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geistig behinderte Frau nicht richtig betreut?

 
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Hermine23
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 13:51    Titel: geistig behinderte Frau nicht richtig betreut? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

zu folgenden fiktiven Fall mchte ich gerne schildern:
Eine geistig behinderte Frau an die 50 Jahre wohnt bei ihren ber 70-jhrigen Eltern in einem Mehrfamilienhaus.
Sie fasst jeden an (wenn man sich nicht immer ausdrcklich dagegen ausspricht), schreit und poltert im Hausflur rum, schlgt an die Wohnungstren etc. Nehmen wir an,
Die Art und Weise, wie die Eltern mit ihr umgehen, lsst eine berforderung vermuten. Durch Ihr Verhalten bekommt man auch die Befrchtung, dass sie sich und andere gefhrtet.
Bei Kindern wendet man sich an das Jugendamt, wohin kann man sich in dem . g. fiktiven Fall wenden? Gibt es da auch eine Behrde, die die Umstnde prft und gegebenenfalls Hilfestellung leistet?
Falls dieser Beitrag im falschen Forum gelandet ist, bitte ich dies zu entschuldigen.
MFG
Hermine
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Man knnte sich an das Gesundheitsamt wenden, aber nur, wenn eindeutige Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, "dass sie sich und andere gefhrdet".

Bei Straftaten (Sachbeschdigung) knnte man sich mit der Polizei in Verbindung setzen, bei Ordnungswidrigkeiten (unzumutbarer Lrm) mit dem Ordnungsamt.

Bei bermigen Belstigungen knnte man ein Gesprch mit den Eltern suchen.

Insgesamt gilt aber, dass freundliches und ruhiges Verhalten nicht schaden kann. Den Ball flach halten!
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Jane Doe
Interessierter


Anmeldungsdatum: 07.12.2008
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 07.12.08, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

Franz Knigs hat folgendes geschrieben::

Insgesamt gilt aber, dass freundliches und ruhiges Verhalten nicht schaden kann. Den Ball flach halten!


Hallo Her Knigs,

nein, schaden kann es nicht, aber wahrscheinlich auch nicht wirklich ntzen. Natrlich kann und sollte man erst einmal das Gesprch mit den Eltern suchen, aber wenn das nichts bringt, eben gerade weil die Eltern berfordert sind, dann sollte man schon einen Schritt weiter gehen und sich notfalls sogar an einen Anwalt wenden.
Wir hatten auch mal einen geistig Behinderten im Haus, und alle haben "den Ball flach gehalten", aber das ist natrlich in einem Mehrfamilienhaus nur eine sehr begrenzte Zeit zumutbar, da die anderen Mieter ja auch ein Recht auf Ruhe und mglichst normale Zustnde haben. Wie kommen Sie eigentlich zu der Ansicht, da die betroffenen Mitmieter "den Ball flach zu halten haben"???

Mit freundlichen Gren
Jane Doe
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Rena Hermann
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beitrge: 2886

BeitragVerfasst am: 08.12.08, 02:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ruhestrung hat meines Wissens nicht zwingend mit geistiger Behinderung oder Nichtbehinderung der MItbewohner zu tun. Meiner Erfahrung nach sind geistig behinderte Menschen im Durchschnitt sogar eher die "ruhigeren Zeitgenossen". Winken

Muss allerdings im EInzelfall nicht so sein und insofern kann man wegen Ruhestrung natrlich genau so verfahren, wie bei jedem Nicht-Behinderten auch. Inwiefern es sich dann um eine Ruhestrung handelt bzw. ob und in welchem Umfang was wie hingenommen werden muss, entscheidet dann im Streitfall ein Gericht.

Gru
Rena
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pOtH
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 08.12.08, 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

wobei gerichte langsam umschwenken u. behinderten nicht mehr soviel zugestehen, einfach mal nach -ruhestrungen behindertenheim- googeln.

da ich in einer wg mit geistig schwer u. mehrfachbehinderten arbeite, kann ich aus erfahrung berichten das der grte teil tatschlich "ruhigere zeitgenossen" sind. der rest kann dann aber doch sehr laute, teilweise monotone gerusche von sich geben - ich fr meinen teil wrde nicht in direkter nachbarschaft zu so einer einrichtung wohnen wollen!
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