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Zivildienst + Nebenjob = Zwickmhle

 
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Zivi89
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.11.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 23.11.08, 01:32    Titel: Zivildienst + Nebenjob = Zwickmhle Antworten mit Zitat

Hallo,


Vorwort:

Ich beginne jetzt bald meinen Zivildienst, und gehe nebenbei auf 400 Basis arbeiten. Ich liebe meinen Nebenjob, da dort einfach alles stimmt, die Leute, das Geld, das Arbeitsklima und und und. Mittlerweile bin ich seit fast 2 Jahren dort.
Kurz: Ich will diesen Job auf keinen Fall aufgeben!

Jetzt das Problem:

Die Zivistelle, wo ich Zivi machen werde ist ein Krankenhaus. Ich habe mit jemandem geredet der dort auch Zivi gemacht hat, und er meint er musste seinen Nebenjob aufgeben weil dies nicht genehmigt htten.
Er sagte dann noch "Htte ich das mal nicht angemeldet..."
Das hat mich auf die Idee gebracht:
Laut Zivildienstgesetz muss man einen Nebenjob ja anmelden... Die Gefahr ist eben zu gro, das diese Genehmigung abgelehnt wird.
Dann steh ich da mit meinen paar Euros Sold im Monat.

Deshalb brauche ich folgenden Rat:

Kann ich einfach bei der Zivistelle nichts von dem Job erwhnen, und einfach nebenbei weiter arbeiten gehen? (Nach dem Motto: Was er nicht wei, macht ihn nicht hei)
Da drften die doch nicht hinterkommen oder?
Wie ist hier die Rechtslage?
Wichtig anzumerken ist noch, das sich die Arbeitszeiten nicht in die Quere kmen.
Wenn ich von dem Job da nichts erwhne sollte es doch auch so klappen...

Gru
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Zivi89
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.11.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 23.11.08, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mchte keine Anweisungen zu Dienstvergehen haben...

Ich mchte nur wissen, ob dies ohne weiteres mglich ist.

Und wissen was passiert, wenn ich es nicht melde, und es dennoch rauskommt...
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Zivi89
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.11.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 23.11.08, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Und genau da setz ich fr die nchste Frage an:

Wie kann es denn herauskommen?

Wenn ich die Stelle dort nicht erwhne, kann doch auch keiner dahinterkommen oder?

Die 400 Jobs sind ja nirgendwo erfasst...
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Saw13
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.11.2008
Beitrge: 35

BeitragVerfasst am: 23.11.08, 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hatte in meiner zivizeit auch einen Nebenjob 400 euro basis und soviel Geld habe ich nie wieder verdient. Deine Freizeit im Zividienst soll zur regenerierung deiner Arbeitskraft genuzt werden. So nun ist es so das du diesen job angibst. Die Genehmigung kann nur versagt werden, wenn durch die Nebenttigkeit die Dienstfhigkeit des ZDL beeintrchtigt wird, oder sie in konkurenz zur Zdst steht.
Aber was schreibe ich? Schau doch einfach mal hier dort ist noch ein Musterschreiben und alles was du wisen musst zu deinem Zivi-Dienst.
Link

Hoffe ich konnte dir helfen!!
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Zivi89
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.11.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 23.11.08, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schreibe es nochmal:

Jemand anders mit dem ich da geredet habe, durfte keinen Nebenjob mehr machen, weil er meinte die genehmigen grundstzlich keinen Nebenjob, weil wir Zivis da Schichtdienst haben. Auch manchmal am Wochenende.

Deshalb mchte ich wissen:

Wenn ich es nicht melde, kann es dann rauskommen?

Ich kann mir bei meinem Nebenjob die Zeit mehr oder weniger frei einteilen, weshalb es nicht schlimm ist mit dem Schichtdienst.

Ich mchte einfach nur wissen ob die irgendwie dahinterkommen knnen, wenn ich whrend der Zivizeit einen nicht angemeldeten Job habe.

Gru
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Biber
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 24.11.08, 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zivi89 hat folgendes geschrieben::
Wenn ich es nicht melde, kann es dann rauskommen?
Nein, das ist praktisch ausgeschlossen.

Auer vielleicht, die beiden Chefs kennen sich und reden miteinander. Oder der Zivi redet in seiner Zivi-Stelle darber und irgendjemand relevantes bekommt das mit. Oder jemand relevantes sieht ihn bei seinem Nebenjob. Oder es gibt irgendwelche steuer- / renten- / krankenversicherungsrechtlichen Implikationen. Oder der Zivi bricht sich beim Nebenjob ein Bein oder 'nen Arm oder den Hals (wobei letzteres ja dazu fhren wrde, da das Problem mit den zwei Jobs eher nebenschlich wre).

