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Probeme mit einem Hund
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Acid_Burn
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Anmeldungsdatum: 24.05.2008
Beitrge: 2
Wohnort: Ahlhorn

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 17:27    Titel: Probeme mit einem Hund Antworten mit Zitat

Hallo
ich habe ein Problem mit meinem Nachbarn, da mein Hund (Labrador) immer anschlgt wenn einer meiner Nachbarn das Haus verlsst, dass kommt nicht zu letzt davon das die Shne ihn zu Silvester mit Knallern beworfen haben. Nun mchte er das ich das Grundstck so abgrenze das seine Tochter den Hund nicht mehr sehen kann weil sie (2-3 Jahre alt) sich schon mal erschreckt hatte, und unser Nachbar nun befhrchtet das der Hund seine Tochter beit oder sich das Kind erschreckt, wenn sie auf der Schaukel sitzt und dann womglich runterfllt.
Nun damit der Hund nicht zu beien kann, will ich noch Kaninchendraht in den Zaun basteln. Doch kann ich es nicht einsehen, dass ich meinen Hund auf unserm Grundstck womglich noch anpfloken muss damit sich das Kind nicht erschreckt. Zumal der Hund das Kind garnicht anbellt sondern nur bellt wenn der mnliche Teil der Familie drauen ist.

Wie ist die Rechtslage in Niedersachen muss ich wirklich meinen Hund womglich einschlfern oder einen Sichtschutz bauen wobei der Krach den das Bellen macht ja trozdem zu hren wre.
_________________
mfg
Acid_Burn
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

wenn dein Nachbar deinen Hund nicht mehr sehen will, soll er doch sein Grundstck abgrenzen oder sich einmauern.Sorge dafr, dass der Hund nicht durch den Zaun beien kann. Alles andere ist Unsinn.

Gru roni
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Volker111
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beitrge: 553

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem ist doch die Tochter und nicht der Hund, oder irre ich mich da?
_________________
Gru Volker
Wenn Sie mich verstanden haben, habe ich mich undeutlich ausgedrckt
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

ob das nun den Nachbarn oder die Tochter strt is doch wurst.
Soll der Nachbar was von seiner Seite aus machen, dass die Tochter den Hund nicht mehr sehen muss.

Gru roni
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Aileen
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beitrge: 458

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Oder bau einen Sichtschutzzaun und sag deinem Nachbarn, dein Hund frchtet sich vor den Nachbarskindern so sehr, da er sie nicht mehr sehen mag Lachen

LG
Aileen
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Bei solchen Problemen kommt es auch immer darauf an, in wie weit man weiterhin Wert legt auf eine gute Nachbarschaft. Wre das Anbringen eines Sichtschutzzaunes denn wirklich ein so groes Problem? Zum einen wre der Hund dadurch besser vor dem Bldsinn der Nachbarjungs geschtzt, zum anderen die Eltern in Bezug auf die kleine Tochter beruhigt. Ggf. kann man sich die Kosten ja teilen.

LG die Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 24.05.08, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wrde mich auf gute Nachbarschaft nicht einlassen, denn erfahrungsgem sind solche Leute nicht auf gute Nachbarschaft aus.

Ich wrde das anders machen: wenn Du nachweisen kannst, dass die Jungs den Hund mit Silvesterkrachern beworfen haben, dann wrde ich mich zu einem Anwalt begeben und dort Schadensersatz geltend machen; wenn Nachbar sich mausig macht und Anwalt nicht davon abrt, auch Strafanzeige wg Tierqulerei und Sachbeschdigung.

Denn durch auf ihn geworfene Silvesterkracher wird ein Hund beschdigt, wie Du ja selbst wahrnehmen kannst, nmlich in seinem Verhalten (mal abgesehen davon, dass sie ihn ja auch treffen und verletzen knnen). Da verstehe ich berhaupt keinen Spa, denn es ist z.B. eine ganz erhebliche Einschrnkung, wenn ein zuvor schussfester Hund nun bei jedem Knall in Panik gert und durchbrennt. Ein Jagdhund z.B. kann dadurch fr die Jagd unbrauchbar werden und das kann einen massiven Wertverlust bedeuten. Schlielich die Klfferei, die Sorge und der Verlust der Unbefangenheit des Hundes Menschen / Kindern gegenber. Letzteres betrachte ich als ganz erhebliche Einschrnkung und Unannehmlichkeit fr den Halter.

