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Pflicht zur Vorsorge
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ganascia528
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Anmeldungsdatum: 31.05.2005
Beitrge: 321

BeitragVerfasst am: 06.01.08, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mu Cicero und syn zustimmen.
Bin folgender Meinung:
Wenn nur einem Kind durch die Vorsorgeuntersuchungen das Leben gerettet werden kann, dann gehe ich auch gerne jeden Monat zu so einer Untersuchung.
Im Grundgesetz steht etwas wie: "Jeder hat das Recht auf Leben und krperliche Unversehrtheit" Ich glaube, das auch Kinder dieses Recht haben!
Gre
Claudia
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 06.01.08, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

ganascia528 hat folgendes geschrieben::
Bin folgender Meinung:
Wenn nur einem Kind durch die Vorsorgeuntersuchungen das Leben gerettet werden kann, dann gehe ich auch gerne jeden Monat zu so einer Untersuchung.
Das halte ich nun fr widersinnig. Fremden Kindern rette ich doch nicht das Leben, wenn ich mein Kind monatlich zum Arzt zerre. Es gibt nettere Dinge, die man mit seinem Kind unternehmen kann. Und wenn in einem Monat nun mal Windpockenepidemie herrscht, dann werde ich ganz gewiss nicht irgendwen zwingen wollen, sich mit 'nem wenige Monate alten Baby in das berfllte Wartezimmer zu setzen.
Zitat:
Im Grundgesetz steht etwas wie: "Jeder hat das Recht auf Leben und krperliche Unversehrtheit" Ich glaube, das auch Kinder dieses Recht haben!
Schon klar. Aber durch monatiliche Zwangstermine wird das auch nicht gewhrleistet. Zumal diejenigen, die ihre Kinder vor der Schulpflicht "bewahren", (oder im Falle eines Falles zu Tode verwahrlosen lassen) auch nicht auf Drohungen mit Zwangsgeldern reagieren.
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Bin kein Jurist: Wer mir glaubt, ist selber schuld.
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 07.01.08, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

mitternacht hat folgendes geschrieben::
ganascia528 hat folgendes geschrieben::
Bin folgender Meinung:
Wenn nur einem Kind durch die Vorsorgeuntersuchungen das Leben gerettet werden kann, dann gehe ich auch gerne jeden Monat zu so einer Untersuchung.
Das halte ich nun fr widersinnig. Fremden Kindern rette ich doch nicht das Leben, wenn ich mein Kind monatlich zum Arzt zerre. Es gibt nettere Dinge, die man mit seinem Kind unternehmen kann.


Ich glaube kaum, dass Claudia das so gemeint hat. Mit den Augen rollen
Ich bin der gleichen Ansicht wie Claudia. Sollte es dazu kommen, dass Zwang auf die Eltern ausgebt wird, Vorsorgeuntersuchungen durchfhren zu lassen, htte ich auch damit kein Problem und wrde dieser Pflicht gerne nachkommen. Ich bin eh der Meinung, dass Vorsorgeuntersuchungen fter durchgefhrt werden sollten.
Welche netteren Dinge gibt es denn, als die Gewissheit, dass sich mein Kind gesund entwickelt?

Zitat:
Und wenn in einem Monat nun mal Windpockenepidemie herrscht, dann werde ich ganz gewiss nicht irgendwen zwingen wollen, sich mit 'nem wenige Monate alten Baby in das berfllte Wartezimmer zu setzen.


Wegen der Ansteckungsgefahr oder der Wartezeit?


mitternacht hat folgendes geschrieben::
ganascia528 hat folgendes geschrieben::
Im Grundgesetz steht etwas wie: "Jeder hat das Recht auf Leben und krperliche Unversehrtheit" Ich glaube, das auch Kinder dieses Recht haben!

Schon klar. Aber durch monatiliche Zwangstermine wird das auch nicht gewhrleistet. Zumal diejenigen, die ihre Kinder vor der Schulpflicht "bewahren", (oder im Falle eines Falles zu Tode verwahrlosen lassen) auch nicht auf Drohungen mit Zwangsgeldern reagieren.


