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Das soltle doch in der Speakers Corner stehen
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Ronny1958
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 07:19    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
Haben Sie hier wirklich alle keine Ahnung von der Geschichte Afrikas und was wir und die sog. zivilisierte Welt selbst heute noch dort anrichten? Es sind nicht nur die Rohstoffe.....


Mit der Geschichte und der Moralkeule lsen wir das nicht . Insbesondere lsen wir nicht den Sumpf von Machtmissbrauch und Korruption auf.

Gre
Ronny Winken
_________________
Vielen Dank auch fr die positiven Bewertungen. Winken
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
Ich bin geneigt zu sagen, "die holen sich nur das zurck, was ihnen die Industriestaaten seit Jahrhunderten stehlen."


Was gibt es denn in Somalia zu stehlen?

Questor hat folgendes geschrieben::
Gurgeln sie mal allein unter Afrika und Kolonialzeit und was die Europer dort angerichtet haben.


Darum hat Mugabe die Weien aus Simbabwe auch berwiegend vergrauelt.

Und nun geht es den Simbabwern glnzend. Lachen
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 08:40    Titel: Antworten mit Zitat

Klein-Fritzchen hat folgendes geschrieben::


Wie stellst Du Dir das vor?


Entweder, wenn Moeglichkeit 2 aus rechtlichen Gruenden nicht moeglich ist, dass wir gar keine Schiffe dorthin schicken.

Oder unsere Schiffe duerfen dort in einer Art und Weise agieren, die das Risiko fuer die Piraten drastisch erhoet - weder mit dem Hubschrauber verscheuchen noch 3 Jahre in einem deutschen Gefaengnis mit anschliessendem Asyl sind dafuer ausreichend.

Aber bitte nicht laecherlich machen, indem man gross rumtut, was gegen Piraten zu unternehmen und dann mit Methoden und rechtlichem Ruestzeug vorgeht, die einfach nur wirkungslos und laecherlich sind.
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Questor hat folgendes geschrieben::
John Robie hat folgendes geschrieben::
Hi Questor!
Zitat:
Ich bin geneigt zu sagen, "die holen sich nur das zurck, was ihnen die Industriestaaten seit Jahrhunderten stehlen."

Was stehlen die "Industriestaaten"?
Freundliche Gre
-John
Die Frage ist jetzt aber nicht ernst gemeint? Geschockt

Warum sollte sie das nicht gemeint sein?
http://de.wikipedia.org/wiki/Dekolonialisierung
"Das Jahr 1960, in dem die meisten afrikanischen Staaten die Unabhngigkeit erlangten, gilt als das Schlsseljahr der Dekolonisation Afrikas."
Das ist jetzt beinahe 50 Jahre her.

1995 war es 50 Jahre her, dass in Japan Atombomben und Brandbomben ganze Staedte inklusive Bewohner in Asche verwandelt haben und ein gesellschaftliche und politische Transformation von den USA militaerisch erzwungen wurde. Trotzdem ging es den Japaner 1995 verdammt gut, was vor 50 Jahren war, muss also nicht heute zu unueberwindbaren Problemen fuehren.

Indien war in etwa genauso lange Kolonie wie Afrika und dort gab es auch eine willkuerliche Grenzziehung inklusive etnischer Vertreibungen. Zwar ist dort immer noch einiges im Argen, aber im Gegensatz zu Afrika verhungern da keine Millionen mehr seit einigen Jahrzehnten.

Indonesien war auch lange Kolonie und heute ist es zumindest ein Schwellenland.

Suedamerika war laenger Kolonie und die heutigen Zustaende dort sind im Vergleich mit denen in Afrika richtig rosig(absolut betrachtet sind sie natuerlich immer noch maessig).

Die Erklaerung fuer die Situation in Afrika aus der Kolonialgeschichte ist also voellig unzureichend, dass war vielleicht bis in die 80ger hinein noch plausibel, aber jetzt nicht mehr. Was auch immer dafuer sorgt, dass es Afrika so schlecht geht, es hat seine Ursachen auf jeden Fall teilweise auch in Afrika selber ohne dass der boese weisse Rassisten mit dem Teil der Ursache was zu tun haben.
Questor hat folgendes geschrieben::

Wir beuten seit Jahrhunderten Afrika aus, oder haben Sie geglaubt, Afrika wre von selbst so ein armes hungerndes Land geworden?

