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Vaterschaftstests...
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

windalf hat folgendes geschrieben::

Wobei der Gesetzgeber ja quasi verlangt jeder Frau die schwanger ist zunchst zu unterstellen Sie wre eine Schlampe und will einem ein fremdes Kind unterschieben.


Wieso unterstellt der Gesetzgeber irgendwas?

Die Alternative wre, automatische genetische berprfung aller Neugeborenen nach dem Erzeuger.

Ansonsten mu - jedenfalls bei nichtehelichen Beziehungen - der Mann, der von der Frau als Vater benannt wird, sich eben Gedanken machen, bevor er die Vaterschaft anerkennt.

Und allenfalls er mu sich fragen, ob die Frau eine "Schlampe" (Ausdruck stammt nicht von mir) ist.

Der Ehemann kann es so schleifen lassen wenn er will - gesetzlich.
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ivanhoe hat folgendes geschrieben::

Das richtig hirnrissige bei uns in Deutschland ist, wenn dein Kind unehelich zur Welt kommt mut du beim Jugendamt die Vaterschaft enerkennen!


Wie soll es denn sonst laufen? Die Mutter benennt einen Mann und der wird als Vater eingetragen?
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wieso unterstellt der Gesetzgeber irgendwas?

Die Alternative wre, automatische genetische berprfung aller Neugeborenen nach dem Erzeuger.

Ansonsten mu - jedenfalls bei nichtehelichen Beziehungen - der Mann, der von der Frau als Vater benannt wird, sich eben Gedanken machen, bevor er die Vaterschaft anerkennt.

Und allenfalls er mu sich fragen, ob die Frau eine "Schlampe" (Ausdruck stammt nicht von mir) ist.

Der Ehemann kann es so schleifen lassen wenn er will - gesetzlich

Nein ich meine nicht unterstellen. Aber die aktuellen Spielregeln sagen, wenn du eine Vaterschaft anfechten willst, dann musst du es sofort tun. Gibt es erst ein paar Jahre spter Hinweise die dafr sprechen man ist gar nicht der Vater ist der Zug abgefahren. Praktisch heisst das also es gibt einen starken Anreiz im System als potenieller Vater jeder Frau zu unterstellen sie will einem das Kind unterschieben. Wrde das Spiel offen so gespielt werden, hiee das jede Wette nicht wenige Beziehungen wrde daran zerbrechen, weil die Frau damit nicht leben kann das der Mann ihr nicht traut....

Ein automatische genetische berprfung wrde ich befrworten. Auch gbe es da dass "Vertrauensproblem" nicht mehr da es routinemig immer durchgefhrt wird. Im Ergebnis wird vermutlich rauskommen es wird deutlich mehr Kinder geben deren Vater unbekannt ist und Vater Staat darf mehr blechen.... Problemmatisch drfte dann vermutlich auch die Forderung sein, dass jeder Mann genetisches Material abzugeben hat, damit er ggf als Vater identifiziert werden kann. Da wren dann sicherlich auch andere Leute an den Daten interessiert...
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ivanhoe hat folgendes geschrieben::
Nein. Aber wenn ich im Krankenhaus angebe der Vater zu sein, warum muss ich dann noch zum Jugendamt anstatt gleich als Vater eingetragen zu werden?


Das Vaterschaftsanerkenntnis mu gem. 1597 BGB ffentlich beurkundet werden. Und dafr braucht man nun mal ein Standesamt, Jugendamt, Gericht oder einen Notar.

Das Formerfordernis soll dem Anerkennenden die Bedeutung und Folgen des Anerkenntnisses vor Augen fhren, damit er nicht in ihrer ersten kopflosen Freunde ("das Kleine sieht Dir ja wirklich so hnlich") irgendwas unterschreibt, ohne sich vorher darber Gedanken zu machen.

windalf hat folgendes geschrieben::

Nein ich meine nicht unterstellen. Aber die aktuellen Spielregeln sagen, wenn du eine Vaterschaft anfechten willst, dann musst du es sofort tun. Gibt es erst ein paar Jahre spter Hinweise die dafr sprechen man ist gar nicht der Vater ist der Zug abgefahren.


Ist das so?

Ich kenne nur 1600b Abs. 1 BGB.
"Die Vaterschaft kann binnen zwei Jahren gerichtlich angefochten werden. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Berechtigte von den Umstnden erfhrt, die gegen die Vaterschaft sprechen ..."

