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Kursverweis wegen Gedichts
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Newbie2007
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Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 175

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich nicht verstehe, bzw. was hier nicht deutlich gesagt wurde: Hier ist immer von "Beleidigung" die Rede. Das setzt aber eine uerung (*) gegenber dem Lehrer oder Dritten voraus, und die sehe ich hier nicht, weil das Gedicht laut Sachverhalt (noch) niemandem gezeigt wurde. Dann kommt es aber auf den Inhalt gar nicht mehr an, es liegt keine Beleidigung vor.

Wie begrndet sich dann die Disziplinarmanahme?

Es ist nicht verboten, ber jemanden schlecht zu denken, und es ist auch nicht verboten, diesen Gedanken (fr sich) zu Papier zu bringen.

Gru
Newbie

(*) wikipedia: "Kundgabe von Missachtung oder Nichtachtung gegenber dem Beleidigten oder Dritten".
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Kormoran
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beitrge: 2572

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

John Robie hat ganz am Anfang geschrieben: Das ist sehr abstrakt.

Ich gestehe, mein erster Gedanke war, das ist so abstrakt, dass ich vermute, es fehlt entscheidendes

Insofern kann ich mich bisher auch der Vermutung von Kurt Knitz nicht ganz verschlieen.
_________________
Herzliche Gre
Kormoran


Zuletzt bearbeitet von Kormoran am 09.12.08, 14:36, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Newbie2007
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Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 175

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Kormoran hat folgendes geschrieben::

John Robie hat ganz am Anfang geschrieben: Das ist sehr abstrakt.


Abstrakt ist der Sachverhalt nur in Bezug darauf, was genau in dem Text stand, nicht in Bezug auf die Umstnde, wie der Lehrer und andere Personen von dem Text Kenntnis erhielten.

Zitat:

Insofern kann ich mich bisher auch der Vermutung von Kurt Knitz nicht ganz verschlieen.


Ich teile diese Vermutung ebenfalls. Aber es ist doch im Grunde egal, was drin stand? Oder gilt in Schulen irgendein Sonderrecht, von dem ich nichts wei?

Ich darf in meinem privaten Kmmerlein aufschreiben oder dichten, was ich will, auch die schlimmsten Sachen ("Lehrer X. ist der Antichrist persnlich"). Solange ich meine Notizen anderen nicht zur Kenntnis bringe, sind diese durch das Grundrecht der Gedankenfreiheit geschtzt.

Wre das Gedicht in einem Notizbuch gestanden, auf dem vorne drauf steht "Mein Tagebuch", wrden wir hier gar nicht erst lange diskutieren, oder?

Im Moment sieht das fr mich so aus, als ob der Lehrer hier weit ber das Ziel hinausgeschossen ist.

Newbie
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Kormoran
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beitrge: 2572

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Newbie2007 hat folgendes geschrieben::
Wre das Gedicht in einem Notizbuch gestanden, auf dem vorne drauf steht "Mein Tagebuch", wrden wir hier gar nicht erst lange diskutieren, oder?

Wenn das Tagebuch geschlossen war - mglicherweise nicht.


Mir ist der Sachverhalt aber nach wie vor nicht verstndlich. Er ist auch nicht plausibel.

clineB hat folgendes geschrieben::
Person B findet den Text ohne Wissen und Einverstndnis von Person A im Unterricht und fhlt sich durch diesen persnlich angegriffen.
...
Ein Schler nahm sich ein Blatt aus dem Block. Unter diesem Blatt befand sich das Dokument. Dieses sah Person B, las es durch und nahm es mit.



Lehrer B findet also ohne Wissen und Einverstndnis von A bei einem weiteren Schler den Zettel?

Warum sollte der Lehrer bei A um Erlaubnis fragen, ob er bei C auf einen Block/Zettel oder sonst was schauen darf?

Es ist im Unterricht nicht ungewhnlich, dass ein Lehrer durch die Reihen geht und auch einen Blick auf die Aufzeichnungen der Schler wirft. Dazu bedarf es m.E. keiner Erlaubnis des Schlers. Wenn der Schler etwas nicht gelesen wissen mchte, steht es ihm frei, dieses in der Tasche zu lassen.