Wie ist das denn mit Dir? Nervt Dich das nicht, wenn der Hund, wird er der mnnlichen Mitglieder (typisch und, wenn es so ist, ggf durch veterinrmedizinischen Test nachweisbar) ansichtig wird, anfngt zu toben? Das ist Dein Schaden, den Nachbarskinder bzw. Nachbar, der sie unbeaufsichtigt mit den Krachern hat spielen lassen, bewirkt haben.

Ich wrde den Anwalt fragen, ob nicht die Mglichkeit besteht, Schadenswiedergutmachung in Form eines ansehnlichen, professionell ausgefhrten Sichtschuthzes zu verlangen - auf Nachbars Kosten selbstverstndlich.
_________________
Gre,
Abrazo
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 25.05.08, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Na, na, da erhebe ich aber Einspruch!

Der Hund ist von Nachbarsjungs mit Silvesterkrachern beschmissen worden. Der Hund ist nicht doof, der wei genau, wer das war, und deswegen beschwert er sich und droht, wenn er sie sieht. Das ist ein vollkommen normales und natrliches Verhalten bei dem Hund, verursacht durch die Nachbarsjungs, die deswegen (bzw. die Eltern, je nachdem) fr das "Folgenmanagement" zu haften haben, denn das kostet Geld, und es ist m.E. berhaupt nicht einzusehen, warum diese Kosten derjenige tragen soll, der den Schaden nicht verursacht hat.

Es wird aber nicht mglich sein, die Folgen zu beseitigen, jedenfalls nicht ohne intensive Mitwirkung der Nachbarn (die ich nicht sehe), denn der Hund bellt ja nicht jeden an - typischerweise die weiblichen Nachbarn nicht, das nehme ich Acid Burn auch unbesehen ab, denn das kenne ich von einem anderen Fall - sondern ausschlielich die, die den Schaden verursacht haben. Folglich ist Hundeschule hier sinnlos, denn da sind ja die Nachbarn nicht zum Training dabei, was sie aber lngere Zeit sein mssten, um den Hund, was sie betrifft, eventuell umzuprgen.

Das einzig erfolgversprechende scheint mir tatschlich ein Sichtschutz zu sein. Aber m.E. auf Kosten des Schadensverursachers. Aus erzieherischen Grnden wrde ich das mit anwaltlicher HIlfe versuchen durchzusetzen, denn wenn die Jungs nicht lernen, dass man Hunde nicht mit Krachern beschmeien darf, dann werfen die womglich ber den Sichtschutz bei Gelegenheit was 'rber, und daraus wird der Hund schlieen, dass dieser Sichtschutz ihm (!) keine Sicherheit bietet und hinfort losbrllen, sobald er sie hrt oder auch nur riecht. Dann kann man dem Nachbarn m.E. nur noch sagen, du hast den Schaden verursacht, wenn dich die Folgen stren, musste eben ausziehen.

HIer gilt m.E. BGB 91 a (ich hoffe, ich erinnere mich richtig an die Zahl), wonach Tiere keine Sachen sind, aber rechtlich so zu behandeln sind (kurz gefasst). Die Sache Hund ist dauerhaft beschdigt worden, der Schaden besteht in ruhestrendem Lrm den Schadensverursachern gegenber.
_________________
Gre,
Abrazo
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 26.05.08, 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wobei zu bedenken ist, da wir jetzt Ende Mai haben und Silvester war vor gut 5 Monaten... Wenn ich eine Anzeige wegen Tierqulerei und ggf. Sachbeschdigung mache, dann nicht erst 5 Monate nach einem solchen Vorfall, sondern direkt danach Zumal die Beweismglichkeiten eher mager sein werden. Der Hundehalter wird behaupten, die Nachbarjungs htten Bller in Richtung des Hundes geworfen, die Erziehungsberechtigen werden behaupten, sie htten es nicht getan.

