Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - Sich selbst als Geisel nehmen
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Sich selbst als Geisel nehmen
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2
 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Polizeirecht
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
windalf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 22.01.09, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Den eigenen menschlichen Wert anhand gezahlter Steuern zu bemessen, ist auch total daneben. Bei solchen Aussagen bleibt mir echt die Spucke weg.

Das tue ich ja nicht.

Es war lediglich eine Frage wie oder anhand welcher Kriterien denn spraadhans wohl zu selektieren gedenkt oder ob er reine Willkr walten lassen mchte...

Egal was du mir vorwerfen willst, tue es bitte nicht auf Basis der Aussage ich wil nach bezahlten Steuern selektieren. Das stimmt in jedem Falle nicht...
_________________
...fleiig wie zwei Weibrote
0x2B | ~0x2B
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Redfox
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 22.01.09, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

flipmow hat folgendes geschrieben::

Den eigenen menschlichen Wert anhand gezahlter Steuern zu bemessen, ist auch total daneben.


Sagt ein Hartz IV-Empfnger zu einem Millionr: "Ich mchte keine Steuern zahlen." Anwort des Millionrs: "Ich auch nicht." Geschockt
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Casimir
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 26.10.2005
Beitrge: 569

BeitragVerfasst am: 22.01.09, 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ob der Entwicklung dieses Freds bin jetzt selbst ich - oftmals als Spamungeheuer und ad absurdum Fhrer in anderen Foren unterwegs - baff... Mit den Augen rollen
_________________
Alles wird gut.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Biber
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 22.01.09, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Casimir hat folgendes geschrieben::
Ob der Entwicklung dieses Freds bin jetzt selbst ich - oftmals als Spamungeheuer und ad absurdum Fhrer in anderen Foren unterwegs - baff... Mit den Augen rollen
Och, von windalf sind wir mittlerweile leider einiges gewhnt.
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
carn
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Casimir hat folgendes geschrieben::
Und warum sollte man ihn erschiessen, solange er mit der Waffe niemanden ausser sich selbst bedroht?


Weil er eventuell nur auf eine Gelgenheit wartet andere zu bedrohen oder zu fliehen und beides ein Problem waere.

Soll denn die Polizei ihm ein Fluchtauto bringen und dann zu sehen, wie er einsteigt und davonfaehrt?
(Zugegeben, sehr geschickt, dass ganze mit Waffe im Mund zu machen.)

Casimir hat folgendes geschrieben::

Warum sollte sich ein Polizist die Last, den Tod eines Menschen verursacht zu haben, auf seine Schultern laden?


Es geht hier darum, was die Polizisten tun duerfen, nicht was sie tun sollen. Wenn ich es richtig sehe, darf keinerlei Zwangsmittel gegen ihn eingesetzt werden, solange er die Waffe im Mund hat, denn jedes Zwangsmittel - insbesondere sowas wie Taser - kann durch die damit verbundene Gewalteinwirkung zum unbeabsichtigeten abfeuern der Waffe und damit zum Tod einer Person fuehren, die gerade niemand anderen in Lebensgefahr bringt.

Der Taeter koennte also einfach wegspazieren und die Polizei duerfte ihn nicht aufhalten.

Casimir hat folgendes geschrieben::

Der Ausgangsfall als solcher ist brigens in banaler Form gar nicht so unalltglich im uniformiert-motorisierten Funkstreifendienst. Der prgelnde alkoholisierte Ehemann wird oftmals in der klassischen Schutzmannssituation 'Bedrohungslage' mit Messer angetroffen und weigert sich meist auch - trotz intensiver Verhandlungsknste - dieses weg- und sich selbst zu Boden zu legen.

War das frher noch eine klassische Obermeisterlage (sprich: wurde von einem Funkwagen irgendwie - meist 'gut' i. S. v. beendet, niemand verletzt), so geht der Trend heute dazu, Spezialeinheiten anzufordern, die in den meisten Bundeslndern mittlerweile ber einen Taser verfgen und ihren Wunsch damit Nachdruck verleihen knnen.



Dieser Fall unterscheidet sich grundsaetzlich, da es hier noch Zwangsmittel gibt, die eingesetzt werden duerfen. Z.b. duerfte ein Polizist auf den mit dem Messer nicht toedlich schiessen, siehe obiges Polizeigesetz.

