Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - Kinderarmut1
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Kinderarmut1
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Recht und Politik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
John Robie
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 23.08.08, 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus!

Zitat:
Die Jugendmter und Einrichtungen arbeiten berhaupt nicht. Jugendmter und Einrichtungen sind Gebude. Wenn ein Haus arbeitet, dann bekommt es Risse.


Jugendmter und Einrichtungen wie Jugendhuser sind keine Gebude, sondern Organisationen, innerhalb derer Menschen ihren Aufgaben nachgehen.

Zitat:
Menschen, die nach Zahlen und Prozentstze fragen, wollen sich eigentlich nicht wirklich mit Einzelschicksalen auseinander setzen.


Danke trotzdem.

Freundliche Gre
-John
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ghost_Rider
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 90

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 07:52    Titel: Jugendamt Antworten mit Zitat

Im Jugendamt arbeiten Menschen. Es ist aber genau wie bei Lehreren.
Es gibt Lehrer, die Ihre Arbeit machen, weil es Ihnen Spa macht Kindern etwas fr das Leben mitzugeben. Andere Lehrer ben diese Ttigkeit aus um Geld zu verdienen.

Ich denke ganz klar, dass man nicht alle Mitarbeiter der "Unfhigkeit" bezeichnen kann. Jedoch muss ich gerade selber persnlich feststellen, das einige Bearbeiter gibt, die erst gar nicht und dann berhastet bzw. vllig uninformiert handeln.

Zitat:
Erwachsenen Obdachlose haben doch auch einen Anspruch auf Obdach.

Ich habe vieles in diesem Forum gelesen, aber ich habe eins gelernt, es gibt Recht fr Kinder, nur die Wenigsten akzeptieren sie.

Eine andere Sache: Von 30 Kindern einer Schulklasse, mssen 10 Kinder tglich hungern, weil die Eltern kein Geld haben um das Mittag essen in der Schule zu finanzieren. (Ich lasse jetzt einmal Absicht der Eltern aus vor.) Warum knnen Kinder der Harz4 beziehenden Eltern nicht kostenfrei das Schulessen bekommen ? Da komme ich wieder auf den Satz: "Erwachsenen Obdachlose haben doch auch einen Anspruch auf Obdach. " Ja, und da gibt es sogar kostenfrei Stellen, wo Obdachlose tglich eine warme Mahlzeit bekommen. Zumindest gibt es diese in unserer Stadt.

Zitat:

Manchmal melden Einrichtungen die Kinder erst versptet als abgngig, kassieren aber weiterhin die Heimkosten fr das betreffende Kind
Ich hab gerade auch in einem Fall rger mit dem Amt wegen einem Jungen deren Rechte nur mit den Fssen getrampelt wird. Seine Schwester ist von der Mutter auch erst nach ber einem Jahr als vermisst gemeldet worden, als das Schulamt wegen der Schulpflicht Nachforschungen angestellt hat. Es gibt Eltern die "froh" sind wenn die Kinder von alleine gehen. Nun stellt euch auch mal vor, wenn ein Kind aus seinen sozialen Umfeld ausgerissen wird, er in der neuen Unterbringung nicht klar kommt. Ihm die Vertrauten Personen fehlen etc. Nicht jedes Kind ist wie das andere. Einige sind nher am Wasser gebaut als andere. Andere hngen mit Ihrer Entwicklung hinterher, andere wiederum haben groe Probleme mit fremden Menschen umzugehen. Wenn ein Kind in so ein Heim oder hnliche Einrichtung kommt, wie in dem Mchengladbacher Fall ein 13 jhriges Mdchen, so ist die Gefahr, das die Kinder weglaufen gro. Sicher findet man viele Kinder bei Bezugspersonen, Freunden, manchmal sogar bei den Eltern oder Verwanden wieder. Manchmal laufen Sie aber auch weg, und wissen genau wenn Sie zu diesen Personen gehen, dass Sie wieder zurckgeschickt werden mssen, oder gefunden werden. So greifen die Kinder nach solchen Strohhlmen, wie in diesem Mnchengldbacher Fall.

PS: Ich finde es gut, wenn alle mal darber nachdenken, bevor es soweit kommt, das Kinder in Heimen, Babyklappen, Eisdruhen, Mlldeponien oder auf der Strasse landen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
John Robie
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Mal eine spontan eingeworfene Frage, insbesondere an die "Praktiker":

Was haltet Ihr vom Konzept "SOS-Kinderdrfer"?

