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Hund hat gebissen

 
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lino234
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 26.04.2008
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 26.04.08, 11:35    Titel: Hund hat gebissen Antworten mit Zitat

Hallo,

A braucht Dienstleistung und ruft B an und hat Adresse und die Name zu B gesagt und Termin vereinbart. B arbeitet fr eine Firma als Aushilfe. B kommt pnktlich zu o.g. Adresse an. A wohnt in einem Mehrfamilienhaus mit einer kleinen Auentr. Am Auentr, die nicht abgeschlossen war, steht nur ein Klingel ohne Name dran. B klingelt mehrere Male aber keiner hat sich gemeldet. Daraufhin B kam auf den Hof nach ein paar Meter war die Wohnungstr mit Klingel und Name von A dran zu sehen. B klingelt. Nach einigen Sekunde ist pltzlich ein Schferhund von Wohnung des Nachbars (Hundehalters) im gleichen Haus raus gesprungen und zu B gerannt und angebellt und B wurde am Arm gebissen. Der Hund bellte weiter an und hatte aggressive Haltung. B war in aussichtsloser Situation geraten und hilflos und hat groe Schreck bekommen. Dann von der Wohnung kam eine gelassene Stimme und der Hund ging in die Wohnung zurck. Erst nachdem der Hund weg war ffnet A die Tr und wirkte gelassen und rief Hundehalter an. A hat mit dem Hundehalter telefoniert und den Vorgang kurz ihr erzhlt. Dann kam berrascht aussehender Hundehalter vorbei. A hatte zuvor am Telefon nichts darber zu B erzhlt, dass es im Haus Hund gibt es gab auch kein Hinweisschild am Auentr oder sonst wo. B hat die Polizei angerufen. Die Polizei ist vorbei gekommen. B hat den Vorgang zu Polizei erzhlt Polizei hat den Wund und abgerissene Hemd fotografiert und auch den Hund gesehen und mit Hundehalter gesprochen. B hat eine Anzeige gegen Hundehalter erstattet. Und danach ist zu Krankenhaus gegangen und vom Arzt behandelt worden. B hat Zuzahlungen zu rzte bezahlt. Es ist auch nicht klar ob die Versicherung die entstandene Arztkosten bernehmen wird. A ist zu Zeit nicht erreichbar wahrscheinlich ist abgereist und B weit nicht wie Hundehalter heit und es kann noch eine Weile dauern bis B Kopie der Anzeige erhlt. B mchte schriftlich den Hundehalter Schmerzensgeld bzw. Schadenersatz auffordern aber weit nicht ob gleich Schreiben muss ?(wenn ja dann braucht er unbedingt die Name des Hundehalters) oder soll abwarten bis Kopie der Anzeige von Polizei ankommt (wenn ja dann wre zum Schreiben nicht zu spt?)


-Im Falle der Ablehnung seitens Hundebesitzer, wie hoch sieht Erfolgsaussicht von B vor dem Gericht?

-B hat keine Rechtsschutzversicherung. Wenn B Anwalt nimmt, wer sollte Anwaltskosten zahlen?

-kann A wegen Fahrlssigkeit haftbar gemacht werden ?

-Wer sollte fr Arztbehandlung zahlen?

-Hat jemand hnliche Erfahrungen gemacht?

Wie ist die Rechtslage?

Vielen Dank !
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Mogli
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 3586
Wohnort: Pfalz

BeitragVerfasst am: 26.04.08, 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

so wie sich das hier darstellt, haftet der Hundehalter in vollem Umfang. Ein Mitverschulden des B ist nicht zu erkennen.

Die Heilkosten zahlt zunchst die Krankenkasse des B; die kann sich ihre Aufwendungen vom Hundehalter wieder zurckholen (das braucht den B nicht weiter zu kmmern).

B hat gegen den Hundehalter Anspruch auf Schadenersatz fr seine zerrissene Kleidung , Schmerzensgeld (in vermutlich geringerer Hhe als der B sich das bis jetzt erhofft), ggf. Verdienstausfall (sofern ein solcher angefallen ist), Kostenpauschale und ggf. Arztkosten (msste man prfen, was das fr Kosten sind und warum die angefallen sind).

Wenn der Fall derart klar liegt, kann (und sollte) der B sich einen Rechtsanwalt nehmen, der sich um alles weitere kmmert: den Namen des Hundehalters rausfinden, Schadenersatzansprche beziffern und geltend machen. Rechtsanwaltskosten hat der Hundehalter zu bernehmen; mglicherweise wird der Rechtsanwalt vom B einen Vorschuss verlangen, der dann aber letztendlich vom Hundehalter zu tragen ist.
_________________
Gre, Mogli
********************
Diese Auskunft ist kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 26.04.08, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mogli hat ja schon alles bestens erklrt.

Zu dem Aspekt "kann A wegen Fahrlssigkeit haftbar gemacht werden?": Nein. Denn A ist in diesem Fall ist nicht der Hundehalter, sondern wohnt nur im gleichen Haus wie der Hundehalter, dessen Hund B gebissen hat.

LG Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.04.08, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Noch eine Ergnzung:

Der Halter des Schferhundes muss normalerweise gegen derartige Schden versichert sein; die Versicherung zahlt auch die Kosten fr Deinen Anwalt. Der Anwalt wird sich wohl mit seiner Rechnung gleich an den Halter bzw. dessen Versicherung wenden und von Dir gar nicht erst Geld verlangen.

Auch ich wrde Dir hier einen Anwalt empfehlen, dann hast Du keinen rger und weit, dass Deine Interessen gut vertreten werden.

Groe Kmpfe wird es, wenn eine Hundehaftpflichtversicherung besteht, was normalerweise der Fall ist, um Deine Ansprche nicht geben.
_________________
Gre,
Abrazo
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pOtH
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 28.04.08, 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Noch eine Ergnzung:

Der Halter des Schferhundes muss normalerweise gegen derartige Schden versichert sein; die Versicherung zahlt auch die Kosten fr Deinen Anwalt. Der Anwalt wird sich wohl mit seiner Rechnung gleich an den Halter bzw. dessen Versicherung wenden und von Dir gar nicht erst Geld verlangen.


er muss nicht, im eigenen interesse sollte er aber eine versicherung haben.
_________________
LAIENMEINUNG! <---> Lese hier nur fters!
Ab jetzt nurnoch Ringelpitz ohne anfassen!
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Waschbrin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 28.04.08, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

pOtH hat folgendes geschrieben::
er muss nicht, im eigenen interesse sollte er aber eine versicherung haben.


Kommt auf die jeweilige Landeshunde-Verordnung an. Z.B. in NRW mu ein Schferhund als sog. "20/40-Hund" (= schwerer als 20 kg und/oder grer als 40 cm Schulterhhe) u.a. haftpflichtversichert sein, z.B. in Hessen nicht.

LG Waschbrin
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