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recht.de :: Thema anzeigen - Garantie fr das Nichttreten der Pferde auf der Koppel?
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Garantie fr das Nichttreten der Pferde auf der Koppel?
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 02.06.08, 20:12    Titel: Garantie fr das Nichttreten der Pferde auf der Koppel? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich habe folgende Frage:

Ist es mglich, dass jemand, der seine Pferde auf einer Koppel mit einem anderen Pferd hat, fr seine Pferde eine Garantie dafr bernimmt, dass bei einer Verletzung des fremden Pferdes er voll haftet und zwar auch dann, wenn nicht genau ermittelt werden kann, welches Pferd den Schaden verursacht hat? Ein Mitverschulden von wegen allgemeines Lebensrisiko durch Koppelgang soll ausgeschlossen sein.

Kann man hierber eine Garantieerklrung abgeben? Welcher Inhalt wre hierbei wichtig?

Fr hilfreiche Antworten wre ich sehr dankbar.

Liebe Gre
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 02.06.08, 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wre das:

ich ... geb. am ... wohnhaft in ... gebe hiermit eine Garantie dafr ab, dass die Pferde X und Y an dem Pferd A von ... geboren am ... wohnhaft in ... keinerlei Schden durch einen Huftritt verursachen. Bei einem Tritt der Pferde hafte ich in vollem Umfang. Ein Mitverschulden von ... ist ausgeschlossen.

Ich hafte auch dann, wenn das schadensverursachende Pferd nicht ermittelt werden kann.
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Gammaflyer
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 02.06.08, 21:01    Titel: Re: Garantie fr das Nichttreten der Pferde auf der Koppel? Antworten mit Zitat

Amazonin hat folgendes geschrieben::
Kann man hierber eine Garantieerklrung abgeben?

Man kann schon.
Ich frage mich nur, warum?

Wenn es das eigene Pferd war, dann haftet man in der Regel sowieso und wenn man nicht auf Streit aus ist und sowieso zu zahlen gewillt ist, dann zahlt man im Streitfall eben.
_________________
Dass Laien am Rechtsverkehr teilnehmen ist zwar rgerlich aber eben unvermeidbar. spraadhans (cave: Ironie)
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht unbedingt. Versicherungen zahlen erstmal nur 50 % mit dem Argument, dass es der allgemeinen Lebensgefahr entspricht Pferde auf eine Koppel zu stellen, was offensichtlich absoluter Quatsch ist. Das wre so, wie wenn ich einen Fugnger mit dem Auto anfahre und ihm vorwerfe er htte ja nicht das Haus verlassen mssen. Pferde gehren nun mal auf eine Koppel. Im Ergebnis habe ich das auch so in einem Urteil gefunden.

MIr geht es mehr um den psychologischen Effekt. Ich habe keine Lust mich im Nachhinein vor Gericht zu streiten. Menschen sind furchtbar wenns um die eigenen Kinder und Tiere geht. Dann hab ich wenigstens was schriftlich in der Hand, woran sie sich auch erinnern wird, wenn sie den Gedanken hegt nicht zahlen zu wollen.
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lissy
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.05.2005
Beitrge: 1500

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Amazonin hat folgendes geschrieben::
ich ... geb. am ... wohnhaft in ... gebe hiermit eine Garantie dafr ab, dass die Pferde X und Y an dem Pferd A von ... geboren am ... wohnhaft in ... keinerlei Schden durch einen Huftritt verursachen.


Mit den Augen rollen Ich frage mich, wer so eine Garantie geben kann. Mit den Augen rollen
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich auch, ob das Ganze wegen Unmglichkeit vielleicht nicht mglich ist.

Wre es dann besser dass Ganze nicht als Garantiebernahme zu formulieren, sondern als Haftungszusage oder hnliches?
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Gammaflyer
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Amazonin hat folgendes geschrieben::
MIr geht es mehr um den psychologischen Effekt. Ich habe keine Lust mich im Nachhinein vor Gericht zu streiten. Menschen sind furchtbar wenns um die eigenen Kinder und Tiere geht. Dann hab ich wenigstens was schriftlich in der Hand, woran sie sich auch erinnern wird, wenn sie den Gedanken hegt nicht zahlen zu wollen.

