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Privat Auto Restwertleasing

 
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dragp
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Anmeldungsdatum: 28.08.2007
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 28.08.07, 15:23    Titel: Privat Auto Restwertleasing Antworten mit Zitat

Hallo erst mal.


Wei jemand wie hoch das Risiko ist, das man das geleaste Auto wegen eines

sehr geringen Restwerts NICHT zurckbekommt?


Haben folgendes Angebot des (die Marke tut nichts zur Sache) als
PRIVATLEUTE unterschrieben:

LIstenpreis: 16.679,01

Leasingpreis 14.479,50

sowie sehr anstndige Anzahlung fr Altwagen und unbezahlte Extras


Leasing Sonderzahlung 8.339,50 Euro

zzgl. Leasingrate fr 30 Monate 151,50 sprich 4.545,- Euro

zzgl. Restwert 1.595,00.



Am Leasingende werden ca. 62.500 km gefahren worden sein.

Der "REALE" Restwert wird ganz sicher DEUTLICH ber dem Restwert laut

Leasingvertrag liegen.


Eine vorrangige Kaufoption fr uns (Leasingnehmer) sei UNMGLICH laut dem Verkufer.
Auerdem sei NUR ber Leasing solch ein Rabatt mglich und wir knnten das durch die verhinderte Barzahlung vorhanden Geld ja anlegen und fr uns arbeiten lassen.

1) Kann man das Verhandeln?

2) Doch Abzocke?

3) Alles ganz easy und geschftsblich, das der Leasingnehmer KEIN Recht auf den Eigentumswerwerb hat?


Vielen Dank fr Eure Rckmeldungen!


Peter
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nebelhoernchen
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 6900

BeitragVerfasst am: 28.08.07, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Vergessen Sie mal das Blabla vom Autoverkufer und lesen Sie den Leasingvertrag.

Beim Restwertleasing trgt der Kunde das Risiko, da das Fahrzeug zum Vertragsende noch einen bestimmten Restwert hat.
Fr Privatpersonen ist deshalb ein Kilometerleasingvertrag meist besser kalkulierbar.

Liegt der Restwert bei Vertragsende unter dem kalkulierten Wert, zahlt der Kunde die Differenz.
Liegt der Restwert bei Vertragsende ber dem kalkulierten Wert, mu der Leasinggeber dem Kunden die Differenz auszahlen.

Weiterhin hat der Kunde ein Vorkaufsrecht zum Vertragsende, das heisst, der Leasingnehmer kann das Fahrzeug zum kalkulierten Restwert ablsen, egal, was das Fahrzeug dann tatschlich wert sein sollte.

Grundstzlich kann man alles frei verhandeln. Und wenn nicht - es gibt viele nette Hndler und viele schne Autos. Winken
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Christoph
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 2674
Wohnort: Lpiland

BeitragVerfasst am: 01.09.07, 11:56    Titel: Re: Privat Auto Restwertleasing Antworten mit Zitat

dragp hat folgendes geschrieben::

Wei jemand wie hoch das Risiko ist, das man das geleaste Auto wegen eines
sehr geringen Restwerts NICHT zurckbekommt?


Sehr hoch. Wenn der Marktwert ber dem Restwert liegt, passiert folgendes:

Entwede wird das Auto zum Marktwert abzgl. einer etwaigen Mehrerlsbeteiligung an den Leasingnehmer verkauft oder das Auto wird zum Marktwert an einen Dritten verkauft. Die Mehrerlsbeteiligung wird dann an den Leasingnehmer erstattet.

Voraussetzung ist aber, da der Leasingvertrag auch eine Regelung ber eine Mehrerlsbeteiligung enthlt. Kann sein, mu aber nicht !!!

dragp hat folgendes geschrieben::

Eine vorrangige Kaufoption fr uns (Leasingnehmer) sei UNMGLICH laut dem Verkufer.
Auerdem sei NUR ber Leasing solch ein Rabatt mglich und wir knnten das durch die verhinderte Barzahlung vorhanden Geld ja anlegen und fr uns arbeiten lassen.


Korrekt, beim Restwert oder Kilometerleasing gibt es keine Kaufoption.

dragp hat folgendes geschrieben::

1) Kann man das Verhandeln?


Sicher, wird aber nichts bringen.

dragp hat folgendes geschrieben::

2) Doch Abzocke?


Nein, so sind Leasingvertrge nun einmal.

dragp hat folgendes geschrieben::

3) Alles ganz easy und geschftsblich, das der Leasingnehmer KEIN Recht auf den Eigentumswerwerb hat?


Auch korrekt. Bei keiner Leasingvertragsform gibt es das RECHT auf Eigentumserwerb. Das Immobilienleasing jetzt mal auen vor gelassen.
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Christoph
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 2674
Wohnort: Lpiland

BeitragVerfasst am: 01.09.07, 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

nebelhoernchen hat folgendes geschrieben::


Weiterhin hat der Kunde ein Vorkaufsrecht zum Vertragsende, das heisst, der Leasingnehmer kann das Fahrzeug zum kalkulierten Restwert ablsen, egal, was das Fahrzeug dann tatschlich wert sein sollte.



Falsch, und das solltest Du eigentlich wissen.

