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Rechtsradikale Buergerbewegung pro Koeln?
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 25.10.08, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Der Protest geht weiter: "Gegen Rechtspopulismus im Briefkasten: Post verweigert Pro-Kln-Propaganda " - ich find dies irgendwie gut. Winken
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John Robie
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 25.10.08, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dipl.-Sozialarbeiter!

Aus dem von Ihnen zitierten Link:
Zitat:
Die Post lehnte die Auslieferung der Zeitung nach Angaben von Pro Kln mit der Begrndung ab, sie enthalte Tatsachenbehauptungen ber den Klner Oberbrgermeister Fritz Schramma, die geeignet seien, ihn in der ffentlichen Meinung herabzuwrdigen.


Es ist ja nett, dass sich die Post um die Bewertung Herrn Schrammas in der "ffentlichen Meinung" sorgt.
Nur: Ist das die Aufgabe der "Deutsche Post AG"?

Zitat:
ich find dies irgendwie gut. Winken


Sie finden es nicht gut, sondern "irgendwie gut".
Ich finde es nicht gut.

Freundliche Gre
-John
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hws
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FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 25.10.08, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Der Protest geht weiter: "Gegen Rechtspopulismus im Briefkasten: Post verweigert Pro-Kln-Propaganda " - ich find dies irgendwie gut. Winken

Sehr bse jawoll, richtig, dass die Post nun alle Briefsendungen vorher auf ihren Inhalt prft! Schon allein zur Terrorabwehr bei Muslimen! Jeder Brief sollte geffnet und geprft werden, bevor er befrdert wird! Ironie Smiley

PS: gabs das nicht schonmal in den neuen Bundeslndern, als die noch anders hieen?

hws
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 25.10.08, 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

hws hat folgendes geschrieben::
...
Sehr bse jawoll, richtig, dass die Post nun alle Briefsendungen vorher auf ihren Inhalt prft! Schon allein zur Terrorabwehr bei Muslimen! Jeder Brief sollte geffnet und geprft werden, bevor er befrdert wird! Ironie Smiley

PS: gabs das nicht schonmal in den neuen Bundeslndern, als die noch anders hieen?

hws

Kopf-Streichel-Smilie "Offene Wurfsendungen" sind keine verschlossene Briefe. Von daher geht es nicht um 202 StGB. Winken

Die Post sah vermutlich die Gefahr der Beihilfe zur Verwirklichung des 130 StGB.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 25.10.08, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das
Zitat:
Meines Wissens machen die Fundamentalisten genau das nicht, sondern sie gehen davon aus dass chronologisch spaetere Suren die frueheren einfach aufheben - wiki meint auch was in der Richtung http://de.wikipedia.org/wiki/Abrogation_(Islam) .

ist definitiv falsch.

Was in dem "Sunni Path" - Link ausgefhrt ist, ist etwas ganz anderes.
Da geht es um einige Verse, die im Koran selbst aufgehoben wurden. Beispiele sind das strikte Alkoholverbot, die Gebetsrichtung nach Mekka und der der erlaubte Beischlaf im Ramadan nach Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

Das steht in keinerlei Verbindung zu Behauptungen, irgend welche andere Verse, die tatschlich auf eine andere Situation zutreffen und unzulssig allgemein interpretiert werden, wrden andere Verse aufheben.

Das wre etwa so, als wrde einer behaupten, durch Art. 18 GG sei Art. 5 GG aufgehoben.
_________________
Gre,
Abrazo
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Das
Zitat:
Meines Wissens machen die Fundamentalisten genau das nicht, sondern sie gehen davon aus dass chronologisch spaetere Suren die frueheren einfach aufheben - wiki meint auch was in der Richtung http://de.wikipedia.org/wiki/Abrogation_(Islam) .

ist definitiv falsch.

Mal abgesehen davon, dass Surenkorrekterweise nur kapitel sind und aus mehrere Versen bestehen, ich also das falsche Wort verwendet habe, was ist daran falsch?

Meines Wissens machen die Fundamentalisten genau das nicht, sondern sie gehen davon aus dass chronologisch spaetere Verse die frueheren einfach aufheben.