Freundliche Gre
-John
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Die SOS-Kinderdrfer sind eine von vielen Organisationen, die sich um (Sozial-)Waisen kmmert.

Deine Frage wre aber leichter zu beantworten, wenn du etwas mehr zum Hintergrund der Frage schreiben wrdest. Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
John Robie
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus!

Das war wirklich eine spontane Frage, ausgelst von "Ghost_Riders" Beitrag. Mir war das Konzept schon immer sympathisch, ohne dass ich es fr die alleinseligmachende Lsung halte.

Ich bin in einer "Familie Sonnenschein" aufgewachsen, Vater-Mutter-zwei Kinder-Haus-Garten, berschtze daher vielleicht den Wert der Familie.

Ghost_Rider schrieb, "Wenn ein Kind in so ein Heim oder hnliche Einrichtung kommt, wie in dem Mchengladbacher Fall ein 13 jhriges Mdchen, so ist die Gefahr, das die Kinder weglaufen gro."

Ich wei nicht, da mir die alltglichen Erfahrungen fehlen, ob die Gefahr wirklich "gro" ist (keine Angst, ich frage nicht nach Statistiken, wie viele weglaufen).

Aber wenn es Erfahrungen gbe, welche Formen von "Einrichtungen" Kindern besser helfen als andere, dann knnten z. B. Mittel zielgerichteter verteilt werden.

Freundliche Gre
-John
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ghost_Rider
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 90

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 10:05    Titel: zielgerichtet Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber wenn es Erfahrungen gbe, welche Formen von "Einrichtungen" Kindern besser helfen als andere, dann knnten z. B. Mittel zielgerichteter verteilt werden


Wer bestimmt diese, und was wird berhaupt geprft ? Da ich momentan viel versuche in Erfahrung zu bringen, so muss ich feststellen, das es schneller eine Heimeinweisung gibt, als das es sich jemand die Mhe macht die Kinder zu befragen bzw. sogar einbezieht in die weitern Lebensentscheidungen. So kommen die Kinder meistens dahin wo sie meistens unpassend sind. Schnell bekommen die Kinder den "Schliff", dass es nicht Ihr zu Hause ist. das alle Ihn / Sie in stich lassen. Nicht jedes Kind kommt damit klar. Drogen sonstige Niedergnge sind schnell und an der Tagesordnung. Einmal in den drogen oder mit den "falschen" Leuten unterwegs. Kinder und Jugendlich knnen so schnell abrutschen, wenn Sie nicht die ntige Versorgung, Aufsicht und ggf. auch etwas Liebe bzw. Geborgenheit.
Du wirst schnell erkennen, das du von Kindern, die im Heim landen nie wieder etwas gehrt wird.
Noch eine Frage an dich: Kennst du Kinder, die im Heim aufgewachsen sind und nun eine "Familie Sonnenschein" haben ?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo John Robie,

ich lasse diesen Thread mal als offene Diskussion laufen, auch wenn der TE unter "Kinderarmut" wohl eher die "Armut an Kindern" (demografisch) meinte. Winken

Mehrheitlich hat sich in der Heimerziehung seit den 70er Jahre einiges verndert (s.a. "Wie geprgelte Hunde"). Die Frsorgeerziehung (nach dem (R)JWG) wurde aber erst mit der Einfhrung des SGB VIII zum 1.1.1991 abgeschafft (in den NBL zum 01.10.1990).

John Robie hat folgendes geschrieben::
Ich bin in einer "Familie Sonnenschein" aufgewachsen, Vater-Mutter-zwei Kinder-Haus-Garten, berschtze daher vielleicht den Wert der Familie.

Mehrheitlich wachsen die Kinder in der heilen Familie auf. Aber dieses Glck haben eben nicht alle Kinder.

Es gibt Kinder, deren Vater gleichzeitig der Vater der Mutter ist.

Es gibt Kinder, die aus einer Vergewaltigung stammen.

Es gibt Kinder, deren Eltern Alkohol- und/oder Drogenabhngig sind (steigende Tendenz).

Es gibt Kinder, die in eine gewaltttige Familie hinein geboren werden (steigende Tendenz).

Es gibt Kinder, deren Eltern selbst noch Kinder sind.

Diese Liste liee sich weiter fortsetzen.

Die Ausgangssituation dieses Kinder ist denkbar ungnstig. Sie haben aber die Suppe auszulffeln, die ihnen ihre Eltern oder andere Erwachsene eingebrockt haben.

