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Verurteilung ohne Beweise?
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 23:13    Titel: Verurteilung ohne Beweise? Antworten mit Zitat

Gieener Anzeiger

Zitat:
Staatsanwalt Michael Wenzel sah den Angeklagten "durch die Aussage der Ehefrau" berfhrt.
Geschockt

Gru
syn
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"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, da Menschen leben auf Erden."
Kant

"Ich wei, dass ich nichts wei" sokrates
geht mir auch so Geschockt
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gotto
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Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beitrge: 1802
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.10.08, 06:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei dann auch scharfe Munition, Wurfsterne sowie ein Faustmesser.


Zitat:
Auch Strafrichterin Mengel hielt die Aussage der Ehefrau fr "authentisch".


Offensichtlich gab es Beweise...
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Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung!
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cmd.dea
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Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beitrge: 1872
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.10.08, 07:04    Titel: Antworten mit Zitat

gotto hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei dann auch scharfe Munition, Wurfsterne sowie ein Faustmesser.


Zitat:
Auch Strafrichterin Mengel hielt die Aussage der Ehefrau fr "authentisch".


Offensichtlich gab es Beweise...


zumal die Aussage von Zeugen ebenfalls Beweismittel sind und die Ehefrau Zeugin ist.

Gru
Dea
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 09.10.08, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

cmd.dea hat folgendes geschrieben::
zumal die Aussage von Zeugen ebenfalls Beweismittel sind und die Ehefrau Zeugin ist.


Also jetzt bin ich bisschen durcheinander.
Ich kann mich hier im Forum an eine Diskussion erinnern, bei der es sich um einen umgekehrten Fall gehandelt hat. Aus Mangel an Beweisen Freispruch.
Damals wurde argumentiert: in dubio pro reo und das eine einzelne Aussage als Beweis nicht ausreicht (Aussage gegen Aussage), sonst knnte ja jeder kommen und einen anzeigen. Im deutschen Recht gilt es: Keine Verurteilung ohne Beweise.
Leuchtete mir einund beruhigte mich gleichzeitig.

Questor hat folgendes geschrieben::
Auerdem rumt er ja selbst ein, gesagt zu haben, "sie habe den Tod verdient".
Und dann zu sagen, "die Frau habe ihn falsch verstanden" ist schon frech. Wenn mich jemand mit dem Tod bedroht, verstehe ich das sicher nicht "falsch".


1. Ist das keine Drohung sondern eine Feststellung. Eine Drohung wre eher: Ich bringe dich um. Viele getrennte Partner wnschen sich gegenseitig die Pest an den Hals, was im Endeffekt auch den Wunsch nach dem Tod des Ex-Partners bedeutet. Ich persnlich deute es als folgende Aussage: Wenn ich knnte, wrde ich dich am liebsten umbringen. Aber da ich es nicht kann, hege ich die Hoffnung auf eine Plage (in diesem Fall eher einen Umstand, z.B. Unfall), die das fr mich erledigt.
2. Viele stoen unmittelbar nach der Trennung in ihrem ohnmchtigen Zorn tatschlich die Drohung aus: Ich bringe dich um. Wrden all diejenigen es in die Tat umsetzen, so wren die Straen mit toten Ex-Partnern bersht. Wenn er es wirklich vorgehabt htte, so wre es schon lngst passiert. Zeit genug dafr hatte er.
3. Nach 2 Jahren hat man sich erfahrungsgem damit abgefunden, dass der Partner fr einen verloren ist, es sei denn man ist krank. Wurde ein Sachverstndiger miteinbezogen, der das prft?
4. Die Trennung liegt 2 Jahre zurck in denen der Vater die Kinder nicht gesehen hat. Der Vorwand der Frau hierfr: er darf die Kinder wegen seiner Aggressionen nicht sehen msste dann wohl auf ihre Erfahrungen aus der Ehe beruhen. Trotzdem sagt sie aus:
Zitat:
Ihr Mann sei ihr gegenber zwar nie gewaltttig geworden.


Questor hat folgendes geschrieben::
.......und die Trennung kommt ja sicher nicht von ungefhr.


Nicht bei jeder Trennung ist Gewalt im Spiel.

