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Theoretische Hilfe bei ausgesetzten Tieren; in der Praxis Nu

 
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toni-trixi
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.06.2008
Beitrge: 79

BeitragVerfasst am: 26.12.08, 01:10    Titel: Theoretische Hilfe bei ausgesetzten Tieren; in der Praxis Nu Antworten mit Zitat

Hallo!
In unserer Dorf werden Jahr fr Jahr sehr viele Haustiere ausgesetzt.
Die telephonischen Meldungen an das Amt oder die Gemeinde, den Amtstierarzt und an das Tierheim werden schn ignoriert.
Antwort: man ist dafr nicht zustndig!
Hier nun meine Frage: Wer ist in solchen Fllen rechtlich verantwortlich, welche Rangfolgen haben die entsprechenden Abteilungen/ Institutionen, wer mu das alles bezahlen und welche ganz genauen Gesetze gibt es darber.
Man mu doch den Findern dieser armen Tiere eine sehr konkrete Antwort geben knnen?!
Oder wie soll man weiter helfen knnen???
Wo finde ich tiefgreifende und detalierte Angaben, Gesetze und Durchfhrungsbestimmungen, die im gesamten Bundesgebiet gltig sind?
Danke!
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Questor
Gast





BeitragVerfasst am: 26.12.08, 05:22    Titel: Antworten mit Zitat

In Hamburg ist die Polizei zustndig, die rufen dann einen entsprechenden Dienst an. Ob das aber ein Tierarzt, Amtstierarzt oder das Tierheim ist, wei ich nicht. Allerdings darf das Tier nicht frei rumlaufen, sondern man muss es schon "bei sich" (eingefangen) haben.
Anhand des Chips kann der Halter festgestellt werden.
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Roni
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 26.12.08, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

bei uns ist das Ordnungsamt zustndig. Wenn dort z.B. ein frei laufender, oder irgenwo angebundener Hund gemeldet wird, holen die ihn ab und bringen ihn ins Tierheim. Es kam auch schon vor, dass jemand vom Tierheim die Tiere hier direkt abgeholt hat.
Auskunft msste da aber auch ein ortsansssiger Tierarzt geben knnen Winken

gru roni
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Abrazo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 26.12.08, 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

In einem Dorf msste erst einmal festgestellt werden, ob die Tiere berhaupt ausgesetzt sind. Ein streunender Dorfkter z.B. kann durchaus ein gemtliches Zuhause haben, er verlsst das halt nur gern immer wieder fr seine Streifzge durch die Gemeinde.

Eine Dorfkatze muss nicht immer ein Zuhause haben. Die kann auch quasi wild leben. In so einem Falle, wenn die Katze den Eindruck macht, mit ihrem Leben ganz gut zurecht zu kommen, fangen Katzenschtzer sie ein, kastrieren sie und - lassen sie nach ein, zwei Tagen wieder in ihrem alten Revier laufen. Weil, damit ist die Katze glcklicher als mit einem Platz im Tierheim.

Man sollte sich also immer angucken, wie das - nicht selten vermeintlich - herrenlose Tier aussieht.

Sieht es schlecht aus - mager, abgetrieben, krank - dann ist das Ordnungsamt bzw. Veterinramt der Gemeinde verpflichtet, es einzufangen, allein schon aufgrund des bundesweit geltenden Tierschutzgesetzes.

Eine entsprechende Verpflichtung gibt es natrlich auch, wenn das Tier eine Gefahr darstellen knnte.
_________________
Gre,
Abrazo
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Questor
Gast





BeitragVerfasst am: 29.12.08, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Abrazo hat folgendes geschrieben::
In einem Dorf msste erst einmal festgestellt werden, ob die Tiere berhaupt ausgesetzt sind. Ein streunender Dorfkter z.B. kann durchaus ein gemtliches Zuhause haben, er verlsst das halt nur gern immer wieder fr seine Streifzge durch die Gemeinde.
Ein Halter muss aber doch sein Tier unter Kontrolle halten, sonst ist es doch sicher gestattet, es "wegzufangen" und z. B. im Tierheim unterzubringen?!
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Roni
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 29.12.08, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

Zitat:
In unserer Dorf werden Jahr fr Jahr sehr viele Haustiere ausgesetzt.