Dieser Zettel liegt allerdings zum Zeitpunkt des Findens offen auf dem Tisch, aufgedeckt durch den weiteren Schler. Dabei kommt also die Beleidigung, so es eine war, zum Vorschein. Diese wird damit wohl offensichtlich nicht nur dem Lehrer, sondern vor allem auch dem weiteren Schler zur Kenntnis gebracht.

Und jetzt frage ich mich ganz praxisnah, was da wohl vorgefallen ist:
Wurde da ein Spottgedicht auf den Lehrer geschrieben, dieses mit einem Blatt abgedeckt und der Block an den Nachbarn gereicht? Der hat das oberste Blatt weggenommen, das Gedicht gelesen, der Lehrer hats gesehen, es auch gelesen und es eingesackt?


clineB hat folgendes geschrieben::
Also sowas wie Spanien --> Albanien.

Schn schwammig, wie der Rest auch.
_________________
Herzliche Gre
Kormoran
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John Robie
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 09.12.08, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Vorschlag: clineB sollte einfach den Rap ins Forum stellen.

Freundliche Gre
-John

PS: Lehrer B sollte selbstverstndlich weiterhin "Lehrer B" heien.
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Newbie2007
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 175

BeitragVerfasst am: 10.12.08, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Lehrer B findet also ohne Wissen und Einverstndnis von A bei einem weiteren Schler den Zettel?

Ich hatte es so verstanden, der Block war bei A, ein anderer Schler hat sich ein Blatt genommen und dadurch kam das Gedicht zum Vorschein.

Zitat:

Es ist im Unterricht nicht ungewhnlich, dass ein Lehrer durch die Reihen geht und auch einen Blick auf die Aufzeichnungen der Schler wirft. Dazu bedarf es m.E. keiner Erlaubnis des Schlers. Wenn der Schler etwas nicht gelesen wissen mchte, steht es ihm frei, dieses in der Tasche zu lassen.

Dieser Zettel liegt allerdings zum Zeitpunkt des Findens offen auf dem Tisch, aufgedeckt durch den weiteren Schler. Dabei kommt also die Beleidigung, so es eine war, zum Vorschein. Diese wird damit wohl offensichtlich nicht nur dem Lehrer, sondern vor allem auch dem weiteren Schler zur Kenntnis gebracht.

Alles richtig. Damit man von Beleidigung reden kann, mte aber dieses "zur Kenntnis bringen" von A babsichtigt gewesen sein.

Zitat:

Und jetzt frage ich mich ganz praxisnah, was da wohl vorgefallen ist:
Wurde da ein Spottgedicht auf den Lehrer geschrieben, dieses mit einem Blatt abgedeckt und der Block an den Nachbarn gereicht? Der hat das oberste Blatt weggenommen, das Gedicht gelesen, der Lehrer hats gesehen, es auch gelesen und es eingesackt?

Sehr glcklich Kann sein. Das Herumreichen eines Spottgedichts auf einen Lehrer im Unterricht drfte ziemlich sicher als eine Beleidigung einzustufen sein ...

In dem Fall drfte der Schler auch mit seinen "urheberrechtlichen" Ansprchen nicht sehr weit kommen ...

Gru
Newbie
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Snowflake
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Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beitrge: 840
Wohnort: Frankfurt a.M.

BeitragVerfasst am: 11.12.08, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Habe da ein vergleichbares Bild im Kopf... Schler nutzt einen Block sowohl in der Schule als auch privat, verfasst irgendwann diesen Rap und der befindet sich eben in diesem Block. Im Laufe des Unterrichtes werden dann Stck um Stck die leeren Bltter dazwischen aufgebraucht und irgendwann borgt sich ein Mitschler das letzte Blatt und damit kommt der Rap zum Vorschein...
_________________
Nichts macht die Menschen so unvertrglich wie das Bewutsein, genug Geld fr einen guten Rechtsanwalt zu haben.
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John Robie
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Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 12.12.08, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Snowflake!

Zitat:
Habe da ein vergleichbares Bild im Kopf... Schler nutzt einen Block sowohl in der Schule als auch privat, verfasst irgendwann diesen Rap und der befindet sich eben in diesem Block. Im Laufe des Unterrichtes werden dann Stck um Stck die leeren Bltter dazwischen aufgebraucht und irgendwann borgt sich ein Mitschler das letzte Blatt und damit kommt der Rap zum Vorschein...


Wenn der Rap doch endlich mal zum Vorschein kme. Mit den Augen rollen

Freundliche Gre
-John
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