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recht.de :: Thema anzeigen - Ueberwachungsstaat so richtig - was bringt es?
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Ueberwachungsstaat so richtig - was bringt es?
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 28.03.08, 00:30    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
SpecialAgentCooper hat folgendes geschrieben::
(Nur am Rande: mir wre es lieber, mich nur vor einer Privatperson frchten zu mssen als vor dem gesamten Staatsapparat.).

Und ich darf versichern, diese Angst ist bei weitem nicht so gro, als die, die man bekommt, wenn man hier Herrn Schuble und Co so aggieren sieht.


Es ist ein Irrtum zu denken, das Verhalten von Schaeuble und Konsorten deute daraufhin, dass sie unmoralische oder gar GG-feindliche Absichten haetten und man sich deswegen fuerchtet - wenn ein Politiker sowas machen will, dann erfaehrt der Buerger es erst, wenn es zu spaet ist.

Questor hat folgendes geschrieben::

User, der schon zwei berflle und einen Trickdiebstahl? hinter sich hat. Und es passiert den Ttern gar nichts.

Wer bietet mehr??? Lachen


Mein Beileid.

Ich ging implizit davon aus, dass ein evnetueller Ueberwachungsstaat auch Straftaten nach Gesetz ahndet, tut er das nicht oder sind seine Gesetze viel zu lasch, ist die Ueberwachung natuerlich nutzlos.
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carn
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 28.03.08, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
Klein-Fritzchen hat folgendes geschrieben::
Zitat:
SpecialAgentCooper:
...
Die Frage wre also, ob man es fr das Leben des Brgers im Sicherheitsstaat besser finden sollte eher Opfer staatlichen Fehlverhaltens oder einer Zivilperson zu werden.

Ja!
Der Staat berwacht mich mit einer Videokamera!
Die Zivilperson zieht mir mit dem Baseballschlger einen neuen Scheitel!

Ich mache Dir einen Vorschlag:
Ich werde freiwillig Opfer des Staates, wenn Du Opfer der Zivilperson sein mchtest. Auf den Arm nehmen
Den Tausch nehme ich an, wenn ihn SpecialAgentCooper nicht will


Kapiere ich das richtig, Sie wollen lieber einen Baseballschlaeger auf den Kopf kriegen, als durch eine Videokamera ueberwacht zu werden?
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Andreas Httig
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beitrge: 899

BeitragVerfasst am: 28.03.08, 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
Mich wrde einmal interessieren, wieviele von denen, die hier nach einem Prventivstaat rufen,

1. Lesen sie den Thread nochmal.
2. berdenken sie die von mir zitierte Aussage.
3. Wrden sie sie wieder treffen beginnen sie bei 1. nochmal

Es ruft hier niemand nach einem Prventivstaat, einem totalen berwachungsstaat oder sonst was. Hier wird theoretisch ber die potentiellen (positiven!) Effekte eines fiktiven berwachungsstaats diskutiert.
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thomas26
Gast





BeitragVerfasst am: 28.03.08, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
Und in Zukunft mchte ich darum bitten, mich richtig zu zitieren.....
Geschockt
Was habe ich den falsch zitiert?

Questor hat folgendes geschrieben::

Die Kameras sind da. Die Taten werden dennoch durchgefhrt.

Ich habe nie behauptet, dass durcht die totale berwachung alle Straftaten verhindert werden. Ich habe geschrieben, dass ich vermute, dass der totale berwachungsstaate eine stark abschreckende Wirkung auf Straftter haben wrde.
Desweiteren habe ich geschrieben, dass durch die totale berwachung Straftter leichter verfolgt werden knnen und somit eine Bestrafung wahrscheinlicher ist.
Questor hat folgendes geschrieben::

Wir sollten aufhren an den Symptomen zu spielen, wir sollten was gegen die Kriminalitt tun.