@ gotto

Bei den Scheinbeweisen sind mehrere Faktoren aufgefhrt, nicht nur der Augenschein.

Also nach den jetzigen Argumenten von euch, knnte ich jeden anzeigen, mit dem ich seit lngerem Streit habe und der mir auf den Nerv geht, insbesondere wenn ich wei, dass er irgendwelche Waffen sammelt?

Gru
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cmd.dea
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Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beitrge: 1872
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.10.08, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::
cmd.dea hat folgendes geschrieben::
zumal die Aussage von Zeugen ebenfalls Beweismittel sind und die Ehefrau Zeugin ist.


Also jetzt bin ich bisschen durcheinander.
Ich kann mich hier im Forum an eine Diskussion erinnern, bei der es sich um einen umgekehrten Fall gehandelt hat. Aus Mangel an Beweisen Freispruch.


Das kann ja gut sein. "Mangel an Beweisen" meint aber nicht unbedingt, dass gar keine Beweise vorliegen, sondern kann genauso bedeuten dass die vorliegenden Beweise nicht ausreichen fr eine Verurteilung.

Zitat:
Damals wurde argumentiert: in dubio pro reo


Das kann immer zutreffen, meint aber idR. eher den Fall, dass Beweise vorliegen, es aber zweifelhaft ist, ob diese fr eine Verurteilung ausreichen. In diesem Fall muss zugunsten des Angeklagten entschieden werden. Wenn berhaupt keine Beweise vorliegen (was idR. dazu fhrt, dass garnicht erst angeklagt oder das Hauptverfahren zugelassen wird), bestehen ja nicht mal Zweifel. Wrde es das Prinzip "Aussage gegen Aussage" geben, dann bruchten wir den Grundsatz in dubio pro reo garnicht, weil sich dann die gegenteiligen Aussagen automatisch aufheben wrden. Das ist aber eben nicht der Fall, sondern das Gericht muss diese wrdigen und darf entscheiden, ob es einer Aussage mehr glaubt, insb. soviel mehr, dass es fr eine Verurteilung ausreicht. Nur, wenn letzteres nicht der Fall ist, bestehen Zweifel und der genannte Grundsatz greift.

Zitat:
und das eine einzelne Aussage als Beweis nicht ausreicht (Aussage gegen Aussage),


Das ist definitiv falsch. Den Grundsatz "Aussage gegen Aussage" gibt es im Deutschen Recht nicht. Es kommt immer darauf an, ob und wem das Gericht glaubt.

Zitat:
sonst knnte ja jeder kommen und einen anzeigen.


Das kann ja auch jeder machen. Ob das dann zu einer Verurteilung fhrt, ist ja eine ganz andere Frage. Hierzu muss das Gericht am Ende davon berzeugt sein, dass der Angeklagte es war. Ist es sich nicht sicher, muss Freispruch erfolgen. Zudem ist, wenn der Anzeigende das wissentlich macht, die falsche Verdchtigung auch gem. 164 StGB strafbar.

Zitat:
Im deutschen Recht gilt es: Keine Verurteilung ohne Beweise.


Diesen Grundsatz gibt es zumindest rechtlich nicht. Es gibt den Grundsatz, dass das Gericht jemanden nur verurteilen darf, wenn es von dessen Schuld berzeugt ist. Warum das so ist, muss es im Urteil ausdrcklich darlegen. Und wenn es das nicht berzeugend tut, wozu man insb. Beweise bruchte, wird das Urteil in der Revision aufgehoben. Das ist faktisch das selbe wie "Keine Verurteilung ohne Beweise", jedoch nicht derart formal aufgezogen (aber wie gesagt: Keine StA wrde ohne Beweise eine Tat anklagen und kein Gericht wrde die Anklage ohne Beweise zulassen).

Zitat:
Leuchtete mir einund beruhigte mich gleichzeitig.


Siehe oben, faktisch ist es auch so.

Aber: Es ist gerichtlicher Alltag, dass Strafverfahren nur darber laufen, dass fr die Tat selbst das Opfer der einzige Zeuge ist. Wre das nicht so, knnten wir ein Groteil der Straftaten garnicht verurteilen. Nun ist es eben am Gericht, ob es nach der Aussage davon berzeugt ist, dass der Angeklagte es war. Tatschlich bedeutet das, das oftmals andere Indizien hinzukommen mssen. Aber in jedem Fall ist es so, dass der Grundsatz "Aussage gegen Aussage"nicht existiert, es ist allein eine Frage der gerichtlichen Wrdigung des Zeugenbeweises.