Schon klar. Aber vielleicht reagieren sie, wenn sie wissen, dass die Kinder ansonsten zu der Untersuchung durch ein Ordnungsamt und/oder Jugendamt abgeholt werden.

Gru
syn
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Kant

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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 08.01.08, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::
Ich bin eh der Meinung, dass Vorsorgeuntersuchungen fter durchgefhrt werden sollten.
NIemand hindert dich daran, deine Kinder fter als ntig zum Arzt zu schleppen. Man zahlt ja nicht mal Praxisgebhr fr sie.
Zitat:
Welche netteren Dinge gibt es denn, als die Gewissheit, dass sich mein Kind gesund entwickelt?
Diese Gewissheit verschafft man sich nicht durch unntige Arztbesuche. Mit den Augen rollen
Zitat:

Zitat:
Und wenn in einem Monat nun mal Windpockenepidemie herrscht, dann werde ich ganz gewiss nicht irgendwen zwingen wollen, sich mit 'nem wenige Monate alten Baby in das berfllte Wartezimmer zu setzen.


Wegen der Ansteckungsgefahr oder der Wartezeit?
Je mehr Arztbesuche, desto lnger die Wartezeiten. Je lnger die Wartezeit, desto grer die Ansteckungsgefahr. Und je mehr "Pflichtuntersuchungen", umso lnger die Wartezeiten - auf dem Land gibt es ja jetzt schon nicht gengend Kinderrzte. Blo, weil die Anzahl der geforderten Untersuchungen sich verfnf- oder verzehnfacht (monatlich - grusel!), verfnf- oder verzehnfacht sich nicht auch die Zahl der rzte. Und die, die den Arzt wirklich bruchten, kommen zu kurz, wenn solche gedankenlos dahergeschwtzten Vorschlge tatschlich mal umgesetzt wrden.


Zitat:
mitternacht hat folgendes geschrieben::
[...]Zumal diejenigen, die ihre Kinder vor der Schulpflicht "bewahren", (oder im Falle eines Falles zu Tode verwahrlosen lassen) auch nicht auf Drohungen mit Zwangsgeldern reagieren.


Schon klar. Aber vielleicht reagieren sie, wenn sie wissen, dass die Kinder ansonsten zu der Untersuchung durch ein Ordnungsamt und/oder Jugendamt abgeholt werden.

Gru
syn
Natrlich. Die Jugendmter haben ja sonst nichts zu tun. Mit den Augen rollen Statt dafr zu sorgen, dass gengend Mitarbeiter da sind, sich um die "aktenkundigen" Flle zu kmmern (und bei den toten Kindern der vergangenen Monate waren einige "amtsbekannt"), sieht man zu, dass die Kapazitten der mter noch mit so einem Unfug "ausgelastet" werden.
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Risus
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Anmeldungsdatum: 25.04.2006
Beitrge: 1167
Wohnort: Dsseldorf reloaded

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tut mir leid, Leute, aber ich habe bei dieser Diskussion mehr und mehr den Eindruck, dass einige hier zwar munter debattieren, aber offenbar nicht so richtig zu wissen scheinen, worum es bei den Vorsorgeuntersuchungen eigentlich geht und wie oft diese stattfinden (Den kinderreichen, berzeugten und vor allem objektiven ! Windalf natrlich ausgenommen.) Mit den Augen rollen

Zum Nachlesen nochmal:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kindervorsorgeuntersuchung

Wir reden doch immer noch ber die U1 bis U9 + J1, das sind 10 Untersuchungen in 14 Jahren. Hinzugekommen sind 2006 noch vier weitere Termine, welche Lcken schliessen bzw. einen Abschluss um das 17./ 18. Lebensjahr schaffen sollen.Weder ist von "monatlichen" Untersuchungen irgendwo die Rede noch davon, dass sich bei akuten Infektionswellen Termine nicht verschieben lassen.

So besteht bereits bei der U6 zum Ende des ersten Lebensjahres ein regelres Intervall von 2 Monaten; bei der U7 am Ende des 2. Lebensjahres von 3 Monaten und bei der nchsten Vorsorgeuntersuchung, der U8 zum Ende des 4. Lebensjahres (also 2 Jahre spter!) ein Intervall von 6 Monaten, innerhalb welchem die Untersuchung durchgefhrt werden kann.