Darum geht es hier in der Diskussion berhaupt nicht!
Diese Diskussion geht ausdrcklich um die Vorteile der totalen berwachung. Es geht nicht darum, ob sie das wollen oder nicht. Es geht auch nicht darum, was man sonst alles besser machen knnte.
Verstehen sie das nicht? Sie wettern hier immer wieder gegen den berwachungsstaat, weil sie der Meinung sind, dass dieser sie in ihrer Freiheit einschrnkt. Darum geht es in dieser Diskussion hier aber nicht. @carn geht es darum, darber zu diskutieren, welche Vorteile ein solcher berwachungsstaat mitbringen wrde.
Auch solche uerungen
Zitat:
Mich wrde einmal interessieren, wieviele von denen, die hier nach einem Prventivstaat rufen
sind einfach nicht fderlich fr diese Diskussion. Niemand ruft hier nach einem Prventivstaat. Wir diskutieren nur ber die Vorteile eines solchen. ber die Nachteile wurde an anderer Stelle in diesem Forum schon zu genge diskutiert.

Da ich aber nun schon zum dritten Mal versuche darauf hinzuweisen, dass es hier nicht darum geht darber zu diskutieren, dass der totale berwachungsstaat so nicht gewollt ist, sondern darum, welche Vorteile ein solcher mitsichbringe wrde, vermute ich, dass sie weiterhin gegen den berwachungsstaat wettern werden, ohne dabei das tatschliche Diskussionsthema zu treffen.
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thomas26
Gast





BeitragVerfasst am: 28.03.08, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas Httig hat folgendes geschrieben::
Es ruft hier niemand nach einem Prventivstaat, einem totalen berwachungsstaat oder sonst was. Hier wird theoretisch ber die potentiellen (positiven!) Effekte eines fiktiven berwachungsstaats diskutiert.

Ich habs jetzt auch schon mehrfach versucht ihr/ihm zu erklren. Sie/er versteht es nicht.
Sobald jemand etwas positives an einem berwachungsstaat erkennen kann, muss diese Person auch gleichzeitig ein Befhrworter eines solchen Staates sein... Mit den Augen rollen
Das zeigt mir mal wieder, wie eine tief verankerte inner Abneigung gegen eine Sache, eine halbwegs objektive Betrachtung dieser Sache verhindert...
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Andreas Httig
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beitrge: 899

BeitragVerfasst am: 28.03.08, 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ivanhoe hat folgendes geschrieben::
Questor hat folgendes geschrieben::
Die Kameras sind da. Die Taten werden dennoch durchgefhrt.
Natrlich kann man jetzt behaupten: "Aber dafr wei man jetzt, wer es ist und kann den Tter fassen." Ja toll......


Finde ich auch toll!
Denn ohne die Kameras blieben die Tter wahrscheinlich unbehelligt, wenn sich nicht irgendwelche Zeugen finden!

Abgesehen davon, das ich nicht glaube, das jedem jederzeit bewut ist, wann er wo von einer Kamera beobachtet wird heutzutage. Ich persnlich (Land-Kind) komme zwar im nachhinein auch zu der berlegung, das wohl in den Klner U-Bahnen wo ich schon fters war Kameras sein knnte, aber sicher bin ich mir nicht und whrend ich da war hab ich da nicht die Spur dran gedacht. Wenn man immer und berall von einer Kamera beobachtet wird ist einem das bestimmt bewuter.
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thomas26
Gast





BeitragVerfasst am: 28.03.08, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
Warum sollte ich ber angeblich oder tatschlich positive Effekte einer Sache diskutieren, wenn ich nicht fr diese Sache wre.

Um zu verstehen, warum andere Leute sich fr diese Sache einsetzten.

Questor hat folgendes geschrieben::

Dann knnte ich hier genauso gut einen Fred aufmachen: "Welche positiven Effekte hat es, einen Mord zu begehen"...... Geschockt

In so einer verallgemeinerten Fragestellung ist so ein Thread natrlich unsinnig. Aber was sollte daran falsch sein, sich ber darber Gedanken zu machen, welche Vorteile von Ttern bei einer bestimmten Straftat gesehen werden, die sie zur Begehung dieser Tat veranlassen?