Der LN hat nur die Pflicht zum Restwert zu kaufen, aber NIEMALS das Recht. Die Pflicht wird von der LG dann in Anspruch genommen, wenn der Marktwerter unter dem Restwert liegt.
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nebelhoernchen
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 6900

BeitragVerfasst am: 01.09.07, 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Christoph hat folgendes geschrieben::
nebelhoernchen hat folgendes geschrieben::


Weiterhin hat der Kunde ein Vorkaufsrecht zum Vertragsende, das heisst, der Leasingnehmer kann das Fahrzeug zum kalkulierten Restwert ablsen, egal, was das Fahrzeug dann tatschlich wert sein sollte.



Falsch, und das solltest Du eigentlich wissen.

Der LN hat nur die Pflicht zum Restwert zu kaufen, aber NIEMALS das Recht. Die Pflicht wird von der LG dann in Anspruch genommen, wenn der Marktwerter unter dem Restwert liegt.

Ja, ich weiss es zufllig, da ich einige Leasingvertrge bei verschiedenen Leasinggesellschaften abgeschlossen habe (Fahrzeuge, EDV-Hardware, Fotokopierer, Brombel usw.), die alle eines gemeinsam haben: Die Laufzeiten der Leasingvertrge orientieren sich an den steuerlich mglichen krzesten Abschreibungsfristen. Die Leasingraten sind so gewhlt, dass der Restwert bei Vertragsende jeweils so niedrig wie mglich ist und im Idealfall 1,- betrgt. Und, ich habe in jedem Fall als Leasingnehmer ein Vorkaufsrecht zum Vertragsende.

Und seit wann soll Verhandeln "nichts bringen"? Ist doch der Lieblingssport unter Kaufleuten ... Mit den Augen rollen
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Christoph
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 2674
Wohnort: Lpiland

BeitragVerfasst am: 02.09.07, 09:24    Titel: Antworten mit Zitat

Es mag sein, da es LG gibt, die es so handhaben, aber es ist nicht leasingtypisch. Wobei aber schon die Vertragsart entscheidend ist. Bestimmte wie die von Dir aufgezhlte Objekte werden gern ber Vollamortisation geleast. Es bleibt also kein Restwert mehr offen. Das bedeutet aber keinesfalls, was viele aber denken, da nach Ablauf des VA-Vertrages das Objekt automatisch dem LN gehrt, weil er ja alles bezahlt hat !!!

Bei den VA-Vertrgen hat der LN eine Kaufoption, sogesehen schon ein Vorkaufsrecht, aber nur bei VA-Vertrgen und nicht bei Restwertvertrgen.

Die Kaufoption bezieht sich entweder auf den Restbuchwert oder auf den niedrigeren gemeinen Zeitwert. Luft der VA-Vertrag also auf 90 % der AFA-Zeit, was er maximal darf, so betrgt der Buchwert 10 % und somit ist dies der Kaufpreis. Liegt der Zeitwert aber darunter, was im Nomalfall bei Hardware, Druckern, Kopierern und hnlichem Zeugs der Fall sein drfte, liegt der Kaufpreis entsprechend niedriger. Meistens wird dann noch eine oder zwei Raten als Kaufpreis genommen.

Ich wei wovon ich rede, denn ich arbeite seit annhernd 14 Jahren in der Leasingbranche Verlegen
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nebelhoernchen
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Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 6900

BeitragVerfasst am: 02.09.07, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Christoph hat folgendes geschrieben::
Das bedeutet aber keinesfalls, was viele aber denken, da nach Ablauf des VA-Vertrages das Objekt automatisch dem LN gehrt, weil er ja alles bezahlt hat !!!

Das habe ich aber auch zu keiner Zeit behauptet. Ich habe vielmehr von der Option der bernahme (= Kauf!) des Leasingobjekts nach Ablauf des Leasingvertrages durch den Leasingnehmer gesprochen.

Die Option, dass ich das darf (= Vorkaufsrecht) wrde ich als Leasingnehmer immer mit in den Leasingvertrag aufnehmen lassen, wenn es nicht sowieso bereits drinsteht. Ich habe bisher noch nicht einen Leasinggeber gesehen, der sich dagegen gestrubt htte, und wenn doch, dann gibt es immer noch die Verhandlungsoption inkl. dem Hinweis, dass es in D ziemlich viele Leasinggesellschaften gibt.

Es macht fr einen Leasingnehmer keinen Sinn, einen Fotokopierer, der 10.000 gekostet hat und ber 36 Monate Vollarmortisation geleast wurde, nach 36 Monaten an den Leasinggeber zurckzugeben, weil so ein Gert bei entsprechender Wartung auch 10 Jahre hlt, und er sich so bereits nach 36 Monaten ein neues Gert anschaffen msste. Weiterhin kenne ich auch kaum einen Leasinggeber, der sich um einen gebrauchten Fotokopierer schlagen wrde, von daher kommt es nach Ablauf der 36 Monate zu einem Kaufvertrag ber meinetwegen 247,43 Restwert und der Fotokopierer bleibt da, wo er ist.

Um mal bei dem Beispiel des Threaderstellers zu bleiben: Er mchte einen Neuwagen im Wert von 16.700 kuflich erwerben und abzglich Rabatt und einer Anzahlung nur rund 6.000 (inkl. Restwert) davon finanzieren. Ich kenne kaum eine Bank, die das nicht sofort machen wrde, egal ob klassische Finanzierung oder Leasing. Der Mann ist berhaupt nicht auf die Hausbank- bzw. Leasinggesellschaft des Fahrzeugherstellers angewiesen, wenn die ihm unangemessene Bedingungen aufdiktieren wollte.
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