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Advertiseman
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Anmeldungsdatum: 15.04.2007
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 15.04.07, 21:37    Titel: Email Markting Antworten mit Zitat

Neulich habe ich folgenden Artikel gelesen und mchten nun die Frage stellen, ob das Fazit des Artikels stimmt:

Rechtliches zum Thema SPAM:
Als E-Mail bezeichnet man den elektronischen Datenaustausch ber einen Diensteanbieter (Provider). Die Teilnehmer bentigen einen mit individueller Adresse ausgestatteten elektronischen Briefkasten (Mailbox), der Ihnen von einem Provider zur Verfgung gestellt wird. Dieser Provider unterhlt einen stndig erreichbaren Mail-Server. Der Absender einer Botschaft bermittelt sie elektronisch an seinen Anbieter. Dieser leitet sie an den Anbieter des Adressaten weiter. Bei ihm wird die Botschaft gespeichert. Der Adressat kann die ihm zugeordnete Mailbox dann abfragen und die an ihn gerichteten Mitteilungen entweder lschen oder auf seinen Rechner bertragen.
Die E-Mail eignet sich fr die massenhafte Versendung von Botschaften und damit insbesondere fr die Werbung. E-Mail-Werbung ist im Vergleich zu anderen Werbemitteln billiger, schneller, arbeitssparender und gezielter einsetzbar. berdies kann die Werbebotschaft unter Einsatz von Schrift und (bewegten) Bildern sowie Ton erfolgen. Dies macht dieses Medium fr die werbende Wirtschaft so interessant.
Ob E-Mail-Werbung gegen das Wettbewerbsrecht verstt ist einzelfallabhngig:
Die Fernabsatzrichtlinie vom 20.05.1997 stellt in Art. 10 II einen Mindeststandard auf. Danach drfen E-Mails nur dann zu kommerziellen Zwecken eingesetzt werden, wenn der Verbraucher sie nicht "offenkundig ablehnt". Somit ist unerbetene E-Mail-Werbung grundstzlich zulssig.
Allerdings lsst Art. 14 Satz 1 den Erlass und die Aufrechterhaltung strengerer Bestimmungen der Mitgliedstaaten zum Schutze der Verbraucher zu. Davon geht auch 2 Absatz Satz 3 FernAbsG aus. Zu beachten ist auch, dass die Fernabsatz-Richtlinie nur den Einsatz von E-Mails zum Erreichen eines Vertragsabschlusses, also keine bloen Werbe- und Informationsangaben erfasst.
Nach Art. 7 Absatz 1 der E-Commerce-Richtlinie, die neben der Fernabsatz-Richtlinie gilt, mssen die Mitgliedstaaten der EG die die nicht angeforderte kommerzielle Kommunikation mittels elektronischer Post zulassen, sicherstellen, dass solche kommerzielle Kommunikation beim Nutzer klar und unzweideutig als solche erkennbar sind. Auerdem mssen sie sicherstellen, dass Diensteanbieter, die nicht angeforderte kommerzielle Kommunikation durch elektronische Post bermitteln, regelmig sog. Robinson-Listen konsultieren und sie beachten.
Unverlangte E-Mail-Werbung kann wegen der damit verbundenen Belstigung des privaten Anschlussinhabers einen Eingriff in das allgemeine Persnlichkeitsrecht mit der Folge eines Unterlassungs- und ggf. Schadenersatzanspruchs nach 823 Absatz 1, 1004 BGB analog darstellen; doch wird man dies nur dann annehmen knnen, wenn der Werbende dieses Werbemittel wiederholt einsetzt.
Bei unverlangter E-Mail-Werbung gegenber gewerbetreibenden wird bereits die Tatbestandsmigkeit eines Eingriffs in der Regel zu verneinen sein.
Grundsatz: Die unverlangte, d.h. ohne das vorherige ausdrckliche oder stillschweigende Einverstndnis des Adressaten abgeschickte E-Mail-Werbung gegenber Verbrauchern (Privatpersonen) verstt gegen 1 UWG, weil sie zu einer unzumutbaren Belstigung des Verbrauchers fhrt. Die Unzumutbarkeit folgt zum einen aus dem Kostenaufwand (Telefonkosten plus Nutzungsgebhren) und zum anderen aus dem Aufwand an Mhe und Zeit, fr die Aussonderung unerbetener E-Mails. Zwar werden die E-Mails zunchst nur mit dem Absender und dem betreff angezeigt, so dass es der Empfnger in der Hand hat, ob er die eingegangenen Mitteilungen lschen oder auf seinen Rechner laden und lesen will. Letzteres bleibt ihm aber nicht erspart, wenn er nicht wei, mit welcher Art von Mitteilung er es zu tun hat. Dieser Aufwand wre wohl noch als zumutbare Belstigung hinzunehmen, wenn E-Mail-Werbung nur vereinzelt versandt werden wrde. Aufgrund der Eigenart dieses Werbemittels, mit geringem finanziellen Aufwand eine Vielzahl von Adressaten zu erreichen, ist aber zu befrchten, dass es bei der Gestattung der unverlangten Zusendung von E-Mails zu Werbezwecken zu einer berflutung der Anschlussinhaber mit Werbebotschaften kommt. Der Empfnger wre gezwungen, aus der Vielzahl der eingegangenen Sendungen die fr ihn wichtigen und erwnschten mit entsprechendem Zeit- und Arbeitsaufwand auszusondern.
Ausnahme: Eine andere Beurteilung unverlangter E-Mail-Werbung ist jedoch dann gegeben, wenn die Botschaft im "Subject" von vornherein klar und unzweideutig als Werbung gekennzeichnet ist und der Empfnger sie aufgrund dieser Kennzeichnung ohne weiteres lschen kann, ohne sie erst lesen zu mssen.
Gegenber gewerbetreibenden ist - ebenso wie bei der Telefon- und Telefaxwerbung - die E-Mail-Werbung weitergehend dann als zulssig anzusehen, wenn ein Einverstndnis des Adressaten vermutet werden kann. Es kann gengen, dass nach Art des Angebotes und Gewerbes des Empfngers ein Bedarf mglich erscheint. Doch bleibt die Entwicklung hier abzuwarten. Im brigen ist die Werbung bereits dann zulssig, wenn sie klar und unzweideutig als solche erkennbar ist.

Fazit:
Daraus ergibt sich eindeutig, das Sie an jeden, den Sie mchten, Ihre Werbung senden drfen, wenn Sie in der Betreffzeile als erstes schreiben Werbung: Damit kann man geltende Rechtsprechung umgehen und ist in jedem Fall auf der sicheren Seite.
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