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Wer bestimmt den Ort einer Ausgleichsflche

 
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InFarmer
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 17.12.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 17.12.08, 12:56    Titel: Wer bestimmt den Ort einer Ausgleichsflche Antworten mit Zitat

Hallo Leute, nettes Forum hier. Ich schildere folgenden Fall.

Person A: Landwirt
Person B: Umweltamt

Person A hat im Aussenbereich (LSG) gebaut und soll nun eine Ausgleichsflche schaffen. Macht ja auch Sinn nur der Standort der Anpflanzung past Person A berhaupt nicht.

Person B will eine Ausgleichsflche mitten durch eine Ackerflche.
Der Feldnachbar ist auch schon verrgert da diese Ausgleichsflche direkt an seinem Feld angrenzt und er nun Spritzabstnde einhalten muss.

Person A will aber viel lieber Person B eine nicht zu bewirtschaftende Wiese anbieten und sogar bepflanzen. (Naturbelassen)

Wer bestimmt wo Ausgleichsflchen geschaffen werden mssen?
Das ganze spielt sich in Niedersachsen ab.

Danke schon mal fr eure Meinung.

Gru InFarmer
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Bernd67
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beitrge: 187
Wohnort: Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: 17.12.08, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Kann sich der Landwirt nicht professionelle Hilfe holen. Hier in Sachsen-Anhalt bietet zum Teil die Landgesellschaft Ausgleichsflchen an bzw. bevorratet sich damit.

Ob es etwas vergleichbares in Niedersachsen gibt wei ich nicht, wenn aber ja, empfehle ich, sich mit denen kurz zu schlieen, die haben auf alle Flle Erfahrung im umgang mit den Flchen.
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MGH
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.01.2005
Beitrge: 168
Wohnort: Region Mnchen

BeitragVerfasst am: 18.12.08, 08:33    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Nachweis der erforderlichen Ausgleichsflchen wird ja der "Verlust an Natur" sowohl nach Qualitt al auch nach Flche bewertet. Diese Bewertung wird natrlich ebenso beim Ausgleich gemacht. Eine eh schon naturbelassene Flche bringt weniger als eine Betonwste in ein Biotop umzubauen. dementsprechend wird der Ausgleich mit unterschiedlichen Faktoren bercksichtigt.
Beispiel
(Die genauen Zahlen hab ich grad nicht zur Hand:)
wenn Sie 100 m Teerflche in ein Biotop umbauen bringt dies etwas so viel wie wenn Sie 300m bewirtschaftetes Feld zum Biotop bepflanzen oder wenn Sie 800m Naturnahe Wiese zum Biotop machen.

Die Flche sollte in relativer Nhe der Baumanahme sein
Genaueres kann Ihnen auch ein Landschaftsarchitekt sagen...
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InFarmer
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 17.12.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 18.12.08, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, hab was gefunden....

das BauGB unter 200 ... sagt:

Ein unmittelbarer rumlicher Zusammenhang zwischen Eingriff und Ausgleich ist nicht erforderlich, soweit dies mit einer geordneten stdtebaulichen Entwicklung und den Zielen der Raumordnung sowie des Naturschutzes und der Landschaftspflege vereinbar ist.

Liegt aber wohl im ermessen des Umweltamtes...

Jetzt stellt sich die Frage, ob eine nderung der Ausgleichsflche berhaupt mglich ist, da Person A bereits die Baugenehmigung hat . nderungen am Bau selber kann man ja auch immer wieder beantragen aber ob das fr Ausgleichsflchen auch so gilt?

Gru Infarmer
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Stadtplaner
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beitrge: 290

BeitragVerfasst am: 19.12.08, 08:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallchen,

nein, die Ausgleichsregelung des BauGB ist nicht anzuwenden, da es sich um ein
Vorhaben nahc 35 BauGB handelt. Hier ist 21 Abs. 3 BNatSchG einschlgig.
Im Benehmen mit der Naturschutzbehrde entspricht wohl dem Umweltamt.
Folgende Mglichkeiten:
a) mit B reden und die Probleme mitteilen
b) C = Amt fr Landwirtschaft einbinden
c)...
_________________
So long
A+S
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MGH
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.01.2005
Beitrge: 168
Wohnort: Region Mnchen

BeitragVerfasst am: 19.12.08, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

@InFarmer
... ich hatte ja " in relativer Nhe " geschrieben. Dies bedeutet m. E.: nicht direkt angrenzend aber zumindest noch im gleichen kosystem.
Ich bezweifle, da es mglich ist, bevorratete Ausgleichsflchen z. B. "am anderen Ende" des Bundeslandes fr den Nachweis heranzuziehen...
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