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Pitbull hetzt Pony
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pppi
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Anmeldungsdatum: 28.01.2005
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 17.07.08, 12:55    Titel: Pitbull hetzt Pony Antworten mit Zitat

Hallo
Sachverhalt ist wie folgt:
Ein frei laufender Pitbull hetzt ein Pony ber die Wiese, dieses springt in Panik durch einen Zaun und verletzt sich so sehr, dass es fr 14 Tage Medikamente bentigt und nicht richtig laufen kann.
Zuerst ist die Hundehalterin kooperativ, gibt ihre Adresse und Telefonnummer und Zusage, die Arztkosten zu bernehmen.
Nachdem ihr nun die Rechnung vorliegt ( 100,--) weigert sie sich die Kosten zu begleichen. Begrndung: Wer wei, ob das Pony nicht schon vorher humpelte.

Wie und wo kann die Ponybesitzerin denn nun
1. Anzeige erstatten
2. Ihre Forderung durchsetzen. Zeugen htte sie.

Gru
P.
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Roni
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 17.07.08, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

hallo pppi

wenn sich die Hundehalterin weigert und du zuverlssige Zeugen hast, kannst du den Vorfall auf dem Ordnungsamt anzeigen.

Gru roni
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Mogli
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Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 3586
Wohnort: Pfalz

BeitragVerfasst am: 17.07.08, 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Roni hat folgendes geschrieben::

wenn sich die Hundehalterin weigert und du zuverlssige Zeugen hast, kannst du den Vorfall auf dem Ordnungsamt anzeigen.
Geschockt und das Amt bezahlt dann den Schadenersatz?

Nee, ich vermute mal, primr gehts der pppi um die Tierarztkosten. Und da drfte, wenn der Hundehalter sich weiterhin quer stellt, nur eine Schadenersatzklage helfen.

Anmerkung zum Schadenersatz: vermutlich wird eine Quotelung stattfinden: beide Tierhalter haften (auch ohne Verschulden) anteilig, Haftungsgrundlage ist "Gefhrdungshaftung aus Tiergefahr" ( 833 BGB) - vorausgesetzt, keiner der beiden braucht sein Viehzeug zum Geldverdienen. Mglicherweise wird der Verursachungsanteil des Pitbull schwerer wiegen, aber vollstndigen Schadenersatz wirds voraussichtlich nicht geben.
_________________
Gre, Mogli
********************
Diese Auskunft ist kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 18.07.08, 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

Frage 1 wre: aus welchem Bundesland kommst Du?
Dann hilft ein Blick in das entsprechende Hundegesetz bzw. Hundeverordnung.

Im Allgemeinen gilt, dass ein Hund, der frei laufen darf (ich gehe mal davon aus, dass der Pitbull das darf, heit, dass er einen Wesenstest positiv absolviert hat), dies nur dann darf, wenn er vom Halter kontrolliert werden kann, heit, wenn er so gehorsam ist, dass der Halter ihn von seinem Tun abrufen kann.

Ist das nicht mglich, so handelt es sich um unkontrolliertes Hetzen, und das kann einen gefhrlichen Hund kennzeichnen. Das gehrt mit zum belsten, was einem Hundehalter passieren kann, nmlich, dass die Befreiung von der Leinenpflicht wieder aufgehoben wird.

Ich behaupte mal, die Sache mit der beidseitigen Tiergefahr gilt in diesem Falle nicht. Die gilt dann, wenn Hunde sich artgerecht prgeln und es dabei zu Verletzungen kommt. Die gilt aber dann nicht, wenn Hunde artgerecht hetzen, denn das hat man einem zivilisierten Hund zu untersagen. Und falls er im Wald so hinter einem Reh herpest, kann ein zufllig anwesender Jger ihn meines Wissens sogar erschieen. Da ist also auch nichts mit gegenseitiger Tiergefahr.

Ich wrde die Pitbullhalterin schriftlich mahnen. Unter Beifgung der Kopie der Tierarzt- und Medikamentenrechnungen. Ihr ca. 3 Wochen Zahlungsfrist geben und mitteilen, dass Du hernach einen fr sie kostentrchtigen Mahnbescheid beantragen wirst (fr sie kostentrchtig natrlich nur dann, wenn Dir die Forderung bei einem eventuellen Gerichtsverfahren, falls sie der Forderung widerspricht, zugesprochen wird).

