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Unbeheizte Doppelhaushlfte

 
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Nymi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 12:23    Titel: Unbeheizte Doppelhaushlfte Antworten mit Zitat

Moin mitnanner,

ich bin neu hier und habe per Suchfunktion keine Antwort fr mein Problem finden knnen.

Wir haben uns im September eine Doppelhaushlfte (Bj. 1952) gekauft und sie grundlegend saniert; vor allem, was die Wrmedmmung anbelangt. Seit 5 Wochen wohnen wir nun in unserer Hlfte und haben ein Problem mit dem Nachbarn.

Er hat seine Hlfte bereits im Februar 2006 erworben und bastelt seitdem daran herum (er will vermieten, nicht selber nutzen). Zur Zeit befindet sich seine Hlfte mehr oder weniger im Rohbauzustand; vor allem gibt es keine Heizung und keine Elektrizitt dort.

Aber wir haben eine gemeinsame, ungedmmte Wand. Und durch diese Wand geht unsere ganze, teure Heizenergie "flten". Es grenzen zwei Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und mein Arbeitszimmer an diese Wand. Der Komfortverlust ist fr uns natrlich sehr rgerlich; aber schlimmer sind die mglichen Folgen, die sich fr uns aus der sehr kalten Wand ergeben knnen: da die Trennwand den kltesten Punkt in der Wohnung darstellt, schlgt sich dort das Kondenswasser nieder, was auf lange Sicht mit Sicherheit ein Schimmelproblem fr uns bedeutet.

Jetzt meine Frage: gibt es ein Gesetz, welches den Nachbarn verpflichtet, bis zur nchsten Heizperiode sicherzustellen, dass die Haushlfte entweder beheizt oder wahlweise die Wand auf seiner Seite wrmegedmmt wird?

Wie ist die Rechtslage? Fr eine kurze Info bin ich Euch sehr dankbar.

Gre,
Arno
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Gesetzgeber derartiges geregelt hat, sowas berlsst er berechtigterweise der Privatautonomie.

Das geschilderte Problem liegt ja in der Natur eines Doppelhauses, die dem Kufer ja im Vorhinein bewusst sein musste.

Ich sehe als einzige Lsung, eine Einigung mit dem Nachbran, der ja auch ein Interesse an einer baldigen Bezugsfertigkeit haben muss.

Andernfalls liee sich bestenfalls (wenn das technisch mglich wre) ber eine Dmmung der Innenwand nachdenken, die ja sicherlich auch schallschutztechnisch Vorteile bringen wrde.
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Nymi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr Deine Antwort, spraadhans (auch wenn sie nicht ganz so ausgefallen ist, wie ich gehofft hatte...).

spraadhans hat folgendes geschrieben::
Ich sehe als einzige Lsung, eine Einigung mit dem Nachbran, der ja auch ein Interesse an einer baldigen Bezugsfertigkeit haben muss.


Das sollte man eigentlich vermuten; trotzdem "bastelt" der schon seit 3 Jahren. In der Zeit, die wir das Haus besitzen (also seit September letzten Jahres) haben wir den Mann nur ein einziges Mal gesehen. Und da hat er nichts gebaut, sondern eine Fuhre Kaminholz auf das Grundstck gebracht (das "gammelt" da jetzt auch schutzlos herum... Geschockt ).
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ktown
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn die Rechtssprechung bisher sich aus dieser Problematik raus gehalten hat und es gestzlich nicht geregelt ist, sollte man trotzdem die Flinte nicht sofort ins Korn werfen. Die Tendenzen die hier formuliert werden sind zwar in vielen Fllen grundstzlich richtig. Trotzdem kann es den anwaltlichen Rat nicht ersetzen....und wer wei....mit der richtigen Argumentation und dem richtigen Ansatz kann auch hier vielleict das gewnschte Ergebnis raus kommen. Winken
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Nymi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, ktown, fr die Ermunterung. Ich denke auch, dass Schimmel eine Gesundheitsgefhrdung darstellt und der Nachbar deshalb eine gewisse Frsorgepflicht tragen msste (bin halt Laie und reime mir das so zusammen... Verlegen ).

Deshalb meine Frage, ob es da mglicherweise schon Urteile dazu gibt, die man sich untersttzend mal ansehen knnte.
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ktown
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schon erwhnt ist die deutsche Rechtssprechung da noch etwas jungfrulich.....bzw. es hat noch kein Umdenken stattgefunden.

Wenn sie pech haben, hat sich ihr Nachbar schon mit dem Kauf berhoben und bastelt nun solange am gebude rum, bis die Bank die Notbremse zieht....dies kann aber noch Jahre dauern.
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Nymi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

ktown hat folgendes geschrieben::
Wenn sie pech haben, hat sich ihr Nachbar schon mit dem Kauf berhoben

Das wohl nicht; er hat schon einige Interessenten, die die Hlfte gerne von ihm gekauft htten, abgewiesen. Dann wre unser Problem auf jeden Fall vor der nchsten Heizperiode behoben. Mit den Augen rollen
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ktown
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Och ich kann da einen Fall, da wurde das Haus erst nach 20 Jaren zwangsversteigert und es gab zahlreiche Interessenten vorher.
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Nymi
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

ktown hat folgendes geschrieben::
Och ich kann da einen Fall, da wurde das Haus erst nach 20 Jaren zwangsversteigert und es gab zahlreiche Interessenten vorher.

Mach mich nicht schwach... Geschockt
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Stadtplaner
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beitrge: 290

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallchen,

vielleicht lsst sich aus folgendem Urteil etwas ableiten:
BGH, Urteil vom 11.04.2008 - V ZR 158/07
"Der Teilhaber einer gemeinsamen Giebelwand, der an diese (noch) nicht (vollstndig) angebaut hat und derzeit auch nicht anbauen will, muss Manahmen des anderen Teilhabers zur Wrmedmmung dulden, die dazu fhren, dass der freie Bereich der Wand einem den heutigen Erfordernissen entsprechenden Standard entspricht."
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Nymi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, vielen Dank, Stadtplaner, so was in der Art habe ich gesucht! Sehr glcklich
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 11.02.09, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist so ziemlich genau das, was ein Teil meiner Antwort ausdrcken sollte.

Fr mehr Verpflichtungen als die zur Duldung evtl. Baumanahmen ihrerseits, sehe ich aber bauordnungsrechtlich keine Grundlage, insofern verwirrt mich der vage Hinweis von ktown etwas.
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ktown
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Braucht es nicht..... Winken Ich wollte nur dqamit ausdrcken, dass dieses Forum nicht der Weiheit letzter Schlu ist und so mancher Rechtsverdreher sachen mglich machte die vorher niemand kannte.

Letztlich mu ja abgewogen werden wer durch diese Situation oder deren nderung mehr in seinem Tun eingeschrnkt wird.
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