Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - Gewhrleistung / Nacherfllung (Handybetreiber)
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Gewhrleistung / Nacherfllung (Handybetreiber)

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Verbraucherrecht
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 05.09.08, 15:49    Titel: Gewhrleistung / Nacherfllung (Handybetreiber) Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe im Mai ein Handy bei einem deutschen Mobilfunkbetreiber online erworben. Das Gert zeigte von Anfang an diverse kleine Mngel (strzte ab oder reagierte trge), weshalb ich mich nicht ganz zwei Wochen spter an den Support des Anbieters wendete. Dieser riet mir das Gert nicht zurck zu schicken, sondern erst einmal einen Hard-Reset durchzufhren und zu schauen ob das Gert dann fehlerfrei luft.
Leider zeigt das Gert aber immernoch diese Mngel, weshalb ich jetzt schon seit Wochen in Kontakt mit dem Anbieter stehe und versuche mein Recht auf Nacherfllung durchzusetzen. Der Anbieter weigert sich aber meinem Wunsch auf ein Ersatzgert nachzukommen und bietet mir ausdrcklich nur eine Reparatur an.

Wie sieht die Rechtslage in soeinem Fall aus? Soweit ich das verstehe, gibt es absolut keinen Grund den Wunsch auf ein Ersatzgert zu verweigern.

Gru,
Andreas
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bingo02
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beitrge: 1073

BeitragVerfasst am: 06.09.08, 10:19    Titel: Re: Gewhrleistung / Nacherfllung (Handybetreiber) Antworten mit Zitat

RFZ hat folgendes geschrieben::
Soweit ich das verstehe, gibt es absolut keinen Grund den Wunsch auf ein Ersatzgert zu verweigern.


Dann nenne ich ihnen einen: Bei einem Reperaturversuch knnte sich herausstellen, da der Defekt durch den Besitzer verursacht wurde. Neben der Reperatur und den Versandkosten des ersten Handys, kmen dann noch die Versandkosten und der Nutzungsabschlag des zweiten Handys auf sie zu. Knnte passieren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 06.09.08, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, das ist aber doch kein Grund den Wunsch zu verweigern?
Natrlich wre das dann bld gelaufen, aber sofern der Kufer sicher ist, dass er nichts zu verschulden hat, sollte er doch guten Gewissens seinen Anspruch auf Nacherfllung auch durchsetzen knnen, sonst htte die ganze Regelung doch gar keinen Sinn.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bingo02
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beitrge: 1073

BeitragVerfasst am: 06.09.08, 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Liest sich so, als ob sie auf Nachlieferung pochen, der Verkufer aber auf Nachbesserung durch Reperaturversuch besteht. Er will halt seinen Aufwand verringern, siehe
439 BGB dort (3).
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 06.09.08, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Nur dass der Betreiber sich auch garnicht erst rechtfertigt, beispielsweise indem er anfhren wrde, dass der Aufwand fr ihn unangebracht hoch wre.
Ich denke auch, der Aufwand ein neues Gert zu schicken ist fr einen groen Mobilfunkbetreiber nicht wirklich hoch, der Schaden fr den Kunden dagegen, der das Mobiltelefon mglicherweise beruflich bentigt, ist immens, wenn er das Gert mehrere Wochen bis Monate (diese Erfahrung hatte ich selbst schon einmal) nicht mehr zu Gesicht bekommt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 24.10.08, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mchte das Thema noch einmal ansprechen... mittlerweile habe ich das Gert nach langer Diskussion mit dem Mobilfunkbetreiber als Garantiefall zur Reparatur eingeschickt und nach vier Wochen nun einen Kostenvoranschlag fr eine Reparatur von 100 Eur bekommen - wenn ich keine Reparatur wnsche, muss ich dennoch 20 Eur fr die Fehlersuche zahlen. Ein Garantiefall sei das Gert nicht.

Meine Frage dazu, kann ein Serviceunternehmen des Mobilfunkbetreibers berhaupt von einem Kunden verlangen mindestens diese 20 Eur zu zahlen? In der Auftragsbesttigung fr den Reparaturauftrag schrieb der Mobilfunkbetreiber:
Zitat:
* Im Falle eines Gewhrleistungsausschlusses senden wir Ihnen einen
kostenlosen Kostenvoranschlag zu. Sie haben auch die Mglichkeit, vorab
anzugeben, bis zu welchem Betrag eine Reparatur ohne Kostenvoranschlag
ausgefhrt werden soll.

Hier spricht der Mobilfunkbetreiber zwar von einem Gewhrleistungsfall, welchen es laut Aussage des Betreibers mir gegenber ja garnicht gibt, aber dennoch ist fr mich eigentlich klar dass in soeinem Fall nichts zu zahlen ist.