Einige Verse werden durch einige andere ganz oder teilweise aufgehoben und die Fundamentalisten neigen erheblich oefter dazu, zu behaupten, Verse seien ganz aufgehoben.

Abrazo hat folgendes geschrieben::

Das wre etwa so, als wrde einer behaupten, durch Art. 18 GG sei Art. 5 GG aufgehoben.

Ich denke es entspraeche eher dem, dass man sagt, dass jeder der nicht explizit dem GG zustimmt die Pressefreiheit missbrauchen wird und dementsprechend die Weigerung dem GG zuzustimmen unmittelbar zur Anwendung von GG18 fuehrt - die Fundamentalisten ignorieren auch keine Verse, sie sind nur sehr kreativ bei den Begriffen "Unschuldiger", "Unglaeubiger" und "Barmherzigkeit".
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::


Die Post sah vermutlich die Gefahr der Beihilfe zur Verwirklichung des 130 StGB.


Laut obigen Artikel:
"Die Post lehnte die Auslieferung der Zeitung nach Angaben von Pro Kln mit der Begrndung ab, sie enthalte Tatsachenbehauptungen ber den Klner Oberbrgermeister Fritz Schramma, die geeignet seien, ihn in der ffentlichen Meinung herabzuwrdigen."

Luegen ueber einen Buergermeister verbreiten mag strafbar sein, aber nicht nach 130, denn 130 greift bei Hetze gegen Teile der Bevoelkerung und damit ist nicht ein einzelnes Individuum gemeint.

Aber Beihilfe zur Beleidigung oder aehnlichem koennte die Post natuerlich auch stoeren.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Meines Wissens machen die Fundamentalisten genau das nicht, sondern sie gehen davon aus dass chronologisch spaetere Verse die frueheren einfach aufheben.

Es ist falsches 'Wissen'.

Zitat:
und dementsprechend die Weigerung dem GG zuzustimmen unmittelbar zur Anwendung von GG18 fuehrt

Unprziser Unfug.
Im Gegensatz zum Koran ist es beim Grundgesetz durchaus legitim, sich gegen einzelne Artikel auszusprechen und fr ihre nderung bzw. Abschaffung zu pldieren. Dies in den Medien zu tun allein rechtfertigt noch lange keinen Missbrauch der Pressefreiheit.
_________________
Gre,
Abrazo
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Meines Wissens machen die Fundamentalisten genau das nicht, sondern sie gehen davon aus dass chronologisch spaetere Verse die frueheren einfach aufheben.

Es ist falsches 'Wissen'.


http://qa.sunnipath.com/issue_view.asp?HD=7&ID=2656&CATE=1

"Among the verses in the Quran containing orders or laws there are verses that abrogate verses previously revealed and acted upon."

Es gibt also Verse die andere Verse aufheben, soweit einig?

Meines Wissens betrifft das Verse, die um gleiche Inhalte gehen, dabei gilt, falls ein unaufloesbarer Widerspruch existiert, der chronologisch spaetere. Also z.b. Vers A "Wein trinken ist immer erlaubt, Schnaps trinken niemals" und Vers B"Alkohol trinken an Freitagen ist verboten, an allen anderen Tagen erlaubt" und Vers C "Alkohol trinken ist verboten" widersprechen sich.
Abhaengig davon, wie A,B und C chronologisch einzuordnen sind gilt eben ein totales Verbot oder an nicht-freitagen ist Wein trinken erlaubt oder Wein trinken ist immer erlaubt.(mal den Kontext ignorierend)
Sie sind der Ansicht, dass das nicht nur sehr vereinfacht, sondern grundsaetzlich falsch ist?
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist deswegen grundstzlich falsch, weil abrogierende Koranverse selbst auf die Abrogation hinweisen.
Diese ist also nicht willkrlich vom Interpreten des Koran zulssig.
Das ist auch genau die Linie, die Sunni Path verfolgt, denn im von Dir angegebenen Link geht es um ausdrcklich abrogierende Koranverse.
Insofern steht dieser Link nicht im Widerspruch zu dem anderen von Dir gebrachten Link, in dem es um die vom Koraninterpreten vorgenommene Abrogation geht und die in der Tat eher christlicher Denkweise entspricht; Jesus wird ja von nicht wenigen als Abrogation der jdischen Gesetze aufgefasst.
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Es ist deswegen grundstzlich falsch, weil abrogierende Koranverse selbst auf die Abrogation hinweisen.


