Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - Darf ein Nationalspieler sich als Antisemit outen?
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Darf ein Nationalspieler sich als Antisemit outen?
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Recht und Politik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
manschi
Gast





BeitragVerfasst am: 11.10.07, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist der Punkt.
Ich htte Verstndnis fr Alle.
Fr den Deutschen, der nicht gegen den Iran spielen will, weil er es Schei findet, dass dort in Fuballstadien stndig ffentliche Hinrichtungen statt finden!
Fr den Chinesen, der nicht mehr gegen Deutschland spielen mchte, weil der Dalai Lama von Frau Merkel per Handschlag begrt wurde!
Fr den Afrikaner, der nicht gegen die USA spielen mchte, weil einer seiner Vorfahren versklavt wurde!
Fr den Amerikaner, der nicht gegen Mexiko spielen mchte, weil er seinen mexikanischen Schwager nicht leiden kann und Famlilienkrach befrchtet!
usw.usw.usw.

Frau Knobloch vom Zentralrat der Juden nervt mich(genau wie ihre Vognger ) auch oft mit ihrem " Ihr seid so bse gewesen-vergesst das nicht" Geleier, aber in einem Punkt hat sie Recht: Es sollte die Sportlichkeit an erster Stelle stehen! Die Sache htte man wirklich eleganter lsen knnen und warum die Presse so schnell Wind davon bekommen hat, finde ich auch ein Ding.............

Gru Manuela
Nach oben
syn
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 06:41    Titel: Antworten mit Zitat

Also mich reprsentiert in erster Linie der Bundesprsident und die Regierung (selbst hier habe ich bei manchen meine Probleme). Sportler spielen fr Deutschland. Sie haben, anders als die Politiker, keinen Auftrag von mir oder vom Volk, mich/uns zu reprsentieren.

Wenn sich ein Fuballspieler daneben benimmt, fllt es in erster Linie auf den Verband zurck. Wenn Schumi sich daneben benimmt, fllt es auf seinen Sponsor, oder wie man den bezeichnen mag, zurck. So wie bei Eva Herman, da hat der Sender reagiert, weil es auf ihn zurckfllt.

Es gibt kein Land in dem keine rassistischen Bemerkungen fallen bzw. Rassismus vorkommt. Selbst in Israel, einem Volk, das Rassismus auf schmerzliche Weise erfahren hat, findet dieser statt.
Uri Davis hat dazu in einem Interview folgendes gesagt:
"Israel ist wohl das einzige Land der Welt, in dem der Rassismus Aufnahme in das Rechtssystem gefunden hat. Israel ist ein Apartheidsstaat."

Dieses Jahr hat die neu ernannte Ministerin (inzwischen zurckgetreten wg. geflschtem Lebenslauf) in Israel folgenden Spruch losgelassen:
Araber sind die Pest

Wenn der Zentralrat der Juden in der BRD hier mal wieder aufschreit, betrachte ich das als eine Heuchelei. Im umgekehrten Fall wrde man um Verstndnis bitten.
Aber mit uns Deutschen kann man das ja machen. Wir zucken doch gleich ngstlich zusammen, wenn der ZdJ uns daran erinnert, dass mal wieder Unrecht gegen Juden geschieht und wenn sich Stimmen gegen das Vorgehen Israels an Palstinensern erheben, dann ist ja wohl klar: Die Deutschen waren und sind antisemitisch.

Und wenn einer mal eine antisemitische Bemerkung macht, dann werden wir auch gleich in einen Topf geworfen.

Ich empfinde groe Trauer an dem was in Nazi-Deutschland passiert ist, bin aber gleichzeitig der Meinung, dass das Geschehene das Volk nicht dazu legitimiert, jetzt auch Unrecht zu begehen. Kritik ist hier durchaus angebracht.

Ich habe aus der Geschichte gelernt und bin im Bezug auf Rassismus sensibilisiert und gehe in Rahmen meiner Mglichkeiten dagegen vor. Kann das der ZdJ oder Israel von sich auch behaupten?

Und jetzt zum Dejagah.

Ich mchte denjenigen Spieler sehen, dessen Familienmitglied(er) entfhrt wird und ihm gedroht wird, diesen umzubringen bzw. fr Jahre einsperren, wenn er z. B. gegen USA spielt. Wre hier das Geschrei und Unverstndnis auch so gro?

Es leben genug Menschen unter uns, die sich vor dem Unrechtregime und ihren Schergen in Todesangst verstecken.