Im brigen bin immer ich als Hundehalter verantwortlich dafr, da sich mein Hund innerhalb unserer gesetzlichen Normen bewegt. Ich selbst hatte schon einen Hund, der ebenfalls bse Erlebnisse mit Silvesterbllern gemacht hat. Mit dem Ergebnis, da dieser Hund sich nach einem Knall immer den Nchstbesten greifen wollte, der sich in seinem Umfeld befand. Alleine ich als Hundehalter war verantwortlich dafr, da dieser Hund keine Mglichkeit erhielt, jemanden zu beien.

Im Falle einer Lrmbelstigung ist es genau das gleiche: Der Hundehalter hat dafr zu sorgen, da der Hund nicht mehr Lrm verursacht als es die Gesetze erlauben. Aus welchem Grund ein Hund bellt interessiert Ordnungsmter und Richter relativ wenig. Wenn man als Hundehalter nicht nachweisen kann, da ein Klger den Hund direkt provoziert (und das wird in einem solchen Fall schwer gelingen, denn es reic ht ja lt. Aussage des Hundehalters die reine Anwesenheit der Nachbarn in deren Garten), hat man rechtlich die bedeutend shclechteren Karten.

LG Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 26.05.08, 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sehe ich anders, Waschbrin - und es ist auch anders, zumindest bei uns.

M.E. argumentiertst Du moralisch, allerdings mit einer Moral, die ich nicht teile.

Magebend ist aber keine subjektive Moral, sondern die Gesetze, hier insbesondere das BGB.

Tierqulerei und Sachbeschdigung verjhren, wenn ich mich recht erinnere, nach 3 Jahren. Folglich kann eine entsprechende Anzeige 5 Monate nach dem Ereignis problemlos gestellt werden - wobei ich den zivilrechtlichen Weg immer dem strafrechtlichen vorziehe, wenn mglich.

Es gibt auch einen vernnftigen Grund fr eine - Deiner Ansicht nach versptete - rechtliche Regelung dieser Angelegenheit: Folgeschden haben es nun einmal so an sich, dass sie nicht direkt eintreten.

Wenn Rede gegen Rede steht (TE gegen Nachbar), sollte man nicht bersehen, dass da noch der Hund ist.

Ob der Hund einen speziellen Rochus auf die mnnlichen Nachbarn hat, lsst sich oberflchlich einfach feststellen, wenn man die anderen Nachbarn befragt, nmlich, ob der Hund auch auf sie einen Rochus hat. Wenn nicht, und der Nachbar gibt immer noch nicht klein bei, lsst man eben ein veterinrmedizinisches Gutachten erstellen. Wenn dies ergibt, dass der Hund tatschlich einen Rochus auf die mnnlichen Mitglieder hat und dazu womglich noch einen 'Knallschaden', dann mchte ich den Richter sehen, der dem Nachbarn glaubt, er habe doch gar nichts gemacht.

Es ist im brigen keineswegs dasselbe, ob ein geschdigter Hund sich bei jedem Knall den Nchstbesten greifen will, oder ob er den Verurscher anbellt.

Zudem, ich wiederhole, geht es in diesem Fall nicht um Hunderecht, sondern um Sachenrecht.
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Gre,
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 26.05.08, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Abrazo,

wie immer scheint es in Deinem Umfeld in Bezug auf Hunde rechtlich total anders zu liegen wie bei uns hier.

LG Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 26.05.08, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wschbrin, ich verfolge gerade den Fall eines Bekannten, dessen Hund, ich glaub, es war so Ende Mrz, einen Nachbarn ins Bein gebissen hat. Die Polizei hrte und guckte sich Hund und Halter an und lie beide ungeschoren und ohne die geringste Auflage zurck.