Es kann also weder von einer erhhten Gefhrdung der Kinder durch Ansteckung die Rede sein noch von berstarker Inanspruchnahme der Kinderrzte. Vorsorgeuntersuchungen gehren zu den originren Berufspflichten der niedergelassenen Kinderrzte und sind wesentlicher Teil des Berufsbildes.

Ausserdem steht bei den Vorsorgeuntersuchungen noch immer die medizinische Frherkennung mglicher Entwicklungsstrungen im Fordergrund und nicht die "verdeckte Ermittllerttigkeit" eventueller Erziehungsfehler der Eltern.

Weit mehr als 99% der Eltern haben kein Problem damit, die Vorsorgeuntersuchungen zum Wohl ihrer Kinder regelmssig durchfhren lassen und empfinden sich dadurch auch nicht als potentielle Kindeswohlgefhrder diskriminiert.

Schliesslich fhlt sich auch niemand durch allgemeine Verkehrskontrollen der Polizei mit ggf. Alcotest an Samstagabenden in der Nhe einschlgiger Kneipenviertel oder durch die obligatorische Sicherheitskontrolle des Handgepckes auf Flughfen als potentieller Terrorist verunglimpft.

Andersherum wird ein Schuh daraus: Auffllig wird erst der, welcher sich einer harmlosen und allgemein gebilligten Massnahme pltzlich zu entziehen oder etwas zu verbergen versucht. Bei Leuten, die sich pltzlich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei durch die halbe Stadt liefern, findet sich am Ende auch meistens mehr als lediglich ein vergessener Fhrerschein.

Und insbesondere jene muss man versuchen zu fassen zu bekommen, die offensichtlich etwas zu verbergen haben, was durch eine allgemeine Pflicht zur Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen wesentlich erleichtert wird.

Oder anders ausgedrckt: Oft liefert nicht die Vorsorgeuntersuchung, sondern erst der Nachweis des mehrmaligen Versumnisses erst die entscheidenden Hinweise, bei der einen oder anderen Familie mal etwas genauer hin zu sehen. Und welche huslichen Verhltnisse Jugendamtsmitarbeiter DANN zuweilen vorfinden, darnber ist in jngster Zeit ausreichend berichtet worden. Um in die Familien zu gehen, mssen aber Jugendamt und sonstige Behrden erst einmal eine Handhabe besitzen. Die Nichtwahrnehmung gleich mehrerer Vorsorgen, also ber einen Zeitraum einiger Jahre, ist immer verdchtig und mit einer sonst selten erreichten, hohen Trefferquote in Bezug auf Vernachlssigung und Kindeswohlgefhrdung vergesellschaftet.

Die hier vorgetragene Forderung, nicht "der Staat", sondern "die Gesellschaft", also jeder Einzelne, solle mehr Verantwortung bernehmen, untersttze ich zwar vorbehaltlos, halte sie jedoch eher fr einen schnen, aber derzeit kaum realistischen, Wunschtraum.

Erstrebenswertes Langzeitziel sollte dies jedenfalls bleiben. Aber was machen wir mit den Kindern, welche dringend Hilfe und Schutz bentigen (manchmal auch Schutz vor den eigenen Eltern), in der Zwischenzeit?

Grsse
Risus
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Die Zukunft hlt grosse Chancen bereit - aber auch Fallstricke.
Der Trick dabei ist, den Fallstricken aus dem Weg zu gehen, die Chancen zu ergreifen. Und bis 6 Uhr wieder zuhause zu sein.
[ Woody Allen ]
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Kobayashi Maru
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Anmeldungsdatum: 28.11.2005
Beitrge: 4524

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch, Risus!
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Tut mir leid, Leute, aber ich habe bei dieser Diskussion mehr und mehr den Eindruck, dass einige hier zwar munter debattieren, aber offenbar nicht so richtig zu wissen scheinen, worum es bei den Vorsorgeuntersuchungen eigentlich geht und wie oft diese stattfinden (Den kinderreichen, berzeugten und vor allem objektiven ! Windalf natrlich ausgenommen.)