Eine gute und intakte Familie ist nicht ersetzbar. Aber bevor ein Kleinkind in der Tiefkhltruhe gefunden wird, sollte es vorher in eine sichere und dauerhafte Umgebung gebracht werden.

Das JWG sollte ursprnglich ab 1973 durch ein neues Jugendhilfegesetz abgelst werden. Die damaligen Gesetzentwrfe sind irgendwo in meinem Archiv verstaubt. Der Bundesgesetzgeber brauchte ganze 18 Jahre um ein neues Gesetz zu erlassen.

Dies zeigt, wie wichtig der Politik Kinder und Jugendliche sind. Kinder und Jugendliche brauchen eigenstndige Rechte.

Liebe Gre

Klaus
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ghost_Rider
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 90

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 20:25    Titel: Rechte Antworten mit Zitat

und bis die Rechte fr Kinder kommen, werden viele auf der Strasse landen.

Versteht mich nun nicht falsch, gerade das in [Ort entfernt - Klaus] gettet Kind, was einem Triebtter zum Opfer fiel, darber hat die Presse sehr viel berichtet. Es ist grauenvoll...



Berichtet einer auch von den vielen Kindern die den Freitod whlen ? Berichtet einer von den Kindern, die auf der Strasse landen und so gut wie keine Mglichkeit haben ein ein normales Leben zu fhren ?
Nein, das macht die Presse nicht, und genau darum wird es noch ewig dauern bis sich etwas an den Gesetzten ndert.

Gru
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 20:49    Titel: Re: Rechte Antworten mit Zitat

Ghost_Rider hat folgendes geschrieben::
...
Berichtet einer auch von den vielen Kindern die den Freitod whlen ?
...

Ja, darber wird berichtet und es gibt viele Fachverffentlichungen. Ferner ist im Internet dazu einiges zu finden - z.B.: Selbstmord: Sehr hufige Todesursache bei Jugendlichen

Ghost_Rider hat folgendes geschrieben::
...
Berichtet einer von den Kindern, die auf der Strasse landen und so gut wie keine Mglichkeit haben ein ein normales Leben zu fhren ?
...

Ja, auch dies geschieht.

Aber entsprechende Presseartikel von heute sind morgen und Schnee von gestern. Es herrscht eine kurze Betroffenheit und das war's - leider.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Oktavia
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beitrge: 1236

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Na, wenn man so die Raelitten von Kindern in Afrika, Asien und (Sd-) Amerika sieht (Fotos von verhungernden Kindern) haben wir hier in Deutschland ja kein Problem, warum wenden wir uns dann hier nicht lieber angenehmeren Themen zu?

Schon vor mehr als 10 Jahren sagte der zustndige Stadtrat meiner Stadt im Jugendhilfeausschuss dass auch hier Kinder hungern. Das hat mich ziemlich bewegt und ich habe versucht mehr ber Grnde zu erfahren. Hauptursache waren/sind berforderte Eltern die mit ihrer eigenen Situation nicht zurechtkommen. So gehen die Kinder ohne Essen aus dem Haus und mit etwas Glck gibts dann Abend was. Wir knnen ja nicht davon ausgehen dass alle Menschen/Eltern so gut mit Alltagssituationen umgehen knnen wie wir selbst virelleicht. Finanzplanung ist nichts was man so easy lernt und wenn dann die Heizkostennachzahlung kommt, ist pltzlich das ganze Geld futsch und dann ist halt Schmalhans Kchenmeister...

Aber trstet euch, mittlerweile ist das Problem in den brgerlichen Schichten angekommen, einige hier werden sich vielleicht demnchst auch mit der Frage konfrontiert sehen wie an der Nahrung gespart werden kann. Ich jedenfalls kene schon Familien die sich in einer prekren Situation befinden. Da gibts dann schon mal am ende des Monats nur noch Nudeln pur.

Einen Impuls zum Verstndnis gebe ich dann noch in die Diskussion.

Welche Bedrfniss hat ein Kind? Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Wissen und Zuneigung fallen mir da spontan ein. Mangelnde Zuneigung knnte ein Grund sein warum Kinder von zuhause und aus Heim bzw. Wohngruppe weglaufen. Kinder mssen sich auch mit mangelhafter Privatsphre, Eigentumsdelikten und andern vielleicht schwierigen Kindern auseinandersetzen. Das Leben ist halt manchmal echt sch.....
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ghost_Rider
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 90

BeitragVerfasst am: 25.08.08, 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Oktavia