Andreas Httig hat folgendes geschrieben::
Ist die Stimmung in Deutschland bzgl. Island gut, aber ein einzelner tierlieber Nationalspieler ist gegen das Robben abschlachten, so hat er entweder reprsentativ (Stimmung gut) gegen Island zu spielen oder die Nationalmannschaft zu verlassen.

Also wer so denkt, der hat Demokratie nicht begriffen und nichts aus der Geschichte gelernt.

Ich persnlich wrde vor so einem groen Respekt haben.

Gru
syn
_________________
"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, da Menschen leben auf Erden."
Kant

"Ich wei, dass ich nichts wei" sokrates
geht mir auch so Geschockt
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
SpecialAgentCooper
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beitrge: 3296

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::
Andreas Httig hat folgendes geschrieben::
Ist die Stimmung in Deutschland bzgl. Island gut, aber ein einzelner tierlieber Nationalspieler ist gegen das Robben abschlachten, so hat er entweder reprsentativ (Stimmung gut) gegen Island zu spielen oder die Nationalmannschaft zu verlassen.

Also wer so denkt, der hat Demokratie nicht begriffen und nichts aus der Geschichte gelernt.


Diese Schlufolgerung drngt sich nicht unbedingt auf.
Man wird Herrn Httig schon zugestehen men, dass auch eine reine Representanz-Funktion einer Nationalmannschaft denkbar ist. Nicht anders funktionieren Teams aus vielen Staaten.
Ob dies fr die Vertretung einer offenen, zum eigenstndigen Denken und ethischen Handeln werbende Gesellschaft wnschenswert wre ist erst die nchste Frage, deren Antwort aber nicht schwer fallen drfte.
_________________
Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank! (Luis B.)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Andreas Httig
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beitrge: 899

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nur jetzt mal gesetz den Fall, das eine Nationalmannschaft auf absolut persnliche Vorlieben Rcksicht nehmen wrde, was wrde die Nationalmannschaft wohl machen, wenn beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Trkei Torhter 1 sagt "gegen die Spiel ich nicht, die halten einen armen unschuldigen deutschen Jugendlichen immernoch in "Untersuchungshaft"", Torhter 2 sagt "gegen die Spiel ich nicht, die haben jede Menge Menschenrechtsverletzungen im System" und Torhter 3 (Israelischer Abstammung) sagt "Trken sind Araber und Araber sind die Pest...gegen die Spiel ich nicht"? (haben wir mehr als 3 Torhter? Ich hoffe nicht. Falls doch, denke man sich, das die weiteren auch mit hnlichen Aussagen das spielen verweigern)
Stellen wir dann Bierhoff ins Tor? Oder sagen wir das Spiel aus Torhtermangel ab?
Was wenn mit hnlichen Begrndungen (Menschenrechtsverletzungen auf Guantanamo, Wahlbetrug von Bush, Versklavung von Afrikanern etc...) 5 Spieler gegen die USA absagen? Htte das kein politisches Nachspiel?

[Edit] Und die Vorstellung, das eine grobe Verfehlung der Nationalmannschaft nur auf den DFB zurckfllt und dann in England nicht die Schlagzeilen "Deutsche knnen sich nicht benehmen" (natrlich auf englisch) oder so erscheint, halte ich fr uerst naiv.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
SpecialAgentCooper
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beitrge: 3296

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Es kme wohl auf den speziellen Anlass an und im Mannschaftssport wird der Verband wohl zu Recht auf Geschlossenheit drngen drfen. Politischer Boykott ist aber vermutlich nicht das Motiv im Fall Dejagah.

Generelle Bedenken htte ich aber nicht, schlielich dienen Lnderspiele oder hnliche renommierte Sporterantaltungen oft genug totalitren Regimen als mediales Feigenblatt. Olympia 1936 und 1980 seien nur als Beispiel genannt. Man spielt eben nicht mit den Schmuddelkindern.
_________________
Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank! (Luis B.)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Andreas Httig
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beitrge: 899

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
Es kme wohl auf den speziellen Anlass an und im Mannschaftssport wird der Verband wohl zu Recht auf Geschlossenheit drngen drfen. Politischer Boykott ist aber vermutlich nicht das Motiv im Fall Dejagah.

