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Sharia historisch positiv?
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Hallo mitternacht,

Du wirst es nicht glauben, aber ich bewut "Glaube" geschrieben. Winken
Hi Klaus,
das habe ich nicht angezweifelt. Das Wort "Glaube" ist aber ein deutsches, und wird daher dekliniert.
der Glaube (Nominativ)
des Glaubens (Genitiv)
dem Glauben (Dativ)
den Glauben (Akkusativ).
Deshalb der "Rotstift".

Das grammatische Geschlecht ist fr die transportierten Inhalte ziemlich nebenschlich; Atheismus oder Unglaube sind genauso "mnnlich", wie "Kirchenverfolgung" oder das lateinische "fides"(=Glaube) weiblich sind.

Am Rade bemerkt eine kleine Perversion der deutschen Sprache: Das (inhaltlich) weiblichste aller Worte ist (grammatisch) schlich: Das Weib.
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mitternchtliche Gre.


Gott wei alles - Lehrer wissen alles besser. Teufel-Smilie

Bin kein Jurist: Wer mir glaubt, ist selber schuld.
Meine Damen und Herren, heute Abend sinkt fr Sie: das Niveau!
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Der Koran hat dieses Problem nicht, da die Glubigen ihn im arabischen Original lesen (sollen). Hebrisch, Altgriechisch und Latein sind den meisten "Durchschnittschristen" hingegen ein Buch mit sieben Siegeln.

So, wie das klassische Arabisch den meisten "Durchschnittsmuslimen".
Danke fr die Information, das wusste ich nicht. Geschieht die religise Unterweisung denn nicht auf arabisch? Muss ein glubiger Muslim denn nicht die Suren des Koran auswendig kennen und knnen?
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mitternchtliche Gre.


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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

mitternacht hat folgendes geschrieben::
Lehrer wissen alles besser.
Lachen

Mit den Augen rollen ... Deutschstunde? ... Auf den Arm nehmen
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Lehrer wissen alles besser.
Lachen

Mit den Augen rollen ... Deutschstunde? ... Auf den Arm nehmen
n, bitte nicht Lenz. Faschismus bitte in anderen Threads.
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mitternchtliche Gre.


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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Muss ein glubiger Muslim denn nicht die Suren des Koran auswendig kennen und knnen?

Genau so, wie ein Kommunionkind frher die liturgischen lateinischen Verse auswendig lernen musste. Eine Freundin von mir musste das noch: "dominus vobiscum - et cum spiritum tuum" - mit acht Jahren. Dass das tatschlich Sprache war, hat sie erst mit 10 gemerkt; da hatte sie Latein.

Klassisches Arabisch - das noch lange nicht jeder Araber beherrscht, im Gegenteil, gilt als Zeichen exzellenter Bildung - ist im Schwierigkeitsgrad vergleichbar mit Griechisch - oder auch Deutsch, das zu lernen lt. Mark Twain nur Tote Zeit haben. Das Arabicum gilt an unseren Universitten nicht umsonst als dem Latinum gleichwertig.

Und jetzt berleg mal, wieviele anatolische, pakistanische oder afghanische Dorfimame oder
'autodidaktische' Imame von Hinterhofmoscheen wahrscheinlich den Koran im Original nicht nur lesen, sondern auch noch verstehen knnen. Und schon hast Du begriffen, woher die heutige ungeheuere und vor allem widersprchliche Vielfalt in Sachen Islam kommt.
_________________
Gre,
Abrazo
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Muss ein glubiger Muslim denn nicht die Suren des Koran auswendig kennen und knnen?

Genau so, wie ein Kommunionkind frher die liturgischen lateinischen Verse auswendig lernen musste. Eine Freundin von mir musste das noch: "dominus vobiscum - et cum spiritum tuum" - mit acht Jahren. Dass das tatschlich Sprache war, hat sie erst mit 10 gemerkt; da hatte sie Latein.
Et cum spirito tuo. "cum" steht mit dem Ablativ. Und um einen "Vers" handelt es sich dabei nicht.

