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Wegerecht / Einschrnkung durch z.B: Absperrung

 
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Fritz73
Troll-Verdacht


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beitrge: 254

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 10:41    Titel: Wegerecht / Einschrnkung durch z.B: Absperrung Antworten mit Zitat

hallo,

Fall:
2 nebeneinanderliegende Grundstcke. Beide Nachbarn haben Wegerecht fr das benachbarte Grundstck ohne dass dieses Wegerecht nher definiert ist.

Ein Nachbar nutzt dieses aus und fhrt regelmig mit grerem Gert (Traktor / Baufahrzeuge ber das benachbarte Grundstck um in seinen Garten zu gelangen. Dabei geht er nicht zimperlich mit dem fremden Grundstcks um.

Kann der "Geschdigte" das irgendwie einschrnken, verhintern oder Poller setzen, damit zumindest keine Fahrzeuge mehr dort lang kommen?
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karli
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beitrge: 2440
Wohnort: Ronneburg

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 11:23    Titel: Re: Wegerecht / Einschrnkung durch z.B: Absperrung Antworten mit Zitat

Fritz73 hat folgendes geschrieben::
Beide Nachbarn haben Wegerecht fr das benachbarte Grundstck ohne dass dieses Wegerecht nher definiert ist.
In welcher Form wurde das Wegerecht denn vereinbart?

Fritz73 hat folgendes geschrieben::
Ein Nachbar nutzt dieses aus und fhrt regelmig mit grerem Gert (Traktor / Baufahrzeuge ber das benachbarte Grundstck um in seinen Garten zu gelangen. Dabei geht er nicht zimperlich mit dem fremden Grundstcks um.
1020 BGB

Fritz73 hat folgendes geschrieben::
Kann der "Geschdigte" das irgendwie einschrnken, verhintern oder Poller setzen, damit zumindest keine Fahrzeuge mehr dort lang kommen?

Falls das Wegerecht als Grunddienstbarkeit oder Baulast eingetragen ist vermutlich nicht.

Falls der Berechtigte bei der Nutzung seines Rechtes Schden verursacht msste er meiner Ansicht nach auch dafr haften.
_________________
Wir machen das mit den Fhnchen!
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 11:37    Titel: Re: Wegerecht / Einschrnkung durch z.B: Absperrung Antworten mit Zitat

karli hat folgendes geschrieben::
Falls das Wegerecht als Grunddienstbarkeit oder Baulast eingetragen ist .....

..... oder als beschrnkte persnliche Dienstbarkeit .....
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Fritz73
Troll-Verdacht


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beitrge: 254

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

danke Karli,

das Wegerecht ist im Grundbuch eingetragen.

ich berlege nun mit einem Poller die Durchfahrt einzuschrnken.
Kann er verlangen bzw. auch durchsetzen, dass er "freie Fahrt" hat, auch wenn mein Grundstck darunter leidet? Denn das Wegerecht garantiert ihm nunmal den Zugang zu seinem Grundstck.
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Da das Wegerecht im Grundbuch eingetragen ist, ergeben sich der Inhalt und der Umfang des Wegerechts aus der Eintragungsbewilligung, die der Grundbucheintragung zugrunde liegt und auf die in der Grundbucheintragung Bezug genommen ist. Der Eigentmer des belasteten Grundstcks ist verpflichtet, dem Berechtigten des Wegerechts die Ausbung seines Rechts in dem Umfang zu gewhren, der sich aus der Eintragungsbewilligung ergibt.

Die Eintragungsbewilligung wird in den Grundakten des Grundbuchamts verwahrt. Die Eigentmer der betroffenen Grundstcke sind berechtigt, beim Grundbuchamt in die Eintragungsbewilligung Einsicht zu nehmen. Sie knnen dort auch eine Kopie der Eintragungsbewilligung erhalten.
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Fritz73
Troll-Verdacht


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beitrge: 254

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

leider liegt meines wissens eine solche Eintragungsbewilligung nicht vor.
Der Eintrag wurde ende der 70'ger gettigt (damals noch DDR) . scheinbar gab es damals noch keine weiteren Konkretisierungen.

also: auf der einen Seite mu ich dem Berechtigten des Wegerechts gewren lassen andererseits mu er schonend mit meinem Grundstck umgehen, was er nicht tut.

Was kann ich also dagegen tun? (Das Verhltnis untereinander ist aus anderen Grnden nicht das beste). Also miteinander reden bringt nicht viel. Abgemahnt von mir wurde der Nachbar auch schon, ohne Erfolg. Er lagert auch diverses Baumaterial auf meinem Grundstck. Da ich selbst nicht dort wohne, habe ich nicht tglich die bersicht, was da so passiert.
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Fritz73 hat folgendes geschrieben::
Leider liegt meines wissens eine solche Eintragungsbewilligung nicht vor. Der Eintrag wurde ende der 70'ger gettigt (damals noch DDR). Scheinbar gab es damals noch keine weiteren Konkretisierungen.

Der Eigentmer des belasteten Grundstcks sollte sich darber Gewissheit verschaffen, am besten durch persnliche Vorsprache beim Grundbuchamt. Er sollte sich dort auch einen Grundbuchauszug beschaffen.

Wenn sich nicht feststellen lsst, welche Befugnisse genau sich aus dem Wegerecht ergeben, und sich das Problem auch nicht durch ein persnliches Gesprch mit dem Berechtigten des Wegerechts lsen lsst, knnte es sich empfehlen, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung der Rechte des Grundstckseigentmers zu beauftragen.
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Lucky
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.12.2004
Beitrge: 4099

BeitragVerfasst am: 05.01.09, 17:13    Titel: Re: Wegerecht / Einschrnkung durch z.B: Absperrung Antworten mit Zitat

Fritz73 hat folgendes geschrieben::
..... Ein Nachbar nutzt dieses aus und fhrt regelmig mit grerem Gert (Traktor / Baufahrzeuge ber das benachbarte Grundstck um in seinen Garten zu gelangen. Dabei geht er nicht zimperlich mit dem fremden Grundstcks um.

Der Inhaber des herrschenden Rechts kann vom Inhaber des dienenden Rechts unter Umstnden sogar verlangen, da dieser den Weg befestigen muss, damit er auch mit LKW befahren werden kann.
Es empfiehlt sich, eine Einigung oder die Konsultation eines Fachanwalts
MfG
Lucky
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Fritz73
Troll-Verdacht


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beitrge: 254

BeitragVerfasst am: 06.01.09, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

eben, das ist ja das kroteske.

der Eigentmer kann doch nicht verpflichtet sein den Weg i. O. zu halten, den vorher der Nachbar (Berechtigte) kaputt gefahren hat.
wenn so die Rechtsprechung ist, dann "gute Nacht"

wenn das alles so schwammig und wiedersprchlich ist, hilft auch ein Anwalt nicht, denn er kann zwar seine Sicht (die seines Mandanten) haben, gleichzeitig kann die Gegenseite eine Andere Sicht vertreten.
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 15.01.09, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Fritz73 hat folgendes geschrieben::
wenn das alles so schwammig und wiedersprchlich ist, hilft auch ein Anwalt nicht, denn er kann zwar seine Sicht (die seines Mandanten) haben, gleichzeitig kann die Gegenseite eine Andere Sicht vertreten.

Dann geht die Sache eben vor Gericht. Das Gericht wird entscheiden, wer die richtige Sicht hat.
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