Kleine Rcksprache mit dem Tierarzt, ob er eventuell bereit wre zu begutachten, dass die Verletzung des Ponys aller Wahrscheinlichkeit nach durch das Hetzen entstanden ist. Und ihr auch dies mitteilen: Du bietest ein tierrztliches Gutachten an, zu dem Dein Tierarzt sich bereit erklrt htte, dessen Kosten allerdings, falls es fr die Halterin negativ ausfllt, diese ebenfalls zu tragen htte.

Zudem wrde ich die Pitbullhalterin im Sinne einer unbrokratischen Regelung darum bitten, Dir doch eine Kopie ihres Leinen- und Maulkorbbefreiungsbescheides zu berlassen (die muss sie z.B. in NRW immer bei sich fhren!), da Du Dir nach diesem Vorfall doch verstndliche Sorgen machen wrdest und ansonsten beim Ordnungsamt nachfragen msstest.

Wenn die Pitbullhalterin nicht total bescheuert ist, msste sie danach eigentlich zahlen.

Merke: Du darfst ihr nicht mit dem Ordnungsamt drohen, denn das knnte die Grenze zur Ntigung berschreiten. Du darfst aber freundlich und hflich Deinem berechtigten Interesse nachkommen, Dich hinsichtlich mglicher zuknftiger Gefahren beruhigen zu lassen.

100 Euronen sind nun wirklich nicht die Welt. Wegen so was macht ein vernnftiger Mensch eigentlich keinen Aufstand, wenn man ihm nicht die Mglichkeit dazu bietet.
_________________
Gre,
Abrazo
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pppi
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Anmeldungsdatum: 28.01.2005
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 18.07.08, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

erstmal vielen Dank fr die Antworten.

Eigentlich geht es mir wirklich nur um die Arztkosten. Und Ja, ich habe zuverlssige Zeugen.

Der Vorfall ereignete sich in Land Brandenburg. Hier sind sehr strenge Regeln, was die sog."Kampfhunde" angeht. Genereller Leinenzwang, Maulkorb, wenn kein Gutachten vorliegt usw. Deswegen hatte ich ja angenommen, die Angelegenheit fair und problemlos zu regeln.Gerade weil die Hundehalterin enorme Probleme bekommen wrde, wenn ane Anzeige vorgenommen wrde.
Die Hundehalterin kommt aus Berlin. Aber auch hier gibt es wohl strenge Auflagen bei "Kampfhunde".

Und das Pony war auf der Weide. Also kann man wohl kaum sagen, dass ich als Ponyhalter auch Mitschuld bin. Der Hund war nicht angeleint, rannte auf die Weide, und jagte das Pony, das Panik bekam. Die anderen greren Pferde hatte der Hund in Ruhe gelassen, weil eben das Pony kleiner war und losrannte. Aber da bin ich doch nicht Schuld.
Und dann horchte er nicht mehr. Der klinkte sich regelrecht aus. Die Halterin rannte brllend hinter dem Hund her, dieser hatte nur das Pony im Visier und hetzte es dann kreuz und quer, bis dieses dann durch den Zaun sprang und verletzt zwischen die Gropferde in Sicherheit humpelte. Diese nahmen das Pony in die Mitte und traten nach dem Hund, sodas dieser dann endlich vom Pony ablie und eingefangen werden konnte - indem die Halterin sich auf den Hund warf!

Das ganze ist nun schon drei Wochen her, ich hatte sie bereits an die zugesandte Rechnung erinnert - und dann sprach / schrie sie auf meinen Anrufbeantworter "ich solle sie mit dem Sch...Pony zufrieden lassen und mir die Sch... Arztrechnung in den A.... schieben, und wenn ich sie nicht zufrieden lasse werde sie mich wegen Belstigung anzeigen"

Da werde ich nun natrlich auch rgerlich, weil ich meine fair gewesen zu sein und eben 100,00 kein riesiger Betrag ist. Htte ich einen Arzt von den ortansssigen Pferdekliniken geholt wre das ganze mind. 6 x so teuer.