Gru
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 11.10.08, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

cmd.dea hat folgendes geschrieben::
Das kann ja gut sein. "Mangel an Beweisen" meint aber nicht unbedingt, dass gar keine Beweise vorliegen, sondern kann genauso bedeuten dass die vorliegenden Beweise nicht ausreichen fr eine Verurteilung.


Und in diesem Fall sehen Sie ausreichend Beweise?

Zitat:
Das kann immer zutreffen, meint aber idR. eher den Fall, dass Beweise vorliegen, es aber zweifelhaft ist, ob diese fr eine Verurteilung ausreichen. In diesem Fall muss zugunsten des Angeklagten entschieden werden.


Und das ist hier nicht der Fall?

Zitat:
.....das Gericht muss diese wrdigen und darf entscheiden, ob es einer Aussage mehr glaubt, insb. soviel mehr, dass es fr eine Verurteilung ausreicht.........
........Es gibt den Grundsatz, dass das Gericht jemanden nur verurteilen darf, wenn es von dessen Schuld berzeugt ist.


Auf Grund einer einzigen belastenden Aussage!?
Von einer Person, die dem Angeklagten seit zwei Jahren rechtswidrig die Kinder entzieht?!
Unter den geschilderten Umstnden?
Ohne wenigstens ein Gutachten zur Glaubwrdigkeit der "Zeugenaussage" (z. B. zur Sttzung des Urteils)

Zitat:
Aber: Es ist gerichtlicher Alltag, dass Strafverfahren nur darber laufen, dass fr die Tat selbst das Opfer der einzige Zeuge ist. Wre das nicht so, knnten wir ein Groteil der Straftaten garnicht verurteilen.


Das ist mir auch bekannt, z. B. beim Stalking und Mobbing. Doch in solchen Fllen sind andere Voraussetzungen gegeben. Da geht kein anfnglicher Terror vom dem, der die Anzeige erstattet, aus, wie in diesem Fall. Die Frau betreibt seit zwei Jahren psychische Misshandlung an den Kindern und Mann.

Zitat:
Und wenn es das nicht berzeugend tut, wozu man insb. Beweise bruchte, wird das Urteil in der Revision aufgehoben.


Ja und solange drfen die Kinder weiterhin auf den Vater verzichten und wie ich inzwischen wei auch auf die Groeltern.

Zitat:
Zudem ist, wenn der Anzeigende das wissentlich macht, die falsche Verdchtigung auch gem. 164 StGB strafbar.


Und die Richterin, macht die sich nicht strafbar, z. B. wegen Rechtsbeugung?

Prof. Dr. Bernd Heinrich der Rechtswissenschaften von der HU in Berlin sagt:
"Auch wenn ein Richter nach sorgfltiger Prfung eine unrichtige Entscheidung trifft, beugt er das Recht."

Gru
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 11.10.08, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

hallo


Quelle Wiki
Zitat:
Definition des Bundesgerichtshofs [Bearbeiten]Nach der stndigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stellt nicht jede unrichtige Rechtsanwendung eine Beugung des Rechts im Sinne von 339 StGB dar. Nur der Rechtsbruch als elementarer Versto gegen die Rechtspflege solle unter Strafe gestellt sein. Rechtsbeugung begehe ein Amtstrger, der sich bewusst und schwerwiegend von Recht und Gesetz entfernt. Die bloe Unvertretbarkeit einer Entscheidung begrnde eine Rechtsbeugung hingegen noch nicht.[2]



soviel zu

Zitat:
Prof. Dr. Bernd Heinrich der Rechtswissenschaften von der HU in Berlin sagt:
"Auch wenn ein Richter nach sorgfltiger Prfung eine unrichtige Entscheidung trifft, beugt er das Recht."