Ach so, Sie wollen jemandem eine solche Garantie abverlangen.
Fr mich klang es so als wollten Sie um des lieben Friedens willen selbst jemandem diese Erklrung abgeben um zuknftigem rger durch die pauschale Zusage, im Zweifel zu zahlen, zu entgehen.

Wenn man etwas will, ist alles erstmal schwieriger Winken
_________________
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Volker111
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beitrge: 553

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Garantie ist per se verschuldensunabhngig, also kann man alles garantieren und dafr haften. Mit der Unmglichkeit brauchen wir hier nicht zu hantieren, denn es kommt nicht darauf an, ob ein Tritt mglicherweise nicht verhindert werden kann, sondern darauf, dass er mglich ist, der Garantiegeber das wei und dem Anscheinsbeweis zustimmt, dass es seine Mhre gewesen ist.
_________________
Gru Volker
Wenn Sie mich verstanden haben, habe ich mich undeutlich ausgedrckt
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Lieben Dank fr die Antworten.

Das klingt doch gut. Diesen Sinn und Zweck soll das Schriftstck auch haben. Wrdest du die Formulierungen so stehen lassen? Oder hast du Ergnzungen?

Zitat:
ch ... geb. am ... wohnhaft in ... gebe hiermit eine Garantie dafr ab, dass die Pferde X und Y an dem Pferd A von ... geboren am ... wohnhaft in ... keinerlei Schden durch einen Huftritt verursachen. Bei Treten der Pferde hafte ich in vollem Umfang. Ein Mitverschulden von ... ist ausgeschlossen.

Ich hafte auch dann, wenn das schadensverursachende Pferd nicht ermittelt werden kann.


Der Hinweis mit der vollen Haftung und dem ausgeschlossenen MItverschulden soll demjenigen, der das unterschreibt klar machen, was er tut und den psychologischen Effekt untersttzen.
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Kormoran
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beitrge: 2572

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

In meinen Augen msste jemand, der einen solchen Blankoscheck unterschreibt, bescheuert sein.

Zitat:
Menschen sind furchtbar wenns um die eigenen Kinder und Tiere geht

Das stimmt, deshalb verlangen sie von anderen das:
Zitat:
Ich hafte auch dann, wenn das schadensverursachende Pferd nicht ermittelt werden kann.

_________________
Herzliche Gre
Kormoran
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pOtH
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 03.06.08, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Amazonin hat folgendes geschrieben::
Nicht unbedingt. Versicherungen zahlen erstmal nur 50 % mit dem Argument, dass es der allgemeinen Lebensgefahr entspricht Pferde auf eine Koppel zu stellen, was offensichtlich absoluter Quatsch ist.


gibt es nicht irgendwelche klauseln das der versicherungsnehmer keine "schuldeingestndnisse unterschreiben darf da er ansonsten den "versicherungsschutz" verliert!?
_________________
LAIENMEINUNG! <---> Lese hier nur fters!
Ab jetzt nurnoch Ringelpitz ohne anfassen!
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 04.06.08, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

@ Kormoran: Wenn der andere Eigentmer 2 Pferde hat und ich eines, dann brauch ich mir von dem nix unterschreiben zu lassen, wenn der spter sagt: das pferd kann nicht ermittelt werden.

Bei uns auf dem Hof wurden beinahe 2 Pferde tot getreten, weil sie von einem Pferd mit einem Beschlag getreten worden sind. Und nun will einer seine Pferde, ebenfalls mit Beschlag zu meinem (ohne Eisen) auf die Koppel stellen. Leider kann ich mich dagegen nicht wehren. Den Hof verlassen mchte ich auch nicht. Derjenige der das Risiko schafft, hat auch dafr zu haften. Ich will das derjenige sich Gedanken macht und das tut jeder zwangsweise der sowas unterschreiben soll. Die anderen Eigentmer der getretenen Pferde sind alle auf ihren Kosten sitzen geblieben. Bei dem einen hat die Versicherung nur zu 50 % gezahlt und beim anderen hat natrlich niemand gesehen welches pferd es war.

So und jetzt Klugscheier lass mal eine produktive Antwort ab!
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Yane
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 05.06.08, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

@Amazonin

den letzten Satz httest Du dir sparen knnen.