Questor hat folgendes geschrieben::

P.S. brigens stand nirgendwo, aus welcher Sicht hier positive Effekte zu sehen sein sollen und fr wen. Ich bin von der Seite des Staates ausgegangen, da ich nur fr diesen "positive Effekte" sehen kann. S. S. 1 mein erstes Posting dazu

Das hat doch auch niemand behauptet. Es gibt sicherlich auch positive Effekte fr die Brger bei einem berwachungsstaat. Ob diese im Verhltniss zu den negativen Effekten stehen, sei einmal dahingestellt... Winken
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carn
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 28.03.08, 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
thomas26 hat folgendes geschrieben::
Darum geht es in dieser Diskussion hier aber nicht. @carn geht es darum, darber zu diskutieren, welche Vorteile ein solcher berwachungsstaat mitbringen wrde.

Da haben Sie Recht. Davon bin ich bisher ausgegangen. Warum sollte ich ber angeblich oder tatschlich positive Effekte einer Sache diskutieren, wenn ich nicht fr diese Sache wre.


Weil zur Beurteilung einer Sache es sinnvoll ist die positiven und negativen Effekte zu kennen.

Ueber die negativen Seiten von mehr Ueberwachung erfaehrt man aus der Presse ausreichend - keine Ahnung wie oft ich schon gelesen habe, dass Schaeuble uns direkt in den Ueberwachungsstaat fuehren will.

Aber ueber die positiven Seiten fuehle ich mich sehr schlecht informiert, da im allgemeinen nur so argumentiert wird, wie sie das machen - man kann durch die zusaetzlichen Massnahmen sowieso nicht alle Verbrechen verhindern, also kann man die Massnahmen auch sein lassen. Nennenswerte andere Aeuserungen zu den positiven Aspekten sind mir kaum bekannt.

Nur ist dieses Argument nur ein Scheinargument, wie man leicht an von ihnen erwaehnten Fall Toten in Strassenverkehr sieht. Wenn alle Autos ABS und Airbag haben muessen, wird das auf keinen Fall die Zahl der Verkehrstoten auf 0 senken. Waere das erlassen einer entsprechenden Vorschrift deswegen nutzlos?
Nein, denn es ist durchaus moeglich, dass ein Teil der Verkehrstoten vermieden wird und wenn man statt 6000 nur 5000 Tote hat ist das etwas positives was man nicht einfach ignorieren darf.

Aber genau so scheinen die Argumente immer zu sein - Massnahme X fuehrt nicht zum vollstaendigen Verschwinden/Vermeidung von Terroranschlaegen, Morden, Drogenkonsum oder Jugendkriminalitaet und hat ausserdem negative Aspekte, deswegen ist X abzulehnen. (Und zwischen den Zeilen wird dann noch teilweise der Eindruck erwecktz, das das jedem intelligenten Menschen klar sein muss, weswegen die die fuer X eintreten entweder dumm sind oder unlautere Absichten haben)

Und deswegen meine Frage, was den positiv an einem Ueberwachungsstaat waere, da ich aus Spiegel und co. garantiert nicht erfahre.


Und das es defintiv etwas positives hat, sogar klar zu beziffern ist wie mir jetzt einfaellt sogar klar mit einer unteren Schranke zu beziffern - Serienvergewaltiger. In solchen Faellen bleibt im allgemeinen irgendeine DNS Spur zurueck, dementsprechend wuerde man bei einer alle Menschen erfassenden Datenbank jeden Taeter nach ein paar Tagen identifiziert haben, womit es praktisch keine Serienvergewaltiger mehr gaebe, da die allermeisten nach Tat 1 festgenommen wuerden.
Eine vollstaendige DNS-Datenbank wuerde also die Zahl der Vergewaltigungen mindestens um Zahl der Wiederholungstaten(erneute Taten nach Haftverbuessung wuerden natuerlich nicht unbedingt verhindert) vor Verurteilung verringern, das koennte man aus den aktuellen Statistiken sogar herausbekommen.
Aehnlich koennte man bei Serienmorden argumentieren.