Aber erstmal danke fr Eure Ratschlge. Eine weitere Auseinandersetzung mit der Hundehalterin halte ich allerdings auf ziviler und vernnftiger Art und Weise nicht fr mglich.
Da werde ich vermutlich wohl einen Anwalt einschalten mssen..

LG
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 18.07.08, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

So, wie Du nun den Vorfall schilderst, ist der Pitbull durchgedreht und das darf nicht vorkommen.

Offenbar ist er nicht so zuverlssig, wie es wohl manchem schien.

Dennoch wrde ich selbst schwer berlegen, ob es nicht unabhngig davon angeraten ist, das Ordnungsamt von dem Vorfall zu informieren, denn ein unzuverlssiger Pitbull, der nicht mehr gehorcht, ist nunmal eine Gefahr. Vielleicht nicht fr Menschen, aber Kampfhunde bekommen auch Leinen- und Maulkorbzwang, wenn sie Tiere gefhrden. Immerhin htte der Pitbull bei seinem Gebiss das Pony auch schwer verletzen knnen, mglicherweise so schwer, dass es htte eingeschlfert werden mssen. Noch einmal darf so etwas nicht passieren, und nicht nur nicht mit Dir.

Dennoch ist schriftliche Mahnung mit Zahlungsfrist ca. 3 Wochen nun wohl ntig, denn bevor man gegen einen gerichtlich vorgehen kann, muss man ihn erst einmal nachweislich in Vollzug setzen. Danach kann man einen Mahnbescheid beantragen, der allerdings erst einmal paar Mark Euro kostet, aber nicht
die Welt. Muss man vorfinanzieren, die Kosten kommen dann als Nebenkosten mit auf den Mahnbescheid und erhhen somit die gesamte Summe.

Ich empfehle, Dir dazu folgendes gut durchzulesen:
http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?t=64796
_________________
Gre,
Abrazo
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stejen
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beitrge: 162
Wohnort: Erde

BeitragVerfasst am: 18.07.08, 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ein guter Tipp ist auch: www.online-mahnantrag.de
Kosten werden automatisch eingefgt
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Waschbrin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 19.07.08, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pppi,

genau wegen solcher Hundehalter gibt es dieser ganzen Hundeverordnungen. Und bei denen sollten sie dann auch greifen.

Du hast genug Geduld bewiesen, in dieser Zeit htte die Hundehalterin reagieren und Deine Kosten begleichen knnen, die Dir durch den Vorfall entstanden sind. Ich wrde an Deiner Stelle noch einmal schriftlich die Zahlung anmahnen und darin einen Termin nennen (max. 10 Tage Frist), an dem die Sache einem Anwalt bergeben wird. Zahlt sie nicht, dann wrde ich diesen Schritt auch gehen. Die Anwaltskosten, die Dir entstehen, wird die Dame ebenfalls tragen mssen.

Gleichzeitig mit dieser Mahnung wrde ich den Fall der zustndigen Ordnungsbehrde melden. Die Sache ist extrem glimpflich abgelaufen. Ich kenne zwei Flle in denen die Pferde nach einen Durchbruch durch den Koppelzaun gettet werden muten. Einmal steckte ein Zaunpfosten in der Brust und einmal waren Muskeln und Sehnen zerfetzt. Und was wre gewesen, wenn auf dem Pony ein Kind gesessen htte?

Es kann durchaus einmal vorkommen da ein Hund, vor allem wenn er jung ist und noch keine sattelfeste Grundausbildung besitzt, ein anderes Tier hetzt. Da sollte man nicht ppstlicher sein als der Papst und sich mit der Regulierung des entstandenen Schadens begngen. Und das hast Du in diesem Fall der Hundehalterin ja angeboten. Von Deiner Seite aus ein absolut faires Angebot.

