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Ehemann will morden
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KurzDa
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Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beitrge: 3304
Wohnort: Mnchen

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Aha..., Dea...Ich knnt ja jetzt beleidigt sein... Teufel-Smilie
_________________
Jura ist wie Mathematik -
nicht alles, was man berechnen kann, ist auch sinnvoll!

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Adriana
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Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beitrge: 118

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hehe, nee, brauchst du nicht. Aber Dozent knntest du nicht werden Smilie...
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KurzDa
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Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beitrge: 3304
Wohnort: Mnchen

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Adriana hat folgendes geschrieben::
Hehe, nee, brauchst du nicht. Aber Dozent knntest du nicht werden Smilie...
Psst, Dea ist auch keiner....
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Elyss
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Anmeldungsdatum: 23.02.2007
Beitrge: 904
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wusste doch, dass es da mal was gab und ich habe es gefunden...

Es gibt einen Streit, ob ein Argloser diese Arglosigkeit "mit in den Schlaf nimmt". Das fand ich schon im Studium sehr toll!
_________________
Grle

Elyss
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Adriana
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Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beitrge: 118

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Smilie
Wo ist sie denn?
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Elyss hat folgendes geschrieben::
Es gibt einen Streit, ob ein Argloser diese Arglosigkeit "mit in den Schlaf nimmt". Das fand ich schon im Studium sehr toll!


Bingo.

P.S. Warum ist denn Adriana rot?
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
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Elyss
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Anmeldungsdatum: 23.02.2007
Beitrge: 904
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Warum ist denn Adriana rot?


Ich bin unschuldig!
_________________
Grle

Elyss
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Adriana
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Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beitrge: 118

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Und wie ist die h.M bei dem Streit? Ist das jetzt Mord oder nicht und wenn nicht, warum nicht?
Und was ist mit dem Rcktritt?
Und ist das Krperverletzung? Straflos kann er ja wohl schlecht wegkommen.
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Brauerbauer
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Anmeldungsdatum: 03.07.2005
Beitrge: 240

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

hM bejaht Heimtcke bei Ttung eines Schlafenden.
mE keine Heimtcke, da das Argument, der Schlafende nimmt seine Arglosigkeit mit in den Schlaf (fr Heimtcke ist ntig, dass die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst in feindlicher Willensrichtung ausgenutzt wird), sehr geknzelt ist.
Es berzeugt vielmehr, dass ein Schlafender nicht arglos sein kann.

Warum siehst du Probleme beim Rcktritt?

Zitat:
Straflos kann er ja wohl schlecht wegkommen.

Dieses unsinnige Bauchgefhl solltest du schnell aufgeben, wenn du erfolgreich durch das Strafrecht wandern mchtest. Damit ist natrlich nichts ber die Strafbarkeit einer KV gesagt, die du schon noch selbst errtern knnen solltest. Ich habe blo etwas gegen rigorose Bestrafungslust. Natrlich gibt es Sachverhalte, in denen ein Verhalten straflos ist. Die Rcktrittsregelungen sollenl ja gerade dies erreichen. Winken
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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

KurzDa hat folgendes geschrieben::
Und wieder quetscht Du nen Mord aus dem Sachverhalt, wo nur Totschlag drin wre.

Mal von der Heimtcke-Diskussion abgesehen.
Was braucht es denn sonst noch fr Habgier auer "um an das Vermgen zu kommen" in einer Sachverhaltsschilderung?
_________________
Dass Laien am Rechtsverkehr teilnehmen ist zwar rgerlich aber eben unvermeidbar. spraadhans (cave: Ironie)
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Hafish
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Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beitrge: 1168

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was braucht es denn sonst noch fr Habgier auer "um an das Vermgen zu kommen" in einer Sachverhaltsschilderung?

Habgier ist das rcksichtslose Streben nach Gewinn. Die Rckssichtslosigkeit ergibt sich aus der Ttung. Fertig. Aber es knnte ja sein, das ein Gericht bzw der Korrektor das anders sieht und deshalb muss auch Heimtcke geprft werden.

Meine Meinung zur Heimtcke-Diskussion: Ich finde auch, dass das "mit in den Schlaf nehmen" der Arglosigkeit etwas zu geknstelt ist. Aaaaber: Im Gesetz steht nichts von Arg- und Wehrlosigkeit, sondern von Heimtcke. Die Gerichte (und andere) mussten Heimtcke irgendwie handlich machen und haben deshalb diese Arg-und Wehrlosigkeitsformel entwickelt (und dabei nicht an Schlafende gedacht). Irgendwann kam dann die Frage nach Heimtcke gegenber Schlafenden auf und man stand vor dem Problem, entweder die Arglosigkeit zu fingieren oder die schne Rechtsprechung aufzugeben bzw. zu erweitern, sodass auch Schlafende mit einbezogen werden. Es stand auer Frage, dass das eine besonders verwerfliche Begehungsweise ist, die durch "Heimtcke" vom Gesetzgeber beschrieben wurde.

