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Unfallversicherungsfrage

 
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daSchizo
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Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beitrge: 123
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 19.01.09, 15:10    Titel: Unfallversicherungsfrage Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

mal angenommen jemand hat einen Unfall und verletzt sich das obere Sprungelenk. nach ca. 15 Monaten wird ein bleibender Schaden an die Versicherung gemeldet.

Diese lsst ein Gutachten erstellen aus dem unter anderem hervorgeht das auf den Rntgenbildern erste Anzeichen einer Arthrose bestehen.

Das Gutachten wird akzeptiert und eine Zahlung erfolgt.

Sollte der Schaden sich vergrern (wegen der Arthrose anzunehmen) gibt es noch die Mglichkeit jhrlich Nachuntersuchungen zu machen und evtl. eine Nachzahlung zu bekommen.

Soweit so gut.

Der Zeitraum fr die Nachuntersuchungen ist zeitlich begrenzt auf 3 Jahre nach Unfalleintritt.

Nehmen wir an der Versicherte lsst sich kurz vor Ablauf der 3 Jahre nochmals untersuchen weil eine Verschlechterung eingetreten ist. Die Arthrose hat sich verschlechtert und die Versicherung zahlt nach.

Lt. Versicherung hat der Versicherungsnehmer 3 Jahre nach Unfalleitritt keine weiteren Ansprche mehr - selbst wenn z.B.: der Fuss wegen der Arthrose versteift werden mu oder ein knstliches Sprungelenk eingebaut werden muss ?

Ist das korrekt ? Die Arthrose ist doch quasi anerkannt und wenn eine weitere Verschlechterung erst spter als nach 3 Jahren eintritt hat man Pech gehabt ?

Verstndlich wre es wenn die Arthrose ansich erst nach mehr als 3 Jahren festgestellt wrde aber wenn schon nach dem ersten Gutachten die Arthrose festgestellt wird dann ist doch die Wahrscheinlichkeit einer Vergrsserung des Schadens sehr gro - in diesem fiktiven Fall sogar sehr wahrscheinlich.

Sollte bei einem festgestelltn Schaden die Versicherung nicht immer Zahlen wenn dieser sich verschlechtert ? Was meint ihr dazu ?

Gru
Manfred
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daSchizo
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Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beitrge: 123
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 27.01.09, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

Ich versuchs nochmal krzer. Je nach Antwort kann man ja nochmal etwas ins Detail gehen.

Verliert man bei einem anerkannten, sich kontinuierlich verschlechternden, Unfallschaden irgendwann die Ansprche bei seiner Unfallversicherung ?

Ist das eine Frage des Versicherungsvertrages oder gibt es gesetzliche Regelungen wonach die Versicherung so lange nachzahlen mu bis entweder ein Stillstand eingetreten oder der Schaden quasi 100% betrgt.

Gru
Manfred
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Versicherungsmensch
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Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beitrge: 2919
Wohnort: Stadt mit Abtei an einem Fluss

BeitragVerfasst am: 27.01.09, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Meines Erachtens ist bei einer Arthrose der Unfallbegriff nicht erfllt.
_________________
Ich kann lnger nicht rauchen als ein Nichtraucher rauchen. Ich bin somit der mental Strkere. (Horst Evers)
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daSchizo
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Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beitrge: 123
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 28.01.09, 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

Die Arthrose ist eine Folge des Unfalls. Bei dem Unfall wurde die Gelenkflche zerstrt was zu einer beschleunigten Arthrose, kurze Zeit nach dem Unfall, gefhrt hat.
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Versicherungsmensch
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Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beitrge: 2919
Wohnort: Stadt mit Abtei an einem Fluss

BeitragVerfasst am: 28.01.09, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, habe mich kurz eingelesen, aber diese Frist von 3 Jahren finde ich persnlich nur bei der Invalidittsleistung und diese ist Voraussetzung, dass man berhaupt eine Leistung erhlt:

"2.1 Invalidittsleistung

2.1.1 Voraussetzungen fr die Leistung:

2.1.1.1 Die krperliche oder geistige Leistungsfhigkeit der versicherten Person ist unfallbedingt dauerhaft
beeintrchtigt (Invaliditt). Eine Beeintrchtigung ist dauerhaft, wenn sie voraussichtlich lnger als drei Jahre bestehen wird und eine nderung des Zustandes nicht erwartet werden kann.