Sicherlich regt sich meistens erst wenn man davon entweder direkt oder indirekt betroffen ist. Warum werden Kinder nicht in Pflege geben, wenn es bereits jahrelange diese Hilfe aus dieser Pflege gibt ? Warum werden Kinder in dem einen Fall bis zum Tode bei seinen Eltern gelassen, andere Kinder wiederum landen im Heim. Wie bereits oben beschrieben finde ich Heim eine letzte Manahme. Da sind wir aber wieder bei den "Gummivorschriften des Jugendamtes" Sicherlich steht da alles schwarz auf weiss, aber ein Artikel , besttigt den nchsten und setzt den vorletzten auer Kraft. Ich mchte nicht wissen wie viele Kinder in Deutschland pro Jahr Ihrer Eltern entzogen werden mssen. Bestimmt sind auch einige dabei, wo es nicht so akut war um diese Manahme zu ergreifen. Sicherlich schaft man in dem Moment das Kind aus der Gefahrenzone. In die nchste rein.... Bei kleinen Kindern kann man sich bemhen ein Pflegekind zu bekommen, bei grern schauen, dass man Ihnen ein Zukunstperspektive bieten kann.

Alle Heimkinder die ich kennengelernt habe, haben einen ""Knacks" der eine mehr und der andere weniger. Wie Klaus schreibt, haben sich die Heimbedingungen in den letzten Jahren gendert, aber diese Bedingungen knnen keinen Familie, Bezugspersonen und Freunde ersetzten.

Ich bleibe dabei, dass man ganz frh ansetzten muss Armut zu bekmpfen.
- kostenfreies warmes Essen in der Schule
- Gutscheine fr Kinderkleidung, anstatt Kleidergeld
(wie viel Kleidergeld wird in Alkohold und Drogen investiert ?)
Sicherlich fallen mir und euch noch mehr Bsp. ein, so das die Hilfe auch da ankommt wo Sie bentigt wird.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
pragmatiker
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.07.2007
Beitrge: 1047

BeitragVerfasst am: 25.08.08, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Kinder und Jugendliche brauchen eigenstndige Rechte.

so ein quark, von rechten werden sie weder glcklich noch gesund. gefhrderte kinder brauchen ein pragmatisches vorgehen. warum zB werden babys aus familien, die schon mehrfach aufs grbste versagt haben als pflegekinder weiter dem karussell sich stndig ndernder Bezugspersonen ausgesetzt ? ("die eltern mssen weiter das recht haben, irgendwann doch noch ihr kind zu versorgen...ist ja wohl zum k....) besser wre es in solchen fllen sofort adoptiveltern zu finden und zwar gleich nach der geburt. kein wechsel, kein trauma, glckliches kind, glckliche adoptiveltern, glckliche gesellschaft.

das wre schon einmal ein praktischer schritt. ebenso die pflichtuntersuchung von kindern und meldepflicht mit besuch zuhause, wenn die eltern nicht mit dem kind zu den untersuchungen kommen. und kein geld in die hnde solcher familien, sondern gutscheine, praktische kinderhilfe wie essen in der schule, ganztagsbetreuung mit sinnvoller beschftigung, frdern der kinder und fordern von deren eltern.
wrden assoziale eltern keinerlei vorteile mehr druch die geburt von kindern haben, ich bin sicher, es gbe weniger so arme wesen, die ich zutiefst bedaure und die uns morgen (wenn sie erwachsen geworden sind) nicht nur das geld aus der tasche ziehen, sondern auch unsere gefngnissse bestcken. die statistiken lgen nicht.

mit dem gesetz ("kinderrecht ins grundgesetz") jedenfalls wird sich fr die kinder nichts ndern. papier ist geduldig und deutsche sind papiertiger, aber keine zivilcouragisten - leider.
_________________
Ich freue mich ber Eure ehrlichen Bewertungen (einfach auf den grnen Punkt unter meinem Benutzernamen klicken und los gehts)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 25.08.08, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

pragmatiker hat folgendes geschrieben::
Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Kinder und Jugendliche brauchen eigenstndige Rechte.

so ein quark, von rechten werden sie weder glcklich noch gesund. gefhrderte kinder brauchen ein pragmatisches vorgehen. ...

Quark gibt's beim Discounter. Winken

Pragmatisches Vorgehen mag zwar naheliegend sein, ist aber mit Art. 6 II GG nicht vereinbar. Die Elternrechte gegenber dem Staat sind sehr stark. Wohin "pragmatische Lsungen" fhren knnen, zeigt dieser Fall.

pragmatiker hat folgendes geschrieben::
mit dem gesetz ("kinderrecht ins grundgesetz") jedenfalls wird sich fr die kinder nichts ndern. papier ist geduldig und deutsche sind papiertiger, aber keine zivilcouragisten - leider.