Der gewhlte Weg mit dem "in den Schlaf nehmen" war mE falsch, besser und sauberer wre es gewesen, Heimtcke genauer zu definieren. Trotzdem ist es so am Ende zweckdienlich. Ich wei, dass man das im Strafrecht nicht sagen sollte, aber ich tue es trotzdem^^:
Es ist mir egal, ob es nun Heimtcke ist weil die Arglosigkeit mit in den Schlaf genommen wurde oder weil Heimtcke insgesamt besondere Hilflosigkeitssituation bezeichnet, in denen das Opfer aufgrund der vom Tter gewhlten Ausfhrungsweise nicht in der Lage ist, sich zu wehren. Der Gesetzgeber meinte genau solche Situationen. Fr mich ist es vllig klar, dass er jemanden wegen Mordes verurteilt sehen wollte, der einen anderen im Schlaf meuchelt. So geknstelt die Arglosigkeit seien mag, das Ergebnis ist in diesem Fall richtig.
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KurzDa
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Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beitrge: 3304
Wohnort: Mnchen

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
P.S. Warum ist denn Adriana rot?
War auch unschuldig...und eine grne Adriana gefllt mir persnlich besser Winken
_________________
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Brauerbauer
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 03.07.2005
Beitrge: 240

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Meine Meinung zur Heimtcke-Diskussion: Ich finde auch, dass das "mit in den Schlaf nehmen" der Arglosigkeit etwas zu geknstelt ist. Aaaaber: Im Gesetz steht nichts von Arg- und Wehrlosigkeit, sondern von Heimtcke. Die Gerichte (und andere) mussten Heimtcke irgendwie handlich machen und haben deshalb diese Arg-und Wehrlosigkeitsformel entwickelt (und dabei nicht an Schlafende gedacht). Irgendwann kam dann die Frage nach Heimtcke gegenber Schlafenden auf und man stand vor dem Problem, entweder die Arglosigkeit zu fingieren oder die schne Rechtsprechung aufzugeben bzw. zu erweitern, sodass auch Schlafende mit einbezogen werden. Es stand auer Frage, dass das eine besonders verwerfliche Begehungsweise ist, die durch "Heimtcke" vom Gesetzgeber beschrieben wurde.

Der gewhlte Weg mit dem "in den Schlaf nehmen" war mE falsch, besser und sauberer wre es gewesen, Heimtcke genauer zu definieren. Trotzdem ist es so am Ende zweckdienlich. Ich wei, dass man das im Strafrecht nicht sagen sollte, aber ich tue es trotzdem^^:
Es ist mir egal, ob es nun Heimtcke ist weil die Arglosigkeit mit in den Schlaf genommen wurde oder weil Heimtcke insgesamt besondere Hilflosigkeitssituation bezeichnet, in denen das Opfer aufgrund der vom Tter gewhlten Ausfhrungsweise nicht in der Lage ist, sich zu wehren. Der Gesetzgeber meinte genau solche Situationen. Fr mich ist es vllig klar, dass er jemanden wegen Mordes verurteilt sehen wollte, der einen anderen im Schlaf meuchelt. So geknstelt die Arglosigkeit seien mag, das Ergebnis ist in diesem Fall richtig.

Gut, dann bedarf es allerdings noch einer handhabbaren Definition der Heimtcke, die genau diese Flle (mit-)erfasst.

Ich denke, man kann dem Problem beikommen, indem man das Merkmal der Arglosigkeit seziert.
"Arg" leitet sich von bse ab, insofern meint "Arglosigkeit" den Umstand, ohne Bses zu sein. Dies bezieht sich auf das subjektive Moment, daher meint "Arglosigkeit" in etwa "nicht an etwas Bses denken".
Der Schlafende denkt indes in der Tat an berhaupt nichts bzgl. seiner tatschlichen Situation. Dies erfllt Anforderungen der Arglosigkeit deshalb, weil das Merkmal negativ formuliert ist. Es wird beschrieben, was sich nicht in der Gedankenwelt des Geschdigten abspielen darf und dem gengt es auch, wenn man sich berhaupt keine Gedanken macht.

Der Schlafende ist mE daher tatschlich arglos, es erfordert keiner seltsamen Konstruktion, die ihn seine Arglosigkeit mit hinber in den Schlaf tragen lsst.
Konsequenz daraus ist natrlich, dass auch die Ttung des zum Zeitpunkt der Handlung bereits Bewusstlosen entgegen der hL Heimtcke darstellt.
Aber die Unterscheidung zwischen Schlaf und Bewusstlosigkeit ist in meinen Augen ohnehin nur sehr schwer vertretbar, selbst wenn man der mit in den Schlaf hinbergenommenen Arglosigkeit glauben schenkt.[/b]


Zuletzt bearbeitet von Brauerbauer am 19.11.08, 21:18, insgesamt 1-mal bearbeitet
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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 19.11.08, 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

zunchst liegt hier eindeutig Heimtcke vor. Wenn man schon ein Problem darin sieht, dass eine Ttung im Schlaf erfolgen soll, kommt hier erschwerend hinzu, dass man gerade nicht damit rechnen muss, dass die Ttung vom Ehegatten und damit einer nahestehenden Person ausgeht.

Ein Rcktritt lag mE schon vor. 24 Abs. 1 S. 2 bezieht sich auf den Fall, dass der Tter irgend einen Prozess in Gang gesetzt hat, der zu einer Straftat fhren soll, aber nicht fhrt, da zB ein Dritter diesen Prozess beendet; der Tter aber sich zwischenzeitlich ernsthaft bemht hat, den Prozess zu beenden (sehr abstrakt)

Beispiel: M gibt F Gift. M geht nun weg. F legt sich ins Bett. M ruft aus Reue nun doch einen Arzt. Zwischenzeitlich hat die F jedoch bereits selbst einen Arzt gerufen, weil sie sich schlecht gefhlt hat. In diesem Fall ist der M nach 24 I 2 zurckgetreten, weil er sich ernsthaft bemht hat.

Hier liegt eine gefhrl. KV vor, da der Tter zum einen mit einer lebensbedrohlichen Behandlung vorgegangen ist und zum anderen mit einem gefhrlichen Werkzeug gehandelt hat. Das Kissen ist hier ein solches, da es nach der Situation ttlich enden konnte (war ja auch erst beabsichtigt).

Weiter wie bereits dargelegt Ntigung
_________________
mfg
Klaus
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