Lesen sie bitte selber Geschichtsbuecher.
Afrika ist kein armes hungerndes Land geworden, das war es die letzten Jahrtausende so wie der ganze Rest der Welt - ausgenommen ein paar Hochkulturen(z.b. China) - bis vor 200-300 Jahren ebenfalls. Das was heute im Kongo passiert war bei uns im 17. Jahrhundert auch so und in irgendwelchen Jahrhunderten davor genauso, irgendwelche Warlords, Staemme, Sippen oder sonstwas metzeln sich zwecks eigenem Vorteils gegenseitig ab.

Bis vor 300 Jahren hatte 90% der Weltbevoelkerung das Risiko eine Hungersnot zu erleiden, die den heutigen in Afrika in nichts nachsteht.

Die Frage muss also nicht lauten, warum Afrika ein hungerndes Kontinent geworden ist, sondern warum Afrika im gegensatz zu den anderen Kontinenten ein hungernder Kontinent geblieben ist.


Und Laender koennen sehr wohl durch eigene politische Fehler eine Hungersnot oder Buergerkrieg bewirken, dass kann man an Russland sehen, dass war jahrhunderte vor 1900 keine Kolonie und trotzdem schaffte man Buergerkrieg und Hungersnot.
Questor hat folgendes geschrieben::

Gurgeln sie mal allein unter Afrika und Kolonialzeit und was die Europer dort angerichtet haben.
Sklaverei Amerika.
schauen Sie sich den sog. "Welthandel" mit Afrika an und wie wir, die weie "berlegene" Rasse Afrika immer noch ausbeuten etc.


Solange in Afrika es keine politischen Bewegungen gibt, die die eigenen Fehler angehen, kann es Afrika nicht wesentlich besser gehen, egal wieviel Geld wir runterschicken(Geld runterschicken ist aber nicht vollkommen sinnlos).
Diese kommunistischen Luegen helfen Afrika ueberhaupt nicht.(ja, die Kommunisten und sonstige Linksradikale haben diese im wesentlichen propagiert, dank dieser haben kommunistische Ideen auch in einigen afrikanischen Laendern Einfluss gewonnen, was den Hunger natuerlich nur vergroessert hat)

Ausserdem wenn man schon meint, dass Kolonialisierung und Sklaverei wesentliche Ursache fuer Afrikas Probleme seien, warum zeigt man mit dem Finger nicht auf die arabischen und nordafrikanischen Staaten, denn deren Sklavenraubzuege und Landnahme in Afrika hat frueher angefangen als die europaeischen, mehr Menschen Leben und/oder Freiheit gekostet und hat heute - siehe Sudan - eigentlich noch nicht so richtig aufgehoert. Warum sollen wir auch fuer deren Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden?

Abgesehen davon, Banken werden haeufig von Leuten ueberfallen, die gar nicht arm sind, denn fuer einen Bankueberfall braucht man haeufig Waffe und Fluchtfahrzeug, weswegen Arme dieses Delikt wohl nicht in der Mehrzahl verueben - wer sich Sorgen um sein morgiges Essen macht, wird selten einen Bankueberfall planen.
Die Piraten in Somalia sind wahrscheinlich die dortige Oberschicht, den wirklich armen dort schaden sie, da sie verhindern dass sich irgendein Rechtssystem etablieren kann, was notwendig ist, damit die Armut verschwinden kann.
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J_Denver
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

die Geschichte Burundis bzw. Ruandas halte ich fr typisch im nachkolonialen Afrika.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Burundis
_________________
.........geschmeidig wie zwei Flachmnner

81:2/ -4K
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yamato
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Anmeldungsdatum: 09.05.2006
Beitrge: 2207
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Klein-Fritzchen hat folgendes geschrieben::

Nur: Die Piraten werden nicht angreifen, wenn eine Fregatte in der Nhe ist.

brigens bewegen sich die Piraten auch nicht mit Schlauchbooten, sondern benutzen diese nur fr das Entermanver. Sie operieren von ganz normalen Mutterschiffen aus. Die werden schon dafr sorgen, dass das Mutterschiff ganz normal aussieht.



http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,591366,00.html

Wie man daran sieht bedrohen die Piraten sogar Fregatten (hier eine Indische), die hat aber wenigstens angemessen reagiert Lachen
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ausgezeichnet
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carn
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Questor"]
carn hat folgendes geschrieben::

Und Ihr Beitrag zeigt eindeutig, dass Sie nicht verstehen - sonst wrden sie keine Vergleiche mit Japan, Indien (und dem Mars) anstellen.