Die Invaliditt ist
 innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten und
 innerhalb von fnfzehn Monaten nach dem Unfall von einem Arzt schriftlich festgestellt und von Ihnen bei uns geltend gemacht worden." (AUB 2008/II GDV)

Bin allerdings auch kein Unfallexperte. Was jedoch mit den drei Jahren gemeint sein kann, ist der Anspruch des Versicherers und des Versicheurngsnehmers innerhalb von drei Jahren nach dem Unfall den Grad der Invaliditt erneut zu bemessen. (siehe auch 9.4 AUB 2008/II.
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Ich kann lnger nicht rauchen als ein Nichtraucher rauchen. Ich bin somit der mental Strkere. (Horst Evers)
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chatterhand
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Anmeldungsdatum: 27.09.2005
Beitrge: 1484
Wohnort: Wilder Westen

BeitragVerfasst am: 28.01.09, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

lt. Schilderung verstehe ich den Sachverhalt so, da hier keine Unfall-Rente im Rahmen der Unfallversicherung versichert ist.
Diese wrde laufende Zahlungen vorsehen auch wenn sich der Zustand weiter verschlechtert.

Bei einer 'klassischen' Summenversicherung sind die mglichen Ansprche nun mal zeitlich begrenzt und nach drei Jahren nach einem Unfall wird es mA nun mal schwierig nachzuweisen, da eine eingetretene gesundheitliche Verschlechterung - ausschlielich - auf das auslsende Unfallereignis zurckzufhren ist.
_________________
chatterhand
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daSchizo
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Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beitrge: 123
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 28.01.09, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo der_drebber,

darum gehts. Das Problem ist nur das in meinem Fall auch eine weitere Verschlechterung nach den 3 Jahren zu erwarten ist. Aber vielleicht habe ich ja "Glck" und mein Gelenk gibt vorher den Lffel ab.

Hallo chatterhand,

genau so sieht es aus. Es geht nicht um eine Rente und die Argumentation der Versicherung war die gleiche.

Wenn die Versicherung die Diagnose "Arthrose" in ihrem Gutachten akzeptiert dann mu die Versicherung doch wissen dass die letzte Konsequenz z.B.: eine Versteifung des Gelenkes ist - evtl. auch erst spter als nach 3 Jahren.

Dass man natrlich nicht fr Schden zahlen mchte die vielleicht erst nach 3 Jahren sichtbar werden kann ich ja noch verstehen.

Wre natrlich interessant zu wissen wie hoch der Schaden bei einer, komplikationslosen, Versteifung des Gelenkes berhaupt eigestuft wird damit man weiss was man zu verlieren hat.
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chatterhand
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Anmeldungsdatum: 27.09.2005
Beitrge: 1484
Wohnort: Wilder Westen

BeitragVerfasst am: 28.01.09, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
daSchizo hat folgendes geschrieben::
...Wre natrlich interessant zu wissen wie hoch der Schaden bei einer, komplikationslosen, Versteifung des Gelenkes berhaupt eigestuft wird damit man weiss was man zu verlieren hat.

Das steht in den Versicherungsbedingungen und nennt sich 'Gliedertaxe'.
_________________
chatterhand
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daSchizo
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Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beitrge: 123
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 28.01.09, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hello again,

das mit der Gliedertaxe kenne ich natrlich - habe ja schon Geld erhalten und wei wie das berechnet wird.

Die Frage ist ob diese Versteifung dann zu 100% der Glidertaxe fhren wrde. Aktuell wren es 2/10 vom Beinwert.

Ich wrde ja vermuten das eine Amputation 10/10 vom Beinwert wre. Die Versteifung vermutlich weniger, oder?

Ich habe aus Spass mal im Schwesterforum (Medizin-Forum) nachgefragt wie hoch ein Gutachter das einstufen wrde. Mal sehen ob ich eine Antwort bekomme.

Gru
Manfred
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