Da der Fehler nun als "nicht Garantiefall" deklariert wird, weigert sich der Mobilfunkbetreiber irgendwelche Kosten zu bernehmen. Dies ist aber meines Verstndnisses nach ebenfalls nicht rechtens, denn der Fehler - welcher Art er auch sein mag (mal von offensichtlich mutwilliger Beschdigung von Seiten des Kunden abgesehen) - bestand ja schon bei Lieferung des Gertes und somit bleibt es ein Gewhrleistungsfall.

Unabhngig davon hat mir ein Servicemitarbeiter des Mobilfunkbetreibers unmissverstndlich klar gemacht, dass jetzt, da das Gert bereits in Reparatur ist, kein Handlungsspielraum mehr fr einen Gerteersatz besteht - zuvor jedoch, htte dieser bestanden. Dies ist fr mich die grte Unverschmtheit berhaupt, die ich seit Jahren erlebt habe. Innerhalb eines Telefongesprchs hat mir der Mitarbeiter somit vorgeworfen in zwei Fllen so gehandelt zu haben, wie mir es der Support des Mobilfunkbetreibers aufgetragen hat.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Biber
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 24.10.08, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

RFZ hat folgendes geschrieben::
Nur dass der Betreiber sich auch garnicht erst rechtfertigt
Mu er auch nicht.

RFZ hat folgendes geschrieben::
Da der Fehler nun als "nicht Garantiefall" deklariert wird, weigert sich der Mobilfunkbetreiber irgendwelche Kosten zu bernehmen. Dies ist aber meines Verstndnisses nach ebenfalls nicht rechtens, denn der Fehler - welcher Art er auch sein mag (mal von offensichtlich mutwilliger Beschdigung von Seiten des Kunden abgesehen) - bestand ja schon bei Lieferung des Gertes und somit bleibt es ein Gewhrleistungsfall.
Anscheinend werden hier (immer noch ?) Begriffe durcheinander gebracht. Ich empfehle zunchst die Lektre dieses Artikels und dann bzw. parallel dazu nochmal die des letzten Beitrages.
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 24.10.08, 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Biber hat folgendes geschrieben::
Anscheinend werden hier (immer noch ?) Begriffe durcheinander gebracht. Ich empfehle zunchst die Lektre dieses Artikels und dann bzw. parallel dazu nochmal die des letzten Beitrages.


Diesen habe ich gelesen, ebenso den Wikipedia-Artikel. Mir ist der Sachverhalt ja auch klar, nur dem Mobilfunkbetreiber nicht.

Das Gert hatte seit dem ersten Tag Fehler, wurde also augenscheinlich mit einem Defekt geliefert, weshalb der Kunde einen Gewhleistungsanspruch hat. Insbesondere hat er das Recht ein Ersatzgert zu verlangen, sofern dies fr den Mobilfunkbetreiber nicht eine unzumutbare Tat wre.

Laut Aussagen des Mobilfunkbetreibers gibt es aber soetwas wie Gewhleistung nicht. Der Mobilfunkbetreiber kennt nur das Fernabsatzgesetz und die Garantie. Da die 14 Tage versumt wurden, rumt der Betreiber ausschlielich eine Reparartur auf Garantie ein, welche er zur allgemeinen Verwirrung in der E-Mail zur Besttigung des Reparaturauftrages nochmal im oben zitierten Abschnitt als Gewhleistung betitelt.

Nun stellt sich heraus dass das Gert irgendwo einen Bruch hat, ein Garantiefall ist das laut Betreiberaussage nun nicht mehr (mag er ja auch Recht haben). Aber da die Fehler von Anfang an bemngelt wurden, liegt es nahe, dass der Bruch (der uerlich nicht sichtbar ist) ebenfalls schon bei Lieferung bestand, der Kunde sollte also noch immer Anspruch auf Gewhrleistung haben.
Der Mobilfunkbetreiber wird nun natrlich behaupten dass er garnichts tun muss, immerhin sei das Gert ja vermutlich durch einen Sto durch den Kunden beschdigt worden, wie das nunmal bei Brchen so ist.
Da aber die Beweislast in den ersten 6 Monaten bei einem Gewhrleistungsfall beim Betreiber liegt, msste dieser schon auch nachweisen dass der Bruch nicht schon bei Auslieferung bestand. Dies drfte dem Betreiber aber kaum mglich sein, aussderdem spricht der ganze Sachverhalt eher dafr, dass der Bruch schon bei Auslieferung bestand.