Uns sie zeigen, dass sie keine Ahnung von Beweisen und aehnlichem haben.
Wenn ohne Argumente folgendes praesentiert wird:
Land ist heute eine failed state, weil es bis vor 50 jahren fuer 100-300 Jahre eine Kolonie gewesen war.

dann genuegt es um zu Zeigen, dass das ohne weitere Argumente diese Schlussfolgerung nicht glaubwuerdig ist, zu zeigen, dass es irgendein Land gibt auf das "es bis vor 50 jahren fuer 100-300 Jahre eine Kolonie gewesen war." zutrifft, auf dass aber "failed state" nicht zutrifft. Und solche Laender gibt es, da muessen sie schon sagen, was an in der Kolonialzeit in Afrika so viel anders gemacht wurde als in anderen Kolonien. Mir ist da nicht wesentliches ausser der Sklaverei bekannt, nur die ist schon zumindest von europaeischer Seite laenger als 100 Jahre her und dann wirds ziemlich fragwuerdig, ob dass heute noch mitverantwortlich ist fuer die Verhaeltnisse.
Questor hat folgendes geschrieben::

Und da ntzt es auch nichts, jemanden, der die Sache anders sieht, in die kommunistische Ecke zu stopfen.


Das sie irgendwelche Ideen, die urspruenglich von Kommunisten ausgebruetet wurden, teilen macht sie nicht zum kommunist. Es war einfach nur ein Hinweis, damit sie sich bewusst werden, dass die die diese Ideen mal propagiert haben, damit eben ganz andere Interessen als das Wohlergehen Afrikas verfolgten.

Der grosse Marx hat naemlich zweifelsfrei bewiesen, dass Kapitalismus immer Ausbeutung zur Folge hat. Da aber so 1950-1980 es ziemlich schwer war in den kapitalistischen westlichen Lanedern irgendwen zu finden bei dem man ohne sich laecherlich zu machen von Ausbeutung sprechen konnte, mussten die Ausgebeuteten logischerweise, den Marx hat ja Recht, irgendwo anders sein und da bot sich Afrika fuer Propagandazwecke an.
(Das aendert aber nichts daran, dass tatsaechlich Verbrechen veruebt wurden und diese natuerlich schlecht fuer Afrika waren, nur muss man nicht jeden Quark glauben, der erzaehlt wird, denn da wird viel zum politischen Vorteil gelogen.)
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Man macht es sich zu einfach, alles auf die Kolonialzeit zu schieben. Letztlich fhrt uns dies auch nicht weiter, weil die eigentlichen Probleme dahinter versteckt werden.

(Z.B. das Problem, da die EU ihre landwirtschaftlichen berschsse auch nach Afrika mit Subventionen exportiert und so die dortige Landwirtschaft vllig ruiniert. Oder das durch exportierte Altkleiderspenden aus Europa sich dort keine Bekleidungsindustrie entwickeln kann).

Questor hat folgendes geschrieben::
.... sonst wrden sie keine Vergleiche mit Japan, Indien (und dem Mars) anstellen. ....


Dann vergleichen wir mal mit diesem afrikanischen Land --> http://de.wikipedia.org/wiki/Liberia

Koloniale Einflsse seit 1822, Unabhngigkeit 1847.

"Das BIP pro Kopf liegt, laut einer IWF-Schtzung fr 2005, bei ca. 166 USD."

Sollte dies durch eine Kolonialzeit von 25 Jahren herrhren?
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 26.11.08, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

"Die als Erfolg gefeierte Versenkung eines vermeintlichen Mutterschiffes somalischer Piraten durch Indiens Marine hat sich als groer Irrtum erwiesen: Zerstrt wurde offenbar ein gekaperter thailndischer Fischtrawler." --> www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3821439,00.html

Und hier gibt es eine rechtliche Einschtzung zur Bundeswehr --> www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,592618,00.html
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