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Familienzusammenfhrung, Erwerbsttigkeit der Ehegattin

 
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Sergey
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Anmeldungsdatum: 21.11.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 10:33    Titel: Familienzusammenfhrung, Erwerbsttigkeit der Ehegattin Antworten mit Zitat

Hallo,

ich besitze eine befristete Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis nach 5 und 27Nr1 der BeschV und komme aus Russland. Nun hat meine Ehefrau zwecks Familienzusammenfhrung nach Deutschland eingereist. Sie ist auch Russin. Wir wohnen zusammen in Bayern, und, wie es schn in Erklrung fr Auslnderbehrde formuliert wurde, in einem gemeinsamen Haushalt und nicht getrennt. Die Erwerbsttigkeit fr sie ist nicht gestattet. Sie ist Fachrztin von Beruf. Auf ihrem Flug von Moskau nach Frankfurt lernte sie zufllig einen Oberarzt des Krankenhauses in Reinland-Pfalz kennen, an der ein akuter Mangel an Fachrzten der Inneren Medizin herrscht, und die nach einem Bewerbungsgesprch meine Frau gerne einstellen mchten.
Die rtlich zustndige Auslnderbehrde in Bayern wies allerdings darauf hin, dass die mter in diesem Fall auch den Verdacht eines Betruges schpfen knnten: die Zweckbestimmung der Einreise meiner Frau wurde falsch angegeben. Daraus knnte man ableiten, dass die Ehe nur vorlufig geschlossen worden sei, um meiner Frau die Einreise zu ermglichen, damit sie hier Arbeit findet, und nach gegebener Zeit knnte die Ehe geschieden werden.
Dieser Verdacht knnte sich auf zwei Dinge grnden:
1) Einen Tag nach der Einreise erfolgt ein Bewerbungsgesprch.
2) Wir wrden whrend der Woche nicht zusammen wohnen knnen, da ich in Bayern angestellt bin, und meine Ehefrau an der Klinik in Reinland-Pfalz arbeitet.

Knnten Sie uns bitte beraten, wie der Rechtlage ist? Darf meine Frau prinzipiell in Deutschland ttig sein? Spielt hier die Entfernung zwischen uns beiden eine groe Rolle? Whre es mglich diese Probleme mit Erst- und Zweitwohnsitz zu lsen? Und wie wir am besten vorgehen sollten, um den Behrden deutlich zu machen, dass das Ziel der Einreise nicht die Arbeit war, sondern diese Mglichkeit sich nur zufllig ergab? Seitens Klinikdirektion in Reinland-Pfalz, rtlichen Arbeitsamt und Amt fr Soziales sollte kein Problem entstehen.

Vielen Dank im Voraus,

Sergey[/b]
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Darf meine Frau prinzipiell in Deutschland ttig sein?


Nein, da sie zur Familienzusammenfhrung eingereist ist und sie sich gem. 29 Abs. 5 AufenthG zunchst mal zwei Jahre ohne Erlaubnis zur Erwerbsttigkeit hier aufhalten mu:

Zitat:
29 Abs. 5 AufenthG:

Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt zur Ausbung einer Erwerbsttigkeit,


1. soweit der Auslnder, zu dem der Familiennachzug stattfindet, zur Ausbung einer Erwerbsttigkeit berechtigt ist oder


2. wenn die eheliche Lebensgemeinschaft seit mindestens zwei Jahren rechtmig im Bundesgebiet bestanden hat und die Aufenthaltserlaubnis des Auslnders, zu dem der Familiennachzug stattfindet, nicht mit einer Nebenbestimmung nach 8 Abs. 2 versehen oder dessen Aufenthalt nicht bereits durch Gesetz oder Verordnung von einer Verlngerung ausgeschlossen ist.


Da der Ehemann keinen unbeschrnkten Zugang zum Arbeitsmarkt hat, kommt gem. der 1. Alternative eine Erwerbsttigkeit nicht in Betracht.

Eine andere Mglichkeit wre nur dann gegeben, wenn die Einreise zu Erwerbszwecken (also eheunabhngig) erfolgt wre....

Gre
Ronny Winken
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Vielen Dank auch fr die positiven Bewertungen. Winken
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Sergey
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Anmeldungsdatum: 21.11.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 21.11.08, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ronny,

vielen Dank fr die Antwort.

Hier ist dann noch eine Frage: darf meine Frau einen Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung mit Erwerbsberechtigung bei der Auslnderbehrde in Deutschland stellen oder muss sie erst ausreisen und wieder bei der Botschaft in Moskau einen neuen Antrag diesmal zwecks Beruflichenttigkeit stellen?

Danke und Gre
Sergey
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Ronny1958
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 26.11.08, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

der Antrag kann wegen 39 Ziffer 1 AufenthV im Inland gestellt werden. Es besteht allerdings kein Anspruch auf eine positive Entscheidung.

Gre
Ronny Winken
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