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Mitflug verweigert

 
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furie
Interessierter


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 08.08.08, 23:28    Titel: Mitflug verweigert Antworten mit Zitat

Sorry, wenn ich hier jetzt so reinstolpere, Verlegen aber mir platzt gerade der Kragen (deshalb auch der Nick "Furie"): Sehr bse

Mein Ex-Mann war mit unseren vier Kindern in seiner Heimat, Marokko, in Ferien. Er ist Mitarbeiter einer Fluggesellschaft und somit berechtigt, vergnstigt zu fliegen. Obwohl er im Besitz von gltigen, bezahlten (und auf den Flug Casablanca - Frankfurt mit heutigem Datum ausgestellten) Flugtickets ist, hat ihm die gebuchte Fluggesellschaft (nicht sein Arbeitgeber) den Mitflug heute von Casablanca nach Frankfurt verweigert, weil der Flug voll sei. Einzige Mglichkeit war, mit (XX - gendert, report) nach Paris zu fliegen - die Umbuchung war kostenfrei mglich. Die Bahn-Fahrkarten von Frankfurt nach Bonn sind natrlich verfallen. Jetzt sitzt er mit den Kindern in Paris auf dem Flughafen, hat sich Geld schicken lassen, um die Weiterfahrt von Paris nach Bonn finanzieren zu knnen.

Mein gesundes Rechtsempfinden sagt mir, dass die Fluggesellschaft, die ihm den Mitflug verweigert hat (weil sie vermutlich berbucht hatte und lieber voll zahlende Fluggste transportierte), natrlich alle zustzlichen Kosten zu tragen htte - aber wie sieht es mit einer Art "Schmerzensgeld" aus? Anstatt heute Abend gegen 18.00 Uhr zu Hause zu sein, mssen sich die Kinder die Nacht am Pariser Flughafen um die Ohren schlagen, auf den Koffern schlafen, knnen sich weder waschen noch vernnftig essen, geschweige denn sonst was tun, was sie hier zu Hause htten tun knnen. Von meinen Nerven ganz abgesehen, die blank lagen, als meine Familie pltzlich "verschollen" war... und sich sicher erst beruhigen werden, wenn ich die lieben Kleinen und Greren wieder hier zu Hause habe. Traurig

Wre dankbar fr Hinweise, wie wir uns verhalten knnen. Ist eine Klage auf Erstattung der Kosten und auf Schmerzensgeld aussichtsreich?

Schumende Gre
furie
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report
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beitrge: 3541
Wohnort: Im schnen Rheintal

BeitragVerfasst am: 09.08.08, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hier sehe ich keine groen Chancen auf Erfolg.
Sog. "AD" oder "ID"-Tickets, wo Airliner und Angehrige nur 10% (oder etwas mehr) des verffentlichten Flugpreises zahlen, unterliegen anderen Befrderungsbedingungen als die der Vollzahler.

Die Airlinemitarbeiter wissen, dass eine Befrderung zu Gunsten normal bezahlender Fluggste verweigert werden kann, dass scheint hier geschehen zu sein.
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Doch verdammt sind jene, die nicht suchen und dennoch fragen. Selig ist der, der suchet und erst fragt, wenn er nichts gefunden hat.
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 09.08.08, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Genau - deshalb sagt man zu denselben auch PAD = Passenger available for disembarkation. Nun kosten nicht alle ID-Tickets 10% und es gibt durchaus welche mit besserem oder schlechterem Wartelisten-Status, bis hin zur "festen", aber gleichwohl verbilligten Buchung. Zudem kann es sein, dass eine andere Fluggesellschaft als der Arbeitgeber des PAD dessen Ticket zwar akzeptiert, aber zu anderen Bedingungen, als er bei "seiner" Airline bekme ... Wie bei jeder Flugbuchung liegt also auch bei PADs der Teufel unter Umstnden im Detail.
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"Der Verwender von AGB muss sich nicht genauer ausdrcken als der Gesetzgeber." (AG Ludwigsburg 4 C 2111/06)
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furie
Interessierter


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Danke schon mal fr die Antworten. Es handelte sich definitiv um einen zwar verbilligten, aber fest gebuchten Flug, nicht um eine Warteliste. Diese Wartelisten-Geschichte kenne ich auch noch aus frheren Zeiten, da waren die Flge aber immer "open", whrend, wie bereits geschrieben, diesmal die Tickets auf einen bestimmten Flug ausgestellt waren. Die Angestellte der Mitarbeiter-Reisestelle (von der ich mal ausgehe, dass sie wei, um was fr eine Art von Tickets es sich hier handelt) hat auch schon ganz klar gesagt, dass die Nicht-Mitnahme der fnf Passagiere nicht rechtens gewesen sei; man will sich von dort aus wohl auch um eine Erstattung der zustzlich entstandenen Kosten mit engagieren. (Diese Information hatte ich bei meinem ersten Beitrag hier noch nicht.)

Bleibt die Frage offen, ob eine gewisse Genugtuung in Form von "Schmerzensgeld" fr Vater und Kinder "drin" ist, die sich die Nacht auf den Koffern am Pariser Flughafen um die Ohren schlagen mussten. Ich stelle mir vor, dass die Familie normalerweise (wenn es sich also nicht um einen Mitarbeiterflug gehandelt htte) in einem Hotel htte absteigen knnen, dessen Kosten dann auch mit bernommen werden mssten?

Ist es in diesem Fall berhaupt sinnvoll, die Angelegenheit von der Reisestelle regeln zu lassen oder besser, einen Anwalt einzuschalten? Nach meinem Dafrhalten wird sich ber die Reisestelle lediglich der materielle Schaden ausgleichen lassen - wenn berhaupt, aber was ist mit den Unannehmlichkeiten, die die Fnf auf sich nehmen mussten?

Danke im voraus fr Kommentare!

Freundliche Gre
furie
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report
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beitrge: 3541
Wohnort: Im schnen Rheintal

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ein fest gebuchter, jedoch vergnstigter Flug bspw. durch Mitarbeiterrabatt einer Airline/Reisebro kann den genderten Befrderungsbedingungen unterliegen.

Es wre jetzt reine Spekulation, diesen Sachverhalt an dieser Stelle weiter auszuschlachten, wenn wir die exakten Bedingungen nicht kennen.

Weil die Familie das hier
Zitat:
Einzige Mglichkeit war, mit (XX - gendert, report) nach Paris zu fliegen - die Umbuchung war kostenfrei mglich.

freiwillig in Anspruch genommen hat, kann ich mir eine Kompensation nach EU-Fluggastrecht schwerlich vorstellen.
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