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iami
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Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beitrge: 4

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Alles was meine Bekannte suchte, war ein Auswegaus ihrer Notsituation. Die Kinder waren bei ihr nicht gefhrdet, wie das sptere Gutachten gezeigt hat. Sie war sich nur nicht im Klaren darber, da wenn sie die Instutution JA besucht, der Schlag auch nach Hinten losgehen kann. Ich schreibe das so, als ob mir nicht klar wre, da jeder Arzt zwar eine Krankheit behandeln kann, wenn diese erst bekannt ist, aber nicht jeder Arzt ein guter Diagnostiker ist.

Die Betroffene ist nicht allein durch die Worte "abgehoben" oder "sonderbar" fr mehrerer Jahre zusammengebrochen, sondern durch die Tatsache, da ihr ihre eigene Not zum Verhngnis wurde und indem ihr ihre Kinder weggenommen wurden, wurde das Fa zum berlaufen gebracht.

Ich wei nicht, wie viele von uns sind schon eine "gesunde, ausgeglichene und starke Persnlichkeit" haben. Vermutlich nicht allzuviele, sonst wrde nicht jede zweite Ehe geschieden.

Es ist frustrierend, da man die Fehleinschtzung einzelner Sozialmitarbeiter hinnehmen mu und sich dagegen nicht wehren kann, da diese Berufsgruppe offensichtlich fr ihre eigenen Fehler, auch wenn sie einen Schaden anrichten, nicht haftet. Welche Motivation hat damit ein unerfahrener Mitarbeiter mit hherer Fehlerquote der Beurteilung von Problemen gegnber einem erfahrenerem Kollegen, seine Quailifikation zu verbessern, wenn er keine Konsequenzen sprt?

Es ist zwar sinnvoll auf das Recht der Verteidigung durch den Rechtsanwalt und ein Gegengutachten hinzuweisen (dies wurde im brigen in diesem Fall auch gemacht), aber wenn der seelische Schaden erst einmal passiert ist, dann hilft dem Betroffenen auch kein Gegengutachten.

Klar - das Kindeswohl steht an erster Stelle, und gleich danach kommt das der Eltern, denn ohne gesunde und starke Eltern gibt es auch kein Kindeswohl. In diesem Fall wurde die Frau leider durch die Maschinerie fertiggemacht und selbst wenn sie jahrelang spter die Akteneinsicht begehrt, um zu verstehen, wird ihr diese verweigert. Das schreit zum Himmel, aber ich neige mich daran zu gewhnen, denn in einer Zeit, wo selbst der Heilige Vater sich fr seine uerungen nicht zweimal rechtfertigen mu, hat man beim JA keine Chance auf eine Wiedergutmachung.

Ich werde mich wichtigeren Dingen im Leben wenden, als mich ber verfehlte Jugendamtpolitik aufzuregen. Solange ber dem Eingang vom JA nicht hngt "Betreten auf eigene Gefahr. Ihre vertraulichen Daten werden gegen Sie verwendet", werde ich knftig Eltern auf diese Gefahr hinweisen, damit sie, falls sie sich in ihrer Beziehung streiten und ihren Streit vor dem JA und Gericht bringen, wissen, was auf dem Spiel steht.

In der Scheidungsfamilie gibt es immer 66% Verlierer: ein Elternteil und die Kinder. Und da die Guillotine immer einen der beiden Eltern treffen mu, kann es der Gesellschaft gleichgltig sein, ob es der Vater oder die Mutter ist. Solange man die Betroffenen nicht kennt, daher mein hiesiges Engangement. Nichts fr ungut und danke, da Ihr mir die Realitt besttigt habt!
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo iami,

knnen Sie in die Zukunft schauen?

Sind Sie in der Lage, eine Prognose zu erstellen?

Vermutlich werden Sie beide Frage verneinen.

Aber diese Fhigkeit wird von den Mitarbeitern des Jugendamtes erwartet. Der Aufschrei in der Bevlkerung ist immer dann sehr gro, wenn durch die Medien wieder mal ein Fall verffentlicht wird, bei dem ein Kind in der Tiefkhltruhe gefunden wurde und das Jugendamt zu spt eingeschritten ist.

Kinder und Jugendliche haben keine Lobby. Teilweise nehmen selbst einige Eltern die Bedrfnisse ihrer Kinder nicht wahr.

Sie hren die Geschichte von Ihrer Bekannten. Diese Bekannte erzhlt ihnen ihre Sichtweise.

Aber ist Ihnen selbst schon einmal aufgefallen, da auch Sie bisher kein einziges Wort ber die Situation der Kinder Ihrer Bekannten geschrieben haben?

Liebe Gre

Klaus
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