Also Abrogation nur wenn A "Wein trinken ist immer erlaubt, Schnaps trinken niemals" und Vers B "Vergesst A, Alkohol trinken an Freitagen ist verboten, an allen anderen Tagen erlaubt" und Vers C "Vergesst B, Alkohol trinken ist verboten"?


Das entspricht aber nicht diesem Link:
http://www.load-islam.com/artical_det.php?artical_id=414&section=wel_islam&subsection=Misconceptions#10
"Abrogated?

The next issue with this verse concerns abrogation. It has been claimed by some that this verse 9:5 has abrogated all the peaceful verses in the Qur'an. However, this claim results from a misunderstanding of some Qur'anic concepts. In the Qur'an there is naskh and there is also takhsees. Naskh is the abrogation of a ruling by a ruling that was revealed after it. Naskh occurs in matters of Islamic law. Takhsees on the other hand refers to specification, where one verse restricts the application of another verse, or specifies the limits not mentioned in the other verse."
Wuerde Abrogation nur dann moeglich sein, wenn der Vers selber auf diese hinweist, dann waere eine lange Diskussion ob 9.5 abrogiert wurde oder nicht unnoetig, da 9.5 keinen Verweis darauf enthaelt, dass es einen anderen aufhebt.

Tatsaechlich ist das Argument aber, dass der Kontext schlussfolgern laesst, dass 9.5 die friedlicheren Verse nur unter speziellen Bedingungen aufhebt.

Also scheint es schon so zu sein, dass die chronologisch spaeteren die frueheren aufheben, aber nur sofernder der spaetere den frueheren thematisch vollkommen abdeckt, ansonsten ist der spaetere nur eine Ausnahme die die fruehere Regel ergaenzt.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Eben.
Eine lange Diskussion darber, ob Vers 9.5 andere Verse abrogiert wre ebenso unntig wie beispielsweise die Diskussion ber taqiyya, die es, zumindest bei der Sunna, also der weit berwiegenden Mehrheit der Muslime, mit ganz wenigen Einschrnkungen (unmittelbar lebensbedrohliche Situation) auch nicht gibt. Ntig ist sie allein deswegen, weil Islamophobe solch einen Unfug berall lautstark propagieren.

Aus dem Kontext, in dem er steht, ist ganz klar zu entnehmen, dass Vers 9.5 eine bestehende Kriegssituation voraussetzt, also nicht etwa ein friedliches Nebeneinanderleben. Fr diese bestehende Kriegssituation verlangt er zusammen mit den voraus gegangenen und nachfolgenden Versen nichts anderes als das, was auch im internationalen Vlkerrecht verlangt wird: keine Parteien in die Kriegshandlungen einzubeziehen, mit denen Neutralittsvertrge abgeschlossen wurden und keine weiteren Kriegshandlungen gegen die zu fhren, die erklren, sich ergeben zu wollen - ansonsten aber seine 'soldatische Pflicht' zu tun.

In Friedenszeiten gilt auch bei uns kein Kriegsrecht.
_________________
Gre,
Abrazo
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 29.10.08, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
Eben.
Eine lange Diskussion darber, ob Vers 9.5 andere Verse abrogiert wre ebenso unntig

Warum wird dann auf der Seite eine lange Diskussion gefuehrt, statt einfach zu sagen, Abrogation nur, wenn Vers explizit sagt, dass was aufgehoben wird und 9.5 macht das nicht, also abrogiert er nicht?

Das kann man sauber in einem Absatz formulieren.
Abrazo hat folgendes geschrieben::

Ntig ist sie allein deswegen, weil Islamophobe solch einen Unfug berall lautstark propagieren.