Zitat:
Klassisches Arabisch - das noch lange nicht jeder Araber beherrscht, im Gegenteil, gilt als Zeichen exzellenter Bildung - ist im Schwierigkeitsgrad vergleichbar mit Griechisch - oder auch Deutsch, das zu lernen lt. Mark Twain nur Tote Zeit haben. Das Arabicum gilt an unseren Universitten nicht umsonst als dem Latinum gleichwertig.
*staun* . Ich hatte Arabisch fr schwieriger gehalten. Das Latinum verlangt doch schwierigstenfalls "de bello gallico" - keine besonders hohe Anforderung. Ein Graecum ist da schon eine ganz andere Hrde.

Zitat:
Und jetzt berleg mal, wieviele anatolische, pakistanische oder afghanische Dorfimame oder
'autodidaktische' Imame von Hinterhofmoscheen wahrscheinlich den Koran im Original nicht nur lesen, sondern auch noch verstehen knnen. Und schon hast Du begriffen, woher die heutige ungeheuere und vor allem widersprchliche Vielfalt in Sachen Islam kommt.
d'accord.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

P.S.: bin heute sauer.

Kam im Radio so ne Reportage ber so'n Prediger, Abdullah Aziz oder so hnlich. Natrlich kein Theologe. Ingenieur. Autodidakt. Warum auch nicht? Wozu braucht man denn Universitten, um Geisteswissenschaften zu erlernen? Am besten, man schafft die alle ab. Unntze Geldverschwendung, ne?

Ab und zu wurde ein Stck Predigt eingeblendet. Wie? Wo? Wat? Moment. Haaalt! Nich so schnell! Dat rappelt der so schnell runter, da kannste als kundiger Mensch gar nich folgen. Wie'n Maschinengewehr. Gab in Deutschland auch mal so'n christlichen Prediger, den nannte man "das Maschinengewehr Gottes". Aber das Jungvolk fuhr auf den ab, und auf Freund Aziz soll das Jungvolk auch abfahren. Immerhin is da wat los. Action. Und alles mit viel Gefhl. Yeah! Halleluja! Luja sag i, Luja!

Verdammte Nas. Ich hab beschlossen, so wat "intellektuelle Verwahrlosung der Gesellschaft" zu nennen. Und ich behaupte, das ist ein internationales Phnomen. Sozusagen globalisiert. Dat Jungvolk im Kaftan is top modisch, voll up to date. Genau so, wie ihre Altersgenossen, die in Norwegen christliche Revolution lernen.

Oder die DSDS-Kandidaten. Oder die Esoteriker, Astrologen und sitzengebliebenen alten Mdchen, die meinen, sie seien nu Philosophen (und sich dann auch noch ber mangelnde Toleranz beschweren, wenn Leute wie Abrazo sie nach Strich und Faden verkloppen.)
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Zuletzt bearbeitet von Abrazo am 17.04.08, 21:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Et cum spirito tuo.

Dat kriege ich seit meinem 10. Lebensjahr nich mehr aus dem Schdel. Dat hat die auch immer falsch gemacht. Dat is eingebrannt.
Lachen

Zitat:
Das Latinum verlangt doch schwierigstenfalls "de bello gallico" - keine besonders hohe Anforderung.

N.
Wir haben noch die Metamorphosen gelesen - und meine Tochter hatte auch bisschen mehr als Csar.

Schwierig - ist so eine Frage. Was ist schwierig?
Arabisch hat eine mathematisch anmutende Grammatik. Die muss man erst mal begreifen. Wie schwierig ist Mathematik? Griechisch, meine ich, nicht so - hab aber viel vergessen, und in jungen Jahren beschftigt man sich ja normalerweise nicht so sehr mit den abstrakten grammatikalischen Strukturen einer Sprache; die lernt man, htt sich d Fall.
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mitternacht
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BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Gab in Deutschland auch mal so'n christlichen Prediger, den nannte man "das Maschinengewehr Gottes".
Pater Leppich. Der Mann war wirklich groe Klasse - vor allem war er kein Schwtzer sondern hatte wirklich was zu sagen (auch wenn ich seine Ansichten nicht alle teile).