Gru roni
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Biber
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 11.10.08, 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::
Und in diesem Fall sehen Sie ausreichend Beweise?
Die Richterin offenbar schon.

syn hat folgendes geschrieben::
Und das ist hier nicht der Fall?
Nach Meinung der Richterin offenbar nicht.

syn hat folgendes geschrieben::
Auf Grund einer einzigen belastenden Aussage!?
Wohl kaum.

syn hat folgendes geschrieben::
seit zwei Jahren rechtswidrig die Kinder entzieht?!
'Rechtswidrig' und 'entziehen' kann ich in und aus dem Artikel nicht erkennen.

syn hat folgendes geschrieben::
Unter den geschilderten Umstnden?
Meinen Sie jetzt die Waffensammlung?

syn hat folgendes geschrieben::
Die Frau betreibt seit zwei Jahren psychische Misshandlung an den Kindern und Mann.
Sagt wer?

syn hat folgendes geschrieben::
Ja und solange drfen die Kinder weiterhin auf den Vater verzichten
Um diese Frage ging es in dem hier genannten Verfahren aber doch gar nicht, oder habe ich was berlesen?

syn hat folgendes geschrieben::
wie ich inzwischen wei auch auf die Groeltern
Wer auch immer das erzhlt hat, wute offenbar nicht, da Groeltern m.W. kein Umgangsrecht haben.

syn hat folgendes geschrieben::
Prof. Dr. Bernd Heinrich der Rechtswissenschaften von der HU in Berlin sagt:
"Auch wenn ein Richter nach sorgfltiger Prfung eine unrichtige Entscheidung trifft, beugt er das Recht."
Interessante Aussage. Begrndet er diese Aussage auch? Und erklrt er auch, wer darber entscheidet, ob bzw. wann das der Fall ist?
Ist das brigens dieser Herr? Wenn ja: mir sind grundstzlich Leute hochgradig suspekt, die ber Praktiker urteilen, ohne anscheinend je selbst (besonders intensiv) mit der Praxis zu tun gehabt zu haben...
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Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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syn
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beitrge: 568

BeitragVerfasst am: 12.10.08, 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Schn fr dich Biber, wenn du Vorgehensweisen und Entscheidungen von Autoritten nicht anzweifelst. Meinst du aber nicht, dass es Menschen geben sollte, die das tun? Oder was glaubst, wem du deine heutige Lebensweise verdankst. Bestimmt nicht Menschen, die immer Ja und Amen zu allem sagten.

Biber hat folgendes geschrieben::
Wenn ja: mir sind grundstzlich Leute hochgradig suspekt, die ber Praktiker urteilen, ohne anscheinend je selbst (besonders intensiv) mit der Praxis zu tun gehabt zu haben...


Dann habe ich hier ein paar Praktiker fr dich, die ber andere Praktiker der Zunft urteilen:

Zitat:
Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfhige Richter, denen beizukommen offenbar ausgeschlossen ist.
Dr. Egon Schneider, ehem. Richter am OLG, in 'Zeitschrift fr anwaltliche Praxis' 6/1999 vom 24.3.1999, S. 266)

In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu fhren, ebenso gut wrfeln.
Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Willi Geiger. Karlsruhe. In einem Beitrag in der 'Deutschen Richterzeitung', 9/1982, S. 325

Ich bin selbst ein deutscher Richter, seit fast 20 Jahren. Ich wrde mich nicht noch einmal entscheiden, ein deutscher Richter zu werden. Die deutschen Richter machen mir Angst.
Prof. Diether Huhn in: 'Richter in Deutschland', 1982, zitiert nach: 'Diether Huhn in memoriam' von Prof. Dr. Eckhart Gustavus, Berlin, NJW 2000, Heft 1, S. 51

Wenn ich an meinen Beruf zurck denke, dann berkommt mich tiefer Ekel vor 'meinesgleichen'.
Richter i. R. Frank Fahsel, Stuttgart, in einem Leserbrief an die Sddeutsche Zeitung, 2. April 2008.


Hier kannst du noch den Leserbrief nachlesen.

Gru
syn

P.S. Und hier zum Nachlesen wegen dem Umgangsrecht fr Groeltern.
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 12.10.08, 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

hallo


Zitat:
habe aber nicht nur ihr, sondern auch ihrer Mutter und ihren Freundinnen gedroht.


ich denk mal, dass die ausgesagt haben ?