Mich interessiert einfach wieviele Menschenleben letzlich fuer eine Sache geopfert werden. Beim Strassenverkehr ist das ziemlich klar, 5000 Tote ist uns unsere Mobilitaet jaehrlich wert und jeder kann sich selbst dazu eine Meinung bilden, ob das so in Ordnung ist oder nicht. Beim Alkoholkonsum und beim Rauchen kennt man auch den Preis der Freiheit.

Aber beim Vereiteln von Schaeubles Plaenen scheint niemand sagen zu wollen, wieviele Menschenleben dafuer wohl effektiv geopfert werden. Dass irritiert mich, denn klar ist, egal wie finster Schaeubles Plaene sein moegen, wenn sie tatsaechlich Menschenleben retten koennten, muss man sorgfaeltig abwaegen und darf nicht alles verdammen, was der Herr Innenminister von sich gibt.
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 06:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ivanhoe hat folgendes geschrieben::
Questor (25.03.08, 10:38 ) hat folgendes geschrieben::

Z. B. gibt es nicht einen Beweis fr die angeblich versuchten terroristischen Anschlge in Deutschland. Journalisten, die das untersucht haben, haben nicht einen Anhaltspunkt gefunden. Es gibt lediglich die Behauptung des Innenministeriums.


Ach nein? Dann waren die Bomben in den Bahnhfen und die Vorbereitung der Anschlge im Sauerland wohl nur von der Regierung inszeniert! Mit den Augen rollen
Es wre mir auch neu, dass Journalisten nichts gefunden haben wollen.
Ich wei ja nicht, womit Sie Ihren Unsinn hier begrnden wollen, aber Sie sollten einfach mal Zeitung lesen und Nachrichten schauen!

Nach dem ich mir den Film "Unter falscher Flagge" ganz angeschaut habe, bleiben bei mir Zweifel bezglich der Kofferattentter zurck.
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Biber
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

carn hat folgendes geschrieben::
Nennenswerte andere Aeuserungen zu den positiven Aspekten sind mir kaum bekannt.
Bei der Pressevielfalt in Deutschland und bei der Anzahl der Zeitungen / Zeitschriften, die grundstzlich der Politik der CDU eher wohlgesonnen sind, knnte das daran liegen, da es diese positiven Aspekte eben nicht oder kaum gibt.

carn hat folgendes geschrieben::
Wenn alle Autos ABS und Airbag haben muessen, wird das auf keinen Fall die Zahl der Verkehrstoten auf 0 senken.
Korrekt. Wenn ich mich nicht vllig tusche, gibt es Untersuchungen, da Autofahrer aufgrund von immer mehr technischer Sicherheit dazu neigen, eher noch riskanter als ohne zu fahren, so da die positiven Effekte der technischen Sicherheit dadurch aufgewogen werden.

carn hat folgendes geschrieben::
Nein, denn es ist durchaus moeglich, dass ein Teil der Verkehrstoten vermieden wird und wenn man statt 6000 nur 5000 Tote hat ist das etwas positives was man nicht einfach ignorieren darf.
Diesen Effekt htte man einfacher und billiger durch Tempo 130 auf Autobahnen.

carn hat folgendes geschrieben::
Massnahme X fuehrt nicht zum vollstaendigen Verschwinden/Vermeidung von Terroranschlaegen, Morden, Drogenkonsum oder Jugendkriminalitaet und hat ausserdem negative Aspekte
Genau das ist der Ansatz: die negativen Effekte berwiegen bei weitem die evtl. mglichen positiven Effekte.

carn hat folgendes geschrieben::
Und deswegen meine Frage, was den positiv an einem Ueberwachungsstaat waere
Nichts.