Edit: Formatierung repariert.
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Zuletzt bearbeitet von mitternacht am 17.04.08, 22:22, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.04.08, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zu sagen haben die alle was.
Jedoch bin ich altmodisch.
Ich mchte gern berprfen, ob das auch wahr ist.
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 18.04.08, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Code Civil hat folgendes geschrieben::
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Schon Paulus hat in 1. Kor. 6; 19 klar und eindeutig Stellung genommen:
Elberfelder bersetzung hat folgendes geschrieben::
Oder wit ihr nicht, da euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehrt?


1. Kor. 6; 15ff bezieht sich auf Prostitution:

1. Kor. 6; 15ff (EU) hat folgendes geschrieben::
[...]
Nicht auf "Prostitution", sondern auf Unzucht. Das ist ein gewaltiger Unterschied: Paulus verurteilt hier nicht in erster Linie die (nicht-christliche) Prostituierte, sondern den glubigen Freier oder den Ehebrecher; das geht aus dem "Rest" seiner Briefe hervor. Der olle Paule war so ziemlich allem Sexuellen gegenber extrem ablehnend - immerhin, zu einem Eheverbot hat er sich nicht durchringen knnen (sonst wre das Christentum womglich eine sehr kurze historische Episode geworden Mr. Green ).

Zitat:
Sicher knnte daraus in Zusammenhang mit dem Gebot du sollst nicht tten ein Selbstmordverbot hergeleitet werden, dass ist aber selbst in der christlichen Lehre nicht zwingend.
o. k., lassen wir es dabei - mir fehlt die Zeit, weitere Belegstellen herauszusuchen, die meine Position strken wrden, aber es gibt sie - im Hinblick auf die Scharia fhrt das ohnehin nicht weiter.
Code Civil hat folgendes geschrieben::
Zudem ermahnte Paulus wie erwhnt in 1. Kor 7, 20 christliche Haussklaven ausdrcklich in ihrem Stand zu bleiben, was die Bischoefe nicht davon abhielt im 4. Jahrhundert die Sklaverei als unchristlich zu kritisieren [1].
Einer der zahlreichen bersetzungsfehler der Einheitzbersetzung. Die Elberfelder bersetzung oder auch die Schlachter-bersetzung kommen dem griechischen Original wesentlich nher, da heit es:
Zitat:
7,21 Bist du als Sklave berufen worden, so la es dich nicht kmmern; wenn du aber auch frei werden kannst, mach um so lieber Gebrauch davon.
Also grad' das Gegenteil: Wenn du freigelassen werden sollst, dann nutze die Chance.

Code Civil hat folgendes geschrieben::
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Code Civil hat folgendes geschrieben::

Erlaubt ist, was nicht verboten ist. Mir ist kein Papst bekannt, der etwas gegen die Versklavung von Menschen durch Christen unternommen htte.
Dann solltest Du dich mal informieren, umd Deiner Unwissenheit abzuhelfen. [...]

Das blieb aber wohl alles Folgenlos,
weswegen weltweit alle Christen (immerhin 2 Milliarden und irgendwas) Sklavenhalter oder Sklaven sind, ja? Alles klar, weiter so Ironie Smiley.
Zitat:
weil die Sonne sich geflligst um die Erde zu drehen htte. Schlielich war das unfehlbar so bestimmt.
Kokolores. "Unfehlbar" knnen nur Glaubensinhalte festgelegt werden; diese sind naturwissenschaftlichen Methoden nicht zugnglich. Abgesehen davon ist Galileo seit rund 15 Jahren rehabilitiert - das wei sogar die ansonsten eher kirchenferne wikipedia.