Leider nicht nur Islamophobe:
"Therefore, some Muslims failed to realize that some of these cases labeled by early Muslims as 'naskh' were cases of takhsees."
Also haben auch einige Muslime nicht kapiert, wie Abrogation funktioniert und leider leben einige von denen und verbreiten das - also bitte nicht alle Probleme auf die Islamophoben schieben.
Abrazo hat folgendes geschrieben::

Aus dem Kontext, in dem er steht, ist ganz klar zu entnehmen, dass Vers 9.5 eine bestehende Kriegssituation voraussetzt, also nicht etwa ein friedliches Nebeneinanderleben. Fr diese bestehende Kriegssituation verlangt er zusammen mit den voraus gegangenen und nachfolgenden Versen nichts anderes als das, was auch im internationalen Vlkerrecht verlangt wird: keine Parteien in die Kriegshandlungen einzubeziehen, mit denen Neutralittsvertrge abgeschlossen wurden und keine weiteren Kriegshandlungen gegen die zu fhren, die erklren, sich ergeben zu wollen - ansonsten aber seine 'soldatische Pflicht' zu tun.

In Friedenszeiten gilt auch bei uns kein Kriegsrecht.

Tut mir leid, aber diese Gleichsetung ist laecherlich, denn dort stehen auch Anweisungen, die ueberhaupt nicht mit moderenen Voelkerrecht vereinbar sind:
http://www.chj.de/Koran/Einzelsuren/Sure009.html
"Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann ttet die Gtzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig ; [9:5]
und wenn einer der Gtzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewhre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind."

3 Moeglichkeiten:
-Feind ergibt sich/bittet um Schutz -> gefangen nehmen -> mit Koran zutexten -> nach Hause schicken, in der Hoffnung, dass er es kapiert(und was wenn nicht?)

-Feind faengt an das Gebet zu verrichten und Zakat zu leisten-> nicht toeten(da Zakat und Gebet Kennzeichen eines islamischen Lebenswandels sind, geht es eigentlich darum ,dass wenn sich die Feinde zum Islam bekennen, man sie dann in Ruhe lassen muss)

-Feinde toeten

Ich sehe einen drastischen Unterschied zu unserem heutigen Recht, insbesondere darin, dass die einzigen Optionen fuer Frieden die sind, dass sich die Feinde entweder (bedingungslos?) ergeben oder gleich zum Islam uebertreten.

Also selbst wenn man sagt, dieser Vers betraefe nur den Krieg, beruhigt mich das nicht, denn ein Krieg nach den Regeln des 7. Jahrhunderts ist von einem Gemetzel nicht zu unterscheiden.

Und wann Krieg gefuehrt werden soll, scheint die Sure 9 ebenfalls zu sagen und das laesst viele Moeglichkeiten offen.
"Davon sind diejenigen Gtzendiener ausgenommen, mit denen ihr einen Vertrag eingegangen seid und die es euch an nichts haben fehlen lassen und die keine anderen gegen euch untersttzt haben. Diesen gegenber haltet den Vertrag bis zum Ablauf der Frist ein."
Die die einen Vertrag haben sind bis zum Ablauf des Vertrages geschuetzt, sofern sie den Vertrag vollstaendig einhalten und nichts tun, was eine Unterstuetzung fuer einen Feind sein koennte - will mir gar nicht vorstellen, wie unsere Israelpolitik aussehen muesste, damit wir diese Bedingung in den Augen aller Muslime erfuellen.
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Abrazo
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 29.10.08, 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

1. Der Islam hat, wie alle groen Weltreligionen, eine intellektuelle Geschichte hinter sich, die im Falle Islam 1400 Jahre betrgt.
Es ist vollkommen normal, dass in den Geisteswissenschaften Thesen von Leuten diskutiert werden, die schon seit einigen hundert Jahren verstorben sind; siehe Platon, Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin.

2. Vers 9.5 bezieht sich, wie ich sagte, auf eine Kriegssituation.
Auf eben diese Kriegssituation bezieht sich auch Vers 9.6 - dem, der sich ergibt, Koran verknden und dann laufen lassen, dahin, wo er in Sicherheit ist.
Demgegenber Vers 9.4 bezieht sich auf die Einhaltung vertraglicher Vereinbarung, in modernen Worten: Achtung der Neutralitt.

Was Israel betrifft, so ist mir nicht bekannt, dass sich Deutschland an den teilweise kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Palstinensern beteiligt. Bekannt ist mir, dass Europa emprt war, als Israel den von Europa finanzierten und mit erbauten palstinensischen Flughafen zerstrte.
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Abrazo
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