Das ist die Tatsache Ausgesetzt

Zitat:
Wer ist in solchen Fllen rechtlich verantwortlich, welche Rangfolgen haben die entsprechenden Abteilungen/ Institutionen, wer mu das alles bezahlen und welche ganz genauen Gesetze gibt es darber.
Man mu doch den Findern dieser armen Tiere eine sehr konkrete Antwort geben knnen?!
Oder wie soll man weiter helfen knnen???


und das ist die Frage Ausrufezeichen

und die Antwort :
Das Ordnunsamt ist zu verstndigen.

und alles was Abrazo da mal wieder hineininterpretiert will keiner wissen, weil die Voraussetzung in dieser speziellen Frage doch klar aufgefhrt und ganz andere sind Mit den Augen rollen

@Questor

Zitat:
Ein Halter muss aber doch sein Tier unter Kontrolle halten

sollte man eig. voraussetzen knnen ( zumal bei Hunden ).

Zitat:
sonst ist es doch sicher gestattet, es "wegzufangen" und z. B. im Tierheim unterzubringen?!

ist bei uns die Regel ( zumindest bei freilaufenden Hunden ohne Steuermarke ).
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Abrazo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 29.12.08, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Verwaltungsvorschriften zum Landeshundegesetz NRW 11.6.1.2 Abs. 3 und 4:
Zitat:
Bei der Prfung, ob ein Versto gegen 11 Abs. 6 vorliegt, sollte zur Vermeidung von Konflikten im Zweifel eine Auslegung gewhlt werden, die in vertretbarem Umfang auf die Interessen der Hundehalter Rcksicht nimmt. Dies gilt insbesondere, wenn Hunde in Randbereichen bebauter Ortsteile angetroffen werden.

Auerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, nach Verkehrsauffassung im Auenbereich, besteht die Anleinpflicht nach 11 Abs. 6 nicht. Im Auenbereich kann allerdings eine Anleinpflicht aus kommunalrechtlichen Vorschriften (Nr. 15.2) und im Wald aus 2 Abs. 3 Satz 2 LFoG (vgl. Nr. 5.3.2 Absatz 2) folgen.


Als der NRW-Gesetzgeber bereits die 1. Hundeverordnung vorstellte, hat er klar gemacht, dass auf die ortsblichen Gebruche Rcksicht zu nehmen ist und das Hundegesetz zur Gefahrenabwehr da ist und nicht dazu, dem landlufigen Dorfkter seine seit Jahrhunderten gebten Spaziergnge in der Gemeinde zu versagen.

Ein Dorf ist blicherweise von jeder Menge Flchen umgeben, auf denen keine Anleinpflicht besteht. Wer sich im Dorf auskennt, wie z.B. der Dorfsheriff, sieht es einem Hund, der dort herum luft, an, ob der sich benehmen kann und zum Dorf gehrt oder nicht, kennt ihn vielleicht persnlich und begrt ihn quasi mit Handschlag, wenn er ihm begegnet.

Genau so, wie man es den zahlreichen besonders in der Klner Innenstadt leinenlos neben ihren Haltern laufenden Hunden ansieht, ob die das knnen, also weder fr Mensch noch fr Verkehr eine Gefahr sind, oder nicht. Das sind eben ortsbliche Bruche: man kennt sich aus und sieht, dass die Sache unproblematisch ist - und kmmert sich folglich nicht weiter darum.

Man sieht aber auch, wenn ein Hund ausgesetzt wurde. Diese Tiere verhalten sich anders. Ein Ordnungsamt, das sich weigert, so einen Hund einzufangen und ins Tierheim zu bringen, verstt zumindest gegen das Tierschutzgesetz.