Es geht mir nicht um wie oft und um was genau denn da nun veranstalltet wird. Schon einmal Zwang ist mir genau einmal Zwang zuviel... Dafr muss ich nicht wissen, was da genau in welchem Intervall gemacht wird. Es geht mir allein ums Prinzip.

Zitat:

Weit mehr als 99% der Eltern haben kein Problem damit, die Vorsorgeuntersuchungen zum Wohl ihrer Kinder regelmssig durchfhren lassen und empfinden sich dadurch auch nicht als potentielle Kindeswohlgefhrder diskriminiert.

Vermutlich haben auch 99% kein Problem damit 1% zu versklaven... Winken
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Risus hat folgendes geschrieben::
Weder ist von "monatlichen" Untersuchungen irgendwo die Rede noch davon, dass

Na, da habe ich aber anderes gelesen:
ganascia528 hat folgendes geschrieben::
Wenn nur einem Kind durch die Vorsorgeuntersuchungen das Leben gerettet werden kann, dann gehe ich auch gerne jeden Monat zu so einer Untersuchung.
(Hervorhebung von mir).

Zitat:
Ausserdem steht bei den Vorsorgeuntersuchungen noch immer die medizinische Frherkennung mglicher Entwicklungsstrungen im Fordergrund und nicht die "verdeckte Ermittllerttigkeit" eventueller Erziehungsfehler der Eltern.
Und ich hoffe sehr, dass das so bleibt.

Zitat:
Weit mehr als 99% der Eltern haben kein Problem damit, die Vorsorgeuntersuchungen zum Wohl ihrer Kinder regelmssig durchfhren lassen und empfinden sich dadurch auch nicht als potentielle Kindeswohlgefhrder diskriminiert.
Dazu trgt aber meiner Meinung nach auch die Freiwilligkeit der Untersuchungen bei.

Zitat:
Aber was machen wir mit den Kindern, welche dringend Hilfe und Schutz bentigen (manchmal auch Schutz vor den eigenen Eltern), in der Zwischenzeit?
Die Manahmen sind bekannt: Sozialpdagogische Familienhilfe, Familienpfleger, Familienhelfer, notfalls Herausnahme des Kindes aus der Ursprungsfamilie. Klaus (Dipl.-Soz.) kann Dir bestimmt den ganzen Katalog der Mglichkeiten verlinken.
Die Frage ist eher: Wie finden wir diese Kinder, bevor es zu spt ist? Der Abstand zwischen U5 und U6 z. B. reicht vllig, um ein Kind verhungern oder verdursten zu lassen, es lebenslnglich zu traumatisieren etc. Daher meine ich nach wie vor, dass die Pflicht zur Vorsorgeuntersuchung blinder Aktionismus ist; und hufig ist "gut gemeint" das genaue Gegenteil von "gut".

Wenn aber Deine "Diagnose" stimmt, dass das mehrfache Versumnis der Vorsorgeuntersuchungen stark mit einer Kindesgefhrdung korreliert, dann sollte hier vielleicht einfach eine Meldepflicht eingefhrt werden - beispielsweise durch die Krankenkassen, die anhand von Abrechnungen meist recht schnell feststellen knnen, welche Manahmen durchgefhrt wurden. Ich kenne etliche Krankenkassen, die auch "Erinnerungen" per Brief verschicken, dass die nchste U/J/Zahnprophylaxe fllig wird. Daher gehe ich davon aus, dass es in dem Bereich ohnehin schon eine Art "Kontrolle" gibt.
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn aber Deine "Diagnose" stimmt, dass das mehrfache Versumnis der Vorsorgeuntersuchungen stark mit einer Kindesgefhrdung korreliert, dann sollte hier vielleicht einfach eine Meldepflicht eingefhrt werden - beispielsweise durch die Krankenkassen, die anhand von Abrechnungen meist recht schnell feststellen knnen, welche Manahmen durchgefhrt wurden. Ich kenne etliche Krankenkassen, die auch "Erinnerungen" per Brief verschicken, dass die nchste U/J/Zahnprophylaxe fllig wird. Daher gehe ich davon aus, dass es in dem Bereich ohnehin schon eine Art "Kontrolle" gibt.