Aber wie gesagt: das alles ist ja praktisch ausgeschlossen.

Mein Zugfhrer sagte gern "Der Teufel ist ein Eichhrnchen, hpfend von Ast zu Ast". Darber sollten Sie vielleicht mal nachdenken.
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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Zivi89
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.11.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 24.11.08, 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Sozialversicherungsnummer ist bekannt, und liegt dem Nebenjob-Arbeitgeber auch vor.
Wurde dem Zivildienst-Arbeitgeber auch schon mitgeteilt.
Drften ja quasi keine Fragen aufkommen...

Zitat:
Wenn Sie hier wirklich vortragen, dass Ihr Nebenjob der absolut freien Zeiteinteilung unterliegt, dann drfte es doch wohl auch nicht so schwer sein, dies zu begrnden oder ggf. durch begrndende Unterlagen zu belegen.


Das Problem ist ja, das der Zivi-Arbeitgeber grundstzlich keine Nebenjobs genehmigt, und dies mit der Schichtarbeit begrndet.

Gru
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Versicherungsmensch
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beitrge: 2919
Wohnort: Stadt mit Abtei an einem Fluss

BeitragVerfasst am: 24.11.08, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht wrde es ja helfen bei einer anderen Zivistelle unterzukommen, aber ich denke, dass dafr die Zeit jetzt wahrscheinlich etwas knapp sein wird oder?
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Ich kann lnger nicht rauchen als ein Nichtraucher rauchen. Ich bin somit der mental Strkere. (Horst Evers)
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Redfox
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 24.11.08, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zivi89 hat folgendes geschrieben::
Das Problem ist ja, das der Zivi-Arbeitgeber grundstzlich keine Nebenjobs genehmigt, und dies mit der Schichtarbeit begrndet.


Das ist fr eine Versagung der Nebenttigkeitsgenehmigung m.E. nicht ausreichend.
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Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
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Ron-da-Don
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.08.2007
Beitrge: 30

BeitragVerfasst am: 24.11.08, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Die Genehmigung des Nebenjobs ist Ermessenssache des Chefs. Klar muss er sich an Vorgaben halten, aber in erster Linie hat der Zivi seine Arbeit und Zeit der Zivildienststelle zur Verfgung zu stellen.

Mit Sicherheit rhrt das kategorische Versagen der Nebenjobs auf schlechten Erfahrungen. Viele junge Leute feiern doch schnell einmal krank, weil sie ihrem lukrativeren Nebenjob nachgehen wollen.

Selbst wenn der Chef es versagen sollte, so sitzt er am lngeren Hebel, da es nun mal keinen rechtlichen Anspruch auf die Genehmigung des Nebenjobs gibt.
_________________
Wenn man Licht am Ende des Tunnels sieht, kann es auch die Frontlampe des entgegenkommenden Zuges sein.
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Redfox
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 25.11.08, 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ron-da-Don hat folgendes geschrieben::
Die Genehmigung des Nebenjobs ist Ermessenssache des Chefs.


Woraus soll sich ein Ermessen der Dienststelle ergeben?

"Ermessensverwaltungsakte sind gegeben, wenn das Gesetz ausdrcklich von 'pflichtgemem Ermessen' spricht oder von einer Entscheidung 'nach Ermessen'....

Gesetzlich gebundene Verwaltung liegt dagegen vor bei Formulierungen wie 'muss', 'hat zu', 'ist zu erteilen', 'darf nicht versagt werden'." --> www.jura.fu-berlin.de/einrichtungen/we3/professoren/ls_heintzen/veranstaltungen/0304ss/v_gk_oer_IV/040608_vorlesung.pdf

33 ZDG bindet die Verwaltung (hier die Dienststelle) also mit der Formulierung "....darf nur versagt werden,...."

Ron-da-Don hat folgendes geschrieben::
Selbst wenn der Chef es versagen sollte, so sitzt er am lngeren Hebel, da es nun mal keinen rechtlichen Anspruch auf die Genehmigung des Nebenjobs gibt.


Doch, siehe 33 ZDG, wonach die Nebenttigkeitsgenehmigung nur versagt werden darf, "wenn die Nebenttigkeit die Dienstleistung gefhrdet oder den dienstlichen Erfordernissen zuwiderluft."

Ron-da-Don hat folgendes geschrieben::
Viele junge Leute feiern doch schnell einmal krank,....


Dafr brauchen sie eine rztliche Bescheinigung.
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
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