Wrden Kinderrechte ins Grundgesetz - und in der Folge ins BGB, FGG und SGB VIII - aufgenommen, wrde sich der oben verlinkte Fall eine andere Wendung nehmen. So aber sehe ich die Zukunft des Jungens eher dster. Aber es gibt noch das Familiengericht.

Lieber pragmatiker,

daher nochmal: "pragmatische Schritte mgen zwar naheliegend sein", aber wir leben nicht in einem pargmatischen Staat, sondern in einem Rechtsstaat. Winken

Liebe Gre

Klaus
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
pragmatiker
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.07.2007
Beitrge: 1047

BeitragVerfasst am: 26.08.08, 07:23    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::

Lieber pragmatiker,

daher nochmal: "pragmatische Schritte mgen zwar naheliegend sein", aber wir leben nicht in einem pargmatischen Staat, sondern in einem Rechtsstaat. Winken
Liebe Gre
Klaus


lieber klaus, wenn sie der auffassung sind, dass sich umsetzbarkeit und recht ausschlieen, dann ist das sehr bedauerlich. meiner auffassung nach haben die gesetze den menschen zu dienen und nicht die menschen den gesetzen.
gesetze sollen und mssen wandelbar sein, das gilt sogar fr das grundgesetz.
was die rechte von kindern angeht, so war und bin ich immer noch der auffassung, dass kinder unter den begriff des "menschen" fallen und somit die menschenrechte und die im grundgesetzt verbrgten rechte auch fr sie gelten, ohne besondere nennung.
(gleiches gilt meiner meinung nach brigens fr mnner und frauen.)
_________________
Ich freue mich ber Eure ehrlichen Bewertungen (einfach auf den grnen Punkt unter meinem Benutzernamen klicken und los gehts)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ghost_Rider
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beitrge: 90

BeitragVerfasst am: 26.08.08, 07:29    Titel: Rechte Antworten mit Zitat

Zitat:
so ein quark, von rechten werden Kinder weder glcklich noch gesund.

Es gibt Kinder,die wren ber Quark glcklich. Aber es ist Alltag in deutschen Haushalten, wie Oktavia schreibt, dass es zum Monatsende nur Nudeln "pur" gibt. Manche haben nicht einmal dies. Wenn ein Kind nun die Rechte htte als Lebewesen, wie ein Erwachsener, so kann er auch mit Hilfe geeigneter Personen diese Rechte durchsetzten bzw, darauf bestehen. Es gibt so viele Flle, wo wo Kinder unsachgem, unberechtigt und gegen alle Rechtssprechung in Ihr Verderben geschickt wurden.
Einige werden unntig aus Ihrem Umfeld gerissen, andere unntig in Kliniken eingewiesen. Einige werden gegen Ihren Willen bei den Eltern belassen, weil Sie einen Missbrauch nicht nachweien knnen. Andere kommen in ein Heim und mssen sich nach wie vor den Terror Ihrer Eltern ertragen. Bei anderen kommt ein Missbrauch oder eine Vernachlssigung nicht ans Tageslicht. Andere kommen erst mit dem Tod ans Tageslicht.
Eins habe ich die letzten Wochen gelernt, es muss immer erst etwas passieren, das etwas passiert. Ob das dann richtig ist ist sicher eine Auslegungssache.

Stellt doch mal ein Paar Beispiele zusammen, wie man die Armut in Deutschland bekmpfen knnte. Ich hatte 2 Punkte bereits genannt, und fge noch 2 hinzu.
- kostenfreies warmes Essen in der Schule
- Gutscheine fr Kinderkleidung, anstatt Kleidergeld
- Nachweispflicht der Eltern fr die Ausgaben des Kindergeldes
- mindest ein jhrlicher unangemeldeter Besuch in allen Familien, eines Sozialdienstes.
(um verwahrloste Haushalte zu Filtern und ich finde das unangemeldete wichtig.

Versteht mich nicht falsch, ich mchte um Gottes Willen hier nicht alle Eltern an den Pranger stellen. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Interessant finde ich den von Dipl.-Sozialarbeiter verlinkten Beitrag: Selbstmord: Sehr hufige Todesursache bei Jugendlichen
Der sollte allen zu denken geben. Ich verstehe unsere Politiker nicht. Die Politik hat doch die Macht da etwas zu ndern.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Recht und Politik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 3 von 5

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.