Gru roni
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cmd.dea
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Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beitrge: 1872
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 12.10.08, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
[quote="syn"]
cmd.dea hat folgendes geschrieben::
Das kann ja gut sein. "Mangel an Beweisen" meint aber nicht unbedingt, dass gar keine Beweise vorliegen, sondern kann genauso bedeuten dass die vorliegenden Beweise nicht ausreichen fr eine Verurteilung.


Und in diesem Fall sehen Sie ausreichend Beweise?


Ich habe mich nicht zu dem Fall geuert, sondern allgemeine strafrechtliche Grundstzer erlutert, die hier offensichtlch irrtmlich anders angenommen wurde. Zu einer tatschlichen Beweislage kann man sich in einem Rechtsforum grundstzlich niemals uern.

Zitat:
Zitat:
Das kann immer zutreffen, meint aber idR. eher den Fall, dass Beweise vorliegen, es aber zweifelhaft ist, ob diese fr eine Verurteilung ausreichen. In diesem Fall muss zugunsten des Angeklagten entschieden werden.


Und das ist hier nicht der Fall?


Siehe oben.
Zitat:

Zitat:
.....das Gericht muss diese wrdigen und darf entscheiden, ob es einer Aussage mehr glaubt, insb. soviel mehr, dass es fr eine Verurteilung ausreicht.........
........Es gibt den Grundsatz, dass das Gericht jemanden nur verurteilen darf, wenn es von dessen Schuld berzeugt ist.


Auf Grund einer einzigen belastenden Aussage!?


Ja, das ist mglich.

Zitat:
Von einer Person, die dem Angeklagten seit zwei Jahren rechtswidrig die Kinder entzieht?!


Das ist eine Wertung des konkreten Falles und kann hier nicht errtert werden.

Zitat:
Unter den geschilderten Umstnden?
Ohne wenigstens ein Gutachten zur Glaubwrdigkeit der "Zeugenaussage" (z. B. zur Sttzung des Urteils)


Es gibt keine Gutachten zur berprfung der Glaubwrdigkeit der Zeugenaussage. Diese Prfung nimmt das Gericht selbst vor.


Zitat:
Zitat:
Aber: Es ist gerichtlicher Alltag, dass Strafverfahren nur darber laufen, dass fr die Tat selbst das Opfer der einzige Zeuge ist. Wre das nicht so, knnten wir ein Groteil der Straftaten garnicht verurteilen.


Das ist mir auch bekannt, z. B. beim Stalking und Mobbing. Doch in solchen Fllen sind andere Voraussetzungen gegeben. Da geht kein anfnglicher Terror vom dem, der die Anzeige erstattet, aus, wie in diesem Fall. Die Frau betreibt seit zwei Jahren psychische Misshandlung an den Kindern und Mann.


Ich meinte eigentlich eher den klassischen Fall der Krperverletzung.

Zitat:
Zitat:
Und wenn es das nicht berzeugend tut, wozu man insb. Beweise bruchte, wird das Urteil in der Revision aufgehoben.


Ja und solange drfen die Kinder weiterhin auf den Vater verzichten und wie ich inzwischen wei auch auf die Groeltern.


Nun, das ist eine Entscheidung des Gesetzgebers.

Zitat:
Zitat:
Zudem ist, wenn der Anzeigende das wissentlich macht, die falsche Verdchtigung auch gem. 164 StGB strafbar.


Und die Richterin, macht die sich nicht strafbar, z. B. wegen Rechtsbeugung?


Warum sollte das so sein?

Zitat:
Prof. Dr. Bernd Heinrich der Rechtswissenschaften von der HU in Berlin sagt:
"Auch wenn ein Richter nach sorgfltiger Prfung eine unrichtige Entscheidung trifft, beugt er das Recht."


Rechtsbeugung ist ein Vorsatzdelikt, so dass der Richter nur dann eine solche Straftat begeht, wenn er dies willentlich tut. Die Unrichtigkeit der Entscheidung allein reicht hierfr nicht aus.

