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Einkommen vor gericht

 
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tiiquu
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 25.10.2007
Beitrge: 18

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 14:27    Titel: Einkommen vor gericht Antworten mit Zitat

hallo!

ich wollte mal wissen wie es mit den persnlichkeitsrechten vor gericht aussieht!?
viele prozesse sind ja ffentlich..
wie kann es sein das man sehr intime fragen dort ffentlich beantworten mu?
beispielsweise wird man ja oft nach dem beruf gefragt?
tut doch normal noch nichtmal was zur sache was einer fr einen beruf hat, vor gericht sind doch alle gleich!?
dann mu man ja sogar oft noch angeben was man verdient!?
finde ich ganz schn heftig das man das da ffentlich kund tun mu.
wenn dies dann nachher erforderlich ist (wegen tagesstzen) kann man das ja dann auch in geschlossenem rahmen in erfahrung bringen, ihn vorher eine art formular ausfllen lassen mit solchen privaten angaben oder was auch immer.
ich sehe da wenig sinn drin dies ffentlich kund zu tun, einiges wie zb den beruf finde ich ganz fehl am platz.
es soll leute geben die erzhlen nichtmal ihrem lebensgefhrten was sie verdienen.
wie heit es doch so schn "ber geld spricht man nicht".
dies dann vor 20-50 mann zu besprechen find ich schon ganz schn happig.
kann ich solche aussagen grundstzlich verweigern?
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jurico
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beitrge: 6123
Wohnort: Chemnitz

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 22:54    Titel: Re: Einkommen vor gericht Antworten mit Zitat

tiiquu hat folgendes geschrieben::
dann mu man ja sogar oft noch angeben was man verdient!?

Irrtum; das gehrt nicht zu den so genannten persnlichen Verhltnissen (Personalien), sondern zur Sache, weil es sich auf die Hhe der (Geld-)Strafe auswirkt. Hier kann der Delinquent von seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Notfalls schtzt das Gericht das Einkommen. Und die Schtzung kann hher ausfallen als der tatschliche Verdienst. Winken
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J.A.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.12.2004
Beitrge: 3365
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Und die Angabe des Berufs gehrt zu den Angaben zur Person und darf deshalb nicht verweigert werden.

Wenn man nicht in die Situation kommen mchte, seinen Beruf vor Gericht nennen zu mssen, gibt es in der Regel ein einfaches Mittel: keine Straftaten begehen... Sehr glcklich

Zitat:
beruf finde ich ganz fehl am platz.


Auch die (berufliche) Bildung kann (in gewissem Umfang) in die Strafzumessung einfliessen. und daher wichtig sein.

Weiterhin kann es auch fr den Tatbestand an sich relevant sein: Vorgesetztenverhltnis / Untergebenenverhltnis
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mit frdl. Gren

J.A.
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Justizstilblten:"Die Reifeverzgerung des Angeklagten ist so gro, dass er einem Jugendrichter
gleichzustellen ist".
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tiiquu
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 25.10.2007
Beitrge: 18

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 05:58    Titel: Antworten mit Zitat

man wird doch aber zu tagesstzen verurteilt und nicht zu einer geldstrafe soweit ich wei...
von daher wre ja das einkommen zumindest erstmal unerheblich..

das der beruf da doch irgendwie wichtig wird drfe aber die grooooe ausnahme bleiben und nur in sehr speziellen fllen eine relefanz haben.
auerdem wiederspricht deine ausfhrung etwas meinem verstndniss von "vor gericht sind alle gleich".

sowas setzt doch doch den grundstein fr eine, wenn auch nur unbewute, beeinflussung.
das man zb einen arzt oder anwalt anders behandelt als einen alg2 empfnger..
und das soll ja nicht so sein, nicht wahr. oder?

Zitat:
Wenn man nicht in die Situation kommen mchte, seinen Beruf vor Gericht nennen zu mssen, gibt es in der Regel ein einfaches Mittel: keine Straftaten begehen.

es soll auch schon der ein oder andere vor gereicht gestanden haben ohne ne straftat begangen zu haben herr rosarot.
zumal ja hier zulande, soweit ich wei, auch noch die unschuldsvermutung gilt.
somit ist jeder dem die frage gestellt wird zu diesem zeitpunkt noch unbescholten..
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Bob Loblaw
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.06.2007
Beitrge: 1258

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 06:12    Titel: Antworten mit Zitat

tiiquu hat folgendes geschrieben::
man wird doch aber zu tagesstzen verurteilt und nicht zu einer geldstrafe soweit ich wei...
von daher wre ja das einkommen zumindest erstmal unerheblich..


Nein, da die Hhe der Tagesstze vom Einkommen abhngen.

Zitat:

das man zb einen arzt oder anwalt anders behandelt als einen alg2 empfnger..
und das soll ja nicht so sein, nicht wahr. oder?


Auch wenn das mancher ALG II Empfnger vielleicht anders sieht aber ALG2 Empfnger ist kein Beruf. Im brigen kann der Beruf/Bildung schon Auswirkungen auf die Beurteilung des Sachverhaltes haben.
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gotto
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beitrge: 1802
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 06:14    Titel: Antworten mit Zitat

tiiquu hat folgendes geschrieben::
man wird doch aber zu tagesstzen verurteilt und nicht zu einer geldstrafe soweit ich wei...
von daher wre ja das einkommen zumindest erstmal unerheblich..


Im Urteil wird aber auch die Hhe eines Tagessatzes festgesetzt. Und dafr ist das Einkommen dann doch wieder entscheidend...

tiiquu hat folgendes geschrieben::
das der beruf da doch irgendwie wichtig wird drfe aber die grooooe ausnahme bleiben und nur in sehr speziellen fllen eine relefanz haben.
auerdem wiederspricht deine ausfhrung etwas meinem verstndniss von "vor gericht sind alle gleich".


Warum? Da vor Gericht alle gleich sind, mssen auch alle Angaben zu ihrem Beruf machen...

tiiquu hat folgendes geschrieben::
sowas setzt doch doch den grundstein fr eine, wenn auch nur unbewute, beeinflussung.
das man zb einen arzt oder anwalt anders behandelt als einen alg2 empfnger..
und das soll ja nicht so sein, nicht wahr. oder?


Doch, genau das soll sein! Denn bei der Strafzumessung kann unter Umstnden der Bildungsstand sehr entscheidend sein.
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J_Denver
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 06:52    Titel: Antworten mit Zitat

J.A. hat folgendes geschrieben::


Wenn man nicht in die Situation kommen mchte, seinen Beruf vor Gericht nennen zu mssen, gibt es in der Regel ein einfaches Mittel: keine Straftaten begehen... Sehr glcklich

[


das ist nun ziemlich daneben. gelegentlich soll es vorkommen, dass auch unschuldige vor gericht stehen.
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J.A.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.12.2004
Beitrge: 3365
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Na, gut. Ich korrigiere mich dahingehend, dass es nur risikominimierend hinsichtlich der Berufsnennung vor Gericht ist, wenn man keine Straftaten begeht. Auch wenn man keine begeht, kann man in diese miliche Lage kommen.
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