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Muss schadensersatz erstattet werden?

 
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melanie123
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beitrge: 4

BeitragVerfasst am: 25.03.08, 22:33    Titel: Muss schadensersatz erstattet werden? Antworten mit Zitat

Hallo,
meine Tochter hat ein Tier verkauft, mit einem Schutzvertrag, in dem steht, das das Tier zur Abgabe augenscheinlich gesund war, jedoch keine Haftung fr nach dem Kauf entstehende Krankheiten bernommen wird. Diesen Vertrag hat meine Tochter(17) unterschrieben, ich habe diesem handeln nicht ausdrcklich zugestimmt. Nun hat sich die neue Besitzerin gemeldet (nach 3 wochen) und eine rechnung geschickt, das Tier wre krank und, das sich diese person auerdem beschwehren wollte. Vor dem 1. Tierarzt besucht hatte diese Person uns bereits benachrichtigt und meine Tochter hatte angeboten das Tier zurckzunehmen und gesund zu Pflegen oder der Person das andere Tier gegen dieses sozusagen umtauschen wrde. Die Person lehnte mehrfach ab. Nun also zur Rechnung, Wie ist hier die Rechtslage? Eine Umtauschmglichkeit wurde schlielich mehrfach angeboten?
Diese Person hat uns mit dem Anwalt gedroht, sollten wir das Geld nicht berweisen.

liebe Gre Melanie.
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 26.03.08, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Was fr ein "Tier"? Einen Hamster, Goldfisch oder eine Maus? Dann drfte das ganze unter "Taschengeldparagraph" fallen; der Vertrag ist einzuhalten, und die weiteren Fragen wren im Tierrecht besser aufgehoben.

Handelt es sich um einen Rassehund oder gar um ein Rennpferd im Wert von Tausenden, dann ist der Verkauf ohne die Zustimmung der Eltern unwirksam; das Tier (und auch der Verkaufspreis) wren zurck zu geben; die Tierarztrechnung msste dann vom rechtmigen Eigentmer (Tochter) bzw. deren Eltern bezahlt werden.
_________________
mitternchtliche Gre.


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Bin kein Jurist: Wer mir glaubt, ist selber schuld.
Meine Damen und Herren, heute Abend sinkt fr Sie: das Niveau!
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melanie123
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beitrge: 4

BeitragVerfasst am: 26.03.08, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

hallo, es geht um ein kaninchen, wir wollen das Tier nicht wiederhaben, es geht mir mehr darum, ob wir jetzt dafr zahlen mssen, weil die Person sich ja beschwehrt hatte. die Ta rechnungen liegen angeblich bei ber 150?
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 26.03.08, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schtze mal, das Karnickel hat weniger als 100 gekostet; das drfte sich also im Rahmen des Taschengeldparagraphen um ein rechtsgltiges Geschft handeln.

Die restliche Frage ist wohl eher Tierrecht, ich rege mal eine Verschiebung an.
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mitternchtliche Gre.


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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 26.03.08, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

Tiere sind keine Sachen. Steht seit paar Jahren so im BGB. Sie werden allerdings behandelt wie Sachen - falls nicht anderes Recht entgegen steht; das andere Recht ist im Zweifel das Tierschutzgesetz.

Meines Wissens entscheiden die Gerichte im allgemeinen so, dass (Haus)Tiere nicht austauschbar sind. So z.B. geschehen im Falle einer gewhnlichen Hauskatze, die schuldhaft von einem Autofahrer angefahren wurde, der sich weigerte, die ca. 4.500,00 DM Tierarztkosten zu zahlen; Begrndung: so viel sei das Tier nicht wert. Das Gericht verurteilte ihn zur Zahlung, Begrndung (aus dem Gedchtnis): Tiere sind keine Sachen und deswegen nicht mit einer neuen Katze zu 100,00 DM austauschbar.

Folglich durfe die neue Halterin wohl den Austausch des kranken Kaninchens ablehnen.

Verkauften durfte Deine Tochter das Kaninchen wohl, wie schon mitternacht sagte. Ich hab jetzt keine Lust, zu buddeln, aber fraglich drfte sein, ob sie diese Gesundheitsgarantie abgeben durfte - wegen der mglichen Folgekosten. Ob sie das htte abschtzen knnen.

Wenn das Karnickel nun tatschlich bereits krank abgegeben wurde, knnte man sagen, wre es nicht abgegeben worden, dann httet eben Ihr die Tierarztkosten zahlen mssen. Htten wir nicht gemacht, wir htten es einschlfern oder sterben lassen, kme als Argument nicht so gut.

Da es sich ja nun nicht um eine Unsumme handelt und die Sache, wrde man sie juristisch verhandeln wollen, erheblich teurer werden wrde, wrde ich einen Vergleich vorschlagen: fifty-fifty. Mit dem Argument, wir haben den Garantievertrag nicht gebilligt, aber darunter soll das Karnickel nicht leiden (kommt bei Tierfans immer gut) zahlen wir die Hlfte. Und dann zusehen, ob man die streitbare Dame zu einem Einverstndnis bewegt.
_________________
Gre,
Abrazo
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rettich
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Anmeldungsdatum: 28.07.2005
Beitrge: 1053
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 27.03.08, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Verkauften durfte Deine Tochter das Kaninchen wohl, wie schon mitternacht sagte. Ich hab jetzt keine Lust, zu buddeln, aber fraglich drfte sein, ob sie diese Gesundheitsgarantie abgeben durfte - wegen der mglichen Folgekosten. Ob sie das htte abschtzen knnen.