Aber die Reaktion der Hundehalterin lt starke Zweifel in mir aufkommen, da sie unter die Kategorie "zuverlssig" fllt. Denn dann wre sie auf Dein Angebot eingegangen, htte den Fall umgehend ihrer Versicherung gemeldet oder selbst gezahlt und sich anschlieend noch mal nach der Genesung des Ponys erkundigt. Deinen Schilderungen nach kommt es mir so vor als wenn sie den Vorfall als Bagatelle betrachtet. Ich sehe eine entsprechende Gefahr da sie deswegen auch den Umgang mit dem Hund nicht ndern wird. Und das nchste Pony, auf das dieser Hund freilaufen trifft, knnte ein Kind auf dem Rcken tragen oder hochtragend sein, den Zaun an einer ungnstigen Stelle durchbrechen als beim letzten Mal (= hhere Verletzungsgefahr), auf eine stark befahrene Strae laufen etc...

@Abrazo: Es fllt nicht unter den Tatbestand der Ntigung wenn man in solch einem Fall darauf hinweist zwecks Klrung der Schadensregulierung die zustndige Ordnungsbehrde einzuschalten.

Gre

die Waschbrin
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 19.07.08, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
@Abrazo: Es fllt nicht unter den Tatbestand der Ntigung wenn man in solch einem Fall darauf hinweist zwecks Klrung der Schadensregulierung die zustndige Ordnungsbehrde einzuschalten.

Wrde ich mich nicht drauf verlassen, Waschbrin. Immerhin wird damit mit einem empfindlichen bel fr einen Hundehalter gedroht, und ich sehe keinen prinzipiellen Unterschied zwischen der Drohung mit einer Strafanzeige und der Drohung einem Pitbullhalter gegenber, ihn beim Ordnungsamt zu "verpfeifen", wenn er die Rechnung nicht bezahlt.
_________________
Gre,
Abrazo
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 19.07.08, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Also eine Ntigung kann ich da auch nicht erkennen

http://dejure.org/gesetze/StGB/240.html


Wenn die Hundehalterin so uneinsichtig ist, wrde ich auch das Ordnungsamt einschalten. Schon allein in Hinblick auf knftige Vorflle, die vermieden werden knnten.
( Vorsicht mit Anwalt und sonstigen Kosten, wenn da nix zu holen ist hat man die Kosten dann auch noch ) Ausrufezeichen

Gru roni
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 19.07.08, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die Drohung mit einem empfindlichen bel - und dazu gehrt nach der Rechtssprechung auch die Strafanzeige - erfllt den Tatbestand der Ntigung.

Wenn ein Kaufhausdetektiv mit einer Strafanzeige droht, wenn der Gefasste nicht umgehend Strafgeld lhnt, so macht der Detektiv sich wg Ntigung strafbar (vor Gericht ausreichend verhackstckt).

Ich sehe keinen Unterschied zu der Drohung, entweder Du zahlst meine Rechnung, oder ich melde Dich dem Ordnungsamt.

Selbstverstndlich macht man sich nicht strafbar, wenn man die Sache dem Ordnungsamt meldet, und hier halte ich Waschbrins Argumente fr unbedingt beachtenswert. Man kann sich aber m.E. dann strafbar machen, wenn man mit einer solchen Meldung droht, um eine Leistung zu erhalten, die damit gar nichts zu tun hat. Denn das Ordnungsamt ist nicht dafr zustndig, Schadensersatzansprche von Tierhaltern zu regulieren.

Bei 100 kann man m.E, einen Mahnbescheid, ggf. sogar Gerichtsverfahren, riskieren. Das ist insgesamt nicht so teuer, dass nicht der Gerichtsvollzieher nicht irgendwo noch paar Mark Euro finden und einziehen knnte. Und da die Sache doch recht eindeutig aussieht, knnte man sich m.E. auch im Falle eines Gerichtsverfahrens einen Anwalt sparen; nicht selten luft so was ohnehin auf Versumnisurteil hinaus, weil der Beklagte gar nicht erst zum Termin erscheint (was soll er da auch sagen?)
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Gre,
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pppi
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Anmeldungsdatum: 28.01.2005
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

recht vielen Dank fr Eure Hilfe.
Hab mir auch alle Links durchgelesen.

Ich bin auch wirklich am berlegen, ob ich den Vorfall beim Ordnungsamt melde. Ist schon richtig.
Jetzt war es ein Pony auf der Weide, das nchste Mal ev. ein Kind, was davonrennt und hinfllt - und dann ??????