Dabei mu es sich um konkrete Umstnde handeln, die objektiv und sachlich betrachtet geeignet sind, die nicht ganz fernliegende Mglichkeit einer Abstammung des Kindes von einem anderen Mann zu begrnden (BGHZ 61, 195, 197 ; BGH FamRZ 1998, 955, 957 zu 1594 Abs. 2 BGB a. F., der jedoch inhaltlich mit 1600 b Abs.1 BGB n. F. bereinstimmt).
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Zuletzt bearbeitet von Redfox am 13.02.07, 16:03, insgesamt 1-mal bearbeitet
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

@Beitragsschreiber und Redfox
ndert das dann im Nachhinein noch etwas an den Unterhaltsverpflichtungen? Imho doch nicht (wenn doch dann hatte ich mir meine Welt wohl komplett falsch zusammengebaut, was dieses Thema betrifft, dachte immer es wren 2 Jahre aber nicht erst ab Kenntnisnahme).... Verlegen
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

windalf hat folgendes geschrieben::
@Beitragsschreiber und Redfox
ndert das dann im Nachhinein noch etwas an den Unterhaltsverpflichtungen? Imho doch nicht (wenn doch dann hatte ich mir meine Welt wohl komplett falsch zusammengebaut, was dieses Thema betrifft).... Verlegen


Wenn die Vaterschaft erfolgreich angefochten worden ist, endet die Unterhaltsverpflichtung. M.W. kann der Scheinvater versuchen, den bisher gezahlten Unterhalt von dem leiblichen Vater als Schadenersatz zurckzuverlangen.

Aber ich bin kein Familienrechtler.

Das BVerfG-Urteil von heute luft mglicherweise auf eine getrennten "Abstammungsverfahren" hinaus, da nicht automatisch auf die Vaterschaft durchschlagen mu --> www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,466141,00.html
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn die Vaterschaft erfolgreich angefochten worden ist, endet die Unterhaltsverpflichtung. M.W. kann der Scheinvater versuchen, den bisher gezahlten Unterhalt von dem leiblichen Vater als Schadenersatz zurckzuverlangen.

Warum eigentlich von dem leiblichen Vater und nicht von der Mutter und diese holt sich den dann vom leiblichen Vater.... Frage Hat derjenige der erfolgreich angefochten hat keinen Anspruch gegenber der Mutter bw. Kind den er einklagen kann?
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

windalf hat folgendes geschrieben::

Warum eigentlich von dem leiblichen Vater und nicht von der Mutter und diese holt sich den dann vom leiblichen Vater.... Frage Hat derjenige der erfolgreich angefochten hat keinen Anspruch gegenber der Mutter bw. Kind den er einklagen kann?


Weil es - wie ich inzwischen festgestellt habe - dafr offenbar eine (leiblicher Vater) bzw. keine (Kind, Mutter) gesetzliche Regelung gibt: 107 Abs. 3 BGB --> http://bundesrecht.juris.de/bgb/__1607.html
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

@Redfox
Hm ok dann habe ich mit anscheinend bisher immer im Begriff "geht ber" geirrt...

Ich dachte immer das heisst es kann sowohl als auch geltend gemacht werden.
Wie sieht es aus wenn der leibliche Vater nicht bekannt ist?
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

windalf hat folgendes geschrieben::

Wie sieht es aus wenn der leibliche Vater nicht bekannt ist?


Dann drfte der Scheinvater (bis auf Weiteres) Pech gehabt haben.
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich den Paragraphen interpretiere gilt das mit dem bergang des Unterhaltsanspruches nur fr den Kindesunterhalt. Wie sieht es mit ggf. gewhrten dem Betreuungsunterhalt aus?

Wann verjhrt der Unterhaltsanspruch eigenltich?

In wieweit ist die Mutter ggf. zur Mitwirkung verpflichtet um leiblichen Vater ausfindig zu machen... Muss ggf. sogar eine eidesstaatliche Versicherung abgegeben werden den leiblichen Vater nicht zu kennen?
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 13.02.07, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ivanhoe hat folgendes geschrieben::
Ich vermisse hier einen Beitrag von unserem Dipl. Sozialarbeiter Sehr bse
Cool Hier bin ich - Lachen

Allerdings mu ich erstmal die Infos zum Sachverhalt, die Pressemitteilung Nr. 18/2007 vom 13. Februar 2007 und das Urteil des Ersten Senats vom 13. Februar 2007 - 1 BvR 421/05 - in aller Ruhe studieren. Sicher melde ich mich dann wieder. Winken
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