Wenn Du eine produktive Antwort mchtest -
ich stimme Kormoran da absolut zu. Wrde es sich dabei um meine Pferde handeln, wrde ich einen derartigen Schrieb unter Garantie NICHT unterschreiben. Damit wrde ich der anderen Partei ja quasi einen Blankoscheck dafr bergeben, fr smtliche Verletzungen, die sich deren Pferd zuziehen knnte, die Haftung zu bernehmen.

Dein Pferd hat eine Schramme -> oh, da wurde es ganz sicher getreten -> holen wir mal den TA, denn schliesslich haftet ja Pferdebesitzer B und der kann dann TA-Kosten bernehmen.

Weisst Du, aufsetzen kannst Du so viele Schriftstcke, wie Du willst. Ob dein Gegenber die auch unterschreibt, ist eine andere Sache. Da msste dein Gegenber ja schon wirklich absolut dumm, bescheuert, usserst naiv oder dmlich sein, so was auch noch zuzustimmen.

Schtze mal, das ist dir nicht produktiv genug, da nicht in deinem Sinne. Aber glaubst Du wirklich, dein Gegenber ist derart dmlich?

Gegenfrage, bist Du bereit, die gleiche Garantie der anderen Partei zu geben? Also, wenn eines deren Pferde eine Verletzung aufweist, dass Du die Haftung bernimmst? Auch wenn nicht erwiesen ist, dass dein Pferd der Verursacher ist? Denn auch Pferde ohne Beschlag knnen, wenn sie treten, Verletzungen verursachen.

Wenn Du nicht bereit bist, eine gleiche Garantie dem Gegenber zu geben, erbrigt sich jegliche weitere Frage.

Viele Gre
Cindy
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Sylliska
Interessierter


Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beitrge: 18

BeitragVerfasst am: 05.06.08, 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Amazonin hat folgendes geschrieben::
Bei uns auf dem Hof wurden beinahe 2 Pferde tot getreten, weil sie von einem Pferd mit einem Beschlag getreten worden sind. Und nun will einer seine Pferde, ebenfalls mit Beschlag zu meinem (ohne Eisen) auf die Koppel stellen. Leider kann ich mich dagegen nicht wehren. Den Hof verlassen mchte ich auch nicht. Derjenige der das Risiko schafft, hat auch dafr zu haften. Ich will das derjenige sich Gedanken macht und das tut jeder zwangsweise der sowas unterschreiben soll. Die anderen Eigentmer der getretenen Pferde sind alle auf ihren Kosten sitzen geblieben. Bei dem einen hat die Versicherung nur zu 50 % gezahlt und beim anderen hat natrlich niemand gesehen welches pferd es war.

So und jetzt Klugscheier lass mal eine produktive Antwort ab!


*Yanezustimm* Winken

Im Prinzip wird's dann wohl so laufen, da der Stallbetreiber sagt: "Liebe Amazone, dann bleibt Dein Hotte eben im Stall." *Klugscheier-Modusaus*
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Amazonin
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 06.06.08, 07:12    Titel: Antworten mit Zitat

1. War die Bezeichnung Klugscheier durchaus passend, da die Antwort weder hilfreich noch zutreffend wahr, vielmehr polemisch.

2. Die Schden die durch beschlagene Pferde verursacht werden sind um ein vielfaches hher als durch unbeschlagene Pferde. Hat euch mal einer mit einem Schlagring ins Gesicht gehauen? Wir haben jetzt schon das 2. schwerverletzte Pferd. Mein Pferd ist unbeschlagen und fr den wrde ich jederzeit eine Garantie geben. Es ist ohne probleme nachweisbar ob der Tritt von einem unbeschlagenen oder von einem beschlagenen Pferd ist. Auf der Koppel sind doch nur ihre beiden beschlagenen, ein weiteres unbeschlagenes und mein unbeschlagenes. Wei gar nicht was ihr fr einen Aufstand macht. Sie muss sowieso fr ihre Pferde haften wenn was passiert. Der Vertrag soll lediglich Gerichtsverhandlungen vorbeugen und eine psychologischen Effekt bewirken.

3. Hab ich nun einen Vertrag in Form einer Haftungsbernahme ausgearbeitet. Ist schon unterschrieben. Also Thema beendet, Klugscheier.
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