Die Versicherung hat meines Wissens immer noch nicht gezahlt, vom Ordnungsamt hat der Halter auch noch nicht einen Ton vernommen, und das Schreiben der Staatsanwaltschaft, wonach das Ermittlungsverfahren wg fahrlssiger Krperverletzung eingestellt wurde, habe ich selbst in der Hand gehabt.

Der Hund ist seit Jahren als normal friedlicher Stadtkter bekannt, sein Opfer als jhzornig und aggressiv und schon mal zuschlagend oder -tretend.

Es lsst sich eben nicht alles ber einen Kamm scheren, und wer sich einen Hund zulegt, verliert damit keinesfalls seine normalen Brgerrechte.

Ich bin strikt dagegen, normalen, friedlichen Hundehaltern und ihren Ktern Angst und Sorgen zu machen oder sie zu einem unnatrlichen, gezwungenen und nicht der Mensch-Hund-Beziehung gemen Umgang mit ihrem Viehzeug zu zwingen.
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Gre,
Abrazo
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 27.05.08, 05:50    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::

Ich bin strikt dagegen, normalen, friedlichen Hundehaltern und ihren Ktern Angst und Sorgen zu machen oder sie zu einem unnatrlichen, gezwungenen und nicht der Mensch-Hund-Beziehung gemen Umgang mit ihrem Viehzeug zu zwingen.


Das ntzt Dir als Hundehalter nur nicht viel in anderen Bundeslndern/Gemeinden. Hier bei uns wurden z.B. fnf Hunde einer Halterin eingeschlfert, nachdem einer von ihnen eine fremde Person, die alleine in die Wohnung der Halterin eingedrungen war, verletzt hatte (offene Biswunde am Arm und Abschrfungen an den Beinen). Sogar der, der zu diesem Zeitpunkt gar nicht dort anwesend war weil die Hundehalterin mit ihm whrend dieses Vorfalles gerade beim Tierarzt war. Ein anderer Hundehalter wanderte in den Knast weil seine beiden Hunde einen Einbrecher, der durch die Dachluke eingestiegen war, schwer verletzt hatten. Ausschlaggebend fr den Richter war dabei, da der Hundehalter die Hunde whrend seiner Abwesenheit extra deswegen in den Hausflur gesperrt hatte, damit sie einen evtl. Einbruch verhindern (es war dort vorher schon einmal eingebrochen worden), und somit damit hat rechnen mssen da eine Person durch seine Hunde verletzt wird.

Fr mich ist es das Normalste der Welt da ein Hund den Wohnbereich des Halters verteidigt. Fr die Behrden in unserem Bundesland hier nicht. Da stehe ich als Hundehalter jederzeit in der Pflicht jegliche Gefahr und Belstigung, die von meinem Hund ausgehen knnte, im Keim zu unterdrcken. Vllig egal, aus welchen Beweggrnden der Hund belstigend oder gefhrdend reagiert, ob er eine schwere Geburt hatte, irgendwelche Traumata in der Jugend oder sonstwas.

LG Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.05.08, 08:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das halte ich, wenn es sich, ohne zustzliche relevante Umstnde (z.B. Hunde von vorn herein auf Menschen abgerichtet) angeblich so geschehen sein sollte, ehrlich gesagt, fr Legenden.
Denn es wre Rechtsbruch, den ein Bundesland sich nicht leisten kann, da Bundesrecht Landesrecht bricht.
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 27.05.08, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Abrazo,

es wre schn wenn es sich um "Legenden" handeln wrde. Hier mal die Story zu den Schferhunden (es waren brigens sechs, nicht fnf, da hatte ich mich vertan, ist schon 'ne Weile her):

http://www.marburgnews.de/2000/mn-akt07.htm

Alle Hunde einschlielich dem, mit dem die Halterin zu dem Zeitpunkt, als der Vorfall passierte, beim Tierarzt war, wurden eingezogen, ins rtl. Tierheim gebracht und dort ohne Anwesenheit der Eigentmerin einem Wesenstest unterzogen. Und alle Hunde wurden anschlieend eingeschlfert.