Aber in meinem Fall geht das nicht, jegliches Zwangsmittel waere mit hoher Wahrscheinlichkeit toedlich fuer eine Person, die gerade niemand anderen bedroht.


@Rest
Die ganzen Diskussionen ueber unwerte Menschen oder aehnliches ermorden ist sinnlos, da es hier um einen Schwerverbrecher bei der Tat/Flucht geht, den die Polizei aufhalten muesste, aber vom Gesetz her darf sie keinerlei Zwangsmittel anwenden und muss sogar um den Verbrecher vom Selbstmord abzuhalten in gewissem Rahmen auf dessen Forderungen eingehen.

Das man das machen muss, wenn es eine unschuldige Geisel gibt ist klar, nur dass man das auch bei einem Verbrecher machen muss, der sich selbst in die Situation gebracht hat und die Gefahr jederzeit beenden koennte, dass empfinde ich als falsch.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
windalf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.01.2005
Beitrge: 7499
Wohnort: PC

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Das man das machen muss, wenn es eine unschuldige Geisel gibt ist klar, nur dass man das auch bei einem Verbrecher machen muss, der sich selbst in die Situation gebracht hat und die Gefahr jederzeit beenden koennte, dass empfinde ich als falsch.

Ich auch. Wenn dieses Subjekt schon selbst die Steilvorlage gibt sich aus der Gesellschaft zu entfernen, um sich dem Staatszugriff zu entziehen und um womglich noch weiteren Schaden anzurichten, sollte man den Elfmeter auch reinschieen...
_________________
...fleiig wie zwei Weibrote
0x2B | ~0x2B
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Snowflake
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beitrge: 840
Wohnort: Frankfurt a.M.

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, dann denken wir doch einmal die Situation aus der entgegengesetzen Richtung durch:

Wrden Sie die Todesstrafe fr Bankraub als richtig und verhltnismig empfinden?

Denn im Grunde diskutieren Sie ja genau da hin. Wobei einer Todesstrafe immerhin noch ein Prozess vorgeschaltet wre - zu dem kommt es hier ja gar nicht.

Dass das geschehene Verbrechen - also der Raub einer greren Geldsumme (es war keine Rede von Verletzten, Toten etc. in der Bank) - eher rechtfertigen wrde, den Tter zu tten (Sie fhren ja an, dass jede Einflussnahme tdlich enden wrde) als das Risiko in Kauf zu nehmen, ihn zunchst Laufen lassen zu mssen...
_________________
Nichts macht die Menschen so unvertrglich wie das Bewutsein, genug Geld fr einen guten Rechtsanwalt zu haben.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
carn
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2872

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Snowflake hat folgendes geschrieben::

Wrden Sie die Todesstrafe fr Bankraub als richtig und verhltnismig empfinden?

Nein.
Snowflake hat folgendes geschrieben::

Denn im Grunde diskutieren Sie ja genau da hin. Wobei einer Todesstrafe immerhin noch ein Prozess vorgeschaltet wre - zu dem kommt es hier ja gar nicht.

Nein.

Um es abstrakter zu schildern:

Die Polizei hat die Pflicht Straftaten zu verhindern und Taeter festzunehmen. Dazu darf sie und muss manchmal auch Zwangsmittel einsetzen.

Diese Zwangsmittel darf sie nur einsetzen, wenn entsprechende Bedingungen erfuellt sind, ansonsten muss sie von den entsprechenden Zwangsmitteln Abstand nehmen, selbst wenn es bedeutet, dass das ein Verbrechen beguenstigt.

Nur hier macht der handelnde Verbrecher gezielt etwas was ihn und nur ihn selbst bedroht und dafuer sorgt, dass nahezu jegliches Zwangsmittel zu seinem Tod fuehren kann, womit die Polizei keinerlei Zwangsmittel gegen ihn einsetzen darf.

Da aber der Verbrecher zum herbeifuehren dieser Situation nichts anderes braucht als sich selber und eine Waffe oder anders passende Umstaende oder Werkzeug, kann er diese Situation eigentlich immer herbeifuehren, weswegen die Polizei eigentlich niemals gegen ihn vorgehen kann, abgesehen von Ueberaschung wenn er einschlaeft oder sein.