carn hat folgendes geschrieben::
Aehnlich koennte man bei Serienmorden argumentieren.
Und in beiden Fllen wren die Argumente nicht stichhaltig. Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, da derartige Taten vermieden werden (also der potentielle Tter von seiner Tat Abstand nimmt), wenn die Chance auf Entdeckung ber einen gewissen Prozentsatz steigt?
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Biber hat folgendes geschrieben::


carn hat folgendes geschrieben::
Nein, denn es ist durchaus moeglich, dass ein Teil der Verkehrstoten vermieden wird und wenn man statt 6000 nur 5000 Tote hat ist das etwas positives was man nicht einfach ignorieren darf.
Diesen Effekt htte man einfacher und billiger durch Tempo 130 auf Autobahnen.

Erstens bezweifele ich die sachliche Richtigkeit, Tempo 130 rettet nicht so viele Menschenleben.
Zweitens ist es ein Argument, dass eine Alternative besser das gewuenschte mit weniger Nachteilen erreicht. Aber das Argument wird ebenfalls kaum gegen den Ueberwachungsstaat angewendent, sondern es laeuft meistens auf ein "in einer freien Gesellschaft laesst sich sowas nicht vermeiden" raus, was eben gar keine Alternativen anbietet.
Biber hat folgendes geschrieben::

carn hat folgendes geschrieben::
Massnahme X fuehrt nicht zum vollstaendigen Verschwinden/Vermeidung von Terroranschlaegen, Morden, Drogenkonsum oder Jugendkriminalitaet und hat ausserdem negative Aspekte
Genau das ist der Ansatz: die negativen Effekte berwiegen bei weitem die evtl. mglichen positiven Effekte.

Genau das ist das von mir skizierte Argument eben nicht.
Wenn eine Massnahme nicht zum vollstaendigen Verschwinden von etwas negativem fuehrt, heisst das doch nicht automatisch, dass die negativen Aspekte der Massnahme schwerer wiegen als die nur erreichte Verringerung des Uebels.

Biber hat folgendes geschrieben::

carn hat folgendes geschrieben::
Und deswegen meine Frage, was den positiv an einem Ueberwachungsstaat waere
Nichts.

Bloedsinn, denn:
Biber hat folgendes geschrieben::


carn hat folgendes geschrieben::
Aehnlich koennte man bei Serienmorden argumentieren.
Und in beiden Fllen wren die Argumente nicht stichhaltig. Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, da derartige Taten vermieden werden (also der potentielle Tter von seiner Tat Abstand nimmt), wenn die Chance auf Entdeckung ber einen gewissen Prozentsatz steigt?

Wenn jeder Einwohner in einer DNS Datenbank erfasst waere, wuerde bei einem Grossteil der Morde - bei einem Grossteil der Morde gibt es DNS Spuren - der Taeter nach einigen Tagen feststehen. Da bei Serienmoerder im allgemeinen zwischen mehreren Morden im allgemeinen Wochen vergehen, wuerde man die meisten Serientaeter nach Tat 1 fassen und es gaebe keine Serie.

Die Aufklaerungsquote und Geschwindigkeit kann also sehr wohl Serienmorde verhindern. Wieso behaupten sie entgegen der Fakten, dass ein totaler Ueberwachungsstaat nichts bringen wuerde?
Wollen sie Menschenleben als nicht bezeichnen?

Wie ich schon sagte, gegen Argumentationen, die darauf bauen, dass die Zahl der verhinderten Verbrechen in keinem ausreichendem Verhaeltnis zur notwendigen massiven ueberwachung stehen, habe ich kein Problem. Mich stoert nur das Leugnen, dass ein Ueberwachungsstaat positive Seiten haette.
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Richard Gecko
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beitrge: 7763

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die einzig sinnvolle Antwort darauf ist: Und?
Bei fast allem kann man eine postive Seite finden, wenn man nur lange danach sucht. Aber warum soll man bei soetwas schlechtem und abzulehnendem noch posittive Seiten suchen?
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

carn hat folgendes geschrieben::
...
Wenn jeder Einwohner in einer DNS Datenbank erfasst waere, wuerde bei einem Grossteil der Morde - bei einem Grossteil der Morde gibt es DNS Spuren - der Taeter nach einigen Tagen feststehen. ...

