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Vorabaustausch

 
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quetschwallze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 09.11.2007
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 07:46    Titel: Vorabaustausch Antworten mit Zitat

Hallo!

Kunde A hat bei Einzelhndler B eine Grafikkarte erworben. Diese geht ca. 8 Monate nach Kauf kaputt. Kunde A geht zum Hndler B, bekommt Vorabaustausch.
Nach berprfung der defekten Karte ( 2 Monate ) durch Hersteller C wird diese unrepariert an den Kunden A zurckgesendet mit Angabe, das Karte unsachgem benutzt wurde ( modifizierte Khlung ), Hersteller C verweigert Austausch.
Nun soll Kunde A den Vorabaustausch nachtrglich bezahlen, obwohl diese zum aktuellen Datum veraltet ist und dadurch berteuert ist.

Meine Fragen: Wie sieht es mit der Gewhrleistung/Garantie aus. Diese wird durch den Hndler B auf die 8 Monate verkrzt, obwohl die Karte eigentlich neu gekauft ist. Hndler Bverweist auf Herstellergarantie der neuen Karte, die dann direkt mit dem Hersteller C abzuhandeln ist.
Laut Hndler gilt kein Wiederrufsrecht, es sei denn der Kunde A htte den Vorabaustausch nicht ausgepackt.

Gru

Quetsche
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Richard Gecko
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beitrge: 7763

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Die Gewaehrleistung tritt nie in Kraft, wenn der Kunde seine Ware selber kaputtmacht. Ich kenn auch keinen Hersteller der einen vom Kunden verursachten Defekt in seinen Garantiebedingungen abdeckt.
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quetschwallze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 09.11.2007
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

OK, das ist richtig. Besteht aber die Mglichkeit das der Kunde aus der Bindung mit dem Vorabaustausch raus kommt? Der Vorabaustausch war nicht wirklich gewnscht, da Vorabaustausch nur mit hnlichem Gert mglich war wurde die Grafikkarte angenommen.
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

der hndler hat m.e. bestenfalls einen herausgabeanspruch, fr einen anspruch auf bezahlung ermangelt es hier an einem kaufvertrag
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quetschwallze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 09.11.2007
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Aha,
und unter welchen Umstnden htte der Hndler B dann die Mglichkeit vom Kunden A sein Geld fr die Karte zu bekommen? Was muss er definiert haben, damit ein Kaufvertrag zustande gekommen ist?

Laut AGB auf der Homepage geht in einem Punkt:

Keine Gewhr bernehmen wir fr Mngel und Schden, die aus ungeeigneter oder unsachgemer Verwendung, Nichtbeachtung von Anwendungshinweisen oder fehlerhafter oder nachlssiger Behandlung entstanden sind. Dies gilt insbesondere fr den Betrieb der Gegenstnde mit falscher Stromart oder -spannung sowie Anschluss an ungeeigneten Stromquellen. Das gleiche gilt fr Mngel und Schden, die aufgrund von Brand, Blitzschlag, Explosion oder netzbedingten berspannungen, Feuchtigkeit aller Art, falscher oder fehlender Programm-Software und/oder Verarbeitungsdaten zurckzufhren sind, es sei denn, der Kufer weist nach, dass diese Umstnde nicht urschlich fr den gergten Mangel sind.

sowie:


Im Gewhrleistungsfalle ist der Verbraucher nach seiner Wahl zur Geltendmachung eines Rechts auf Mngelbeseitigung oder Lieferung mangelfreier Ware berechtigt (Nacherfllung). Sofern die gewhlte Art der Nacherfllung mit unverhltnismig hohen Kosten verbunden ist, beschrnkt sich der Anspruch auf die jeweils verbliebene Art der Nacherfllung. Im Rahmen der Lieferung mangelfreier Ware gilt der Tausch in hherwertigere Produkte mit vergleichbaren Eigenschaften bereits jetzt als akzeptiert, sofern dies dem Verbraucher zumutbar ist (z.B.: Austausch in das Nachfolgemodell, gleiche Modellserie, etc.). Weitergehende Rechte, insbesondere die Rckgngigmachung des Kaufvertrages, knnen nur nach Ablauf einer angemessenen Frist zur Nacherfllung oder dem zweimaligen Fehlschlagen der Nacherfllung geltend gemacht werden.


Gru

Quetsche
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KurzDa
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beitrge: 3304
Wohnort: Mnchen

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Allein in dem berlassen einer Ersatzkarte kann kein Kaufvertrag entstehen. Der Verkufer (=Hndler) handelte hier wegen 439 BGB, erbrachte also die Nacherfllung. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch die Mangelhaftigkeit noch nicht fest - er htte also keinen Austausch erbringen mssen. Ein Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung scheidet wegen 814 BGB aus.

Allein aus 985 BGB steht dem Hndler ein Anspruch auf Herausgabe zu. Nur wenn der Kunde die Herausgabe verweigert, kommt ein Schadenersatzanspruch in Betracht (Wert der Karte).

Gre
KurzDa
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Jura ist wie Mathematik -
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quetschwallze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 09.11.2007
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank!
Na das ist doch schon mal sehr aufschlussreich. Und wie wrde jetzt Kunde A sich gegenber dem Hndler B vorgehen? Welche Art des Einspruches muss Kunde A geltend machen und wie kommt er am besten aus der Sache raus? Smilie


Gru

Quetsche
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KurzDa
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beitrge: 3304
Wohnort: Mnchen

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

A bietet die Herausgabe der Karte dem B an. Sollte B weitere Ansprche stellen, so soll er diese erstmal beweisen.

Gre
KurzDa
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quetschwallze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 09.11.2007
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 13.11.07, 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Also telefonisch hat Kunde A schon versucht mit Hndler B zu reden, aber leider wurde er abgeblockt mit der Aussage das das aus Erfahrung immer so gemacht wird. Er knne nur die Grafikkarte zurckgeben wenn diese noch Original verpackt wre.

Auch nach der Frage nach Garantie wurde Kunde an Hersteller C verwiesen. Des weiteren hat Kunde A gefragt warum er denn die Khler bei Hndler B kaufen kann und nirgends steht das diese nicht benutzt werden drfe ( bei der Reklamation wurde natrlich der Ursprungszustand wieder hergestellt, orig. Khler usw ), auch darauf gab es nur die Antwort das einige Hersteller das nicht erlauben wrden. Lt. AGBs ist das anscheinend ja nicht verboten.


Wrde ein vorab-Brief mit den oben genannten Paragraphen eventuell mehr bringen, oder sollte der Kunde A die Grafikkarte zusammen mit einem Brief gleich mit dran packen und direkt zum Hndler B schicken?

Gru

Quetsche
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