Gru
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Biber
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
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BeitragVerfasst am: 12.10.08, 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

syn hat folgendes geschrieben::
wenn du Vorgehensweisen und Entscheidungen von Autoritten nicht anzweifelst.
Ach Du lieber Himmel - wie kommen Sie denn auf das schmale Brett? Geschockt

syn hat folgendes geschrieben::
Dann habe ich hier ein paar Praktiker fr dich, die ber andere Praktiker der Zunft urteilen
Und daraus leiten Sie jetzt ein Recht zur verallgemeinernden Anwendung auf den genannten Fall ab (wenn Sie sich zu H. schon nicht mehr uern)?

syn hat folgendes geschrieben::
Umgangsrecht fr Groeltern.
Danke, der war bekannt. Allerdings auch der zweite Halbsatz im 1. Absatz.
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Oktavia
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beitrge: 1236

BeitragVerfasst am: 12.10.08, 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Auf Grund eines wenig sagenden Zeitungsartikels ist es natrlich schwierig sich eine Meinung zu bilden.
Ich finde hier fr mich allerdings keine Anhaltspunkte um auf Rechtsbeugung etc. schliessen zu knnen.

Ordnungsamt Stadt Kaufbeuren hat folgendes geschrieben::
Wer unberechtigt Munition besitzt, begeht eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden kann
... denn Sie mchten doch nicht vorbestraft sein, oder ?


Da ist der Mann ja mit 1200,- Geldstrafe ganz gut weggekommen. Was macht der eigentlich mit den Wurfsternen? Als Jugendlicher findet man sowas cool aber mit 43?

Es KANN Sich bei diesem Fall um ein Fehlurteil handeln (Bedrohung, Sachbeschdigung) aber mindestens der Munitionsbesitz ist unbestritten strafbar.
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Desertdog
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Anmeldungsdatum: 10.10.2008
Beitrge: 46

BeitragVerfasst am: 12.10.08, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Im Grunde sind doch solche Urteile immer fehlerhaft.

Selbst wenn jemand einen anderen per Telefon bedroht, denke ich das die Verhandlung wenns hoch kommt erst 6 Monate spter ist.

Ist in den 6 Monaten kein Mord paiert, was soll man da den bestrafen?

Denkt die Richterin das es mit einer Stafe von 1200Euro nicht zum Mord kommen wrde wenn es der angebliche Tter die Geldstrafe bezahlt.

Sorry, aber wenn die Justiz vollkommen berzeugt ist das ein Mord passieren kann, mu man sofort handeln und nicht erst in einer spteren Verhandlung.

Man stelle sich mal vor der Mann will die Frau wirklich tten, dann wird er daran festhalten und dieses Festhalten ist nicht mit einer Geldstrafe wegzumachen.

Wenn in der Zeit bis zur Verhandlung nichts war, ist die Sache fr mich vom Tisch.

An seiner Stelle wrde ich sofort in Berufung gehen.

Man denke sich mal das jemand wegen sowas verurteilt wurde auf Bewhrung und in der Bewhrung wird nochmals behauotet das der Mann gedroht hat, dann geht er ab nur wegen einer Aussage? Das kann doch einfach nciht war sein und ist in meinen Augen pockern mit Menschenleben, da der Kanst einen das Leben versauen kann und die Mglichkeit das man im Knast zu schaden kommt %tual hher liegt als drauen und das nur wegen einer einzigen Aussage?

Selbst wenn der jenige den Knast heil berstanden hat, kann sein Leben danach futsch sein und dann kommen Depressionen und Hass erst recht auf und es kann zum Mord kommen.

Solche Richter mte man gleich die Lizens entziehen, ich halte diese Richter fr gefhrlich und wrden mir Angst einjagen.
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 12.10.08, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Sie mssen trennen:

Bedrohung mit Mord ist eine Straftat. Egal ob man vorhat, es tatschlich zu tun, oder ob es aus welchen Grnden auch immer nicht dazu kommt.
Sonst knnte man ja jeden munter bedrohen, wenn man keine Strafe befrchten muss, solange man nichts tut und sich danach ruhig verhlt.
Eben weil es nicht "schn" ist fr den Bedrohten ist die Drohung an sich strafbar und wird bestraft.

Das Verhindern des eigentlichen Mordes ist eine ganz andere Geschichte und hat mit der Verhandlung nichts zutun.
_________________
Dass Laien am Rechtsverkehr teilnehmen ist zwar rgerlich aber eben unvermeidbar. spraadhans (cave: Ironie)
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