In allen anderen Situation, wo die Polizei nicht einfach losschlagen oder losschiessen darf, sind die Umstaende die dazu fuehren nicht rein in der Hand des Verbrechers, weswegen die Polizei haeufig alternativ etwas machen kann.

Aber in dem Fall haengt die Moeglichkeit der Anwendung von Zwangsmitteln, die unabdingbar notwendig waeren(Bankraeuber muessen ja zumindest verhaftet werden), rein in der Hand dessen, gegen den sie sich richten wuerden - dass passt einfach nicht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Snowflake
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beitrge: 840
Wohnort: Frankfurt a.M.

BeitragVerfasst am: 23.01.09, 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Sie argumentieren leider unsauber.

Einerseits berufen Sie sich auf unrealistische Umstnde (spricht mit Waffe im Mund, entkommt im Fluchtauto, ohne die direkte Bedrohung seines Lebens zu unterbrechen etc.) um die von Ihnen gewnschte Szene zu schaffen.

Und dann argumentieren Sie mit realen Punkten gegen diese unrealistische Szene..

Das kann einfach nicht funktionieren.

Sobald sie der Realitt Einzug in ihre Szene gestatten, lst sie sich auf, angefangen bei der Mglichkeit, dem Bankruber die Waffe zu entreien, die er sich an den Kopf hlt ber die Mglichkeit, das Fluchtfahrzeug zu rammen, den Tter psychisch mrbe zu machen etc. bis hin zu der Tatsache, dass - exakt - jeder Mensch irgendwann einschlft, wenn er nicht weg kann aber auch nicht schlafen kann. Die Mglichkeit, dass der Mann berwltigt wird ist durch das Konstrukt unterbunden.
_________________
Nichts macht die Menschen so unvertrglich wie das Bewutsein, genug Geld fr einen guten Rechtsanwalt zu haben.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Eierhahn
Gast





BeitragVerfasst am: 23.01.09, 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Bringen wir diese Phantasiesituation doch mal zu nem praktischen Ende:

- Die Polizei wird den Tter nicht fliehen lassen! Da kann er soviel sein eigenes Leben bedrohen wie er mchte. (ein Gefngnisinsasse wird ja auch nicht freigelassen, nur weil er damit droht, sich umzubringen, falls er nciht freigelassen wird)
- sollte er versuchen zu fliehen whrend er die Waffe in der Hand hat (egal wo er diese hinrichtet!) wird er (falls es die Situation zulsst) durch die Polizei gewarnt, dass es kurz davor ist, dass gegen ihn ein Schuwaffengebrauch stattfindet! Sollte er darauf nicht reagieren, wird er mittels Schuwaffe bekmpft, wie ein Bankruber, der ne Pistole in der Hand hlt (ist er ja auch); dabei geben ich zu bedenken, dass eine Pistole in Bruchteilen einer Sekunde in eine andere Richtung gerichtet werden kann und die Polizisten immer zweiter Sieger in dieser Situation wren, da immer erst der Tter schieen knnen wird; aus diesem Grund, wird ihm nicht die Mglichkeit gegeben werden die Waffe auf jemanden anderen zu richten.
- Da es vllig unlogisch ist, erst eine Bank zu berfallen, um sich dann selbst zu erschieen (den berfall htte man sich sparen knnen, das Geld bringt einem tot nicht so richtig viel) wird die Polizei whrend der Bewltigung eines solchen Einsatzes die Suizidankndigung des Tters zu 99% anders bewerten, als die Suizidankndigung einer Person, die beispielsweise auf ner hohen Brcke steht und damit droht zu hpfen, weil seine Frau ihn verlassen hat, oder warum auch immer

Aber um ihre eigentliche Frage zu beantworten:
Ja, ein Schuwaffengebrauch gegen eine solche Person kann durchaus rechtmig sein, nmlich immer dann, wenn (wie durch mich oben erlutert) die Gefahr besteht, dass die Person die Schuwaffe auch gegen andere Personen richten kann/ wird. Und da die Polizei nur vor den Kopf des Tters gucken kann und nicht hinein, muss sie solch eine Mglichkeit immer in Erwgung ziehen.
Nach oben
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Polizeirecht Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.