Das wird wohl auch nicht funktionieren. Es gibt nicht wenig Kinder die sind privat versichert. Die Krankenkasse erfhrt erst bei Abrechnung von irgend welchen Untersuchungen. Eventuell gibt es diese Abrechnung aber auch nie, da eine Beitragsrckerstattung rentabler erscheint...
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 10.01.08, 02:01    Titel: Antworten mit Zitat

Kobayashi Maru hat folgendes geschrieben::
Daumen hoch, Risus!

Dem schliee ich mich an. Cool

@an mitternacht

da ich bei deinen Beitrgen Widersprche finde, z. B.
mitternacht hat folgendes geschrieben::
syn hat folgendes geschrieben::
Ich bin eh der Meinung, dass Vorsorgeuntersuchungenfter durchgefhrt werden sollten.

NIemand hindert dich daran, deine Kinder fter als ntig zum Arzt zu schleppen. Man zahlt ja nicht mal Praxisgebhr fr sie.

mitternacht hat folgendes geschrieben::
Die Frage ist eher: Wie finden wir diese Kinder, bevor es zu spt ist? Der Abstand zwischen U5 und U6 z. B. reicht vllig, um ein Kind verhungern oder verdursten zu lassen, es lebenslnglich zu traumatisieren etc.


mitternacht hat folgendes geschrieben::
Wenn aber Deine "Diagnose" stimmt, dass das mehrfache Versumnis der Vorsorgeuntersuchungen stark mit einer Kindesgefhrdung korreliert, dann sollte hier vielleicht einfach eine Meldepflicht eingefhrt werden - beispielsweise durch die Krankenkassen, die anhand von Abrechnungen meist recht schnell feststellen knnen, welche Manahmen durchgefhrt wurden.


mitternacht hat folgendes geschrieben::
Schon klar. Aber durch monatiliche Zwangstermine wird das auch nicht gewhrleistet. Zumal diejenigen, die ihre Kinder vor der Schulpflicht "bewahren", (oder im Falle eines Falles zu Tode verwahrlosen lassen) auch nicht auf Drohungen mit Zwangsgeldern reagieren.


und die Empfehlung bei dem Altbewehrten zu bleiben:

mitternacht hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Aber was machen wir mit den Kindern, welche dringend Hilfe und Schutz bentigen (manchmal auch Schutz vor den eigenen Eltern), in der Zwischenzeit?
Die Manahmen sind bekannt: Sozialpdagogische Familienhilfe, Familienpfleger, Familienhelfer, notfalls Herausnahme des Kindes aus der Ursprungsfamilie. Klaus (Dipl.-Soz.) kann Dir bestimmt den ganzen Katalog der Mglichkeiten verlinken.



mitternacht hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Weit mehr als 99% der Eltern haben kein Problem damit, die Vorsorgeuntersuchungen zum Wohl ihrer Kinder regelmssig durchfhren lassen und empfinden sich dadurch auch nicht als potentielle Kindeswohlgefhrder diskriminiert.
Dazu trgt aber meiner Meinung nach auch die Freiwilligkeit der Untersuchungen bei.


habe ich eine Frage:

Warum lese oder erfahre ich seit Jahren solche schreckliche Schicksale von Kindern? Frage

Sollte man da doch nicht umdenken Ausrufezeichen Frage

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Zuletzt bearbeitet von syn am 10.01.08, 02:52, insgesamt 2-mal bearbeitet
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windalf
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Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 10.01.08, 02:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Sollte man da doch nicht umdenken

Jupp ist ne gute Idee. Am besten fhren wir die Todesstrafe fr Eltern die ihre eigenen Kinder umbringen ein. Das verhindert dann auch gleich, dass die sich nochmalvermehren knnen und wieder die eigenen Kinder abmurksen.
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 10.01.08, 02:25    Titel: Antworten mit Zitat

windalf hat folgendes geschrieben::
Zitat:

Sollte man da doch nicht umdenken

Jupp ist ne gute Idee. Am besten fhren wir die Todesstrafe fr Eltern die ihre eigenen Kinder umbringen ein. Das verhindert dann auch gleich, dass die sich nochmalvermehren knnen und wieder die eigenen Kinder abmurksen.