Ob es politischer Boykott ist oder schlicht Erpressung ist dabei relativ egal. Wenn das "Motiv" der Weigerung dauerhaft ist (also kein Krankheits, Todes- oder Geburtsfall o.., die ja im allgemeinen einmalig bzw. temporr einmalig sein sollten), kann das dazu fhren, das z.B. die drei deutsch-iranischen Torhter gegen den Iran absagen und dann der Iran wegen Druckmitteln das WM-Qualifikationsspiel gewinnt (da Deutschland ohne Torhter nicht antritt).

Zitat:
Generelle Bedenken htte ich aber nicht, schlielich dienen Lnderspiele oder hnliche renommierte Sporterantaltungen oft genug totalitren Regimen als mediales Feigenblatt. Olympia 1936 und 1980 seien nur als Beispiel genannt. Man spielt eben nicht mit den Schmuddelkindern.

Das sollte dann aber die Mannschaft geschlossen und reprsentativ fr das Land, das sie vertreten (was in den genannten Fllen ja auch zur Genge getant wurde).
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
G4711
Gast





BeitragVerfasst am: 12.10.07, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
Es kme wohl auf den speziellen Anlass an und im Mannschaftssport wird der Verband wohl zu Recht auf Geschlossenheit drngen drfen. Politischer Boykott ist aber vermutlich nicht das Motiv im Fall Dejagah.
Nein, natrlich nicht, er sttzt nur die iranische Doktrin
Die WELT im Onlineauftritt gestern hat folgendes geschrieben::
Seit 1979 lehnt es der Iran ab, Israel anzuerkennen und verbietet seinen Brgern die Einreise sowie den sportlichen Wettkampf. Das Verbot wurde von den Sportverbnden in den vergangenen 28 Jahren strikt umgesetzt.


SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
Generelle Bedenken htte ich aber nicht, schlielich dienen Lnderspiele oder hnliche renommierte Sporterantaltungen oft genug totalitren Regimen als mediales Feigenblatt.
Nicht nur die Spiele, auch die Verweigerung....
Die WELT ebenda hat folgendes geschrieben::
Im Iran selbst war Dejagahs Absage ein zentrales Thema in den Medien. Die Sportzeitung "Goal" bezeichnete die Entscheidung als "heroisch und meisterlich". ... Irans staatliches Fernsehen bezeichnete Dejagahs Absage als "ehrenvolles Verhalten".

SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
Man spielt eben nicht mit den Schmuddelkindern.
Genau, und konsequenterweise spielt man eben nicht in Israel.... es ist ja nun nicht so, als wenn insbesodere der Sport die Gelegenheit bte gegenseitige Vorurteile abzubauen und Vlkerverstndigung voranzutreiben...

Vielleicht ein wenig OT, aber ich war vor ein paar Jahrzehnten mal einigermaen sportlich, und ein paar mal durfte ich in der Landesauswahl mit Landeswappen und schwarzrotgold auch internationales Parkett betreten.... es war gigantisch, toll... und "ehrenhaft". Es waren nicht nur die sportlichen Erfolge, nein, es war eine Ehre fr mein Land ausgewhlt worden zu sein und dieses international vertreten zu drfen. Wenn ich dieser Ehre mich nicht wrdig erwiesen htte, htte ich gewusst wie ich mich zu verhalten htte (bzw ich htte den Riesenfu meines Trainers bis zum Knchel in meinem Anus gesprt). Mit den Augen rollen
Nach oben
SpecialAgentCooper
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beitrge: 3296

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Torhterproblem haben wir in Toitschland ja wenigstens nicht. Aber wo ist das Problem, wenn aus solchen Grnden dann der Iran gewnne?
Die richtige Antwort msste doch wohl eigentlich sein, dass Staatenmit solchen Regelungen wie der Iran sie besitzt eben ausgeschlossen werden. Natrlich widerspricht dass den wirtschaftlichen Interessen der FIFA, aber ob das wirklich wichtig ist fr interkulturellen Austausch?
Unwrdiges Verhalten Dejagahs vermag ich nicht zu erkennen. Weswegen wurden denn nicht die Bayern-Verantwortlichen an den medialen Pranger gestellt, als Hashemian sich angeblich die Ohren gebrochen hatte? Klingt mir verdammt nach Doppelmoral.
_________________
Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank! (Luis B.)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
SpecialAgentCooper
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beitrge: 3296