Da bei 100,00 aber auch die Anwaltskosten nicht so hoch sind ( zwar hher als beim Mahnbescheid) werde ich das dort alles besprechen. Auch mit dem Ordnungsamt.

Es ist ja so, die Dame ( Hundehalterin) hat sich ja nun entsprechend des allgemeinen Klischees ber die Besitzer derartiger Hunderassen geoutet, ich habe Zeugen, warum sollte ich jetzt noch mit "Watte" nach ihr werfen.
Das Pony mu nun erst langsam wieder an Hunde herangefhrt werden, es war vorher absolut zuverlssig, jetzt wird es unruhig wenn ein Hund in der Nhe ist. Ich mu also doppelt so sehr aufpassen, wenn meine Tochter drauf sitzt.
Und meine Tochter ( 4 Jahre) war auch sehr erschreckt und fassungslos, als sie Augenzeuge des Geschehens war.
Da blutet auch mein Mutterherz mit - zu sehen, wie die Tochter das mitansehen mu, erschreckt und fassungslos vor sich hin weint " Warum tut der Hund meinem Pony weh?"

Aber vielen lieben Dank an Euch - und dann noch hoffentlich bald ein besseres Wetter zu den Ferien.

LG
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Bekanntlich wird auch die Drohung mit einer Strafanzeige als empfindliches bel angesehen.
Soweit ich letztlich gehrt habe, ist dies lediglich dahingehend eingeschrnkt (worden), dass die Drohung mit einer Strafanzeige dann legitim ist, wenn diese unittelbar im Zusammenhang mit dem - rechtmig - gewollten steht, also, wenn du nicht zahlst, zeige ich dich wegen Betrug an (wohlgemerkt, wenn der Anspruch nicht besteht oder zweifelhaft ist, dann ist das Ntigung).

Eine Anzeige beim Ordnungsamt steht nun ganz und gar nicht mit Schadensersatzzahlungen in Verbindung, ist also von daher als Ntigung anzusehen.

Denn: ein empfindliches bel ist sie fr einen Hundehalter allemal. Selbst die mildeste Sanktion, Leinenzwang, tut einem Hundehalter in der Seele weh, geschweige denn Leinen- und Maulkorbzwang, kostspielige Sicherungsmanahmen, Haltungsverbot mit Wegnahme bis hin zum Einschlfern. Also, Ntigung ist das in meinen Augen allemal.

Das heit natrlich keineswegs, das man nicht beim Ordnungsamt anzeigen soll, wenn man das fr richtig und notwendig hlt. Aber eben nicht als Drohung in Verbindung mit der Forderung, eine Rechnung zu bezahlen. Das sind zwei verschiedene Vorgnge. Die Rechnung kann einer vor dem Zivilgericht einklagen, damit zu drohen ist keine Ntigung, denn das Zivilgericht schlichtet Streitflle. Aber die Androhung einer Meldung beim Ordnungsamt widrigenfalls, das ist m.E. klar Ntigung.

Zitat:
Schlielich hat die Hundehalterin sich doch nicht an den Leinenzwang gehalten .

Woher weit Du, dass der Hund Leinenzwang hatte?
Vielleicht hat er ja Leinenbefreiung bekommen - die wrde nun wohl wieder rckgngig gemacht werden.
_________________
Gre,
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::


Denn: ein empfindliches bel ist sie fr einen Hundehalter allemal. Selbst die mildeste Sanktion, Leinenzwang, tut einem Hundehalter in der Seele weh, geschweige denn Leinen- und Maulkorbzwang, kostspielige Sicherungsmanahmen, Haltungsverbot mit Wegnahme bis hin zum Einschlfern. Also, Ntigung ist das in meinen Augen allemal.

.



Das glaub ich nun wirklich nicht. Mit den Augen rollen

Gru roni
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Is aber so.
Oder hast Du die von Herzen kommenden Proteste bei Einfhrung der neuen Hundeverordnungen und -gesetze vergessen?
Kannst auch einfach mal ne Umfrage unter Hundehaltern machen.
_________________
Gre,
Abrazo
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