Irgendwie wundert es mich nicht, dass Sie solch eine Antwort geben und trotzdem... Geschockt Weinen

Gru
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J_Denver
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 10.01.08, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Mandy mit Kevin zusammenlebt und Kevin nicht der Vater von Brittney-Jackeline ist, dann hat das jugendamt geflligst 3x fter hinzuschauen .
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81:2/ -4K
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Kormoran
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Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beitrge: 2572

BeitragVerfasst am: 10.01.08, 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::
Warum lese oder erfahre ich seit Jahren solche schreckliche Schicksale von Kindern?

Es muss allerdings erlaubt sein, zu ergnzen:
Und warum erfahre ich seit Jahren ebenso regelmig, dass staatliche Stellen (Sozial-, Jugendmter usw.) um die jeweilige Problematik wussten?

Da drngt sich schon die Frage auf, ob weitergehende Kontrolle der Eltern der richtige Weg ist.

Ich glaube, die Diskussion ist teilweise auch von dem vielleicht weniger ausgesprochenen Gedanken geprgt, dass viele Menschen mittlerweile von den Ambitionen der Politiker, die Bevlkerung flchendeckend zu berwachen, die Nase voll haben.
Es beschleicht einen nun mal das Gefhl, dass berwachungsmechanismen salonfhig gemacht werden sollen, die eigentlich die Alarmglocken zum Klingeln bringen mssten.
Dieses Salonfhigmachen geschieht zunchst natrlich erst einmal im Zusammenhang mit Dingen, gegen die man nur schwer argumentieren kann.
Wer mchte sich schon vorwerfen lassen, er wolle vernachlssigten und gequlten Kindern nicht helfen? Wer mchte sich schon vorwerfen lassen, er wolle nichts gegen Terroristen unternehmen? Wer mchte sich schon vorwerfen lassen, er untersttze die Verbreitung von Kinderpornographie?
Der Wunsch, berwachungsmanahmen zu etablieren, wirkt in der Summe auf manchen jedoch bedenklich und der eine oder andere betrachtet dieses, mglicherweise nicht ganz unberechtigt, mit Sorge.
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Herzliche Gre
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 10.01.08, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::

da ich bei deinen Beitrgen Widersprche finde, z. B.
mitternacht hat folgendes geschrieben::
syn hat folgendes geschrieben::
Ich bin eh der Meinung, dass Vorsorgeuntersuchungenfter durchgefhrt werden sollten.

NIemand hindert dich daran, deine Kinder fter als ntig zum Arzt zu schleppen. Man zahlt ja nicht mal Praxisgebhr fr sie.

mitternacht hat folgendes geschrieben::
Die Frage ist eher: Wie finden wir diese Kinder, bevor es zu spt ist? Der Abstand zwischen U5 und U6 z. B. reicht vllig, um ein Kind verhungern oder verdursten zu lassen, es lebenslnglich zu traumatisieren etc.
Hier ist kein Widerspruch, da es sich um vllig verschiedene Personengruppen handelt: Im einen Fall die Eltern, die "sich kmmern" und lieber ein Mal zu oft als ein Mal zu wenig zum Kinderarzt gehen; das andere sind die Eltern, die eine echte Gefahr fr ihre Kinder darstellen; Junkies, psychisch Kranke, Kriminelle, Kinderschnder ..... kurz: "kindeswohlgefhrdende Sorgeberechtigte"

Zitat:
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Wenn aber Deine "Diagnose" stimmt, dass das mehrfache Versumnis der Vorsorgeuntersuchungen stark mit einer Kindesgefhrdung korreliert, dann sollte hier vielleicht einfach eine Meldepflicht eingefhrt werden - beispielsweise durch die Krankenkassen, die anhand von Abrechnungen meist recht schnell feststellen knnen, welche Manahmen durchgefhrt wurden.