Mit den Augen rollen ... Warum warten, bis einer berhaupt erst einen Mord begehen kann? Wre es da nicht sinnvoller alle Menschen prventiv einzusperren?
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Biber
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

carn hat folgendes geschrieben::
Wenn eine Massnahme nicht zum vollstaendigen Verschwinden von etwas negativem fuehrt, heisst das doch nicht automatisch, dass die negativen Aspekte der Massnahme schwerer wiegen als die nur erreichte Verringerung des Uebels.
Korrekt. In diesem Fall aber schon.

carn hat folgendes geschrieben::
Bloedsinn
N.

carn hat folgendes geschrieben::
Wenn jeder Einwohner in einer DNS Datenbank erfasst waere
htte man immer noch das Problem, da nicht alle Menschen, die sich in D aufhalten, auch tatschlich erfasst sind.

carn hat folgendes geschrieben::
bei einem Grossteil der Morde gibt es DNS Spuren
Mglich. Htten Sie da Zahlen?

carn hat folgendes geschrieben::
der Taeter nach einigen Tagen feststehen
Irrtum. Man htte dann mglicherweise jede Menge potentielle Tter, weil man deren DNS-Spuren am Tatort gefunden hat.

carn hat folgendes geschrieben::
Die Aufklaerungsquote und Geschwindigkeit kann also sehr wohl Serienmorde verhindern.
Mglich. Allerdings sind wir hier wieder genau bei dem Problem zwischen Aufwand und Ertrag.

carn hat folgendes geschrieben::
Wieso behaupten sie entgegen der Fakten, dass ein totaler Ueberwachungsstaat nichts bringen wuerde?
Zum einen kenne ich diese Fakten nicht, zum anderen kann man doch aus unserer jngeren Geschichte erkennen, da es eben nicht funktioniert.

carn hat folgendes geschrieben::
Mich stoert nur das Leugnen, dass ein Ueberwachungsstaat positive Seiten haette.
Mglich. Die negativen Seiten berwiegen diese - mglichen - positiven Seiten aber bei weitem.

Mit dem Argument 'hat positive Seiten' kann man alle Bagger abschaffen, den kompletten Fahrzeugverkehr verbieten, smtliche Kraftwerke abschalten etc. pp. Wollen Sie das?
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Biber hat folgendes geschrieben::

carn hat folgendes geschrieben::
Mich stoert nur das Leugnen, dass ein Ueberwachungsstaat positive Seiten haette.
Mglich. Die negativen Seiten berwiegen diese - mglichen - positiven Seiten aber bei weitem.

Mit dem Argument 'hat positive Seiten' kann man alle Bagger abschaffen, den kompletten Fahrzeugverkehr verbieten, smtliche Kraftwerke abschalten etc. pp. Wollen Sie das?


Nein, ich will nur sinnvoll informiert werden.
Dem Eindruck nach, den ich aus den Medien habe, hat das Innenministeirum sich in den letzten 7 Jahre keine Massnahme in Bezug auf den islamistischen Terror ausgedacht, die auch nur irgendetwas bringt - weswegen Schaeuble ein beoser Finsterling ist, der von "1984" traeumt und nur die tapferen Medien schuetzen uns davor.

Das empfinde ich aber als grosse Verarsche, denn selbst den Beamten des Innenministeriums muss doch auch mal gelegentlich eine Massnahme einfallen, die vielleicht was bringt. Und ich will, dass die Medien versuchen darzustellen, was das waere, damit ich mir selber ueberlegen kann, ob das jetzt eine gute Idee ist.
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