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Unzulssige Klausel in PO bzw. unverhltnismige Hrte?

 
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EinStudent
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.07.2008
Beitrge: 11

BeitragVerfasst am: 11.07.08, 20:13    Titel: Unzulssige Klausel in PO bzw. unverhltnismige Hrte? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe da mal eine Frage, ob es sich bei der folgenden Klausel in einer
Prfungsordnung um eine unzulssige Klausel bzw. eine unverhltnismig Hrte (z.B.
unntige Verlngerung des Studiums) handeln knnte und ob man dagegen etwas unternehmen kann.

Vorweg sollte ich vielleicht noch erwhnen, dass es sich um einen Bachelorstudiengang
handelt. Es gibt somit keine Trennung in Grund- und Hauptstudium mehr und
demzufolge auch kein Vordiplom oder eine vergleichbare Prfung um das
Hauptstudium aufnehmen zu drfen. Zu der Klausel ist nichts Nheres im HRG oder im
Nieders. Hochschulgesetz geregelt. Leider scheinen die Bachelor-/Masterstudiengnge
noch so neu zu sein, dass dazu auch nichts in der einschlgigen Fachliteratur
zu finden ist.

Die Klausel lautet:

Zu den Modulprfungen des vierten, fnften und sechsten Semesters wird nur
zugelassen, wer alle Modulprfungen des ersten und zweiten Semesters bestanden
hat.

In meinem Studiengang sind von dieser Klausel sehr viele Studierende betroffen
und zwar auf eine besonders unglckliche Weise. Sehr viele Studierende kommen
jetzt in das vierte Semester und haben genau ein Modul aus dem ersten oder
zweiten Semester offen. Diese Studierenden knnen im Prinzip nicht weiterstudieren
und drfen sich jetzt ein Semester mit nur einem Modul beschftigen, dass gerade
mal 2 Semesterwochenstunden umfasst.

Jetzt zu einigen Paradoxien. In smtlichen anderen Prfungsordnungen der anderen
Studiengnge an meiner Hochschule gibt es eine derartige Klausel nicht oder aber
diese Klausel ist beiweitem nicht so "hart" ausgelegt.

Dort heit es, dass zu den Modulprfungen des fnften und sechsten Semestern
nur zugelassen wird, wer alle Modulprfungen des ersten Semesters bestanden hat.
Das ist im Prinzip auch nachvollziehbar, weil im fnften Semester schon eine
Bachelor- Teilprfungen (Praxisprojekt) stattfindet. Im vierten Semester sind es
aber nur ganz normale Module. Andere Prfungsordnungen besagen, dass zu den
Modulen des fnften und sechsten Semesters nur zugelassen wird, wer mindestens
die Hlfte aller Module des ersten und zweiten Semesters bestanden hat.

Ich habe stichprobenartig auch mal bei anderen Hochschulen in Niedersachsen geschaut. Dort gibt es eine solche Klausel grundstzlich gar nicht in den POs. Dort studiert man einfach sechs Semester und muss fr die Zulassung zur Bachlorprfung alle Module nachweisen, ansonsten muss man die Module erstmal nacharbeiten.

ber eure Meinungen wrde ich mich sehr freuen, vorallendingen ber Tipps, was
man da auf nicht-juristischem (evtl. FaRa, StuPA) oder juristischem Wege machen
knnte, weil es meiner Meinung nach eine unverhltnismige Hrte ist, wegen sowas lnger studieren zu mssen. Die Hochschule will die Studierenden wohl lnger halten als ntig, um sich mit den Studiengebhren die Taschen zu fllen Winken

Gru
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alexraasch
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beitrge: 39

BeitragVerfasst am: 23.12.08, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Grundstzlich kann die Hochschule die Prfungsordnung so gestalten, wie sie es fr richtig erachtet. Ob sie hnlichkeit mit anderen POs hat, spielt keine Rolle. Auch nicht, ob die Regelungen im Sinne eines zgigen Studiums sinnvoll sind. Die Studenten knnen doch einfach alle Module im jeweiligen Semester antreten, bestehen und das Studium damit in der Regelzeit abschlieen. Das einzige Kriterium fr die PO ist, ob sie dem Hochschulgesetz des Landes entspricht.

Eine andere Sache ist es, wenn die Studenten die Modulprfungen nicht antreten knnen, ohne dass sie dafr die Schuld tragen. Zum Beispiel, weil die Hochschule die notwendigen Kapazitten nicht zur Verfgung stellt. Dann kann man z.B. folgendes tun: (1) Antrag beim Prfungsausschuss, zu den Prfungen zugelassen zu werden, weil man die Grnde nicht zu vertreten hat, die zur Nichtzulassung fhren wrden. (2) Selber Antrag kann auch an hhrere Gremien der Hochschule gestellt werden. Welche das sind, richtet sich nach der Grundordnung/Geschftsordnung (je nach dem, wie das an der betreffenden Hochschule heit. (3) Wenn alles nicht hilft, klagen.
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katmai
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.01.2007
Beitrge: 411
Wohnort: Down Under.

BeitragVerfasst am: 24.12.08, 02:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wrde auch hier wieder ganz allgemein das empfehlen, was in solch einem Fall immer der erste Weg sein sollte: Fachschaft/Studierendenvertretung des Studienganges anhauen, die sollen das doch bitte an den Studiendekan/die Studiendekanin weitergeben und da mal etwas Druck machen.

Wenn vorher die Prfungsordnung bekannt war oder bekannt htte sein knnen (und ich wsste nicht, wieso sie das nicht gewesen sein knnte), dann gibt es nur in dem Fall ein "Schlupfloch", wenn verpflichtende Lehrveranstaltungen so parallel stattgefunden haben, dass es unmglich war, rechtzeitig die Module abzuschlieen (das wre aber beinahe Unstudierbarkeit), oder wenn bentigte Lehrveranstaltungen nicht stattgefunden haben. Vielleicht dazu auch mal die Modulhandbcher konsultieren, wenn es so etwas an der Uni gibt. Bisweilen sind dort Regelungen zur Hufigkeit von Veranstaltungen getroffen.

Gru,

katmai.
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