als auf dem Ticket steht.

ber Siegburg/Bonn wren es "nur" 40 Minuten gewesen.


Wenn der Fahrgast nun behauptet, dass er ber Kln nach Dsseldorf gefahren ist, dann besteht Anspruch auf Entschdigung, da mehr als 60 Minuten.
Was also tun, wenn sich das Unternehmen weigert den Fahrgast zu entschdigen?


Mir tuen die Richter leid, die sich mit sowas abgeben mssen.

Man hatte die Chance den schnelleren Zug zunehmen. Die Bahn bietet einen Platz zur Befrderung an, nicht zum schlafen oder Musik hren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
peacebrother
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.06.2007
Beitrge: 55

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

rockbender hat folgendes geschrieben::
peacebrother hat folgendes geschrieben::
@Nordland

Die Zugbegleiter haben empfohlen in Siegburg/Bonn umzusteigen.
Aber muss das jeder Fahrgast mitbekommen? Gibt ja welche die Musik hren, Film gucken oder Schlafen...und das ist deren gutes Recht.

Der verrgerte Fahrgast hat sich heute nochmals erkundigt.
Wre er nach Kln gefahren und dort in den nchsten gleichwertigen Anschlusszug gestiegen, wre er 68 Minuten spter in Dsseldorf angekommen als auf dem Ticket steht.

ber Siegburg/Bonn wren es "nur" 40 Minuten gewesen.


Wenn der Fahrgast nun behauptet, dass er ber Kln nach Dsseldorf gefahren ist, dann besteht Anspruch auf Entschdigung, da mehr als 60 Minuten.
Was also tun, wenn sich das Unternehmen weigert den Fahrgast zu entschdigen?


Mir tuen die Richter leid, die sich mit sowas abgeben mssen.

Man hatte die Chance den schnelleren Zug zunehmen. Die Bahn bietet einen Platz zur Befrderung an, nicht zum schlafen oder Musik hren.



Sorry, aber was ist das fr eine sinnlose Antwort?

Man geht mit der DB auch einen Vertrag ein, um 10:00 mit dem Zug irgendwo anzukommen. Wenn man nun erst um 10:30 ankommt, dann ist das in meinen Augen Vertragsbruch!
Auch gehe ich mit der DB einen Vertrag ein ohne Umsteigen irgendwo anzukommen. Wenn ich nun auerplanmig umsteigen muss (Empfehlung hin od. her), dann ist das in meinen Augen auch ein Vertragsbruch.

Alles was entgegen meinem Ticket eintritt, ist in meinen Augen Vertragsbruch.
(ist vielleicht hart formuliert, ist aber so)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Biber
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

peacebrother hat folgendes geschrieben::
Man geht mit der DB auch einen Vertrag ein, um 10:00 mit dem Zug irgendwo anzukommen. Wenn man nun erst um 10:30 ankommt, dann ist das in meinen Augen Vertragsbruch!
Auch gehe ich mit der DB einen Vertrag ein ohne Umsteigen irgendwo anzukommen. Wenn ich nun auerplanmig umsteigen muss (Empfehlung hin od. her), dann ist das in meinen Augen auch ein Vertragsbruch.

Alles was entgegen meinem Ticket eintritt, ist in meinen Augen Vertragsbruch.
(ist vielleicht hart formuliert, ist aber so)
Htten Sie fr alle diese Aussagen eine Quelle?
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nordland
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 20.08.2005
Beitrge: 298

BeitragVerfasst am: 27.02.09, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

peacebrother hat folgendes geschrieben::
Man geht mit der DB auch einen Vertrag ein, um 10:00 mit dem Zug irgendwo anzukommen. Wenn man nun erst um 10:30 ankommt, dann ist das in meinen Augen Vertragsbruch!
Auch gehe ich mit der DB einen Vertrag ein ohne Umsteigen irgendwo anzukommen. Wenn ich nun auerplanmig umsteigen muss (Empfehlung hin od. her), dann ist das in meinen Augen auch ein Vertragsbruch.

Alles was entgegen meinem Ticket eintritt, ist in meinen Augen Vertragsbruch.
(ist vielleicht hart formuliert, ist aber so)


Hallo Peacebrother,

man muss die rechtliche Lage leider etwas anders beurteilen. Man hat mit dem Unternehmen einen Befrderungsvertrag abgeschlossen. Die Leistung, die infolge dieses Vertrages erbracht werden muss, umfasst die Befrderung vom Abgangs- bis zum Zielbahnhof. Eine pnktliche Befrderung ist nicht Gegenstand des Vertrages. Nun hat aber der Gesetzgeber gewisse Regelungen eingefhrt, die die Verpflichtungen der Eisenbahn in solchen Fllen festschreiben. Das ist insbesondere 17 EVO. Daneben hat sich das Unternehmen auch eine Selbstverpflichtung auferlegt, an die es sich halten muss. Dies wren die geeigneten Anspruchsgrundlagen, nicht jedoch der Befrderungsvertrag. Der ist im geschilderten Fall seitens der Bahn erfllt worden. Und weder 17 EVO noch die so genannte Kundencharta sehen dafr eine Entschdigung vor. Der Befrderungsvertrag wird brigens auch dann erfllt, wenn der Fahrgast umsteigen muss, obwohl er dies eigentlich nicht wollte.

Gru
Nordland
_________________
Freier Brger? Nein, Fuballfan!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Reiserecht Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.