Worauf ich hier hinweise, ist ein von manchen weit bertriebener Tierschutz. Auch mir ist es schon mal begegnet, dass ich, als ich von einem Einkauf aus einem Geschft kam, eine Frau neben meinem Hund fand, die ihn ins Tierheim bringen wollte, weil der angeblich ausgesetzt neben dem Geschft angebunden worden war. Und auch meinen Hund konnte ich schon mal abends aus dem Tierheim abholen, weil ein frsorglicher Tierschtzer meinte, das arme, ausgesetzte Tier ins Tierheim bringen zu mssen, weil er im Wldchen neben dem Badesee mit seiner Hundefreundin ein bisschen stromern war; der war auch noch emprt, dass das Tierheim sich nicht sofort auf die Suche nach seiner Kumpanin machte, die keine Lust gehabt hatte, mitzugehen; ich hab dann meinen Hund mit ihr zusammen auf dem Rckweg abgeholt. Es gibt nun mal Tierschtzer, die sehr seltsame Vorstellungen davon haben, was die Tierhaltung betrifft

Die soziale Kontrolle ist in Drfern in der Regel doch um einiges strker ausgeprgt als in der Stadt, und da Drfler blicherweise kein Interesse daran haben, dass auf ihren Straen massenweise herrenlose Hunde herum lungern, melde ich an der Darstellung, dass in einem Dorf massenweise Hunde ausgesetzt werden, um die sich dann das Ordnungsamt nicht kmmert, Zweifel an.

Vorstellen knnte ich mir nur, dass es hier und da Probleme mit dem Hundenachwuchs gibt, weil die Leute keine Lust haben, ihre Tier ggf unfruchtbar zu machen. Dagegen kann man aber anhand der Zuchtgesetze inzwischen vorgehen.

Zitat:
Wo finde ich tiefgreifende und detalierte Angaben, Gesetze und Durchfhrungsbestimmungen, die im gesamten Bundesgebiet gltig sind?

Im gesamten Bundesgebiet gltig sind Tierschutzgesetz und Gesetz ber Hundehaltung und noch einige Spezialgesetze (Einfuhr von Listenhunde z.B.)
Alle anderen Vorschriften ber die Hundehaltung sind Lndersache und folglich nur in der Landesgesetzgebung zu finden.
_________________
Gre,
Abrazo
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Roni
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 4287

BeitragVerfasst am: 29.12.08, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

es geht hier nicht um streunende Straenkter, sondern um Ausgesetzte Tiere.

Ausgesetzt ist nicht streunend Ausrufezeichen

Wenn ein Tier ausgesetzt ist, muss eben entsprechend gehandelt werden ( Ordnungsamt.

Ist das denn so schwer zu lesen was der TE geschrieben hat Frage
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Abrazo
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FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 29.12.08, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Roni, wenn ich sage, dass ich kein Jurist bin, dann sage ich das mit dem gleichen Unterton, mit dem ich sage, dass ich kein Psychologe bin, nmlich: ich habe eine andere Methode, an solche Fragen heran zu gehen und ich habe gewiss nicht vor, daran irgend etwas zu ndern.
_________________
Gre,
Abrazo
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Obermotzbruder
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beitrge: 3164
Wohnort: In Deutschland. Und das ist gut so.

BeitragVerfasst am: 31.12.08, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend.

1. Ist nicht die Polizei fr ausgesetzte Tiere zustndig, auch nicht in Hamburg, sondern die Ortspolizeibehrde. Hierbei handelt es sich um das Ordnungsamt der jeweiligen Gemeinde. Die Polizei ist allenfalls ausserhalb der jeweiligen Dienstzeiten fr diese Behrde zustndig, sprich nimmt deren Aufgaben wahr.

2. stellt das Aussetzen von Tieren gem. 3 Abs. 3 eine Ordnungswidrigkeit dar:

3 Tierschutzgesetz:

Es ist verboten........

.... ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurckzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen.


18
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorstzlich oder fahrlssig........

4. einem Verbot nach 3 zuwiderhandelt
_________________
Jeden Tag kommt ein neuer Dummer am Bahnhof an, man muss ihn nur abholen.
Dummheit ist auch eine natrliche Begabung (Wilhelm Busch)
Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll.
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