mitternacht hat folgendes geschrieben::
Schon klar. Aber durch monatiliche Zwangstermine wird das auch nicht gewhrleistet. Zumal diejenigen, die ihre Kinder vor der Schulpflicht "bewahren", (oder im Falle eines Falles zu Tode verwahrlosen lassen) auch nicht auf Drohungen mit Zwangsgeldern reagieren.
Wo ist hier ein "Widerspruch"? Zunchst einmal muss doch berprft werden, ob diese von Risus behauptete Korrelation so stimmt - ich kenne dazu keine Daten. Kennst Du die Statistik? Woher nehmen, wenn nicht von den Krankenkassen?
Und das zweite ist eine ganz andere Baustelle: Ich bezweifle, dass man den "kindeswohlgefhrdenden Sorgeberechtigten" mit Zwangsmanahmen wie "Untersuchungspflicht" und "Zwangsgeld" beikommt, zumal dieser Zwang dann auch ganz unspezifisch auf die 99-%-ig-nicht-"kindeswohlgefhrdenden-Sorgeberechtigten" mit erfasst.

Zitat:
und die Empfehlung bei dem Altbewehrten zu bleiben: [...]

Nein, das ist keine Empfehlung, das hast Du falsch verstanden. Aber es sind bewhrte Manahmen, bei denen
a) die rechtlichen Rahmenbedingungen existieren (also kein x-jhrige Gesetzgebungsvorhaben mehr ntig ist)
und
b) wenn sie tatschlich angewendet worden wren, die meisten der Todesflle htten verhindert werden knnen. (meine Meinung)

Zitat:
habe ich eine Frage:

Warum lese oder erfahre ich seit Jahren solche schreckliche Schicksale von Kindern? Frage

Sollte man da doch nicht umdenken Ausrufezeichen Frage
Du liest das, weil es dich interessiert und betroffen macht. Andere interessiert's nicht, die verzweifeln lieber an dem schlechten Abschneiden ihres xy-Vereins ...
Selektive Wahrnehmung nennt man das.

Das Problem, was ich bei der ganzen Geschichte sehe, ist folgendes: Das Ziel ist: mehr Schutz fr Kinder. Klarer Fall: Das ist *gut*.
Nun kommt auch gleich ein Vorschlag, auf welchem Weg man dieses Ziel erreichen will: Zwang; Datensammelei. Jetzt kommen windalf und ich daher und sagen: Dieser Weg ist *schlecht*. Er ist meiner Meinung nach nicht mal so viel wert, wie das Papier / der Speicherplatz, auf / in dem er steht.
Nun wird aber gleich implizit angenommen, dass dieser vorgeschlagene Weg der einzig-mgliche Weg sei. Dann folgt natrlich sofort, dass alle anderen Wege *falsch* sind, weil sie - implizit - das Ziel gar nicht erreichen knnten. Und das ist natrlich *bse*.

Meiner Meinung nach sollte man erst mal die Mglichkeiten, die vorhanden sind, sinnvoll nutzen. Bei den genannten Fllen scheint das nicht so gewesen zu sein. Im "Fall Kevin":
Zitat:
Ein unverzeihliches Versagen der zustndigen Behrden nennt Bremens Brgermeister Jens Bhrnsen auf einer Pressekonferenz als Grund.
Im "Fall Jessica":
Die Zeit hat folgendes geschrieben::
In der siebten Etage eines trostlosen Hochhauses am Brieger Weg in Hamburg-Jenfeld verhungerte Anfang Mrz 2005 die siebenjhrige Jessica. Sie ma nur 1,10 Meter, wog nur 9,5 Kilo, als man sie fand. Ihre 35-jhrige Mutter hatte sie jahrelang in einem abgedunkelten Raum gehalten, ohne Heizung, ohne Spielzeug. Kaspar Hauser hnlich, vegetierte das Kind dahin, und irgendwann hatte man vergessen, dass es Jessica gab. Behrdenvertreter klingelten zuweilen und gingen wieder, als niemand auftat, das Schulamt verhngte ein Bugeld, als Jessica nicht zur Einschulung erschien, aber keiner fasste nach.

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