Code Civil hat folgendes geschrieben::
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Code Civil hat folgendes geschrieben::

Erst krzlich hat der jetzige Papst in seiner neusten Lehrschrift die Befreiungstheologie fr abwegig erklrt.
Das ist Bldsinn. in "Spe Salvi" kommt die Befreiungstheologie nicht mal ansatzweise vor, und erst recht nicht ihre Verurteilung;

In dem bereits hier zu findenden Zitat wird zwar nicht ausdrcklich die Befreiungstheologie erwhnt, aber es wird die im brigen auch nach katholischer Auffassung nicht unfehlbare Meinung des Papstes dargelegt, wonach das Christentum keine sozialrevolutionre Botschaft gebracht habe.
Jetzt msste man wissen, was mit "sozialrevolutionr" gemeint ist, und ob der Papst dasselbe darunter versteht, wie du. "Populorum progressio" (Paul VI) ist eine sozialrevolutionre Schrift. Kritisiert wurde bisher ppstlicherseits auch nie die "Befreiungstheologie" an sich, sondern nur einige "sonderbare Blten", die sie getrieben hat, die mit den Glaubensgrundstzen nicht vereinbar sind (Fachbegriff: Hresie).
Zitat:
aber genauso gut htte sie bei Atheisten Unterschlupf finden knnen.
Natrlich unglaublich einfach, bei der irrsinnig hohen Atheistendichte in Italien. lautes Lachen

Zitat:
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Code Civil hat folgendes geschrieben::

Die verschiedenen Bibelbersetzungen unterscheiden sich allerdings teils elementar,was das Versprechen auf ein gerechtes irdisches Leben fr die Glubigen betrifft.
Das ist Quatsch, ein solches Versprechen gibt es in der katholischen Kirche nicht.

In der katholischen Kirche wohl nicht, trotz Matthus 5, 6: Glckselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und drsten, denn sie werden gesttigt werden.
Das ist kein Gegensatz, denn Jesus beschreibt selbst, wann und wo diese "Sttigung" mit Gerechtigkeit stattfinden wird: Mt 25, 31-46
Zitat:
Allerdings erhob 1968 anknpfend an die Enzyklika Populorum progressio von Papst Paul VI. in Medelln der gesamte lateinamerikanische katholische Episkopat, im Beisein und mit Billigung des Papstes, die Option fr die Armen zur Leitlinie der kirchlichen Position.
Du sollst nicht ohne Quellenangabe zitieren. Schon wieder wikipedia. Im brigen war die "Option fr die Armen" immer schon "Programm" fr die Kirche, ganz egal, ob man die christliche Urgemeinde in Jerusalem, die in den Apostelbriefen beschrieben bzw. adressiert wird, nimmt oder Heilige wie Elisabeth von Ungarn/Thringen oder Giovanni Bernadone (Franz von Assisi) und viele andere.

Code Civil hat folgendes geschrieben::
mitternacht hat folgendes geschrieben::
Code Civil hat folgendes geschrieben::

Matthus 5 Vers 3 und Lukas 6 Vers 20 findet sich in folgenden bersetzungen: [...]
Hier geht es eben nicht um ein "gerechtes irdisches" Leben, sondern um ein transzendentes. Diese Zitate taugen daher nicht als Beleg fr Deine These.

Im Neuen Testament beginnt Jesus im Anschluss an Johannes den Tufer sein ffentliches Auftreten mit der Botschaft: ( Mk 1,15f EU):

Kehrt um, denn die Gottesherrschaft ist nahe herbeigekommen!
Das ist nicht E, sondern Luther.
Code Civil hat folgendes geschrieben::
In seiner Verkndigung [...]

In dem Werk The New Bible Dictionary wird erklrt, welche Auswirkungen dieser Standpunkt auf die katholische Theologie hatte: [...] (aus Wikipedia)
Danke, mit der katholischen Lehre bin ich besser vertraut als du, aber was soll uns dieses umfangreiche wikipedia-Zitat sagen?
Meinst du etwa, weil das Reich Gottes "angebrochen" ist, zielen die Aussagen der Bergpredigt auf's Hier und Jetzt und nicht auf ein transzendentes Leben? Dann liegst du falsch. In der oben verlinkten Stelle Mt 25, 31-46 vom "letzten Gericht" beschreibt Jesus, wie die Vollendung des Gottesreiches beginnt, nmlich mit seiner Wiederkehr. Im Vaterunser beten wir "Dein Reich komme". Wre ja wohl unntig, wenn es schon "komplett" wre.

