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Inzest
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 20.02.07, 10:01    Titel: Inzest Antworten mit Zitat

Gibt es hierzu Meinungen --> www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,467295,00.html

Insbesondere auch wegen der Rechtslage in anderen Lndern --> http://de.wikipedia.org/wiki/Inzest#Gesetzeslage_heute
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 14.03.07, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr bedenklich finde ich daran, dass im Endeffekt die Falschen bestraft werden. Wegen Inzest "verknackt" wurden doch bisher nur die Leute, bei denen die "Straftat" auch Folgen hatte, d. h., sie haben infolge des Inzests Kinder bekommen. Meiner Meinung nach ist das Recht der Kinder auf ihre Eltern ein hheres Gut als die Verfolgung von Inzest-Ttern. Den Kindern wird ein Elternteil weggenommen - mglicherweise auch beide. Also sind die Kinder - schuldlos - diejenigen, die bei der ganzen Sache am hrtesten bestraft werden.
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mitternchtliche Gre.


Gott wei alles - Lehrer wissen alles besser. Teufel-Smilie

Bin kein Jurist: Wer mir glaubt, ist selber schuld.
Meine Damen und Herren, heute Abend sinkt fr Sie: das Niveau!
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manschi
Gast





BeitragVerfasst am: 10.08.07, 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Kann man so oder so sehen.
In diesem Fall glaube ich aber ganz stark, dass die beiden psychisch nicht auf der Hhe sind.
Ein Kind nach dem anderen bekommen, ohne sich weiter Gedanken drber zu machen, wie man sie durchbringt, finde ich vllig daneben.
Auch das 5. Kind von einem anderen Mann lsst fast darauf schlieen, dass die junge Frau irgendwie den Sinn ihres Lebens in Kindern sucht.
Da ich aber nur Hobbypsychologin bin und viele solcher Flle aus der frheren NMachbarschaft kenne, sind das nur Vermutungen. Toll fhlen sich die behinderten Kinder des Paares bestimmt mit ode4r ohne Eltern nicht.

Gru Manuela
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 10.08.07, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

manschi hat folgendes geschrieben::
Ein Kind nach dem anderen bekommen, ohne sich weiter Gedanken drber zu machen, wie man sie durchbringt, finde ich vllig daneben.

Dann msste man sehr vielen Leuten das Kinderkriegen verbieten.

Ich bin in dieser Frage fr "sollen sie doch, wenn sie wollen". Ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und persnliche Entfaltung steht fr mich hher als irgendwelche moralischen Bedenken.
Auch das Erbkrankheiten-Argument finde ich eher schwach. Dann msste der Staat auch alten Mttern und Erbkranken die Vermehrung untersagen.
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Dass Laien am Rechtsverkehr teilnehmen ist zwar rgerlich aber eben unvermeidbar. spraadhans (cave: Ironie)
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karli
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beitrge: 2440
Wohnort: Ronneburg

BeitragVerfasst am: 10.08.07, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versuch mir vorzustellen welchen Zweck das Gesetz erfllen soll. Frage
Der Gesetzgeber bestimmt, wer darf und wer nicht Geschockt Mit welcher Begrndung?
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Wir machen das mit den Fhnchen!
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 10.08.07, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Seine Wurzeln hat das Gesetz wohl in dem tradierten Tabu in Verbindung mit der neuzeitlicheren Erkenntnis, dass die Nachkommen inzestuser Verbindungen vermehrt zu Erberkrankungen neigen.
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manschi
Gast





BeitragVerfasst am: 10.08.07, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gammaflyer, der Prozentsatz behinderter Kinder bei sehr nahen Verwandten ist aber nicht mit dem von lteren Mttern oder Erberkrankungen zu vergleichen. Sieht man bei Tieren auch ziemlich genau, wann das Blut zu dicht beieinander ist. Ich wei Menschen sind keine Tiere, ist nur mal so ein Vergleich. Ich meine, der Gesetzgeber wird sich was bei gedacht haben Inzucht zu verbieten und ich find es in Ordnung-auch wenn man argumentieren kann sollen sie doch, wenn sie wollen.....