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Momang, und ein habbich noch:
Die Annahme, es liege eine generelle Weigerung des Spielers fr sein Land zu spielen vor, scheint mir auch etwas berzogen. Nicht mal gegen die Kskppe als direkte Nachbarn spielen wir alle sechs Monate.
Einen Spieler und dessen in einer derartigen, nicht vercshuldeten Notlage zu schtzen ist m. E. wohl auch wichtiger als bei einer Geburt oder einer Beerdigung dabei zu sein. Mglich sollte natrlich alles sein. Oder meinetwegen eben gar nichts.
_________________
Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank! (Luis B.)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
syn
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 12.10.07, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Exrichter hat folgendes geschrieben::
SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
Es kme wohl auf den speziellen Anlass an und im Mannschaftssport wird der Verband wohl zu Recht auf Geschlossenheit drngen drfen. Politischer Boykott ist aber vermutlich nicht das Motiv im Fall Dejagah.
Nein, natrlich nicht, er sttzt nur die iranische Doktrin


Den von mir fett-markierten Satz bitte umgehend an die deutsche Wirtschaft und die dt. Regierung weiterreichen.

Ich muss jetzt zwar weg, aber das konnte ich mir doch nicht verkneiffen schnell zu sagen. Winken

Gru
syn
_________________
"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, da Menschen leben auf Erden."
Kant

"Ich wei, dass ich nichts wei" sokrates
geht mir auch so Geschockt
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
syn
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 13.10.07, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas Httig hat folgendes geschrieben::
Nur jetzt mal gesetz den Fall, das eine Nationalmannschaft auf absolut persnliche Vorlieben Rcksicht nehmen wrde, was wrde die Nationalmannschaft wohl machen, wenn beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Trkei Torhter 1 sagt "gegen die Spiel ich nicht, die halten einen armen unschuldigen deutschen Jugendlichen immernoch in "Untersuchungshaft"", Torhter 2 sagt "gegen die Spiel ich nicht, die haben jede Menge Menschenrechtsverletzungen im System" und Torhter 3 (Israelischer Abstammung) sagt "Trken sind Araber und Araber sind die Pest...gegen die Spiel ich nicht"? (haben wir mehr als 3 Torhter? Ich hoffe nicht. Falls doch, denke man sich, das die weiteren auch mit hnlichen Aussagen das spielen verweigern)
Stellen wir dann Bierhoff ins Tor? Oder sagen wir das Spiel aus Torhtermangel ab?
Was wenn mit hnlichen Begrndungen (Menschenrechtsverletzungen auf Guantanamo, Wahlbetrug von Bush, Versklavung von Afrikanern etc...) 5 Spieler gegen die USA absagen? Htte das kein politisches Nachspiel?

Sind das Wahrscheinlichkeitsvermutungen: Was wre wenn?

Also politische Aktivisten sind mir beim Fuball noch nicht aufgefallen.
Sportler interessiert es in erster Linie Spielen und Gewinnen. Bei Profis kommt noch die Frage des Geldes hinzu, da es ihre Existenz bedeutet. Folglich wird kein Spieler das unbedacht aufs Spiel setzen, auch wenn er vielleicht tatschlich politische Bedenken hat.

Das drfte bei Dejagah wohl nicht anders sein. Allerdings ist hier jetzt ein Ausnahmefall eingetreten, der ihn zu einem Handeln zwingt, den, nehme ich stark an, er gerne vermieden htte.

Ich habe selber mal in einem Team gespielt. Fr mich bedeutet das Wort folgendes: einer fr alle, alle fr einen (eben wie die Musketiere Cool ) . Das vermisse ich hier. Ein Spieler gert in Gewissensnot und wird alleine mit seiner Not gelassen und was noch schlimmer ist, werden seine Motive als politisch hingestellt.

Sicher hat er auf Grund seiner Abstammung auch antisemitische Wurzeln, doch ich glaube nicht, dass das ihn dazu bewogen hat, das Spiel in Israel abzusagen. Auch er ist ein Sportler, der Spielen und Gewinnen mchte und vor allem seine sichere Existenz nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen wrde.

Anscheinend verlangt man Teamgeist nur von Spielern. Zum Team gehrt aber auch noch der Tross (Trainer, Verband etc.) und dieser hat hier versagt.

Auch bei dem Boykott der olympischen Spiele in Moskau waren viele Sportler erbost, denn fr sie war klar, dass das wahrscheinlich (altersbedingt) ihre letzte Chance war, eine Medaille zu holen. Politische Aspekte waren in dem Moment egal.