Ich kannte die Frau und die Hunde vom Sehen. Manchmal ging sie in unserer Gegend spazieren. Die Hunde zeigten sich vllig normal, konnten alle frei laufen und waren einzeln und im Rudel abrufbar, es ist meines Wissens mit ihnen nicht zu irgendwelchen groartigen Problemen mit Spaziergngern oder anderen Hundehaltern gekommen.

Zu der in dem Beitrag erwhnten "nicht artgerechten Haltung": Der Bericht in der rtlichen Presse zu diesem Vorfall stammte aus einer relartiv hundefeindlichen Feder und wurde in dem Bericht hier weitgehend bernommen. Die Hundehalterin wohnte zwar in der Stadt, und ja sie hatte relativ viele Hunde, aber in einem eigenen Haus mit zwei Wohnungen und Vorhof/Garten. Meines Wissens stammte zumindest ein Teit der Hunde aus dem Tierschutz bzw. aus schlechter Haltung. Ich habe diese Hundehalterin mit ihren Tieren zu allen mglichen Tageszeiten vor den Toren der Stadt gesehen, d.h. sie hatten offensichtlich nicht weniger Auslauf als Otto Normalverbrauchers Hund. Und whrend des Vorfalles hatten sich vier von fnf anwesenden Hunden aus dem Geschehen rausgehalten.

Die Verletzungen der gebissenen Frau waren brigens auch nicht so stark da sie nicht in jeder Hausarztpraxis htten behandelt werden knnen.

Die Zahl der in Hessen auf behrdliche Anordnung getteten Hunde ist so hoch, da sogar die Bundestierrztekammer seit Jahren versucht dagegen vorzugehen. So wurden lt. Statistik der Bundeslnder zwischen August 2000 und September 2003 in Hessen auf Anordnung 456 Hunde gettet. Die Zahlen des gleichen Zeitraumes z.B. in folgenden Bundeslndern: Rheinland-Pfalz 59, Niedersachen 19, Bayern 0.

Hier bei uns mu jeder Beivorfall, der rztlich versorgt wird, ans Ministerium gemeldet werden, und wird behrdlich aufgearbeitet. In einem Fall wurde eine Bekannte von mir durch ihren kranken Hund derart verletzt (der Hund ist aus dem Schlaf hochgeschreckt und hat dabei zugepackt) da sie genht werden mute. Ergebnis: Vorladung zum Wesenstest, den der Hund aufgrund seiner chronischen Erkrankung nicht bestand (er lie sich nicht von Fremden anfassen bzw. fing an zu drohen wenn die Individualdistanz unterschritten wurde). Aufgrund der fortgeschrittenen Erkrankung haben sich die Hundehalter in Absprache mit dem Wesensgutachter fr das Einschlfern des Hundes entschieden. Oder anders gesagt, der Gutachter hat sein Gutachten (mit der Empfehlung den Hund einzuschlfern) aus angeblichen Zeitgrnden erst dann bei der zustndigen Behrde eingereicht als die Hundehalter den Hund bereits bei ihrem Tierarzt hatten einschlfern lassen. Diesem Hund wurde dadurch einiges erspart, aber er erscheint deswegen auch nicht in der hessischen "Ttungsstatistik".

Wie gesagt, "Legenden" wren schn, leider sind es keine. Der behrdeninterne Druck, der auf den zustndigen Beamten und Angestellten lastet, wenn ein Vorfall mit einem Hund gemeldet wird (und das mu gar kein Beivorfall sein), ist hier sehr hoch. Ich wrde auch nicht in deren Haut stecken wollen, wenn mit einem Hund etwas Schwerwiegenderes passieren wrde und es wrde dann bekannt werden, da der selbe Hund vorher schon in irgend einer Form als auffllig gemeldet wurde, der zustndige Beamte oder Angestellte der Sache nicht mit entsprechendem Druck nachgegangen ist. Die entsprechenden Dienstanweisungen sind ziemlich eindeutig. Also zieht hier jeder Sesselpupser alle Geschtze wenn Du wegen Deines Hundes angezeigt wirst.

LG Waschbrin
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