Gru Manuela
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 10.08.07, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

manschi hat folgendes geschrieben::
Hallo Gammaflyer, der Prozentsatz behinderter Kinder bei sehr nahen Verwandten ist aber nicht mit dem von lteren Mttern oder Erberkrankungen zu vergleichen.

Hinsichtlich der Mtter, ja. Aber wo wrden Sie dann die Grenze ziehen?
Bei Erberkrankungen kann es durchaus sein, dass die Wahrscheinlichkeit 100% betrgt, dass Nachkommen betroffen sein werden. Sollte der Staat hier verbieten drfen?
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manschi
Gast





BeitragVerfasst am: 10.08.07, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe da wahrscheinlich einfach schon zu viele Behinderte kennen gelernt, die aus sehr nahen Verwandtschaftlichen Verhltnissen enstammen, um das Thema mit Ihrer Sicht zu betrachten. Kann ich nicht so sehen und muss ich auch nicht weiter drber diskutieren und verabschiede mich an dieser Stelle.Nix fr Ungut.....

Gru Manuela
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 10.08.07, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wie Sie mchten...
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 11.03.08, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein neuer Bericht zu dem Thema --> www.spiegel.de/spiegel/0,1518,540272,00.html
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Mount'N'Update
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beitrge: 1177
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 11.03.08, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Redfox, ein sehr interessanter Bericht, der auch darlegt, warum der Inzest-Paragraph eigentlich entbehrlich wre.

Die Verbreitung von Erbkrankheiten kann es als Rechtfertigung dafr nicht sein, denn auch andere Verwandschaftsverhltnisse (Cousine/Cousin) knnten diese hervorrufen, fr Abhngigkeitsverhltnisse haben wir andere Paragraphen im StGB. Und wie ich mal gelesen habe, fielen (wohl bis 1975) auch Schwager und Schwiegermutter unter das Inzestverbot - trotz fehelenden Verwandschaftsverhltnisses.

Ich bin sehr gespannt, wie Karlsruhe entscheidet und wie immer noch mehr ber die Kommentare dazu. Sehr glcklich
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Ich habe zu diesem Thema vor 15 Jahren eine Langzeitstudie anfertigen lassen, die ist allerdings noch in Arbeit.
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 11.03.08, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Mount'N'Update hat folgendes geschrieben::
Ich bin sehr gespannt, wie Karlsruhe entscheidet und wie immer noch mehr ber die Kommentare dazu. Sehr glcklich

Iich auch, unter anderm aus diesem Grund:

Spiegel hat folgendes geschrieben::
... Der Fall von Susan K. und Patrick S. dagegen ist hierzulande einer der seltenen gerichtsnotorischen Flle von Geschwisterliebe ohne Missbrauchshintergrund.

Patrick S. kommt 1976 in Leipzig zur Welt, als zweites von fnf Kindern, Susan K. acht Jahre spter. Obwohl sie leibliche Geschwister sind, wachsen die beiden vllig getrennt voneinander auf. ...

Ohne die Strafanzeige eines Jugendamtes wre dieser Fall wohl nicht bis an das Bundesverfassungsgericht gelangt.
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 13.03.08, 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Es bleibt wie's ist:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,541179,00.html
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.03.08, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frag mich gerade, warum wandert eigentlich der Vater ein und nicht auch die Mutter.

Mit "Kindeswohl" kann das wohl eigentlich nichts zu tun haben. Dann wrde der Vater entweder gar nicht einwandern oder die beiden wrden abwechselnd sitzen...

Noch eine andere Frage. Wie beweist eigentlich ein Gericht, das ein Beischlaf stattgefunden hat?

Es knnte ja auch nur Blowjobs, Mastubation oder hnliches gewesen sein. Das Sperma hat sich "Frau" dann einfach mal so im nachhinein injeziert...

Der Beischlaf selbst bzw. welche sexuelle Technik ausgefhrt wurde drfte ohne Filmmaterial und freiwllige Aussage doch gar nicht zu beweisen sein und 173 StGB verbietet doch eigenltich nur den Beischlaf...
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...fleiig wie zwei Weibrote
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