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Zurckstellung der Baugenehmigung

 
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atscho
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 08.09.08, 11:53    Titel: Zurckstellung der Baugenehmigung Antworten mit Zitat

Person A = Bauherr
Person B = Gemeinde

Hallo, mich interessiert eure Meinung.

Person A plant ein Nutzungsgebude 300 Meter ausserhalb von der Ortschaft, die Person B hat auch schon ihr OK gegeben und genehmigt! Somit liegt es jetzt beim Landkreis der gerade die Baugenehmigung bearbeitet der nun von Person B um Zurckstellung der Antrags um 12 Monate gebeten wurde.

Begrndung: Die Baumanahme liege in einem Baubauungsgebiet welches aber noch nicht vollstndig erschlossen ist. (Nur Dorfrand) 2/3 der Flchen gehren aber nun noch Person A. die logischerweise bis an die Baumanahme ran reichen und Person A verkauft eh nicht.

Mu die Person A nun auf seine Baumanahme verzichten nur weil Person B am verkauf von Baugrundstcken mitverdienen will?
Wobei es an der anderen Seite des Dorfes noch mehr als 30 Baupltze gibt die keiner seit Jahren gekauft hat?

MfG
Atscho
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 08.09.08, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Genehmigungsbehrde scheint ja wohl das Landratsamt zu sein, daher ist noch nichts genehmigt.

Und hab ich das richtig verstanden, die Gemeinde hat um Rckstellung gebeten, weil sie Grundstcke kaufen und dann erschlieen will, um sie anschlieend gewinnbringend an den Bauherrn zurck zu verkaufen?
_________________
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Stadtplaner
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beitrge: 290

BeitragVerfasst am: 08.09.08, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallchen,

die Person B kann nur ein Baugesuch nach den in 15 BauGB i.V. mit 14 Abs. 1 BauGB zurckstellen lassen.
_________________
So long
A+S
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atscho
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 08.09.08, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Also die Gemeinde will die Ackerflchen kaufen die im Bebauungsplan liegen. Diese gehren nicht alle Person A! Etwa 1/3 gehren anderen Landwirten die verkaufen wollen. Person A hat aber bereits vor ber 10 Jahren abgelehnt seine Flchen in den Bebauungsplan aufzunehmen was eigentlich auch umgesetz wurde. Nun wurde bewusst , gegenber dem Landkreis, falsch argumentiert und die Flchen von Person A wurden in der Grafik mit angegeben. Dieses stellt aber kein Problem da, dieses wird einfach richtig gestellt und die Sache ist erledigt. Es wird auch so argumentiert dass die Bauplatze im Sd/Ost Bereich des Dorfes zu teuer seien und dieses wohl gnstige Baupltze werden sollen, einfach lachhaft.

Um auf den Punkt zu kommen: Ja die Gemeinde befrchtet dass durch den Bau des Wirtschaftsgebudes der verkauf der zuknftigen Baupltze sehr schwer sein wird weil sich genau sowas im Sd/Ost Bereich des Dorfes abgespielt hat und dort noch ne Menge Baupltze frei sind.
Deswegen der Antrag auf Zurckstellung um 12 Monate.

Danke fr eure Meinung Gru Atscho
PS: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten Winken
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atscho
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 08.09.08, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Theoretisch kann sich das ganze ewig hinziehen? Vernderrungssperren gibts ja auch noch.

Kann es evt. von Bedeutung sein, dass das Bauvorhaben auerhalb vom Bebauungsplan liegt?
Der Bebauungsplan wurde 2001 Aufgestellt aber erst 08.2008 bekannt gemacht und damit wirksam. Die Baugenehmigung wurde aber 4 Wochen vorher eingereicht, ist dass alles noch so in Ordnung was die da vor haben?


Gru Atscho
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Stadtplaner
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beitrge: 290

BeitragVerfasst am: 09.09.08, 06:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallchen,
etwas wirr das ganze.
Zurckstellung, geht bis max. 1 Jahr ( 15 Abs. 1 bzw Abs. 3 BauGB)
Also, Zurckstellung eines Bauantrages nahc 15 BauGB geht einerseits nur wenn der Aufstellungsbeschluss fr einen Bebauungsplan gefasst wurde und das Verfahren noch nicht abgeschlossen wurde. Mit der Bekanntmachung des Bebauungsplanes ist dieser abgeschlossen, somit entfllt der Grund fr die Zurckstellung.
Nachdem das Vorhaben auerhalb des Bebauungsplanes liegt und hchstwahrscheinlich im sog. Auenbereich geht es anderseits um Vorhaben im Sinne des 35 Abs. 1 Nr. 2 bis 6 BauGB, dazu ist allerdings die Voraussetzung, dass die Gemeinde beschlossen hat einen Flchennuzungsplan aufzustelle, zu ndern oder zu ergnzen, mit dem die Rechtswirkungen des 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB erreicht werden sollen.
Dies gilt allerdings nicht fr land- und forstwirtschaftliche Betriebe ( 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB).
_________________
So long
A+S
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atscho
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 29.10.08, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, wollte mal ein UPDATE geben. Die Zurckstellung wurde vom Landrat abgelehnt, da das Bauvorhaben nicht im B-Plan liegt ect...

Jetzt verweigert Person B aber ihr Einvernehmen und es geht in die nchste Runde.

Jetzt stellt sich die Frage ab wann ein Bauvorhaben in der Regel genehmigungsfhig ist, da nur noch die rtlichen Verbnde zB. NABU eine Stellungnahme abgeben mssen!
Ist ein Bauvorhaben auch ohne bzw. bei noch austehenden Stellungnahmen von Verbnden genehmigungsfhig?

Gru Atscho
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