Sehe ich die Rechtslage hier richtig?

Nur versuch das mal einem Mobilfunkbetreiber klar zu machen, der nur das Fernabsatzgesetz kennt...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn der Fall jetzt etwas speziell wird, mchte ich Euch hier darber informieren - sofern das tatschlich schon zu speziell werden sollte, kann der Beitrag auch kommentarlos gelscht werden.

Nach einem ausfhrlichen Telefonat mit dem Mobilfunkbetreiber hat dieser nun darauf verwiesen, dass er laut AGB nicht dazu verpflichtet wre ein Ersatzgert zu liefern.
Selbst in dem konkreten Fall, ein Kunde htte ein Mobiltelefon in einem Shop des Betreibers gekauft und es nach 6 Tagen wegen Mngeln zurck gebracht, sieht der Betreiber nicht im Geringsten die Pflicht ein Ersatzgert zu liefern, egal worauf der Kunde besteht. Der Kunde habe hier nur die Mglichkeit das Gert zur Reparatur einzuliefern - sollte sich bei dieser Reparatur ein Riss im Gehuse feststellen lassen, wrden alle Garantie und Gewhrleistungsansprche des Kunden erlschen, unabhngig davon, ob der Riss bei Kauf schon bestand oder nicht.
Anmerkung hier: Natrlich kann der Betreiber bemngeln, dass das Gert nicht sofort wegen des Risses zurck gegeben wurde. In diesem Fall war der Riss aber mit blosem Auge kaum oder garnicht erkennbar, dem Kunden kann nicht vorgeworfen werden das Gert nicht wegen des Risses reklamiert zu haben.

Fr mich ist das ein klarer Versto gegen das Gewhrleistungsgesetz. Sehe ich das richtig?

Sofern die AGB des Betreibers wirklich einen Absatz enthalten, der sie von der Pflicht ein Ersatzgert trotz Wunsch des Kunden zu liefern, ist dieser berhaupt rechtsgltig? Das widerspricht fr mich klar dem Punkt der Nacherfllung.

In diesem konkreten Fall ist jetzt zu klren, ob der Riss vom Kunden htte frher bemerkt werden knnen - wenn ja, sehe ich ein dass kein Gewhrleistungsanspruch besteht. Wenn nein, hat der Kunde meiner Meinung nach noch immer Anspruch auf Gewhrleistung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tombi
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.10.2008
Beitrge: 69

BeitragVerfasst am: 28.10.08, 03:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wrde es denn sein, wenn das Handy schon mehrfach zur Reparatur eingeschickt wurde, nach der Reparatur trotzdem Funktionsstren im Gert sind?
Der Verkufer hat sich quer gestellt und wollte das Handy nicht zurck nehmen, sondern ein 4. mal zur Reparatur einschicken lassen.

Die Fehler blieben trotz 3maliger Reparatur bestehen.

Wrde es da nicht langsam zu einem neuen Handy kommen?


Gru Tombi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 28.10.08, 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hoffe sehr, dass dier hier auch noch andere antworten, aber ich kann dir dazu einmal aus den AGBs des Mobilfunkbetreibers zitieren, um welchen in meinem Fall geht:

Zitat:
Gewhrleistung
10.1
Hat die Ware einen Sachmangel, ist *** zur Nacherfllung (Beseitigung des Mangels oder Lieferung einer man-gelfreien Sache) verpflichtet. Handelt es sich um neu hergestellte Waren, ist dem Kunden das Recht vorbehalten, bei Fehlschlagen der Nacherfllung zu mindern oder nach seiner Wahl vom Vertrag zurckzutreten. Der Kunde hat *** fr die Nacherfllung angemessen Zeit und Gelegenheit zu geben. Ist der Kunde kein Verbraucher im Sinne des 13 BGB, so kann er die Lieferung einer mangelfreien Sache erst verlangen, wenn zwei Nachbesserungsversuche an dem defekten Gert gescheitert sind. Im brigen kann *** die vom Kunden gewhlte Art der Nacherfllung verweigern, wenn sie nur mit unverhltnismigen Kosten mglich ist. Ansprche auf Schadensersatz sind vorbehaltlich der Regelungen in Ziffer 9 ausgeschlossen.
10.2 Die Gewhrleistungsfrist betrgt zwei Jahre, beginnend mit der bergabe der Ware. Ist der Kunde kein Verbraucher im Sinne des 13 BGB, betrgt die Frist ein Jahr.