Exrichter hat folgendes geschrieben::
Vielleicht ein wenig OT, aber ich war vor ein paar Jahrzehnten mal einigermaen sportlich, und ein paar mal durfte ich in der Landesauswahl mit Landeswappen und schwarzrotgold auch internationales Parkett betreten.... es war gigantisch, toll... und "ehrenhaft". Es waren nicht nur die sportlichen Erfolge, nein, es war eine Ehre fr mein Land ausgewhlt worden zu sein und dieses international vertreten zu drfen.
Schn und gut Exrichter, Ihre Motive in Ehren, wenn man deutsche Wurzeln hat. Aber bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen und sehen wir einfach, dass viele Fuballspieler diese Wurzeln nicht haben, auch wenn sie einen deutschen Pass besitzen.

Herr Podolski kann noch nicht mal die deutsche Nationalhymne. Ich bin mir aber sicher, dass er letztes Jahr bei der WM die polnische im Geiste mitgesungen hat. Winken

Allerdings gab es einige Spieler mit deutschen Wurzeln, die die Nationalhymne auch nicht knnen, aber trotzdem so taten als wenn sie mitsingen.
War ja auch schlielich ein Novum, dass diese Hymne auf einmal so gefragt war. Cool

Exrichter hat folgendes geschrieben::
SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
Es kme wohl auf den speziellen Anlass an und im Mannschaftssport wird der Verband wohl zu Recht auf Geschlossenheit drngen drfen. Politischer Boykott ist aber vermutlich nicht das Motiv im Fall Dejagah.

Nein, natrlich nicht, er sttzt nur die iranische Doktrin

Ich habe darauf zwar schon reagiert, aber hier noch mal eine Meinung von einem Betroffenen des Moskau-Boykotts, Dr. Klaus Steinbach, NOK-Prsident, der anscheinen die gleiche Meinung wie ich vertritt:
Zitat:
Spitz: Konnten Sie damals ein gewisses Verstndnis dafr aufbringen, dass die Politik so entschieden hat und danach auch das NOK?
Steinbach: Ich htte politisches Verstndnis dafr gehabt, wenn alle Bereiche der Gesellschaft konsequent den Boykott vollzogen htten, also auch Wirtschaft und Politik. Wenn wir als deutsche Nation gemeinsam mit anderen Lndern sagen, wir beenden die zur Zeit bestehenden Beziehungen auf allen Ebenen und wollen dadurch auch einen entsprechenden Druck aufbauen, dann ist der Sport ein Baustein in diesem System.
Quelle

So ist das nun mal: der Knig mu berleben, die Knigin geschtzt werden, geopfert werden die Bauer.
Die Bauer mssen Teamgeist haben, opferbereit sein, politisch denken oder auch nicht (je nachdem, was angesagt ist) etc.

Gru
syn
_________________
"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, da Menschen leben auf Erden."
Kant

"Ich wei, dass ich nichts wei" sokrates
geht mir auch so Geschockt
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
windalf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 13.10.07, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

In jedem Falle wrde ich die WM 2014 jetzt gerne in Isreal sehen...

Weiter wrde ich dann vorschlagen im Sinne eines Kennenlernens ohne Qualifkation Israel, Saudi-Arabien, Trkei und Iran in eine Gruppe zu stecken. Eine Mannschaft die dann nicht teilnimmt wird automatisch auf alle Zeit von der internationalen Bhne des Fussballs gestrichen. Fertig aus...
_________________
...fleiig wie zwei Weibrote
0x2B | ~0x2B
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
manschi
Gast





BeitragVerfasst am: 13.10.07, 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

So einfach knnte es sein, wenn der windalf was zu sagen htte................... Lachen
Das knnte man auch in vielen anderen Bereichen des Lebens vollziehen.

Gre Manuela und kannst wohl nicht schlafen, was?
Nach oben
flokon
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.01.2007
Beitrge: 1569
Wohnort: Witten/Ruhr

BeitragVerfasst am: 13.10.07, 06:54    Titel: Antworten mit Zitat

windalf hat folgendes geschrieben::
In jedem Falle wrde ich die WM 2014 jetzt gerne in Isreal sehen...

Weiter wrde ich dann vorschlagen im Sinne eines Kennenlernens ohne Qualifkation Israel, Saudi-Arabien, Trkei und Iran in eine Gruppe zu stecken. Eine Mannschaft die dann nicht teilnimmt wird automatisch auf alle Zeit von der internationalen Bhne des Fussballs gestrichen. Fertig aus...


Und ich bin fr Europa Meisterschaften mit Lndern in Europa und Asien Meisterschaften mit Lndern in Asien.....
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Recht und Politik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 4 von 5

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.