Code Civil hat folgendes geschrieben::
Ohne zwei kommt man im Binr System nicht gerade weit.
Doch. Man kommt komplett ohne die Ziffer "2" aus.

Code Civil hat folgendes geschrieben::
Macht der Kalif in 1001 Nacht sich nach islamischen Recht schuldig, wenn er sich jede Nacht eine neue Jungfrau zuzufhren lsst, die jeweils am nchsten Morgen umgebracht wird?
Keine Ahnung. Da bin ich auf andere Quellen angewiesen. Zum Thema "Tten" meint z. B. Necla Kelek:
Zitat:
Die Ttung eines Menschen hingegen auch Mord gehrt nicht zu den Kapitalverbrechen, sondern zu den Qisas-Vergehen, den Verbrechen mit der Mglichkeit der Wiedervergeltung: Ihr Glubigen! Bei Totschlag ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier fr einen Freien (Sure 2, Vers 178). Und so reit die Blutrache bis heute ganze Familien in den Abgrund.


Die Ansichten gehen in der Diskussion ziemlich auseinander, ob das Tten von Glubigen Moslems laut Koran nun erlaubt sei oder nicht.
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mitternacht
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Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 6331
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 18.04.08, 02:37    Titel: Antworten mit Zitat

Code Civil hat folgendes geschrieben::
Meines Erachtens setzt die christliche Kirche Jesus mit Gott gleich um seine Bedeutung zu steigern. Das Jesus Gott war steht z.B. im Widerspruch zu seiner Taufe:

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da ffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Matthus 3, 16 (EU)

Warum sollte der Geist Gottes auf ihn herabgekommen sein, wenn er Gott selbst war?
Und wenn du weiter liest, wirst du feststellen, dass nicht etwa die Taube, sondern Gott selbst gesprochen hat. Wie soll Gott vom Himmel aus sprechen knnen, wenn sein Geist doch auf der Erde rumflattert? Noch so ein "Widerspruch", der sich beim Glauben an die Dreifaltigkeit in Nichts auflst. Zum "Warum": Die Wege des Herrn sind unergrndlich. Aber wenn der "Chef" den "Junior" zum ersten Mal in die "Firma" bringt, dann stellt er den jungen Mann ja auch vor.

Zitat:
Persnlich hat sich Jesus meines Wissens nicht als Gott sondern als Sohn Gottes gesehen,
Jesus sagt aber "Ich und der Vater sind Eins" (Joh. 10,30, Elberfelder)

Und wenn man sich den Prolog des Johannes-Evangeliums durchliest, dann fllt einem das "Wort" (Logos) auf. In der blichen Interpretation steht es fr Jesus.
Elberfelder hat folgendes geschrieben::
1 Im Anfang war das Wort1, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.
Da steht, dass Jesus die Welt geschaffen hat. Und das steht ebenfalls im groen Glaubensbekenntnis (Konzil von Nicaea, 325)
Denzinger, Hnermann, 39. Auflage, 2001 hat folgendes geschrieben::
Wir glauben an <den> einen Gott, den Vater, den Allmchtigen, den Schpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, und an <den> einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt, das heit aus dem Wesen des Vaters, Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich dem Vater; durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf der Erde ist, [...]
(Hervorhebung von mir)

Mohammed htte - rein zeitlich betrachtet - dieses Glaubensbekenntnis kennen knnen. Daher halte ich es fr wenig zielfhrend, nun hier den theologischen Inhalt zu diskutieren; sondern bitte darum, dass man den jetzt einfach mal als "gegeben" hinnimmt. Nicht im Sinne von :"glaub' das jetzt!" sondern "die Christen glauben das!"
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BeitragVerfasst am: 18.04.08, 08:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Ansichten gehen in der Diskussion ziemlich auseinander, ob das Tten von Glubigen Moslems laut Koran nun erlaubt sei oder nicht.

Wat'n Quatsch.

Natrlich sind Mord und Totschlag von glubigen Muslimen nicht erlaubt.