Damit wren wir bei der Frage der Vertragsauslegung. Das Tier wurde als "augenscheinlich gesund" verkauft. Darin sehe ich keine Gesundheitsgarantie, sondern nur die Zusicherung, dass der Verkuferin keine Krankheitren bekannt waren. Fr entscheidend halte ich hier das Wort "augenscheinlich", damit ist ja keine ausfhrliche tierztliche Untersuchung behauptet, sondern nur die Einschtzung der Tierhalterin. Ich wrde die Formulierung so auslegen wie "gekauft wie gesehen". Damit wrde die Verkuferin nur fr arglistig verschwiegene Mngel haften.
Im brigen msste der Kufer ja auch belegen knnen, dass die Erkrankung bereits bei der bergabe vorlag.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.03.08, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Damit hast Du natrlich recht, allerdings ging ich bei dem Theater, das gemacht wurde, davon aus, dass es sich bereits um eine lngere Zeit vorhandene Krankheit handelte und nicht z.B. um eine Erkrankung aufgrund der Haltungsumstellung. Sie hat doch die Tierarztrechnung, da msste doch eine entsprechende Diagnose drauf stehen.

Man kann natrlich vieles sagen und vieles verteidigen; die Frage ist nur, ob es sich bei diesem vergleichsweise geringen Preis lohnt.
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Gre,
Abrazo
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I-user
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beitrge: 5309
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 27.03.08, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

mitternacht hat folgendes geschrieben::
Ich schtze mal, das Karnickel hat weniger als 100 gekostet; das drfte sich also im Rahmen des Taschengeldparagraphen um ein rechtsgltiges Geschft handeln.
110 BGB ist hier m.E. nicht einschlgig. Wurde das Kaninchen dem Mdchen als "Mittel zu freier Verfgung" gestellt? Mit den Augen rollen
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Recht ist interessant, aber sehr umfangreich; bin kein Fachmann

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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lasse mal die Minderjhrigkeit der Tochter auen vor:

Rechtlich ist es ausreichend als Verkufer in solch einem Fall ein gleichwertiges Tier (gleiches Alter, gleiches Geschlecht, gleiche Rasse etc.) im Tausch anzubieten oder aber anzubieten, das Tier selbst behandeln zu lassen und gesund gepflegt dem neuen Eigentmer wieder zu bergeben. 3 Wochen sind keine so lange Zeitspanne da das dem Kufer nicht zuzumuten wre. Ein deutsches Gericht hat bei einem Dackel die Zeitspanne von 5 Monaten nicht als lang genug anerkannt, da ein so starker Gewhnungseffekt in Bezug auf dieses Tier entsteht da dem Kufer ein Austausch oder die Rckgabe des Hundes an den Zchter in Verbindung mit der Rckzahlung des Kaufpreises nicht zuzumuten wre.

Wobei eh erst mal abzuklren wre woran das Tier berhaupt erkrankt ist. Es besteht durchaus die Mglichkeit, da der Verkufer fr die Erkrankung gar nicht haftbar ist, d.h. auch keinen Ersatz anbieten mu. Z.B. falsche Haltungsvoraussetzungen und/oder falsche Ftterung knnen ein Kaninchen innerhalb weniger Tage umbringen, auch wenn es zum Zeitpunkt des Verkaufes puztmunter war.

LG Waschbrin
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melanie123
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beitrge: 4

BeitragVerfasst am: 27.04.08, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
die gute frau hat uns jetzt mit einem anwalt geschrieben und uns rechnungen ber fast 300 geschickt. Wir wissen bis heute jedoch weder welche Diagnose der tierarzt gestellt hatte(steht nicht auf den rechnungen und ist fr mich daraus auch nicht zu entnehmen, da sowohl gerngt als auch blutproben usw gemacht wurden und die verschiedensten Medikamente gegeben wurden)
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.04.08, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Siehe Waschbrin.
Erst muss einmal per Attest nachgewiesen werden, dass die Erkrankung vor dem Kauf bestand.
Bei allerlei Tests htte ich jedenfalls den Verdacht, es handle sich um allgemeines Unwohlbefinden ohne erkennbare Ursache. Das kann an der Umstellung liegen.
_________________
Gre,
Abrazo
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RogerR
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Anmeldungsdatum: 21.07.2005
Beitrge: 351

BeitragVerfasst am: 02.05.08, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

I-user hat folgendes geschrieben::
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Ich schtze mal, das Karnickel hat weniger als 100 gekostet; das drfte sich also im Rahmen des Taschengeldparagraphen um ein rechtsgltiges Geschft handeln.
110 BGB ist hier m.E. nicht einschlgig. Wurde das Kaninchen dem Mdchen als "Mittel zu freier Verfgung" gestellt? Mit den Augen rollen


Spielt der Verkaufswert des Kaninchens berhaupt die entscheidende Rolle, oder nicht eher das mgliche Gesamtrisiko fr dieses Geschft? Wie sich hier ja zeigt ist dieses evtl. viel hher.

Ich kann mich entsinnen dass ein Haustier als gutes Beispiel dafr fungiert, dass Eltern auch zustimmen mssen wenn ihr Kind ein Geschenk annimmt, die Sache also erstmal ohne Preis daherkommt und somit fr jedes Kind unter die Taschengeldregel fllt. Dann sper kann das Geschenk doch Kosten und andere unschne Folgen mit sich bringen.
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