Diese AGB besttigen, entgegen den Aussagen des Mitarbeiters am Telefon, dass das Gewhrleistungsgesetz sehr wohl existiert. Sie besttigen auch, dass der Kunde bis auf wenige Ausnahmeflle das Recht hat, ber die Art der Nacherfllung zu entscheiden. Und sie besttigen, dass es entgegen dem Glauben der meisten nicht erst zu einer mehrmaligen fehlgeschlagenen Reparatur kommen muss, bevor es ein Austauschgert gibt (dies gilt laut diesen AGB nur fr Verbraucher nach 13 BGB), dies drfte in deinem Fall relevant sein.

Dazu noch schnell der Gesetzestext:
Zitat:
Verbraucher [nach BGB 13] ist jede natrliche Person, die ein Rechtsgeschft zu einem Zwecke abschliet, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstndigen beruflichen Ttigkeit zugerechnet werden kann.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zafilutsche
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.07.2007
Beitrge: 1428
Wohnort: Oberhausen

BeitragVerfasst am: 28.10.08, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich deute es so, dass ein Kunde bei erhalt der Ware das Produkt Zeitnah prfen mu, ob ein Produkt auch Mangelfrei ist. Risse sind i.d.R offensichtliche Mngel. Daher mte die Annahme eines Mangelbehafteten Produktes verweigert werden. Hier ist die Ware offensichtlich dennoch angenommen worden (warum auch immer). Das Problem ist, das in der Tat eine ussere Gewalteinwirkung erst nach dem Erhalt der Ware aufgetreten sein knnte. Wenn also die Verpackung bei Gefahrbergang nicht beschdigt war (ich unterstelle mal das das Gert in einer Geeigneten Verpackung transportiert wurde). wrde ich auch davon ausgehen, das der Schaden im Nachhinei aufgetreten ist. Stostellen am Gert knnten das sttzen. Anders knnte es aussehen, wenn bei der Montage beispielsweise die Befestigungsschrauben mit einem viel zu hohen Drehmoment angezogen wrden. Dises knnte zu einen Spannungsri fhren, ohne das eine Stostelle auszumachen wre. dann knnte ich mir vorstellen , auch 6 Tage nach erhalt der Ware diesen Ri zu reklamieren. Dann bleibt aber immer noch das Thema, das die Nachbesserung in Form einer Reparatur ausgefhrt wird. Das mal so zu meiner Ansicht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
RFZ
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.09.2008
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 28.10.08, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Da stimme ich dir teilweise zu.
Wenn ein Riss offensichtlich erkennbar ist, was wohl meist so sein wird, dann wrde ich auch einen Gewhrleistungsfall ausschlieen, wenn das Gert schon mehrere Wochen in diesem Zustand genutzt wurde.
Wenn es sich aber beispielsweise um einen feinen Haarriss handelt der kaum sichtbar ist, wre es fr mich durchaus verstndlich, dass ein Kunde diesen Fehler nicht meldet, da er ihn schlichtweg nicht gesehen hat. In so einem Fall sollte weiter Gewhrleistung bestehen. Natrlich ist hier zu klren, ab wann ein Riss erkennbar genug ist...

Anders sehe ich das mit dem zeitnah berprfen. Wre ein Verbraucher wirklich gezwungen, ein Gert zeitnah zu prfen, wren smtliche Weihnachtsgeschenke vom Gewhrleistungsrecht ausgeschlossen, diese werden ja oft erst Wochen nach dem Kauf berhaupt erst aus der Verpackung genommen. Dann festgestellte Mngel drften noch immer Gewhrleistungsflle sein, auch wenn das Kaufdatum bereits einen Monat zurck liegt.
Gibt es hierzu Erfahrungswerte? Interessiert mich grad selbst, wo ich mir das Beispiel ausgedacht hab ;)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zafilutsche
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.07.2007
Beitrge: 1428
Wohnort: Oberhausen

BeitragVerfasst am: 29.10.08, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

blicherweise schaut man doch (auch beim Kauf von Geschenken) ob die Verpackung unbeschdigt und ungeffnet ist. Wurde sie zuvor geffnet dann schaue ich zumindest nach, ob a) Das Teil berhaupt vorhanden oder offensichtlich beschdigt ist und
b) Ob das Zubehr vollstndig ist.
Das spart Zeit, rger und Lauferei, wenn man das "Zeitnah" mit dem Kauf macht.
Es bleibt immer noch die Mglichkeit eines "verdeckten" Mangels. Aber ein verdeckter Mangel (z.B. das Produkt erfllt eine Vereinbarte Funktion nicht) kann selbstverstndlich bis zu 24 Monaten nach dem Kauf reklamiert werden, wo noch ein mglicher Gewhrleistunganspruch bestehen knnte.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Verbraucherrecht Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.