Man sollte nicht vergessen, dass Mohammed Christen und Juden recht gut kannte, wohl auch von seinen Reisen nach Syrien her. Natrlich kannte er auch die Forderung nach brderlicher Vergebung.

Hier geht es darum, dass die muslimische Gesellschaft eben nicht, aus welchen Grnden auch immer, grozgig vergeben und verzeihen darf, sondern fr Vergeltung zu sorgen hat. Mord und Totschlag sind eben unverzeihlich. Sie zu ahnden ist religise Pflicht.

Der Koran erffnet aber auch andere Ahndungsmglichkeiten, nmlich die Wiedergutmachung. Falls die Familie des Opfers die annimmt. Allerdings nicht per Handschlag, sondern per Zahlung (heute wrde man dazu Entschdigung und Opferrente sagen).

Das ist oft so, dass der Koran nach der Methode vorgeht, zunchst das Grundprinzip zu klren, also hier: Tod gegen Tod, um anschlieend, oft auch wrtlich "Erleichterung" genannt, Mglichkeiten zur Regulierung solcher Vorkommnisse zu erffnen, die insbesondere das Menschlich-allzu-menschliche bercksichtigen.

Da steht also auf der einen Seite das unerbittliche abstrakte gttliche Gesetz, und auf der anderen die praktische Anwendung auf die Gesellschaft, das die Schwchen, Umstnde und Bedingungen des jeweiligen Falles bercksichtigt. Darin, in dieser Rcksichtnahme, drckt sich die Barmherzigkeit Gottes aus.

Bei allen Strafen fr Vergehen und Verbrechen sollte man nicht vergessen, dass es zu Mohammeds Zeiten keine Gefngnisse gab. Die Alternative zur krperlichen Bestrafung war also, den Straftter laufen zu lassen - auch keine Lsung.
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BeitragVerfasst am: 18.04.08, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

brigens erkennt man hier sehr schn einen bedeutenden Unterschied zwischen Islam und Christentum.

Wie ich an anderer Stelle sagte, die Christen rekrutierten sich in den ersten drei Jahrhunderten berwiegend aus den Underdogs, und zwar aus denen sowohl des rmischen Reiches als auch aus denen des damals noch bestehenden jdischen Knigreiches. Der Underdog Jesus ging ja selbst zu den Underdogs, angefangen mit den Hirten auf dem Felde.

Underdogs haben im Staat nichts zu sagen. Folglich wurden gesetzgeberische Gewalt und auch Rechtssprechung an die Obrigkeit delegiert, die Gewalt ber einen hat, ein scharfes Schwert trgt, zu frchten ist und von Gott kommt, auch dann, wenn sie der heidnische rmische Kaiser ist, der sich selbst fr einen solchen hlt.

(Anschlieend zu fragen ist natrlich, und was, wenn die Obrigkeit eine christliche ist?)

Im Islam ist die Obrigkeit die Gemeinde. Die hat sich also selbst zu regieren und folglich auch Gesetzgebung und Rechtssprechung zu bernehmen. Natrlich in dem Rahmen, den der Koran ihr setzt - dass der jedoch fr die Lebenspraxis nicht ausreicht, war schon zu Lebzeiten Mohammeds klar. Immerhin kann eine religise Gemeinschaft, die keine weitere Obrigkeit ber sich hat, sondern die sich selbst regiert, diese Aufgabe nicht an andere Instittutionen delegieren, das sollte man sich klar machen.
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BeitragVerfasst am: 18.04.08, 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Die Ansichten gehen in der Diskussion ziemlich auseinander, ob das Tten von Glubigen Moslems laut Koran nun erlaubt sei oder nicht.

Wat'n Quatsch.
Nix Quatsch. Gibste mal in einer Suchmaschine "Islam" und "tten" ein, findest du hunderte von Seiten, auf denen der Islam als blutrnstige, menschenverachtende Religion dargestellt wird und andere, die behaupten, das sei die friedlichste Religion berhaupt, weil "Islam" und "Shalom" denselben Wortstamm haben und so.
Ich hng' mich da nicht rein, ist nicht meine Baustelle. Aber die Ansichten sind kontrr.
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